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daisy

(Dienstag, 1.Jun 2010, 12:01)
Mit großen Sorgen beobachte ich das Verhalten meines Sohnes. Er ist nicht wie andere Computersüchtig, wenn man überhaupt von einer Sucht sprechen kann. Ich selber sehe dies noch nicht ganz so, aber ich lasse mich gerne belehren. Mein Sohn (14) ist voll in der Pubertät und kostet diese auch voll und ganz aus. Schulischen Leistungen sind zwar abgesackt, aber nicht so, dass ich mir dort wahnsinnige Sorgen machen müsste. Er ist im guten Mittelfeld. Der Durchschnitt stimmt. Nein, er lebt seine Sexualität aus, aber so dass ich mir ernsthaft Gedanken mache.Seit einigen Monaten strapaziert er unsere Telefonrechnung. Zwar mit Kleinbeträgen, aber Kleinvieh macht auch Mist. Er ruft mind. 1-mal wöchentlich mehrmals wenn er von der Schule kommt Handy-Nummern an (nur 1 bis 5 Sek.), welche in der Zeitung oder im Videotext unter Erotik zu finden sind. Wir haben schon mehrmals mit ihm gesprochen, aber leider... Am meisten leide ich darunter. Ich kann sein Verhalten nicht verstehen. Braucht er das und wozu? Am Anfang habe ich es als Neugier abgestemmpelt, aber langsam geht dies nicht mehr. Irgendwann muss doch die Neugier gestillt sein.
Wie sollen wir hier vorgehen? Sollen wir den Weg zu einer Beratung suchen?

Danke fürs zuhören.

merle

(Montag, 7.Jun 2010, 14:32)
Private Nachricht
Hallo Daisy,
ich habe Dir eben eine PN geschickt.
LG Merle

ddscholz

(Donnerstag, 10.Jun 2010, 18:49)
Hallo daisy,

dass Jugendliche Dinge ausprobieren, die wir Erwachsene nicht verstehen (oft auch nicht verstehen sollen), ist in den meisten Fällen ein normaler Schritt auf dem Weg ins Erwachsenendasein. Wenn sich jedoch ungünstiges und evtl. auf lange Sicht schädigendes Verhalten entwickelt, sollte (so früh wie möglich) interveniert werden, um nach einer Ursachensuche bessere Wege zu finden. Wenn Ihre Sorge in diese Richtung geht, sollten Sie eine Beratungsstelle aufsuchen (z.B. eine Familienberatung). Diese könnten Sie in einem ersten Schritt allein kontaktieren, um die eigene Position und Perspektive zu hinterfragen und in einem nächsten möglichen Schritt mit Ihrem Sohn gemeinsam (und/oder Ihr Sohn allein, wenn er es wünscht).
Für Ihr Zusammenleben könnte es vorerst wichtig sein, dass Sie versuchen, Ihrem Sohn zu zeigen: Sie lehnen nicht ihn ab, sondern sein Verhalten, weil Sie es nicht verstehen. Vielleicht können Sie ihn bitten, es Ihnen zu erklären - möglichst ohne Vorwürfe von Ihrer Seite.

Fürs Erste viel Erfolg
ddscholz

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