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        Pornosucht meines Mannes

Pornosucht meines Mannes

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Andy72

(Freitag, 13.Mär 2020, 20:26)
Beziehung am Ende
Liebe Mitglieder!

Ich bin hier neu und bin generell neu im Bereich "Foren". Ich habe aber dennoch diesen Weg gewählt, weil ich mich gerne mit anderen Betroffenen und deren Partnern austauschen möchte. Ich bin verzweifelt. Ich glaube, ich habe eine poltraumatische Belastungsstörung.

Mein Mann ist seit ca. 20 Jahren pornosüchtig. Wie weit das Ganze reicht weiß ich nicht, denn ich traue mich nicht mal genau nachzufragen, weil ich womöglich die Antwort nicht aushalten könnte. Was ich weiß ist, dass er seit 20 Jahren zu Pronos masturbiert. Ich war seine erste Frau, und auch bei mir hat er dann wieder angefangen das zu tun. So wie es alle sind, wurde er mit der Zeit emotional und sexuell abgestumpft, Sex kann er nicht haben, Erektionen auch kaum noch, außer bei Pornos. Ansonsten ist er ein netter Mensch und Vater. Die Umwelt würde das nie von ihm vermuten.

Wir sind seit 5 Jahren zusammen und haben drei Kinder. Zwei Tag vor der Geburt meiner Zwillinge (nun ein halbes Jahr alt) ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen warum er sich so distanziert, sexuell und körperlich uninteressiert verhält. Er hat es dann auch gleich zugegeben. Seit dem ist unsere Bezeug in der Krise. Er ist jetzt auch ausgezogen. Er geht jetzt zum Therapeuten und behauptet seit einem halben Jahr keine Pornos mehr geschaut zu haben. Was ich ihm glauben kann oder nicht, weiß ich nicht, denn jeder Süchtige lügt. Was ich weiß ist, dass er sehr harte Filme geschaut hat, natürlich nie ganze Filmchen sondern er hat sich nur schnell durch die "besten" 10 Sekunden geklickt. So wie eben auch alle Süchtigen.

Ich bin im Moment total gebrochen, Schwanke zwischen Verzweiflung (habe insgesamt 4Kinder die ich nun alleine aufziehen muss), finanziellen Sorgen, Hass, Enttäuschung, das Gefühl betrogen und belogen worden zu sein, Angst, Hass , Wut, .....

Meine Geschichte klingt nich ungewöhnlich. Wahrscheinlich ist sie gleich wie die eines jeden Partners hier. Dennoch ist es für mich kaum auszuhalten.

Darf ich fragen, was das bei euch so wie/ist? Immerhin ist das Platzen der Bombe nun doch schon ein halbes Jahr her. Es wird aber einfach nicht besser.

ich hatte zwei Alkoholkranke Eltern, dann aber nie süchtige Partner. Meine Erfahrungen mit "Sucht waren schlimm, aber sind immerhin schon 30 Jahre her. Ich bin nicht bereit dieses Thema wieder aufzumachen. Ich kann das nicht mehr. All das Misstrauen, das Belogen werden, das Weinen, das Lügen,... ich will das nicht mehr erleben.

Was habt ihr erlebt? Würdet ihr euch rückblickend lieber gleich trennen oder habt ihr es noch mal mit ihm probiert und wenn ja, hat es sich ausgezahlt oder nicht? Würdet ihr es wieder so tun?

Bitte um eine paar aufmunternde, oder zumindest ehrliche Worte.
Andy

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