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München: Selbsthilfegruppe Betroffene
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München: Selbsthilfegruppe Angehörige
Selbsthilfegruppe Mediensucht / Rollenspielsucht / Onlinesucht im Münchner Selbsthilfezentrum,...
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Appell an Eltern: Eingreifen dringend erforderlich


Immer mehr Kinder wollen sich lieber mit elektronischen Medien beschäftigen als z.B. zur Schule zu gehen oder an anderen Freizeitaktivitäten teilzunehmen. In den Familien kommt es bezüglich der Mediennutzung zum Dauerstreit und oft zu Resignation – Appelle sind zwecklos. Alle tun es – so früh wie möglich und so viel wie möglich. „Das machen doch jetzt alle“. Die meisten Eltern, (aber auch viele Helfer im Umfeld), sind ratlos, was sie gegen diesen Sog, diese Kraft tun können. Die Eltern vertrauen nicht mehr auf ihr Bauchgefühl, da sie von allen Seiten verunsichert werden und sich deshalb nicht trauen, das zu tun, was notwendig wäre: möglichst später Einstieg in elektronische Medien, klare Regeln, verknappte Zeiten.

Was machen die Schulen? Sie sind vielfach über die Kultusministerien angehalten, immer mehr Unterricht digital zu vermitteln. Dies geschieht wider besseres Wissen. Die vielen Studien, Berichte und Bücher über die negativen Auswirkungen werden einfach ignoriert. Warum? Weil man modern sein möchte – der neue Zeitgeist - und auf Wählerstimmen hofft? Sind diese wichtiger als die Gesundheit unserer Kinder? Die Lobby und nicht die Eltern bestimmt das Geschehen!

Risiken und Nebenwirkungen werden nicht weniger, wenn man nicht darüber spricht. Beim Kinder- und Jugendschutz versagen im Internet auf breiter Ebene alle im richtigen Leben erfolgreichen Mechanismen. Viele Eltern machen sich überhaupt nicht bewusst, dass ihre Kinder mit einem Smartphone jederzeit über einen freien Internetzugang verfügen. Ist es nicht seltsam, dass wir unseren Kindern nicht erlauben, mit Fremden zu sprechen, jedoch durch das Internet Fremden ständig erlauben, jeden Tag in das Denken und die Seele unserer Kinder einzudringen? Wenn Kinder frühzeitig konditioniert werden, stehen sie ein ganzes Leben lang der Internetindustrie und den vielen damit verbundenen Manipulationsmöglichkeiten zur Verfügung. Eigenständiges Denken und Handeln und die dazugehörige notwendige Selbstreflektion verlieren an Kraft, weil die Dauerberieselung keinen Freiraum mehr dafür lässt.

Viele Pädagogen ergötzen sich an dem Zauberwort „Keine Verbote“ und verunsichern damit diejenigen Eltern, die aus der Fülle der beunruhigenden Informationen aus Studien, Untersuchungen oder auch durch eigene Beobachtung z.B. die klare und logische Konsequenz ziehen möchten: Kein Smartphone für meine Kinder unter 16 Jahren. Eltern haben die Pflicht, ihre Kinder so lange wie möglich vor den massiven negativen Konsequenzen bei zu frühem und exzessivem Medienkonsum zu schützen, ohne sich eine wenig hilfreiche Verbotsdebatte aufdrängen zu lassen. Stellen Sie frühzeitig klare Regeln auf, bevor die Kinder Gewohnheiten eintrainieren, die später nur unter größter Kraftanstrengung wieder verändert werden können.

Wir wollen nicht falsch verstanden werden: Die neuen Medien und das Internet sind ein hervorragendes Werkzeug, das jedoch vor allem von Kindern und Jugendlichen als Spielzeug missbraucht wird. Je früher sie einsteigen, desto früher wollen sie mehr. Aus den Erfahrungen von anderen Süchten ist bekannt, dass der Verlauf auch ganz wesentlich vom Zeitpunkt des Einstiegs abhängt.

Wer hat Interesse daran, dass sich die kleinste Einheit des Staates, die Familie, auflöst? Jeder hat seinen eigenen Fernseher, PC, Tablet oder Smartphone. Gemeinsam findet nichts mehr statt. Selbst im Urlaub verdrängen die Geräte gemeinsame Aktivitäten. Die Vorbildfunktion von uns Eltern ist ganz entscheidend für die Gerätenutzung der Kinder. Studien berichten von eingeschränkter Sprachentwicklung bei Kleinkindern, wenn Eltern zuhause zu viel mit PC und Smartphone beschäftigt sind.

