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![]() Foren zum Thema Mediensucht / Neuigkeiten zum Thema Mediensucht![]() Erhöhung der Dosis - typisches Suchtverhalten
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(Freitag, 5.Nov 2010, 11:56)
Bessere Grafik, an der Stange halten Hallo. Leider stimmt es, dass Spielehersteller immer mehr auf Feinheiten in ihren Spielen achten, um Kinder und Jugendliche zu begeistern. Hierfür sind finanzielle Gründe vorreitend, was man grundlegend einem Konzern nicht vorhalten kann - Es sei denn die Interessen der Firmen stehen in keinem vernünftige, moralischen bzw. ethischen Verhältnis zum gesunden Wachstum eines Kindes. Da denke ich ganz klar, dass Spielehersteller in diesem wichtigem Punkt einfach weggucken. Die Entwicklung der Kinder interessiert die Hersteller wenig. So etwas muss sich ändern! In WoW z.B. wird es bis zur Erweiterung Cataclysm die alte und herkömmliche Grafikengine im Spiel geben. Ab dieser Erweiterung gibt es eine verbesserte Engine um Animationen und grafisch aufwendige Rechenprozesse zu optimieren. Hierfür ist vor allem die Abwanderung einiger WoW-Spieler nach anderen Onlinegames verantwortlich. WoW ist nach Ultima Online einer der Pioniere im MMORPG-Genre und somit natürlich grafisch mittlerweile nicht mehr so einladend wie es neuere Rollenspiele sind. Die neueren Spiele sind hier programmiertechnisch in Punkto Grafik optimiert und daher einladender. Daher hat Blizzard, um ihre Kunden an der Stange zu halten, viele Animationen (auch bereits vor der Erweiterung) bunter gestaltet. Beim Zaubern blitzt und funkelt alles und man sieht kaum etwas anderes. Auch Blut wird so "besser" dargestellt. Blizzard möchte ja keine Kundschaft an die Konkurrenz verlieren... Der sogenannte High-End-Content (Wenn man Maximallevel hat, geht man zuletzt in den End-Dungeons um dort besondere Rüstungen/Waffen zu bekommen) in WoW ist von ewig vielen Dungeonbesuchen und Ruf-Farmerei geprägt. Immer natürlich im Einklang mit vielen anderen Spielern als Raid, so ist der Gruppenzwang vorhanden. Hier gibts für die Spieler sehr ansprechende Belohnungen. Sobald Blizzard merkt, dass die meisten Spieler den End-Content des Spieles durchgespielt haben, integrieren sie einfach einen neuen Dungeon der die Spieler wieder fesselt ans Spiel. Und selbstverständlich weiß Blizzard sehr genau, welche Spieler welches Gear-Level hat, oder glaubt man etwa dass sie keine Statistiken haben? Spieler werden so an der Stange gehalten und ihr Geld gemolken... In den Foren von Blizzard sieht man sogar Gamemaster Umfragen starten, wie und was am Spiel verbessert werden kann. Auch eine perfide Art der Marktforschung finde ich. Sollte doch ein Forentroll seinen Weg ins Blizzard-Forum schaffen um z.B. Umfragen bzgl. Onlinerollenspielsucht starten so wird dieser Troll hinausbefördert. Blizzard duldet in ihren Foren keinerlei spielkritische Äußerungen. Kritiken werden im Keim erstickt, damit Spieler Warnungen vor Spielsucht erst gar nicht bekommen können. Natürlich kann ein solcher Gamer auch auf andere Seiten im Netz gehen, aber meist geistern sie auf Seiten herum die vom und fürs Spielinhalt informationen geben. Sie recherchieren nach Quests, Items und PvP-Skills. Auf die Idee dass sie ggf. süchtig sind, kommen sie gar nicht erst. Eine gesetzlich Regelung für Onlinespielzeiten wäre meiner Meinung nach zumindest ein Anfang für Kinder- und Jugendschutz. In China gibt es solche Gesetze bereits so weit ich informiert bin, weil dort Suchtproblematiken überhand gewannen. Dass Spielehersteller Geld verdienen wollen ist im Sinne der freien Marktwirtschaft durchaus nachvollziehbar, aber nicht auf den Rücken der Kinder. Kinder werden schlechter in der Schule und konzentrieren sich schlechter. Alleine dieses Bildungsdefizit wird dem Staathaushalt in einigen Jahren Milliarden kosten. Wobei man es bereits heute leicht verhindern kann. lg Kay |
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