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genervte Mama(Dienstag, 24.Aug 2010, 18:53)Auch ohne WOW kann man leben..... Hallo, es gibt auch noch Wunder . Seit Mitte Juli hat sich alles verändert. Wir hatten einen Blitzeinschlag, wobei der Computer meines Sohnes geschrottet wurde und zwar so, dass er nicht mehr reparieren ging. Ich glaube nicht an Gott, aber ich rede mir ein, dass dies Hilfe von oben war. Aus dem Computer meines Sohnes schlugen Funken, das ganze Internet war wochenlang lahm gelegt. Seit dieser Zeit ist etwas anders in ihm. Er ist vernünftig und "zurück". Inzwischen hat er zwar einen neuen PC aber spiel kein WOW mehr, und das was er spielt, hält sich in Grenzen. Er sagt selbst dass ihm die Auszeit gut getan hat. Ich kann nicht glauben. was ich sehe und ich weiß auch nicht ob es so bleibt. Aber für den Augenblick , für die letzten Wochen kann ich für mich nur sagen, dass ich mein Kind zurück habe. Was auch immer am Werk war, es hat Wirkung gezeigt. Selbst wenn jetzt ein Gewitter kommt, ist der PC sofort aus, und er ist abends auch zu normalen Urzeiten im Bett und nicht jede Nacht am durchzocken. Alleine das ist schon entspannend. Wir führen wieder richtige Gespräche. Vielleicht musste es so sein. Ich werde jetzt auf jeden Fall gewappnet sein, und für den Fall des "Rückfalls" sofort den Riegel davor schieben. Durchhalten lohnt....... |
Luna(Dienstag, 24.Aug 2010, 22:32)Hey Super Hi! Ich drück Euch die Daumen............... LG Luna |
merle(Mittwoch, 1.Sep 2010, 17:14)Wahnsinn!! Hallo, da kriegt man ja eine richtige Gänsehaut... Eine unglaubliche Geschichte! Ich wünsche Euch so sehr, dass es so bleibt. Hälst Du uns auf dem Laufenden? LG Merle |
genervte Mama(Mittwoch, 8.Sep 2010, 20:19)Zwischenbilanz Als Zwischenbilanz der Spiel-freien-Tage muss ich leider ein wenig zurückfahren. Er spielt nach wie vor kein WOW mehr, aber die Stunden sind wieder etwas mehr geworden er spielt jetzt AION, ob das besser ist, vermag ich noch nicht zu beurteilen. hinzu kommt dass er jetzt leider seit 2 Wochen mit einem Virusinfekt erkrankt ist und das heftig. So hat er natürlich wieder Schulfrei, diesmal aber vom Arzt bescheinigt, was ja schon beruhigt. Nach wie vor ist er aber trotzdem motiviert, was Schule angeht. Mal sehen ob das so bleibt, seine Äusserung war, jetzt erstmal schule zu Ende bringen, FOR nachholen, Abi machen und Grundschullehrer werden. Dies hat er sich zum Ziel gesetzt. Mal sehen, wann ich hier die ersten Heulkrämpfe bekomme, dass es mal wieder in die Hose gegangen ist. Aber ich werde auf jeden Fall diesmal konsequenter sein und ihm vorher die Schranken aufzeigen. Ich werde mich auf gar keinen Fall wieder runterziehen lassen. Notfalls fliegt er raus und zwar samt Vater. aber das ist eine andere Geschichte. So, danke fürs zuhören. Ich hoffe weiter auf Hilfe von oben. |
Sky(Dienstag, 14.Sep 2010, 16:55)Hallo genervte Mama, die meisten werden sich über einen Blitzeinschlag nicht freuen, aber in eurem Fall denke ich, kann man da doch von einem positiven Ereignis sprechen ![]() Ich bin zwar kein Therapeut oder ähnliches, aber ich finde mit der Aussage deines Sohnes, dass ihm die Auszeit von WOW gut getan hat, ist schon mal ein riesen Grundstein gelegt. Ich spiele selbst Computerspiele und ich habe jahrelang exzessiv gespielt. Davon zwar nur einen kleinen Teil ein Onlinerollenspiel wie WOW, aber ich weiß nur zu gut, wie einen diese Spiele in ihren Bann ziehen können. Die Wendung vom exzessiven Spielen hin zum gemäßigten Umgang kam bei mir auch erst als ich mir selbst bewusst wurde, dass mich dieser ganze Kram beeinträchtigt und es mir ohne (oder eben weniger) erheblich besser geht. Und an diesem Punkt ist dein Sohn ja nun oder ist es wenigstens schon mal gewesen, was für dich doch eigentlich ein guter Ausgangspunkt ist, um mit ihm darüber zu reden und ihm wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es