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        möcht mich trennen kann nicht mehr

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Susanne

(Dienstag, 24.Aug 2010, 14:18)
Hallo
Ich bin 47 Jahre alt und mein na ja Lebensgefährte 36 er hat schon immer gespielt aber nicht so schlimm wie jetzt. Seit letzten November spielt er Killzone 2 natürlich auch über Headset. Er war seit November arbeitslos und seit Mai arbeitet er wieder.Seine Spielerei dauert am Wochenende so um die 20 Stunden unter der Woche kommt er nachhause und dann setzt er sich sofort an die Playstation und dann geht es los. Er wäscht sich ganz selten am Wochenende gar nicht wir unterhalten uns nicht unternehmen gar nichts zusammen geschweige denn Zärtlichkeit oder Sex, wir haben dauernd Streit weil ich diese hirnlose Ballerei und diese Schreierei über Headset nicht ertragen kann. Ich finde keine Ruhe in meinem Haus um diesem zu entfliehen arbeite ich viel und seit März habe ich noch einen Nebenjob angenommen ich mache 6 Nchtschichten im Monat dort auf dieser Arbeit habe ich Ruhe zuhause ist nur sinnloses hirnloses Gerede um Spann oder Bootspunkte. Wenn ich mit Ihm reden will wird er ausfallend uns cholerisch und 2 mal wurde er schon handgreiflich zB. wenn ich das Modem aus der Wand gezogen habe. Muss jetzt aufhören ich habe einen Termin. Ich kann so nicht mehr weiterleben und brauche Hilfe. Danke eure Susanne

HappyHour

(Dienstag, 24.Aug 2010, 16:26)
Neue Wege beschreiten...
Hallo Susanne,

warum weiter in der Hölle braten? Ich nenne deinen Lebensgefährten nun einfach einmal "Lebens-Abschnitt-Gefährte". Und diesen Abschnitt solltest du, wenn auch erst einmal vorübergehend, beenden. Die Gründe dafür hast du ja bereits zahlreich aufgezählt. Und dein erster Fluchtweg in die Arbeit sollte nur ein erster Schritt zur Freiheit und Zufriedenheit sein.

Vielleicht wunderst du dich, dass ich in keiner Zeile auf deinen Partner (kann man ihn überhaupt so nennen?) eingehe, denn eines ist klar: er ist 100% spielsüchtig und du bist nur das Anhängsel welches geduldet wird. Ansonsten STÖRST du ihn nur!!! Ist dir dies bewusst???

Der nächste Schritt zur Handgreiflichkeit wurde bereits vollzogen. Worauf wartest du noch?
1.) Das es besser wird? Vergiss es, er lebt in seiner eigenen Welt!
2.) Dass er sich vielleicht doch irgendwann ändert und das Spielen bleiben lässt? Klar, wenn es draussen mal grün schneit oder am Sankt-Nimmerleins-Tag.
3.) Dass du noch mehr Hingabe, Verständnis und Aufopferung für dieses "hilflose" Wesen aufbringen musst? OK, es gibt viele Möglichkeiten der Selbstzerstümmelung, dies wäre eine davon.

Du hast ja bereits schon einmal den Stecker aus der Wand gezogen... nun wird es Zeit die Handbremse zu ziehen!

Konsequenterweise wirst du dir eine andere Wohnung suchen müssen. Dem Druck, der Enttäuschung und dieser Angst wirst du auf Dauer nichts entgegen zu setzen haben.

Wenn "Er" sich schon sein Leben versaut, hast du es nicht verdient, es dir ebenso anzutun.

Dies sind zwar alles harte Worte, aber im Endeffekt wird es der einzige Weg bleiben, es sei denn:

du schaffst es ihn zu einer Therapie zu überreden, die er dann auch wirklich durchzieht und dann das Spielen bleiben lässt.

Ansonsten wirst du erst einmal den üblichen Hinhalteparolen zum Opfer fallen (... "Ich besser mich", "Alles nicht soo schlimm", "Jaaa, ich spiel demnächst weniger", "Jaaa, wir unternehmen was am Wochenende", u.s.w., die Liste wird sonst zu lang.)

Man wird Hoffnungen in dir erwecken, die am Ende doch nicht erfüllt werden und mit jedem Mal wirst du verzweifelter sein und tiefer sinken.

Oder DU nimmst DEIN Schicksal in die eigenen Hände! Analysiere in Ruhe deine Situation. Was hast du, was willst du, was könnte wodurch besser werden?

Nimm dir auch einmal die Zeit einige Berichte unserer Forenteilnehmer durchzulesen, du wirst viele Paralellen erkennen.

OK, das war fürs erste viel geschossen meinerseits und Trost konnte ich dir nur wenig spenden. Aber es geht nicht um Kummerbeseitigung sondern um eine Lösung für ein glückliches Leben deinerseits.

Und glücklich möchtest du doch wieder werden, oder?


Viel Kraft und Mut wünscht dir

HappyHour!!!

merle

(Dienstag, 31.Aug 2010, 19:37)
nicht weiter aushalten
Hallo Susanne,
ich kann HappyHour nur zustimmen: "Warum weiter in der Hölle braten". Es gibt keinen einzigen Grund, sich dies weiterhin anzutun, und dass Du Dich bereits in die Arbeit flüchten musst, um der unerträglichen Situation daheim zu entfliehen, zeigt, wie sehr Dich dies alles bereits beschädigt hat. Lass Dich nicht weiter einlullen, abspeisen und hinhalten. Wenn Dein Freund beschließt, sein Leben kaputt zu machen, dann ist das seine Sache. Entscheide Du Dich dafür, Dein Leben zu nutzen, stark und kraftvoll Deine Tage anzugehen, Deine Talente einzubringen, Menschen zu begegnen, die Dir gut tun, und das Leben in all seiner Vielfalt anzunehmen. Das, was Du durchmachen musst, hat nichts, aber auch gar nichts mit einer Beziehung oder Partnerschaft zu tun und schon gar nicht mit Liebe. Dies einfach weiterhin auszuhalten, wäre ein Akt der Selbstzerstörung und Du sagst es ja selbst, dass Du so nicht weiterleben kannst. Nimm Dein Leben in die Hand und lass das andere hinter Dir. Du hast es verdient, glücklich zu sein und Dich auf jeden Tag zu freuen.
Ich begleite Dich gedanklich ganz fest.
Merle

(Mittwoch, 10.Nov 2010, 07:23)
Gebe Dir einen Ruck und geh
Hallo Susanne.

Ich selber war drei Jahre abhängig vom Spiel World of Warcraft.
Tatsache ist, dass ein Spielsüchtiger sich während der Zeit seiner Abhängigkeit von keinem Menschen dreinreden lässt.
War bei mir nicht anders. Später dann, nachdem man aufgehört hat, bekommt man die Einsicht was man falsch gemacht hat.
Da dein Lebensgefährte sogar handgreiflich Dir gegenüber wurde, ist der einzige Weg sicherlich eine Trennung.
Er hat hier ganz klar eine Grenze überschritten was sich ein Partner herausnehmen darf.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

lg
Kay

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