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Bekämpfung sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen


Unappetitliches Schweigen - Schon lange gibt es Berichte über ungehemmten Zugriff zu Internetpornografie von Kindern und Jugendlichen. Zahlreiche Studien wurden durch eigene Erfahrungen der Fachstelle Return aus der Praxis ergänzt und von der Fachstelle Return (Hannover) für eine Anhörung im Hessischen Landtag veröffentlicht.   AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. und die Elterninitiative rollenspielsucht.de schließen sich den Forderungen der Fachstelle in vollem Umfang an.

"Der 12jährige Tom (Name geändert) aus einer guten, warmherzigen Familie „spielte“ an seiner 8-jährigen Schwester zwei Jahre lang Szenen nach, die er gemeinsam mit Freunden heimlich in Pornovideos gesehen hatte, vergewaltigte sie und gab ihr entsprechende Anweisungen, sich wie die Darstellerinnen zu verhalten. Die Eltern ahnten nichts davon."

"Wir sind erschüttert, dass an dieser Stelle der § 184 StGB, der jegliches Zugänglichmachen oder Überlassen von pornografischem Material an Jugendliche unter 18 Jahren als strafbar ahndet, vollkommen versagt." AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. und rollenspielsucht.de

Ein weiterer Auszug aus der Stellungnahme, die rollenspielsucht mit unterstützt: Jugendliche sind überfordert: Medienkompetenz braucht psychosoziale Reife - Mit dem unserer Ansicht nach verbrannten Begriff der „Medienkompetenz“ wird suggeriert, man könne die Entwicklung von Persönlichkeitsreife zur kompetenten Bewertung von medialen Inhalten wesentlich beschleunigen und dadurch Kinder und Jugendliche in die Lage versetzen, sich eigenständig vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen, ohne gleichzeitig den Zugang zu solchen Inhalten konkret zu erschweren. Eine solche Strategie ist unserer Überzeugung und Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt.

"Wann stehen mehr Eltern auf ?" fragen wir
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Link zur Stellungnahme der Fachtelle Return (Text hier unten)
Link zur Studie Pornografie-Risiken und Nebenwirkungen"
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von Tabea Freitag (Dipl. Psych.) und Eberhard Freitag (Dipl. Päd.), return – Fachstelle für exzessiven Medienkonsum, Hannover. www.return-mediensucht.de:
„Bekämpfung sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen“

In der öffentlichen Diskussion über die notwendige Sensibilisierung für die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen hinsichtlich sexueller Übergriffe wird ein ganz wesentlicher, in seiner Verbreitung rasant zunehmender Risikofaktor für sexuelle Gewalt bislang weitgehend außer Acht gelassen:

· Pornografiekonsum von Kindern und Jugendlichen fördert nachweislich in erheblichem Maße die Akzeptanz und die Bereitschaft zur Ausübung von sexueller  
  Gewalt an Gleichaltrigen bzw. Minderjährigen.
· Durch den weit verbreiteten und durch das Internet mühelos zugänglichen Konsum entsteht eine neue und wachsende Tätergruppe!

Als Gründer der „Fachstelle für exzessiven Medienkonsum“ haben die Unterzeichner sich seit Jahren intensiv mit der Thematik beschäftigt. Auf den folgenden Seiten finden Sie einen Überblick zu aktuellen wissenschaftlichen Studien und Implikationen für den Umgang mit der Problematik. Strategien zur Bekämpfung sexuellen Missbrauchs müssen diese Thematik mit berücksichtigen.

Baltic Sea Study: Hoher Pornografiekonsum ermutigt zu sexuellen Übergriffen
In einer großen repräsentativen Studie (baltic sea study) in Schweden (Svedin et al. 2010; Priebe et.al. 2007, n = 4.026) gaben 10,5 % der 18jährigen Jungen an, täglich Pornografie zu konsumieren, weitere 29 % mehrmals wöchentlich. Zwischen Hochkonsumenten (täglicher Konsum) und Referenzgruppe (seltener bis mehrmals wöchentlicher Konsum) zeigten sich hoch signifikante Unterschiede:

Jungen mit täglichem Konsum waren dreimal so häufig auch Konsumenten von Gewaltpornografie und von Sodomie sowie fast sechsmal so häufig Konsumenten von Kinderpornografie. Der Wunsch, das Gesehene auch real auszuprobieren war deutlich höher (70 vs. 42 %), ebenso die Angabe, Gesehenes bereits real ausprobiert zu haben (52 vs. 29 %). Jungen mit täglichem Konsum waren nach eigenen Angaben fast dreimal so oft Täter von irgendeiner Art sexuellen Missbrauchs sowie mehr als dreimal so oft Täter von sexueller Gewalt mit Penetration als seltenere Konsumenten. Sie waren jedoch nicht häufiger selbst Opfer.

