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merle

(Dienstag, 16.Feb 2010, 15:56)
Hallo shadow,
ich kann so gut nachvollziehen, was Du fühlst. Nicht helfen zu dürfen, ist ungemein schwer und geht so konträr mit dem, was wir im tiefsten Inneren als elterlichen Reflex spüren. Aber Luna hat Recht: nur so wirst Du Deinem Sohn längerfristig helfen können. Dass er Dich nicht treffen wollte und Ausflüchte wie Einkaufen und Erledigungen vorgeschützt hat, ist eine ganz typische Reaktion in dieser Situation. Seine Wohnung wird unglaublich vermüllt sein und es ist absolut verständlich, dass er sich dessen schämt. Lies Dir doch mal den Beitrag von Isabhan bei "Alleinerziehende" durch ( http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/thema/233/126/1/mein-sohnseit-4-jahren-wow-meister-und-sonst-nichts/). Dort wird äußerst anschaulich geschildert, wie eine solche WoW-Karriere verlaufen kann.
Fange an, jetzt mehr für Dich zu sorgen, für Deinen Mann und Deine Tochter, die bei der gesamten Suchtproblematik sicherlich viel zu kurz kommen. Ganz abgesehen von Dir. Wichtig ist, dass Euer Sohn weiß, dass Ihr ihn nicht habt fallenlassen. Er ist für seinen Weg jetzt selbst verantwortlich und deshalb müsst Ihr Euch zurückziehen aus diesem Teufelskreis der Co-Abhängigkeit und des Abnehmens unangenehmer Dinge.
Dein Mann sagt sehr schön: "Die Hoffnung stirbt zuletzt." Daran halte Dich und glaube an einen guten Ausgang. Bei uns hat sich auch alles zum Guten gewendet, nach fast drei Jahren. Lies Dir die Aussteigerberichte durch, auch bei www.rollenspielsucht.de Es macht Mut, zu erfahren, dass andere es geschafft haben, da rauszukommen.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft zum Loslassen.
Merle

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