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Eine Altersbeschränkung für Smartphone ist dringend erforderlich


Smartphones setzen Kinder und Jugendliche unter Kommunikationsstress. Eine aktuelle Studie weist auf die Risiken der exzessiven Handy-Nutzung hin - und warnt vor einer Suchtgefahr.
AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. hat nun auf die vielen Studien in diesem Zusammenhang die Schlussfolgerung aufgestellt: "Eine Altersbeschränkung für Smartphone ist dringend erforderlich"

Über eine Mannheimer Studie berichtet der Münchner Merkur vom 02.10.2015 (online 01.10.2015). Einer anderen großen dt. Tageszeitung war dieses flächendeckende Problem leider nur eine Kurzmeldung wert (12 Zeilen).





Über eine Mannheimer Studie berichtet der Münchner Merkur (Frank Christiansen) vom 02.10.2015 (online 01.10.2015)

Artikel im Merkur:

"Jeder vierte der befragten 8- bis 14-Jährigen gab an, sich durch die permanente Kommunikation über Messenger-Dienste wie WhatsApp gestresst zu fühlen."Fast die Hälfte erklärte, durch das Handy etwa von den Hausaufgaben abgelenkt zu werden (48 Prozent). Jeder Fünfte gab schulische Probleme durch seine starke Handy-Nutzung zu (20 Prozent). Jeder Siebte (15 Prozent) bemängelt, dass die echten Kontakte zu Freunden zu kurz kommen. Jeder Zehnte (11 Prozent) ist bereits Opfer digitalen Mobbings oder von Ausgrenzung aus WhatsApp-Gruppen geworden.

Der Autor weißt auf die Altersbeschränkung (16 Jahre) bei WhatsApp hin, die flächendeckend mißachtet wird. In den Geschäfstbedingungen ist zu lesen:  "Wenn Du unter 16 Jahre alt bist, hast Du keine Erlaubnis, den WhatsApp-Service zu nutzen."
Die gesundheitliche Risiken ergänzt der Autor durch eine Warnung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) vor psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen. Es wird von Mediziner ein Anstieg an Überforderung, Kopfschmerzen oder ADHS, der mit der wachsenden Nutzung der digitalen Medien zusammenhänge, beobachtet.

In der letzten Woche Und erst in der vergangenen Woche wiesen Experten auf eine zunehmender Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen hin. Schon heute seien mehr junge Leute betroffen als noch vor wenigen Jahrzehnten, sagte der Spezialist für Kinderaugenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, Prof. Wolf A. Lagrèze.
Eine Kurzsichtigkeit ist Folge eines zu starken Längenwachstums des Augapfels vor allem zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr - in dem Alter, in dem viele kaum vom Handy oder Computer wegzubekommen sind.

Artikel dazu:
http://www.sueddeutsche.de/news/wissen/wissenschaft-kurzsichtigkeit-bei-kindern-und-jugendlichen-nimmt-zu-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150924-99-04680
http://www.welt.de/gesundheit/article131798051/Spielen-am-Bildschirm-macht-viele-Kinder-kurzsichtig.html
Weitere Artikel:
http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Uni-Studie-Fehlendes-Mitgefuehl-fuehrt-zu-Internetsucht;art1158544,3463313 (oder umgekehrt)
http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/meldungen/1/97/die-sozialisation-von-kindern-und-jugendlichen-durch-den-mobilfunk-die-vierfachfalle/

Diese Liste könnte man noch beliebig fortsetzen. Wenn im Großen keine Veränderung zu erwarten ist, können ja durchaus Familienregeln angepasst werden, oder?  

Leserbrief an den Münchner Merkur zu dem o.g. Artikel von AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.

Eine Altersbeschränkung  für Smartphone ist dringend erforderlich

Wir möchten uns bei Frank Christiansen für die klare Umsetzung der jüngsten Nachrichten zur Handynutzung bei Kindern und Jugendlichen bedanken. (Artikel wurde in der online Ausgabe verkürzt)  Wer die Presse aufmerksam beobachtet, stellt fest, dass immer häufiger über exzessive Handynutzung und ihre Auswirkungen berichtet wird. Möglicherweise ignorieren viele Eltern die beunruhigenden Hinweise auf massive negative Folgen für ihre Kinder, weil sie selbst am Handy festgewachsen zu sein scheinen und sich nicht vorstellen können, ihr eigenes Nutzungsverhalten zu ändern. Ein gutes Vorbild wäre jedoch die beste Prävention.
Die Stadt Frankfurt entschloss sich zu einer ungewöhnlichen Aktion. Auf Plakaten war eine Mutter abgebildet, die einen Kinderwagen vor sich herschiebt und dabei wie gebannt auf das Display ihres Smartphones starrt. Darüber steht der Text: „Sprechen Sie doch lieber mit Ihrem Kind.“ Diese Plakataktion ist eindrucksvoll und nachahmenswert, aber auch traurig.
Mediensuchtprävention ist zu oft eine Kapitulation vor der Industrie. Viele Pädagogen ergötzen sich an dem Zauberwort „Keine Verbote“ und verunsichern damit diejenigen Eltern, die aus der Fülle der beunruhigenden Informationen aus Studien, Untersuchungen oder auch durch eigene Beobachtung z.B. die klare und logische Konsequenz ziehen möchten: Kein Smartphone für meine Kinder unter 16 Jahren. Eltern haben die Pflicht, ihre Kinder so lange wie möglich vor den massiven negativen Konsequenzen bei zu frühem und exzessivem Handykonsum zu schützen, ohne sich eine wenig hilfreiche Verbotsdebatte aufdrängen zu lassen. Der Sog, die Kraft, die von diesen Geräten ausgehen, sind einfach zu stark.
Zu diesem Themenkomplex gehört auch, dass die Strahlenbelastung und die irreparablen gesundheitlichen Schäden - vor allem bei Kindern und Jugendlichen - durch Mobilfunk und WLan endlich öffentlich wahrgenommen werden müssen. 150 internationale Wissenschaftler haben deswegen kürzlich an die Weltgesundheitsorganisation und die Uno appelliert, sich dringend dieser Sache anzunehmen.
Grundsätzlich beobachten wir, dass von allen Seiten empfohlen wird, mit der Mediennutzung so früh wie möglich zu beginnen, um Medienkompetenz zu entwickeln. Doch diese wird auf breiter Front mit Wisch- und Bedienkompetenz verwechselt. Je früher die Kinder anfangen, desto früher wollen sie mehr. Der Einstieg in die virtuelle Welt sollte so spät wie möglich erfolgen, damit die Kinder erst einmal das richtige Leben mit allen Sinnen kennenlernen, um zu starken, gut verwurzelten Menschen heran reifen zu können. Die erforderlichen technischen Bedienkompetenzen werden auch zu einem späteren Zeitpunkt locker erlernt.
Die Tsunamiwelle rollt und keiner kann und vor allem keiner will sie stoppen.

Christoph Hirte
Vorstand AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.
Gräfelfing




 

Written by: Team-ch 1 2015.10.07

 

 


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