Die Ergebnisse zeigen, dass die freie Zugänglichkeit pornografischer Inhalte für Jugendliche im Internet eine neue Tätergruppe befördert, die auf der ständigen Suche nach dem gesteigerten Kick härtere Inhalte wie Vergewaltigungs- und auch Kinderpornografie konsumiert und deren so geschürte Phantasien zu Wünschen und diese nicht selten auch zu Handlungen werden.

Die Wirkung von Pornografiekonsum auf die Einstellung und Bereitschaft zu sexueller Gewalt wurde international in zahlreichen Studien untersucht. So zeigten die Ergebnisse der Meta-Analyse von Allen et al. (1995, 16 experimentelle Studien mit 2.248 erwachsenen Probanden), dass sowohl der Konsum von nicht-gewalttätiger als auch gewalttätiger Pornografie beiderseits einen signifikanten Anstieg von Einstellungen zur Folge hatte, die sexuelle Gewalt tolerieren bzw. unterstützen.

Oddone-Paolucci-Studie: Pornografie fördert die Akzeptanz von und die Bereitschaft zu sexueller Gewalt
Eine weitere Meta-Analyse von 46 veröffentlichten Studien mit 12.323 erwachsenen Probanden (Oddone-Paolucci et. al. 2000) ergab, dass der Konsum von (einfacher) Pornografie folgende signifikante Effekte hatte:

· einen Anstieg der Neigung zu devianter Sexualität und zu sexueller Gewalt,
· die Förderung negativer Einstellungen über intime Paarbeziehungen,
· eine erhöhte Akzeptanz von Vergewaltigungsmythen, d.h. der Überzeugung, Frauen oder
  Mädchen wollten letztlich zum Sex gezwungen werden oder würden eine Vergewaltigung am Ende doch genießen.

Letzteres entspricht dem Inhalt eines erheblichen Teils pornografischer Drehbücher, die gerade von inderjährigen durch die allgemein gültigen psychologischen Lerngesetze verinnerlicht werden und ihr Bild von Sexualität und Beziehung prägen:
· Lernen am Modell (Nachahmung)
· Verstärkung durch sexuelle Erregung (Wiederholungsdrang)
· klassische Konditionierung (Verknüpfung von Sexualität mit Gewalt, mit Kindern ...)
· Habituation und systematische Desensibilisierung (Gewöhnung, Empathieverlust, Toleranzentwicklung).
Aus forschungsethischen Gründen verbietet es sich, solcherart experimentelle Studien mit Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Es ist aber aus entwicklungspsychologischer Perspektive unbedingt davon auszugehen, dass sich die oben beschriebenen Effekte bei Pornographie konsumierenden Kindern und Jugendlichen noch weit stärker auswirken als bei erwachsenen Konsumenten. Studien zur Gegenprobe, die ausgehend von gegebener sexueller Aggression nach deren Ursachen forschen, bestätigen die Ergebnisse der Wirkungsforschung:

Malamuth-Addison-Koss-Studie: Pornografiekonsum fördert sexuelle Aggression
Malamuth, Addison und Koss (2000) führten eine Studie mit 2.972 jungen Männern (durchschnittlich 21 Jahre) durch, um Risikofaktoren für sexuelle Aggression zu bestimmen. Die Ergebnisse der Regressionsanalyse zeigten sechs Prädiktoren für sexuelle Gewalt, darunter Promiskuität, Pornografiekonsum, tolerierende Einstellung zu sexueller Gewalt und familiäre Gewalt in der Herkunftsfamilie. Pornografiekonsum als unabhängige Variable zeigte sich auch ohne die anderen Faktoren als signifikanter Prädiktor für sexuelle Aggression.

Pornografiekonsum führt also eindeutig zu einer Erhöhung des sexuellen Gewaltpotentials.
Gleichzeitig interagieren alle relevanten Risikofaktoren in synergistischer Weise als „kumulative konditionale Wahrscheinlichkeit“, d.h. jeder relevante Faktor erhöht zusätzlich die individuelle Wahrscheinlichkeit für sexuelle Gewalt. In der Hochrisikogruppe zeigten diejenigen mit sehr häufigem Pornografiekonsum viermal mehr sexuelle Aggression als diejenigen mit geringem Konsum. Zahlreiche Studien mit Sexualstraftätern bestätigen diesen Einfluss von Pornografiekonsum, insbesondere bei frühem Konsumbeginn in Kindheit oder Pubertät.

Untersuchungen aus Holland: Pornografie mindert Empathie- und Bindungsfähigkeit
Wie gravierend der Einfluss pornografischer Skripte auf die Empathie- und Bindungsfähigkeit Pornografie-konsumierender Jugendlicher ist, zeigen auch eine Reihe von Längsschnittuntersuchungen mit niederländischen Jugendlichen (Peter und Valkenburg, 2006-2010). Jugendlicher Pornografiekonsum fördert Einstellungen, die Sexualität von jedem Beziehungskontext trennen und Frauen als Sexualobjekte betrachten.

