"Prima vernetzt – oder im Netz verfangen?"
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5. Gesprächsthema:
Spiel ohne Grenzen – wenn Computer und Internet süchtig machen
Vortrag von Christoph Hirte
(Vorstandsvorsitzender von AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. und Initiator der Elterninitiative rollenspielsucht.de)
(am 06.07.2010 im Bayr. Landtag)
Vortrag von Anni Martini (Elternkreis Ulm) "Klare Grenzen setzen" (PDF)
"Veränderung und Erziehung ist anstrengend aber das lohnt sich. Um Zukunft leben zu können, müssen wir die Gegenwart gestalten. Für die Zukunft unserer Kinder sind wir heute verantwortlich."
Vortrag von M. Reitmayer (Ang.-SHG Hannover) "Nicht mehr (mit)spielen!" (PDF)
"Wir haben einsehen müssen, dass der uns und unseren Söhnen abverlangte Veränderungsprozess kein Sprint, sondern ein Marathon ist."
„Wo Eltern früher darauf geachtet haben, mit wem die Kinder vor der Haustür spielen, müssen sie heute gewährleisten, dass Kinder im weltweiten Netz nicht in schlechte Gesellschaft geraten“.
Wann sprechen auch Ihre Kollegen mehr über die Probleme, die zunehmend mehr die Familien zerreißen?Verlust der Phantasie (Spiegel von Barbara Hardinghaus und Dialika Krahe)
Zum Link
Zu diesem Ergebnis kamen US-Forscher der Universität Maryland. Warum wird diese Tatsache bei uns weiterhin flächendeckend ignoriert?
Was mit gesundem Menschenverstand vielen eh schon klar war, wurde jetzt von US-Wissenschaftlern bestätigt:
Gewalthaltige PC-Spiele fördern Aggressivität und sollten deshalb aus dem Haushalt entfernt werden.
„Wir können mit äußerster Gewissheit feststellen, dass Studien immer die gleichen Effekte sehen – unabhängig von der jeweiligen Kultur und egal, welches Untersuchungsverfahren angewandt wurde“
"Gesellschaft und Politik müssten auf diese Herausforderung reagieren"
"Eltern wird geraten, mit ihren Kindern über dieses Thema zu sprechen. Man sollte ihnen erklären, warum man bestimmte Arten von Spielen im Haushalt nicht erlaubt“
Weitere Infos finden Sie hier: www.focus.de/schule/familie/medien-tipps/studie-pc-spiele-foerdern-aggressivitaet_aid_486936.html
Wer immer noch bedenkenlos diese Spiele verharmlost, verfolgt fragwürdige Interessen.
Als interessierter Laie bin ich hier auf bestürzende Informationen gestoßen. Daher möchte ich die Links zu den auf dem Symposium erarbeiteten Dokumenten hier auflisten.
Um eine Diskussion in Gang zu bringen habe ich einige Informationen daraus herausgehoben und meine subjektive Meinung angefügt. Das Thema ist zu bedrückend und gefährlich als das man es einfach ignorieren könnte.
Zu Beginn weise ich auf einige Forschungsergebnisse, die auf der Seite des Fachverbandes Medienabhängigkeit zu finden sind (http://www.fv-medienabhaengigkeit.de/forschungsergebnisse.html), hin.
Zusammengestellt von: inter2naut (Danke)
FAZ vom 27.01.2010 (Von Oliver Jungen)
Blizzard hat vor wenigen Tagen auf der das Spiel begleitenden „Arsenal“-Website die Möglichkeit geschaffen, Informationen über alle Aktivitäten jedes WoW-Avatars per RSS-Feed zu beziehen. Die Empörung schlägt hoch in der Community. Zigtausend zumeist wütende Einträge kamen in den WoW-Foren weltweit schon zusammen. Es sei nicht allzu schwer, wird argumentiert, die zugehörigen Spieler zu enttarnen: Damit könne exakt verfolgt werden, wer zu welcher Zeit online war und was er vollbracht hat; ein schwerer Eingriff in die Anonymität.
Link zum Artikel
Ergänzung:
Im Arsenal lassen sich vier Spieler nebeneinander ansehen und z.B. deren Fähigkeiten vergleichen. Das könnte den Anreiz, zu spielen, erhöhen, besonders bei den immer jüngeren Spielern, da mit guten Werten und hoher investierter Spielzeit geglänzt werden kann.
