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merle(Dienstag, 13.Jul 2010, 14:47)auf eigenen Füßen stehen Hallo Luisa, ich kann Deinen Kummer gut verstehen und auch Deine große Sorge um die Gesundheit Deines Sohnes. Trotzdem wäre es wichtig, dass er auf eigenen Füßen steht mit seinen 19 Jahren. Wenn er weiterhin ein warmes Nest vorfindet, in dem ihm alles abgenommen wird und in dem er behaglich seiner Spielsucht nachgehen kann, wird er keine Veranlassung sehen, etwas in seinem Leben zu verändern. Er wird die Termine beim Arbeitsamt nicht wahrnehmen und auch keine Therapienotwendigkeit für sich sehen, weil es ihm ja letztendlich an nichts fehlt. Durch die Schuldgefühle, die Du bezüglich seiner körperlichen Verfassung hast, wirst Du leicht erpressbar bleiben, und so wird sich an dieser für Euch beide unhaltbaren Situation nichts ändern. Sowohl für Dich als auch für Deine Tochter ist dies auf Dauer so nicht lebbar. Dein Sohn braucht Hilfe, doch solange er nicht bereit ist, diese aus eigenen Stücken und freiwillig für sich in Anspruch zu nehmen, kannst Du nichts machen. Du kannst nur ganz viel dazu beitragen, dass er es nicht mehr so "gemütlich" hat, indem Du ganz klar einforderst, dass er auf eigene Füße zu stehen kommt. Du darfst ihm das Leben zumuten - er ist erwachsen und er wird es schaffen und am Ende stolz auf sich sein. Es wäre wichtig für Dich, zu einer Beratungsstelle zu gehen, damit Du gestärkt wirst und es besser schaffst, vertrauensvoll und mutig loszulassen. Sollen wir für Dich eine entsprechende Stelle heraussuchen? Ich grüße Dich herzlich und wünsche Dir ganz viel Zuversicht. Merle |
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