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dr.robert(Samstag, 4.Sep 2010, 18:08)Danke danke, die symptome kann ich auf einige meiner klienten übertragen. bleibt zu bemerken, dass mediensucht in der bürokratie nicht als solche wahrgenommen wird, sondern in andere bereiche transferiert wird.die suchtmerkmale erinnern zum teil an übermäßigen kokain- und amphetaminkonsum. meinst du, dieses verhalten kommt nur bei computerspielen zustande oder auch bei fernsehen? in einer unterhaltung mit einer kollegin kamen wir an den punkt, wo wir uns das fragten. auch wenn die prozesse im gehirn andere sind, hat fernsehen einen ebenso realitäsverzerrenden charakter und zeigt ja ähnliche symptome. die folge ist meiner beobachtung nach, eine art von (angst-)glocke, die sich über den klienten legt. um ardonos begriff der antiintrazeption zu benutzen. eine emotionale glocke, die jegliche empfindungsfähigkeit minimiert. soziale reize werden, trotz des bedürfnisses danach, aus unsichheit vermieden. bei kindern und jugendlichen habe ich mit freier mal und zeichenarbeit, wie comiczeichnen gute erfolge gemacht. die soziale auseinadersetzung findet hier auch nur im eigenen kopf statt, bewegt sich jedoch im sozialen kontext und wird diskutiert. da ags an schulen ja nur bedingt noten erzeugen, wird die versagensangst eigentlich nicht bedient. in form mit systemischen frage-methoden sind die jugendlichen bis zu einem gewissen grad wieder erreichbar. malen und zeichnen finde ich weitaus effektiver, als theaterspielen oder filmen. @christian in den pädagogischen einrichtungen in denen ich gearbeitet habe, war mediensucht und medienverhalten immer ein thema, problem war immer nur, dass es keine handhabe oder entsprechenden konzepte gab. die aussagen zu dem thema sind wage und familiär tradiert, so dass solche muster schwer aufzubrechen sind. grüße robert |
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