Information zur Mediennutzung von www.rollenspielsucht.de
Sucht- und Drogenbericht 2009: Bis zu 2,8 Millionen Onlinesüchtige und ebenso viele Gefährdete
Was können wir tun?
Machen Sie genügend Alternativangebote, damit die Kinder in der computerfreien Zeit nicht gelangweilt in der Ecke herumhängen, sondern merken, dass Spaß und Spannung nicht ausschließlich aus dem Computer kommen.
Legen Sie zusammen mit Ihren Kindern feste Maximalzeiten für den Tag, die Woche oder den Monat fest. Dabei müssen alle Medien - Fernseher, Gameboy, Playstation, etc.- in die Zeit mit einbezogen werden. Diese Regeln sollten bei Ihnen öffentlich aushängen, damit Sie auch immer wieder darauf verweisen können. Kontrollieren Sie die Einhaltung unbedingt und ergreifen Sie klare Maßnahmen bei Verstößen. Seien Sie in diesem Punkt 100% konsequent. Dass der PC stundenlang für schulische Aufgaben benötigt wird, ist ein Alibiargument!
Lassen Sie Ihrem Kind keinen Verhandlungsspielraum. Kinder brauchen klare Grenzen, das gibt ihnen Halt und Sicherheit.
Wichtig ist, dass Sie -bei begründetem Verdacht- ab und zu auch nachts nachschauen, ob Ihr Kind spielt oder chattet. Wir bekommen ganz viele Hinweise, dass viele Eltern der Meinung sind, ihre Kinder würden schlafen. Stattdessen wird manchmal bis in die frühen Morgenstunden gezockt oder gechattet.
Bringen Sie Ihren Kindern niemals das Essen an den PC.
Kinder müssen nicht unbedingt den schnellsten und tollsten PC besitzen. Je mehr verschiedene Geräte und je mehr Spiele sie haben, desto mehr wollen sie diese logischerweise auch nutzen. Gleiches gilt für schnelle Internetleitungen.
Nutzen Sie, zumindest für den PC, technische Hilfsmittel, wie z.B. den auf der Internetseite www.rollenspielsucht.de beschriebenen Stick, der den PC abschaltet, wenn die Zeit verbraucht ist.
Solange die Freizeitgestaltung Ihrer Kinder im Gleichklang ist und die Mediennutzung nur eine Beschäftigung von vielen, wenn für ausreichend Bewegung gesorgt ist (Sportverein), Radtouren und Ausflüge stattfinden, wenn Ihre Kinder mehr Zeit beim Freunde treffen im realen Leben, als beim chatten verbringen, wenn Sie gemeinsam Spaß an Karten- und Brettspielen haben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Dann darf auch das virtuelle Spielen seinen Platz haben.
www.rollenspielsucht.de fragt:
Dürfen wir es hinnehmen, dass uns gebetsmühlenartig suggeriert wird, dass eine tägliche, stundenlange Nutzung von elektronischen Medien völlig normal ist? Ist die massenhafte Abwanderung besonders von jungen Menschen aus dem realen Leben gewünscht, beabsichtigt oder wird sie billigend in Kauf genommen? Fragwürdig sind auch die Bemühungen von verschiedenen Seiten, Eltern nun ebenfalls in die Welt der Spiele (auch Gewaltspiele) zu entführen bzw. sie dazu zu verführen. (z.B. Der Spiegel vom 04.11.08).
Dürfen wir es hinnehmen, dass in unserer Gesellschaft vielfach das Jugendschutzgesetz übergangen wird? Wer schützt die Kinder und Jugendlichen? Wer verletzt die Aufsichtspflicht? Wieso dürfen immer mehr jüngere Kinder ungehindert Spiele ab 16 oder 18 spielen?
Dürfen wir es hinnehmen, dass die Duldung der Kriegsverherrlichung und die Vermittlung der Botschaft: "Krieg macht Spaß" gerade in Deutschland zur Normalität gehören soll?
Dürfen wir es hinnehmen, dass gut verdienende Spielehersteller indirekt die Alterseinstufung (USK) selbst vornehmen dürfen und kaum ein Erziehungsberechtigter über diese Tatsache informiert ist? Ist das die Lizenz um Geld zu drucken auf Kosten der Kinder und Jugendlichen? Wussten Sie das?: Eine Indizierung darf nicht mehr vorgenommen werden, sobald eine USK Alterseinstufung erfolgt ist.
Stichwort Medienkompetenz: Meist wird vergessen, dass nicht derjenige medienkompetent ist, der die unterschiedlichsten elektronischen Medien auf vielfältigste Weise und zeitintensiv zu nutzen weiß, sondern der, der frühzeitig und selbstbestimmt den Aus-Knopf findet. Dies gilt nicht nur für Heranwachsende.
Weitere Informationen:
ARD-Dokumentation: „Spielen, spielen, spielen... wenn der Computer süchtig macht“ von Sonia Mayr, Anja Reschke und Henning Rütten - Erstausstrahlung: 12.08.08 (mit www.rollenspielsucht.de)
Ansehen bei www.rollenspielsucht.de
www - Mädcheninformationen: www.lizzynet.de/ „Der Missbrauch von elektronischen Medien soll so unpopulär wie Alkohol- und Drogenmissbrauch werden.“ Spendenkonto: AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. - Konto-Nr. 90 60 30 - BLZ 701 693 33 (Raiffeisenbank Eurasburg-Beuerberg) BIC: GENODEF1EUR-IBAN: DE92701693330000906030 - (Spenden steuerlich abzugsfähig)
Informationen zusammengestellt von rollenspielsucht.de - eine Initiative betroffener Eltern
(Christine und Christoph Hirte) Email: (auch Vortragsanfrage)
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