ihm mehr bringt, wenn er das Spielen einschränkt oder gar völlig sein lässt. Damit will ich eigentlich nur verdeutlichen, dass du vielleicht nicht mit so drastische Maßnahmen wie einem Rauswurf auf einen "Rückfall" in alte Gewohnheiten reagieren solltest, sondern eben eher mit Gesprächen. Ich weiß zwar nicht, wie genau sein Spielverhalten aussieht, aber wenn er denn übertrieben viel Zeit in diesen Spielen verbringt kann man ihm bestimmt klar machen, dass seine Pläne (die er ja zu haben scheint) eher schwierig bis gar nicht zu verwirklichen sind. Drastische Maßnahmen, die man als Elternteil androhen oder verwirklichen kann, gibt es bestimmt zuhauf, aber in meinem Augen ist das KLICK im eigenen Kopf doch das wirksamste Mittel, um seine eigene Einstellung zu ändern. Natürlich können auf irgendwelche Verbote etc zu diesem Klick führen, aber ein Rauswurf hätte z.B. bei mir bewirkt, dass ich eine eigene Wohnung mit eigenem Internet und ohne jegliche Aufsicht durch andere gehabt hätte. Und wer weiß, in welcher Welt ich dann heute stecken würde...bestimt nicht in der realen ![]() Ach übrigens: AION ist ein MMORPG wie WOW auch. MMORPGs verfolgen alle dasselbe Prinzip! Bedeutet quasi er spielt immer noch dasselbe System nur in anderem Gewand und mit anderem Namen. |
merle(Mittwoch, 15.Sep 2010, 14:54)gut im Auge behalten Hallo genervte Mama, wichtig ist, dass Du die Situation gut im Auge behälst und wirklich sofort eingreifst, wenn sich die alten Muster wieder einstellen. Dann sprich mit ihm und erinnere ihn an seine eigenen Worte, an seine Vorsätze und Pläne. Da Du jetzt mehr weißt als früher, bist Du der Gesamtsituation nicht mehr so hilflos ausgeliefert und kannst kraftvoll und klar Deinen Standpunkt vertreten. Solange ihr im Gespräch bleibt miteinander und die Fronten sich nicht verhärten, wird sicherlich alles auf einen guten Weg kommen. Übrigens haben alle Onlinerollenspiele ein hohes Suchtpotential und sind im Prinzip ähnlich wie WoW aufgebaut. Insofern ist nicht alles gewonnen, wenn Dein Sohn jetzt AION spielt. Es wäre tatsächlich am Besten, wenn er ganz die Finger davon lässt. Vielleicht kann sich dies im Laufe der Zeit und im Laufe Eurer Gespräche miteinander dahin entwickeln.... Berichte uns doch bitte, was weiter geschieht. Ich drücke alle Daumen. Herzliche Grüße Merle |
HappyHour(Mittwoch, 15.Sep 2010, 16:32)Der Schein trügt... Hallo genervte Mama, Vorsicht, vorsicht!!! Dass dein Sohn nun AION spielt ist ganz und garnicht gut. War er in WoW vielleicht am Ende des Spielkontents und kannte die ganze Welt dort auswendig, hat er nun eine völlig neue "Aufgabe" vor sich. Also erstmal alles erkunden und Neues entdecken. Ich weiss ausserdem, dass viele Spieler mal ganz gerne ihr altes Revier (sprich WoW) verlassen, weil sie dies und jenes ärgert oder warum auch immer. Es könnte also gut sein, dass in AION bereits einige seiner alten Gildenbegleiter tätig sind oder nachkommen. Hiermit ergibt sich also das gleiche Spiel wieder von vorne und du solltest genau hinsehen, was er da so treibt. Kommt mir eh so vor wie, bildlich gesprochen, "Juhu, ich trinke keinen Vodka mehr, nur noch Schnaps, ich bin clean!". Unglücklicherweise ist er nun auch noch krank... aber so gesehen kann er dann natürlich auch nicht spielen, oder? ![]() Achte einfach darauf, dass alsbald Taten folgen und Versprechen eingelöst werden. Dann gibt´s "Zucker". Sollte er jedoch in alte Gewohnheiten zurückfallen, ja dann eben "Peitsche"! Dir die Daumen drück... LG HappyHour!!! |
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(Freitag, 29.Okt 2010, 12:04)