Eine Übersicht über diese und andere Studien findet sich auf unserer Homepage www.return-mediensucht.de und www.internet-pornografie.de.

Erfahrungen aus der Traumatherapie:
Pornografie fördert sexuellen Missbrauch. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse decken sich mit den Erfahrungen aus meiner (Tabea Freitag) langjährigen psychotherapeutischen Praxis (Schwerpunkt Traumatherapie) und aus der Beratungsarbeit unserer Fachstelle für exzessiven Medienkonsum. Viele Mädchen sind durch jugendliche Täter sexuell missbraucht worden, die im Vorfeld der Übergriffe Pornografie konsumiert hatten und das Gesehene an ihrer Schwester, Cousine oder Mitschülerin „nachgespielt“ haben. Immer häufiger werden auf diese Weise schon Kinder zu Tätern. Dies beschränkt sich keineswegs auf Kinder aus sozial benachteiligten Milieus.

Zunehmender Pornografiekonsum in immer jüngeren Altersgruppen
Obwohl laut § 184 StGB jegliches Zugänglichmachen oder Überlassen von pornografischem Material an Jugendliche unter 18 Jahren strafbar ist, haben laut der repräsentativen Dr.-Sommer-Studie 2009 (n = 1228) 79 % der 14-17-jährigen Jugendlichen und 42 % der 11-13-jährigen Kinder bereits pornografische Bilder oder Filme gesehen.

Bei den Jungen sind dies bereits 69 % der 13-Jährigen und 93 % der 17-jährigen Jungen. Immerhin 14 % haben solche Inhalte in der Schule gesehen. In einer Studie des Bundesverbandes pro familia (Altstötter-Gleich, 2006) gaben 16 % der befragten 11-18-jährigen Schülerinnen und Schüler an, „harte“ (auch für Erwachsene illegale) Gewaltpornografie, sexuelle Verstümmelung, Sodomie und/ oder Kinderpornografie angeschaut zu haben. Es zeigten sich keine Unterschiede hinsichtlich Bildungsniveau bzw. Schultyp. Neben der beschriebenen Gefährdung hinsichtlich sexueller Übergriffe leistet der Konsum solcher Inhalte zweifellos einer sozial-ethischen Desorientierung Vorschub.

Erfahrungen aus der Präventionsarbeit in Schulen
In unserer Präventionsarbeit in Schulen machen wir die Erfahrung, dass die Mehrheit der Jugendlichen ab dem Alter von etwa 13 Jahren über einen in der Regel unkontrollierten freien Zugang zum Internet verfügt. Das Maß der freien Verfügbarkeit quasi aller Internetinhalte ist somit in keiner Weise dem psychosozialen Reifegrad und dem Maß an Eigenverantwortlichkeit angepasst.
Die sich so ständig vertiefende Kluft zwischen Risikoproduktion und Risikomanagement wird leider nicht durch den gebetsmühlenartig vorgetragenen Ruf nach Stärkung der Medienkompetenz seitens er Politik, oftmals in Allianz mit der IT-Industrie reduziert.

Jugendliche sind überfordert: Medienkompetenz braucht psychosoziale Reife
Mit dem unserer Ansicht nach verbrannten Begriff der „Medienkompetenz“ wird suggeriert, man könne die Entwicklung von Persönlichkeitsreife zur kompetenten Bewertung von medialen Inhalten wesentlich beschleunigen und dadurch Kinder und Jugendliche in die Lage versetzen, sich eigenständig vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen, ohne gleichzeitig den Zugang zu solchen Inhalten konkret zu erschweren. Eine solche Strategie ist unserer Überzeugung und Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt.

Anstelle der Berücksichtigung der Interessen der IT-Branche und der sog. „Netzaktivisten“, deren höchstes Gut die „Freiheit des Netzes“ ist, muss dem Artikel 3 Satz 1 der UN-Kinderrechtskonvention unbedingte Geltung verschafft werden:
„Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“
Die Voranstellung der „Freiheit des Netzes“ vor einen wirksameren Schutz von Kindern und Jugendlichen, wie etwa bei der Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags und dem aktuellen Antrag „Jugendmedienschutz den technischen Entwicklungen anpassen“, die Rede von Zensur und Internetfreiheit im Fall von Kinderpornografie und die weitgehende Entlastung der Anbieter aus ihrer Verantwortung für einen wirksameren Jugendschutz im Netz zeigt, dass die Interessen der IT-Industrie, der Provider, der Pornoindustrie sowie der Netzaktivisten weit über dem Recht der Kinder auf eine gewaltfreie und gesunde Entwicklung stehen. Die Folge ist eine quasi vollständige Missachtung des § 184 StGB.

