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        Pornosucht meines Mannes

Pornosucht meines Mannes

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Sus

(Samstag, 21.Mär 2020, 00:12)
Hallo Andy,

Ich habe leider nur ehrliche Worte für dich.

Ich befinde mich aktuell in einer ähnlichen Situation. Ich kenne meinen Partner schon mehr als 20 Jahre, bin aber erst seit vier Jahren mit ihm zusammen. Als wir uns wiedergetroffen hatten war er gerade in seiner Scheidung und ich mit meinem Sohn zurück in die Heimat gezogen. Er war oft wegen der Arbeit lange Zeit weg, habe mir nichts dabei gedacht, sind dann vor 3 Jahren zusammen gezogen und haben nun ein gemeinsames Kind. Mehr durch Zufall habe ich erfahren, dass er ein Problem hat. Seine Hintergrundbilder waren immer halbnackte Frauen. Ich bin nicht sonderlich stolz darauf, aber nach einem Streit habe ich mir sein Telefon mal genauer angesehen und war einfach nur entsetzt. Ich habe daraufhin das Gespräch mit ihm und er hat mir gestanden, seit Ewigkeiten Pornos zu schauen und auch süchtig nach solchen Bildern zu sein, da er das gerne macht. Das ist auch erst ein paar Monate her. Seitdem weiß ich nicht weiter.
Ich habe ihm klar gesagt, dass ich damit nicht leben kann und er hat sich einen Therapeuten gesucht. Allerdings gibt es Termine alle paar Monate, sodass ich da nicht von überzeugt bin. Hätte ich vorher von seiner Sucht gewusst, ich wäre nicht mit ihm zusammen gezogen oder ein gemeinsames Kind gewollt. Ich fühle mich betrogen, hintergangen und ausgenutzt. Ich habe mehrfach mit ihm gesprochen und außer einem "tut mir Leid das dich das verletzt, aber ich kann ja nichts dafür das mir das gefällt" kam nichts. Keine Einsicht, kein Versuch etwas zu ändern. Das einzige was mich noch hier hält sind die Kinder. Auch habe ich für mich selbst eine Therapeutin gesucht, um mit jemandem darüber sprechen zu können, denn niemand aus dem Umfeld weiß davon.

Ich habe jegliches Vertrauen in meinen Partner verloren, aber so wie du auch wünsche ich mir, dass es anders wäre. Ich habe das Gefühl, im Moment nicht glücklich zu sein und es auch nicht zu werden, wenn ich weiterhin nichts unternehme.

Ich würde dir nur zu gerne etwas positives erzählen, du könntest beispielsweise deinen Mann einmal zur Therapie begleiten, damit du zum einen die Gewissheit hast, dass es tatsächlich so ist und vielleicht kann der Therapeut ja was dazu sagen, wie es bei ihm wirkt. Ansonsten hat mir der Austausch mit einem unbefangenen Dritten sehr geholfen.

Ich wünsche Dir viel Kraft.


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