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14-10-2017   Details
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Rollenspielsucht und betreuungsrechtliche Maßnahmen


Hoffnung für viele Angehörige: Eine Betreuung kann (durch das örtlich zuständige Betreuungsgericht) angeordnet werden, wenn die Rollenspielsucht als psychische Erkrankung einhergeht mit der Unfähigkeit der erkrankten Person, ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise selbst zu erledigen. (Ergänzung über einen erfolgreichen Antrag --> siehe unten)

Pathologisches Spiel, dem auch die Rollenspielsucht zuzurechnen ist, führt i.d.R. dazu, dass die erkrankte Person zunehmend die Angelegenheiten des realen Lebens vernachlässigt, nicht mehr wahrnimmt und schließlich nicht mehr selbständig zu erledigen vermag. Reale soziale Bezüge, das persönliche Umfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verlieren an Bedeutung. Vorsichtige Hinweise nahestehender Menschen werden – wenn überhaupt - als Belästigung oder gar Beleidigung und Angriff wahrgenommen und lösen oft auch aggressive „Gegenwehr“ aus. Die Voraussetzungen zur Anordnung einer Betreuung durch das örtlich zuständige Betreuungsgericht sind spätestens dann erreicht, wenn die Rollenspielsucht als psychische Erkrankung einhergeht mit der Unfähigkeit der erkrankten Person, ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise selbst zu erledigen.

Typische vernachlässigte, nicht mehr selbst wahrgenommene Angelegenheiten sind
  • - die Sorge für die Gesundheit
  • - die Sorge für die Vermögensangelegenheiten
  • - die eigene häusliche Versorgung
  • - die Arbeitsangelegenheiten

In diesen Bereichen kann das Betreuungsgericht, nach Vorliegen eines ärztlichen Gutachtens und einer sozialarbeiterischen Stellungnahme, Betreuung anordnen, wenn es diese nach persönlicher Anhörung der betroffenen Person für erforderlich hält. Es reicht nicht aus, wenn betreuungsrechtliche Maßnahmen für sinnvoll erachtet werden, sie müssen sich im Verlauf des Betreuungsverfahrens als erforderlich erweisen, die betroffene Person in der Erledigung ihrer rechtlichen Angelegenheiten zu vertreten.

Ein Betreuungsverfahren wird eingeleitet durch einen eigenen Antrag der betroffenen Person – bei Suchtproblematik eher unwahrscheinlich – oder durch Anregung seitens eines Dritten. Die Anregung einer Betreuung kann durch jedermann erfolgen. Das Betreuungsgericht wird dem dann nachgehen. Im Vorfeld der Anregung sollte um Beratung durch die örtlich zuständigen Sozialen oder Sozialpsychiatrischen Dienste oder auch Betreuungsbehörden nachgesucht werden.

Hilfreich zur Einleitung eines Betreuungsverfahrens ist das Einreichen eines ärztlichen Attestes mit der Diagnose über die Krankheit (Rollen)Spielsucht. Wichtig ist die Beschreibung des Suchtverhaltens und seine Auswirkungen auf die Erledigung rechtlicher Angelegenheiten.

18.10.2012 ACHTUNG! Siehe auch diesen
Forums-Eintrag über eine erfolgreichen Betreuungsantrag.

Weitere Information
z.B. Stadt München (div. Formulare) oder Betreuungsgericht München


Beispielsweise könnte ein Text lauten:

Person X hat seit einigen Wochen ihre reale Identität abgelegt und lebt zurückgezogen als [person Y] in dem Internetspiel {xyz}. Durch Unpünktlichkeit und unentschuldigtes Fehlen ist der Ausbildungs-/Arbeitsplatz gefährdet. Finanzielle Verpflichtungen werden nicht eingehalten. Schulden werden angehäuft.

Durch die soziale Isolation entsteht ein zunehmender Realitätsverlust, der dazu führt, dass die Angelegenheiten des täglichen Lebens vernachlässigt und gar nicht mehr wahrgenommen werden.

Deshalb ist Hilfestellung durch Betreuung um eine angemessene Erledigung der Angelegenheiten in den Aufgabenkreisen
  • - Gesundheitsfürsorge
  • - Aufenthaltsbestimmung
  • - Wohnungsangelegenheiten
  • - Vermögenssorge
  • - Vertretung gegenüber Sozialleistungsträgern
  • - Vertretung gegenüber Ämtern und Behörden
  • - Postangelegenheiten

kontinuierlich sicherzustellen und zu gewährleisten.

Als Betreuer schlage ich vor „xyz“
(oder)
Eine geeignete Betreuungsperson kann ich nicht benennen. Ich selbst komme aus Gründen emotionaler Belastung nicht infrage.

Herr/Frau X ist in ärztlicher Behandlung bei xxx / nicht in ärztlicher Behandlung



Die Betreuungsgerichte sind dann gehalten, in eine Prüfung einzutreten, ob das Betreuungsverfahren eröffnet wird und wer mit Stellungnahmen zu beauftragen ist.



Wir bemühen uns auch um einen Ablauf, der mit minderjährigen Kindern begangen werden muss.


 

Geschrieben von: Team-ch am 26.02.2011

 

 


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