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NIDRO

(Montag, 15.Feb 2010, 11:05)
Nicht-Hilfe kann HIlfe sein
Hallo Dagmar,

Luna hat durchaus recht. Noch nicht einmal ein Kind kann zur Therapie gezwungen werden, Erwachsene dreimal nicht. Er muss es eigenständig feststellen, dass etwas nicht stimmt. In meiner Beratung kommt es oft vor, dass Eltern mit dem Versuch, ihre "Kinder" aus dem PC zu befreien, sie weiter hineintreiben. Wie das? SIe nehmen die negativen Folgen dem Kind ab (Bett, Essen, PC, www läuft weiter) und bauen Druck auf ,etwas zu verändern. Sie sollen jetzt selbständig werden und zwar so, wie die Eltern es (sinnvollerweise) sehen. Das ist so wie: sei spontan aber sofort. Jungs in diesem Alter sind oft noch mitten in dem "Pubertätsspiel" mit dem Namen "ich lasse mir von keinem etwas sagen -. von meinen Eltern schon gar nicht." Somit kann es passieren, dass er sich nicht ändern darf, weil er dann seinen Eltern ja recht geben würde, was er aber nicht kann. Ein Teufelskreis.
Es ist das gleiche Problem wie bei harten Drogen - nur wer aussteigen will kann HIlfe annehmen. Ob die Eltern helfen können ist oft unklar, manchmal können sie, manchmal nicht.
Eltern können aber dadurch helfen, dass sie für sich sorgen. Sich Kraft holen, ihr Verhalten überdenken, vielleicht sich als Angehörige weiter beraten lassen, oder eine Therapie machen, um so sich zu verändern - dann kann der Sohn nicht mehr so weiter machen.
Die Familie ist ein System, jedes Verhalten passt zu dem des anderen. Du kannst Deinen Sohn nicht ändern aber Dich und damit indirekt Deinen Sohn. Dies ist ein Weg der funktionieren kann.

Viel Erfolg und Kraft!!

NIDRO

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