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        Medienzeiten bei jugendlichem Kind arten aus, ständig Streitigkeiten

Medienzeiten bei jugendlichem Kind arten aus, ständig Streitigkeiten

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Schneeflocke

(Samstag, 21.Dez 2019, 15:15)
Teil 3, letzter Teil:
An Geschenken zu Weihnachten und Geburtstag wünscht er sich natürlich nur was zum Zocken oder einen Film, logisch.
Mittlerweile kommt er mit solchen Argumenten, wenn ich was zur Mediensucht sage: "Das ist deine Meinung, ich habe eine andere darüber, und du kannst meine Meinung nicht akzeptieren."
Ich habe auch schon alles versucht, ihm irgendwelche Freizeitinteressen nahe zu bringen wie Sport u.a. , aber mehr als zu den Pfadfindern konnte ich ihn nicht bewegen. Wenigstens macht er das einmal die Woche. Sport interessiert ihn nicht, da müsste ich ihn regelrecht hinzwingen. Aber ab einem gewissen Alter geht das mit dem Zwang nicht mehr.
Wenn es ganz schlimm geworden ist mit unseren Streitigkeiten diesbezüglich, habe ich ihm , da ich keinen Ausweg mehr wusste, schon gedroht damit, ihn einige Monate in ein Heim zu geben, wo er so was nicht machen kann und sich an Regeln halten muss. Oder zu den strengsten Eltern der Welt.
Ich habe die Internet-Mediennutzung per Kindersicherung auf 4 Stunden täglich eingestellt, und diese Regeln übertritt er sowieso, indem er anschließend mit Handy und Konsole weiter zockt, die er weigert heraus zu geben. Am Wochenende will er mehr, da habe ich ihm 6 Stunden eingestellt, und es geht darum das nun weiter durchzusetzen, was alles andere als einfach ist. Derzeit hab ich die schlimmsten Diskussionen mit ihm, weil er mehr will, ca. 8- 12 Stunden am Wochenende und in den Ferien.
Ansonsten unabhängig von den Medien und deren Problemen, die wir miteinander in regelrechten Hahnenkämpfen miteinander haben, ist er ein ganz lieber junger Mensch, und wir verstehen uns dann gut.
Wie gesagt, er wirft mir vor, ich würde ihm seine sozialen Kontakte einschränken, weil er nur 4 bzw 6 Stunden täglich dafür bekommt, und ich sei ein Diktator und würde seine Rechte unterbinden. Ich halte ihm entgegen, er soll sich im realen Leben soziale Kontakte suchen. Er entgegnet, er hätte einen Freund, aber der hätte kaum bzw so gut wie nie Zeit, und die anderen bei uns im Ort interessieren ihn nicht, weil die seiner Meinung nach alle doof sind (Vorurteile obwohl er sie gar nicht persönlich kennt). Einen Job wie Zeitschriftenaustragen ist bei uns nicht mehr frei. Da reißen sich andere Schüler drum, und wenn ein Schüler seinen Job aufgibt, übernimmt ihn ein Freund des Schülers.
Ich frage nun Euch, was meint Ihr zu diesem Fall: Gebe ich ihm zuwenig Medienzeit?
Das ist so eine Gratwanderung, was die Medienzeit betrifft, und als Elternteil kann man sich an den Kämpfen mit dem eigenen Kind die Zähne ausbeißen, die Nerven ruinieren, ein Magengeschwür bekommen. Meine Meinung ist, dass er bereits zuviel Medienzeit hat, und wenn es noch mehr wird, fürchte ich, dass er ganz absacken könnte.

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