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        Newsflash - Neuigkeiten zum Thema kurz berichtet (April-Juni 2010)

Newsflash - Neuigkeiten zum Thema kurz berichtet (April-Juni 2010)

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Christian

(Freitag, 14.Mai 2010, 13:53)
Hi Happy,

natürlich haben MMORPGs ein immanentes Suchtpotenzial, das auch von den Herstellern bewusst gefördert wird. Aber: es gibt auch andere Spieleformen, die süchtig machen können und viele Menschen sind im weitesten Sinne "internetsüchtig", ohne überhaupt zu spielen. Die chatten, surfen ziellos oder machen sonstwas. Allen Formen gemein ist, dass der Betroffene selbst nicht merkt, wann sein Verhalten in die Sucht kippt. Die meisten Menschen gehen vernünftig mit dem Netz um, es soll auch Leute geben, die MMORPGs bewusst und im Rahmen nutzen und nicht ihr Leben danach ausrichten.

Ich selbst bin z.B. überhaupt nicht anfällig MMORPG-süchtig zu werden (glaube ich jedenfalls). Erst Montag habe ich es probiert. Ein kostenloses Spiel runtergeladen und installiert. Das hat etwa genauso lang gedauert, wie ich es dann gespielt habe. Nach ein paar Stunden hatte ich die ersten Level geschafft und wurde sogar in eine Gilde aufgenommen. Seit Dienstag hab ich das Spiel nicht mehr angerührt und werde es auch nicht. Ich find's einfach langweilig und habe keine Lust, mit wildfremden Leuten zu quatschen. Gut, mache ich hier auch, aber mit den hier aktiven Leuten teile ich immerhin auch ein Schicksal. Ich wüsste aber nicht, was ich mit den Leuten im Spiel bequatschen könnte (außer über's Spiel selbst).

Lange Rede, kurzer Sinn. Auch Internetabhängige haben sich ihr Problem nicht freiwillig gewählt, sondern sind da hineingeschlittert. Das Suchtpotenzial mancher Spiele leistet einen Beitrag, ist aber nicht der allein entscheidende Faktor. Wenn die Leidenschaft an Dominanz gewinnt, verliert der Betroffene immer mehr die Kontrolle und kann irgendwann nicht mehr anders, selbst wenn er es wollte. Das Ganze verläuft schleichend und wird erst sehr spät bemerkt.

Ich möchte kein Spielegenre und keinen Hersteller verteufeln. Die Spiele können ein guter Zeitvertreib sein, ein nettes Hobby. Viele Menschen sehen es auch als Hobby und behalten den Überblick. Nur bei einigen Menschen gerät das Spielverhalten außer Kontrolle, aber daran sind nicht die Spiele schuld. Gäbe es sie nicht, würden die Betroffenen vielleicht zu anderen Süchten tendieren. Da aber die Spiele so leicht zugänglich und verfügbar sind, ist es sehr einfach, dort ein Suchtverhalten zu entwickeln.

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