Ja, WoW hat ein Ende! Hallo. Ich bin Kay bin 36 Jahre jung und war von 2006 bis 2009 süchtig nach World of Warcraft. Ähnlich wie in Eurem Haushalt mit dem Blitzeinschlag traf es mich im Oktober 2009 durch einen Kurzschluss. Mein Rechner hatte einen Totalschaden und ich hatte keine Mittel um mir einen neuen zu kaufen. Ich denke dass auch Aion einen ähnlichen Suchteffekt auf Spieler haben kann wie WoW. Durch diese Onlinespiele werden im Gehirn gewisse Regionen stimuliert. Hierbei werden körpereigene Glücksstoffe freigesetzt und man ist davon dauerhaft berauscht. Ich selber habe zuletzt im Durchschnitt ca. 18 Std. pro Tag gespielt und habe selbst heute noch diese "positiven" Erinnerungen aus dem Spiel - Das war der Rausch. Selbst wenn ich Musik im Radio höre die damals wärend meiner Spielesitzungen aktuell immer viel gesendet wurde, so überkommt mich diese "positiven" Erinnerungen. Aber ich geniesse nur die Musik. Ja ich kann bestätigen, dass WoW ein Ende hat. Dafür bin ich dankbar. lg Kay |
genervte Mama(Mittwoch, 10.Nov 2010, 17:46)die liebe Sucht.... Ja ja, leider gabs die Mittel für einen neuen Rechner ja von der Versicherung zurück. Und was soll ich sagen, nach all den lieben Worten, spielt er mal wieder und m. E. auch viel zu viel. Wir entwickeln uns wieder zurück, er sagt er spielt weniger ich würde es nicht sehen wollen, ja klar, wenn ich statt 12 Std. NUR 11 Std. spiele ist das natürlich viel weniger. Aber nix da nicht mit mir, weil ich geb auf und hab verloren. Ich hoffe das irgendwann die Erkenntnis kommt, ich hab weder Lust noch Kraft mich weiterhin diesem Problem zu widmen. Ich werde immer mehr krank, fühle mich schlecht. das interessiert jedoch niemanden. Kommentar meines Mannes: Ich hab in der Erziehung versagt. Alles klar. Dann ist das wohl so, das Ende der Ehe ist besiegelt und mein Mann wird gehen. Wenn mein Kind bleiben will, dann zu meinen Bedingungen. So wollte ich nur mal loswerden.. |
merle(Freitag, 12.Nov 2010, 13:39)die ewige Schuldfrage Hallo genervte Mama, das ist ja richtig traurig, von diesem Rückfall zu hören. Ich denke, dass der Auslöser zurück in alte Muster die längere Krankheit mit viel zu viel zur Verfügung stehender Zeit gewesen ist. Wenn der Ausstieg so frisch ist, müsste ganz unbedingt mit klaren Vermeidungsstrategien gearbeitet werden, um in jedem Fall jede Situation zu meiden, die zum Spielen verleitet. Da ist ein Herumhängen zu Hause über zwei Wochen natürlich hochgradig kontraproduktiv. Taric07 hat heute um 8:27 sehr gute Worte für das Gefühl gefunden, das ein frisch Ausgestiegener hat, und zeigt auch Wege auf, wie man sich selbst aus diesem Chaos herausholen kann, mit viel Disziplin und klaren Richtlinien. Siehe: http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/thema/175/7/wow-am-aussteigen-aussteiger/ Dass Du in der Erziehung versagt haben sollst, schließt aus, dass auch Dein Mann seinen Anteil an der Erziehung gehabt hat. Hat er sich denn vollkommen rausgehalten, um jetzt ganz klar sagen zu können: "An mir kann es ja nicht liegen - ich war ja nie da"? War das sein Anteil am Heranwachsen seines Kindes? Und geht aus diesem Verhalten ein Kind schadlos hervor? Das sind die Gedanken die ich mir dazu mache. Die ewige Schuldfrage, die wir beantwortet haben wollen, um die Sucht unserer Kinder einordnen zu können, in der Hoffnung, mit einer einfachen Formel unseren Schmerz und unsere Hilflosigkeit besser zu ertragen. Es ist doch alles ein einziger großer Zusammenhang, und jeder Einzelne trägt seine Geschichte und die Geschichte der Generationen vor ihm in sich.... Du hast natürlich momentan viel mit den Problemen in Deiner Ehe zu tun und verständlicherweise kaum mehr seelische Ressourcen, um auch der Problematik mit Deinem Sohn stand zu halten. Dennoch sind Deine klaren Worte " Wenn mein Kind bleiben will, dann zu meinen Bedingungen " sicherlich ein guter Anfang, in diesem Punkt ab jetzt selbstbewusster aufzutreten, wie Du es ja in Deinen früheren Beiträgen auch ganz klar angekündigt hattest. Pack Dich bei Deinem eigenen Satz: Durchhalten lohnt! Und schau auf Dich. Ich denke an Dich und schicke Dir ganz viel Kraft. Merle |
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