" Medienerziehung beginnt spätestens mit der Wahl des ersten Bilderbuchs. Bereits hier bietet man piktografische Gewohnheiten an und die weitere Auswahl wird mitentscheiden, ob das Kind später mehr Tiere oder mehr Pokémons kennt. "
Link zum Aritkel beim "Stern"
Derzeit findet in Niedersachsen eine Veranstaltungsreihe als sog. LAN-Party für Eltern statt. Hier sollen Eltern erfahren, wie faszinierend Onlinerollenspiele sind und sogar in die Welt der Killerspiele entführt werden. Dass ausgerechnet eine Jugendschutzstelle für Computerspiele wirbt, noch dazu im Auftrag der niedersächsischen Regierung, halten wir für äußerst fragwürdig. Laut Sucht- und Drogenbericht 2009 sind bis zu 2,8 Millionen Menschen in Deutschland onlinesüchtig und ebenso viele gefährdet. Spieleschutz statt Jugendschutz?
Einladung der Jugendschutzstelle
"Sie müssen dabei sein, eigentlich immer. Sie müssen die Kontakte Ihrer Kinder überprüfen. Im richtigen Leben möchten Sie doch auch wissen, mit welchen Leuten sich Ihr Kind abgibt." (Zitat aus dem Stern-Artikel "Kinder sind im Internet Freiwild"
Pressemeldung des Gesundheitsministeriums
In dieser Pressemeldung sind inhaltliche Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit aufgeführt. Von Verhaltenssüchten (z.B. Medien- und Onlinesucht) ist nicht die Rede.
Trägt die Lobbyarbeit der Videospieleindustrie weitere Früchte? Wird das Leid der von Mediensucht betroffenen Familien jetzt nicht mehr wahrgenommen?
Siehe auch: Artikel in der Zeit mit Leserbrief von AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.
In Zusammenhang mit Computerspielsucht kommt es auch immer häufiger zu gewalttätigen Übergriffen. "Das Computerspiel ist für die Betroffenen wie Heroin aus der Steckdose. Wenn Mütter versuchen ihren Kindern diese Droge zu entziehen, dann entstehen häufig Extremsituationen", berichtet Hirte. Die Mütter würden in den Schwitzkasten genommen und durch die Wohnung geschleift.
Link zum Bericht im Münchner Wochenanzeiger vom 12.11.09
Wie geht es nun weiter?
Koalition schachert um Drogenbeauftragten
Eines muss man Sabine Bätzing ja lassen: In der letzten Legislaturperiode hat die junge SPD-Politikerin den Bürgern die Existenz einer Drogenbeauftragten der Bundesregierung förmlich ins Bewusstsein katapultiert. Link zum Artikel
sowie überarbeitete Besprechungen von Fernsehsendungen
Herzlichen Glückwunsch an Simon M.!
Rund ein Drittel (30%) der jugendlichen Internetnutzer ist latent von Onlinesucht bedroht und jeder Fünfte (20%) empfindet sich als gefährdet.
Von Roland Preuß, Süddeutsche Zeitung - Seite 3 vom 16.07.09
Sie lassen ihr Leben in die Brüche gehen, um am Computer zu spielen: Millionen Jugendliche und junge Männer gelten als gefährdet oder breits online-süchtig. In der ersten speziellen Therapie an der Uni Mainz findet man bei ihnen Symptome wie bei Drogenabhängigen.
AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. wurde für ein Referat zur Jahrestagung 2009 (03.07.09) der Bundesdrogenbeauftragten, Sabine Bätzing, eingeladen.
Zum Beitrag
Öffentliche Anhörung der FDP-Landtagsfraktion "Schöne neue Medienwelt - Fehlt unseren Jugendlichen der Kompass?"
Dienstag, 16.06.09 14-16 Uhr
Maximilianeum, Nordbau, 1. Stock, Konferenzsaal
mit AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.
Bericht am 18.06.09 in der Augsburger Allgemeine.
Mehrmals Berichterstattung mit Interview in Bayern5
Bericht in der Bay. Staatszeitung
Christine und Christoph Hirte haben ihren Sohn an ein Computerspiel verloren. Seitdem beraten und informieren sie andere Eltern auf dem Selbsthilfeportal rollenspielsucht.de (www.rollenspielsucht.de). Angesichts von etwa 2 Millionen Online- bzw. Mediensüchtigen im Land zeigt sich allerdings, dass es nicht reicht, nur die Rollenspiele an den Pranger zu stellen. Der neu gegründete Verein AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. fordert nun dazu auf, den Missbrauch von allen elektronischen Medien so unpopulär wie den von Alkohol oder Drogen zu machen.



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