www.aktiv-gegen-mediensucht.de



http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/index.php?p=showtopic&print_post=707&toid=377&t=was-haelt-uns-im-realen-leben-fest

Druckversion / Zur Bildschirmversion





Forum
 Foren zum Thema Mediensucht / Neuigkeiten zum Thema Mediensucht
        Was hält uns im realen Leben fest?

Was hält uns im realen Leben fest?

()



inter2naut

(Samstag, 6.Feb 2010, 14:23)
Verführerische Phantasiewelten regen zum Verlassen der realen Welt an
Manche wollen Elvis sein, andere die Stars in einer TV-Serie oder erstrebenswerten Charakteren gleichen, die für Figuren in Büchern geschaffen wurden. Tragisch ist das im Normalfall nicht - das Leben läßt sich meist auch so "normal" gestalten und da dies nicht zur totalen Abschottung führt, bleiben Beziehungen bestehen, die solche Wünsche in geregelte Bahnen leiten.
Heute kann man praktisch in Welten abtauchen, die das ganze bisherige Leben vergessen lassen und ein Weiterleben in dieser virtuellen Welt ermöglichen . Dem Bewusstsein können dabei scheinbar so reale Bilder und Lebenswelten vermittelt werden, wie z.B. in 3-D Kinofilmen oder Computerspielen, so dass es diese als "neue" Welt akzeptiert und dieser neuen Welt wegen ihrer Anziehungskraft vollkommen verfällt . Interessant wäre zu erfahren, welche Körperfunktionen (z.B. Ausschüttung von Endorphinen) diese Bewusstseinsänderung verursachen. Denn irgendetwas im Körper muss doch solche Gefühlsregungen, wie sie hier nach dem Film "Avatar" beschrieben sind, auslösen http://www.cyberlord.at/forum/?ID=4062&thread=2758 , http://www.cnn.com/2010/SHOWBIZ/Movies/01/11/avatar.movie.blues/index.html . Bezüglich Computerspielabhängigkeit stellt sich natürlich auch die Frage, welche Körperfunktionen diese unvorstellbar starke Sucht nach PC-Spielen hervorrufen. Oder sind es immer die gleichen, die auch die Ursache für andere Süchte sind?

Erschreckend ist, dass diese Sucht-Gefahren meines Erachtens immer noch unter dem Motto "Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich" abgetan werden. Sicherlich ist Eigenverantwortung wichtig. Aber wenn allein das Betrachten eines öffentlich angebotenen Films, der Einstieg in ein Computerspiel mit Altersfreigabe ab 12 Jahren süchtig machen und das Leben zerstören kann , muss man doch weitere Verantworliche suchen.

Der Mensch kann höchstens ein paar Bit pro Sekunde kontrolliert verarbeiten - wie sich Informationsüberflutung auswirkt und welche virtuelle Erfahrungen er maximal verarbeitet, ohne Schaden zu nehmen, ist ein wichtiges Gebiet der Forschung. Hoffentlich werden Spielehersteller und Filmproduzenten dazu veranlasst, dafür notwendige Gelder bereitzustellen. Geld haben sie ja.

Powered by Koobi:CMS 7.24 © dream4®