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WoW-am-Aussteigen-Aussteiger

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Marcus35

(Sonntag, 19.Dez 2010, 00:18)
Wie es mir geht
Hallo zusammen,

nachdem ich mir die Beiträge hier alle durchgelesen habe dachte ich, es ist an der Zeit noch einmal zu schreiben. Zuerst einmal geht es mir ganz gut. Die Ausbildung ist etwas wichtiges in meinem Leben geworden. Es ist eine Aufgabe, die ich mit aller notwendigen Kraft angehe, und sie war wichtig um aus dem Kreislauf herauszukommen.

Das ich diese Chance bekam hatte aber mehr mit meinem Unfall zu tun, als mit meinen psychischen Problemen sowie deren Ursache WoW. Eine Aufgabe, die ich auch jetzt erfülle, aber mit WoW. Zu behaupten, ich hätte alles im Griff, wäre wohl eine Lüge. Aber ich sage, das ich in der Lage bin Klausuren zu schreiben die im Bereich zwischen 75% - 95% liegen.

Nach dem Erscheinen von Cataclysm (Add-On von WoW) war ich aber wieder im Fieber. Ich war zwei Tage krank geschrieben und bin derzeit (kurz vor Weihnachten) stark dazu geneigt meinen Hunter zu spielen. Die Kollegen aus meiner Klasse kennen aber meine Sucht, und ich habe dort etwas Rückhalt. Außerdem habe ich mir nach diesen zwei Tagen ein schlechtes Gewissen. In 12 Monaten habe ich meine Prüfung vor der IHK. Eigentlich kann ich mir das nicht erlauben. Meine Erkenntnis kam zwar erst danach, aber wenigstens kam sie.

Ich habe inzwischen aber auch nicht mehr das Problem vor die Tür zu gehen, obwohl ich es selten mache, so ist das Gefühl mittlerweile ganz okay. Ich wäre aber ohne diese Aufgabe "Ausbildung" sicherlich wieder in einem Kreislauf drin. Ich habe bereits mehrfach um eine Wohnungsbetreuung gebeten, für die Zeit, in der ich zu hause in Aachen bin, aber leider wurde das nicht richtig ernst genommen. Weder von meinen Betreuern, noch von irgendwem sonst. Es ist sicherlich so, das ich es wohl auch selbst in Angriff nehmen könnte, aber wenn ich einmal zu hause bin, ist es selbst nicht mehr wichtig. Anschub brauch ich immer noch, immer wieder. Die Tendenz zur Vereinsamung, sowie meine schlechte psychische Verfassung wenn ich einmal in meiner Wohnung bin, sind nach wie vor stark ausgeprägt.

Wenn ich die Situation von vor einem Jahr mit heute vergleiche muss ich aber sagen das es mir besser geht. Auch wenn man nicht sagen kann das es mir gut geht, so doch besser.

Gruß
Marcus

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