Wie werden Kinder und Jugendliche wirksam geschützt?
Es braucht überzeugende und durchsetzbare Maßnahmen, um den Schutz für Kinder und Jugendliche vor jeder Art von pornographischen Inhalten im Internet zu verbessern. Dazu gehören:
· verbindlich zu implementierende Filterschutzsysteme im Kontext Schule und aller Institutionen, in denen Kinder und Jugendliche Zugang zum Internet haben.
· die umfassende Sensibilisierung von Eltern für das Gefährdungspotential von Internetpornografie
· die Überarbeitung sexualpädagogischer Konzepte in dem Sinn, dass Sexualität eindeutig in ihren Beziehungskontext gestellt wird, um dem pornografischen
  Skript, das Sexualität zu einem körperlichen Sport mit beliebig austauschbaren Objekten reduziert, die auch emotionale Dimension und die 
  Bindungsdimension von Sexualität entgegenzustellen.

Eine eindimensionale, ausschließlich auf die eigene Luststeigerung reduzierte Sicht von Sexualität hat zur Folge, dass der oder die andere zwangsläufig als Mittel zum Zweck missbraucht wird. Der Begriff „sexueller Missbrauch“ ist umstritten, weil er einen sexuellen „Gebrauch“ des anderen voraussetzt. Genau dies ist aber Inhalt und Botschaft pornografischer Drehbücher und prägt nachweislich eine respektlose, die Würde und Grenzen des anderen missachtende Haltung.

Studie erstellt am19. April 2011  von Tabea Freitag (Dipl. Psych.) und Eberhard Freitag (Dipl. Päd.)
return – Fachstelle für exzessiven Medienkonsum, Hannover. www.return-mediensucht.de

Dieser Text als PDF-Datei

Wir bedanken uns für die freundliche Überlassung dieser Dokumente.

==================================================================================Wir bedanken uns für die freundliche Überlassung.

Text als PDF-Datei
Berichte aus dem Dokument "Pornografiekonsum - Risiken und Nebenwirkunge" von Tabea Freitag.

„Geile Thai Teens stehen auf hardcore, little thai girls, der beste horrorsex, der härteste Sex, Livecams kostenlos ....“ Etwa dreißig solcher Adressen fand eine Mutter im Internetbrowser ihres PCs zuhause. Ihr 9jähriger Sohn hatte sie aufgerufen während sie einkaufen war. Er hatte die links – wie alle Jungen seiner Grundschulklasse – von einem Mitschüler bekommen. Obwohl die Eltern einfühlsam und klar mit ihm darüber geredet hatten, erwischten sie ihn einige Monate später dabei, wie er seine kleine Schwester sexuell nötigte.

„Natürlich guck ich auch Pornos – das machen doch alle Jungs!“ antwortete ein 15Jähriger auf Nachfrage. „Wenn ich mal eine Freundin habe, hör ich natürlich damit auf, denn das wäre ja wie Fremdgehen!“ fügt er hinzu.

"Ein junger Mann, der seit Jahren regelmäßig Pornografie konsumiert, will seine feste Freundin nicht verlieren und darum seinen Konsum beenden. Doch er merkt, dass er dazu nicht mehr in der Lage ist. Im „Entzug“ nimmt er noch stärker als sonst seine Umgebung und Mitmenschen sexualisiert wahr. Sein „Kopfkino“, unzählige „eingebrannte“, im Detail  erinnerte Bilder und Filme, lösen monatelang unwiderstehliche Rückfallgedanken aus.  Zittern, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen lassen an einen Drogenentzug erinnern.

Der 12jährige Tom (Name geändert) aus einer guten, warmherzigen Familie „spielte“ an seiner 8-jährigen Schwester zwei Jahre lang Szenen nach, die er gemeinsam mit Freunden heimlich in Pornovideos gesehen hatte, vergewaltigte sie und gab ihr entsprechende Anweisungen, sich wie die Darstellerinnen zu verhalten. Die Eltern ahnten nichts davon.

Eine Mutter ruft an und schildert, wie ihr 13jähriger Sohn, nachdem er bei Freunden im Internet erstmals gewalthaltige Sexbilder gesehen hat, zuhause wie unter Schock stand, weinte und sagte, er werde die schrecklichen Bilder nicht mehr los. Dennoch zapfte er wenige Tage später ein offenes WLan-Netz in der Nachbarschaft an und ging auf ähnliche Seiten.

Frau S. leidet unter der Pornosucht ihres Mannes und wie diese die Intimität in der Ehe zerstört: „Er begehrt mich kaum noch und wenn, dann ist es, wie wenn er eine Schablone auf mich legt und sein Phantasiekino an mir abspult. Ich bin dabei gar nicht gemeint.“



 

Geschrieben von: Team-ch am 06.05.2011

 

 


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