Zwecks einer zügigen Digitalisierung und WLAN-Ausbau üben Politiker über die Ministerien Druck auf die Schulen aus. Von politischer Seite dürfen wir demnach nicht mit Unterstützung rechnen. Erst wenn ganz viele Eltern sich sowohl in Schule und Umfeld als auch bei Politikern zu Wort melden, könnte dort ein Umdenken erreicht werden. In der seit vielen Jahrzehnten bestehenden „Warte-Gesellschaft“ kann sich eine Veränderung an dieser Stelle u.a. nur durch eine breite Solidarität von Eltern / Betroffenen entwickeln. Gehen Sie mit uns den ersten Schritt:


                                                                                                    Schwimmen Sie gegen den Strom.
             WIDERSTAND ist notwendig, wenn sich etwas ändern soll - besonders in der eigenen Familie.




Was tun?

Ehrliche Informationssammlung:
Informieren Sie sich ehrlich, ausführlich und ergebnisoffen über Risiken und Nebenwirkungen. Als Quellen zum Verständnis über die Kräfte, die da walten, können Sie u.a. die Foren der Internetseiten www.aktiv-gegen-mediensucht.de und www.rollenspielsucht.de nutzen. Wir hören oft, dass diese Foren wie eine Kristallkugel sind: „Dort kann man lesen, wie es weitergeht, wenn man nicht eingreift“. Auf diesen Seiten erfahren Sie relativ viel darüber und können sich an klare Konsequenzen herantasten.

Familien-Regeln erweitern:
In jeder Familie gibt es Regeln, z.B. für Alkohol und Zigaretten. Für das Heroin aus der Steckdose (PC) und die mobile Heroin-Flatrate (Smartphone) muss es ebenfalls feste Regeln geben! Die Vorbildfunktion der Eltern bei der Mediennutzung spielt eine ganz entscheidende Rolle. Wenn Eltern selbst am Smartphone festgewachsen sind, ist kaum zu verhindern, dass sich die Kinder auch intensiv damit beschäftigen. Achtung! Wussten Sie? Für WhatsApp und Youtube gibt es eine Altersbeschränkung von 16 Jahren!

Kindergarten/Grundschule:
Bemühen Sie sich zusammen mit anderen Eltern ganz klar darum, dass in Kindergarten und Grundschule keine elektronischen Geräte zum Einsatz kommen, dass für Hausaufgaben weder Computer noch Internet erforderlich sind und dass WLAN im Interesse der Gesundheit der Kinder abgeschaltet wird. 150 internationale Wissenschaftler haben an die WHO und die UNO appelliert, besonders Kinder und Jugendliche vor WLAN zu schützen. Wöchentlich werden industrie-unabhängige alarmierende Studien veröffentlicht, die zweifelsfrei nachweisen, wie massiv WLAN und der Mobilfunk unser aller Gesundheit gefährden. Bei Nikotin und Alkohol hat es viele Jahrzehnte gebraucht, bis die negativen Folgen anerkannt und Schutzmaßnahmen ergriffen wurden....

Schreiben Sie auch an Ihre Abgeordneten:

Verweisen Sie auf die mittlerweile bekannten Risiken und Nebenwirkungen der zu frühen Mediennutzung. Schreiben Sie, dass Sie kein digitalisiertes Lernen und flächendeckendes WLAN an Schulen wünschen.
Vielleicht können Sie auch mal nachfragen, ob Minister heute bei der Vereidigung immer noch den bekannten Text „Zum Wohle des deutschen Volkes“ sprechen, oder ob das schon ausgetauscht wurde in „Zum Wohle der Industrie…..“.

Christoph Hirte
Vorstandsvorsitzender von AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.



Dieser Text als PDF-Datei

Links:
Vortrag von Christoph Hirte am 12.11.2015 im Bay. Kultusministerium mit dem Titel „
Das machen doch jetzt alle – exzessive Mediennutzung und ihre Folgen – eine Zeitreise“:

Smartphone-Altersbeschränkung:
Link dazu

Viele weitere Informationen finden Sie hier:
www.aktiv-gegen-mediensucht.de, www.rollenspielsucht.de, www.netzwerk-fuer-ratsuchende.de


Links zur Abgeordnetensuche des Bundestages und der Länderparlamente:

Alle Abgeordneten des dt. Bundestages:

Die Abgeordneten der Länderparlamente:

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin:
 
Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

 

Written by: Team-ch 1 2015.12.01





  

 


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