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Freitag, 4.Dez 2015, 13:40

Furio Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 04.12.2015
Hallo,
ich freue mich dieses Website gefunden zu haben und schreibe folgendes bewusst ins Aussteiger-Forum, obwohl es sicher einige gibt, die es hier falsch plaziert sehen.

Einige Einträge von Aussteigern habe ich gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es wenige oder gar keine Einträge gibt, bei denen Angehörige eine wesentliche Hilfe zum Ausstieg geleistet haben.

Natürlich weiß ich, dass ja gerade die Angehörigen oft die Ursache für die Sucht sind.

Dennoch lese ich oft, dass auch die Beziehung zu den Vätern zum Einen ursächlich für die Probleme sind, anderseits eine Sehnsucht der Wiederherstellung der Beziehung durchklingt.

Ich selbst bin gar nicht von der Sucht betroffen, sondern bin ein Vater eines computersüchtigen 20-Jährigen und erhoffe mir hier hilfreiche Tipps von Aussteigern für den hilfreichen Umgang mit meinem Sohn.

Furio
Freitag, 4.Dez 2015, 17:57

der_dau Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 87
Mitglied seit: 10.11.2015
Hallo willkommen im Forum,

Tut mir leid ich kann jetzt nicht anderst, aber wird dir bestimmt helfen:

zunächst einmal "Angehörige sind schuld an der Sucht"
das stimmt ja mal gar nicht. wer erzählt sowas?
Wer so eine Meinung vertritt wird sich niemals von seiner Sucht lösen können, oder jemand anderem dabei helfen.
Das ist als Angehöriger sogar das schlimmste.
Damit gibst du deinem Sohn Spielraum, er kann ganz easy argumentieren, dich gegen die Wand fahren lassen und du nimmst die Schuld auf dich.
Solange du so eine Meinung hast, wird sich dein Sohn wohl kaum dazubewegen eine Therapie zu machen.
Bei einer Sucht gibt es unglaublich viele Ursachen und ab einem gewissen Zeitpunkt ist die Sucht der Auslöser für die Probleme.
Zumal du als sein Vater dich bemühst, zeigt dass doch das dir was an ihm liegt, damit erübrigt sich die Schuldfrage.
Ich kann dir auch aus meiner Erfahrung sagen ich habe auch mit Schuld argumentiert um meine Eltern zum schweigen zu bringen, damit ich in Ruhe spielen kann.
So, dass mal zum Einstieg.
Schön das du da bist.

Ich weiß jetzt nichts über deinen Sohn deswegen wäre es gut wenn du sein Verhalten, Spielstunden, soziale Kontakte und sein beruflichen Werdegang schildern könntest.

Um deine Frage zu beantworten:
Ich wäre nicht in Therapie wenn meine Eltern keinen enormen Druck ausgeübt, mir gedroht haben mich rauszuwerfen, nicht an lächerlichen und sinnlosen Schuldgedanken festgehalten hätten, mein Studium vor dem scheitern gewesen wäre und meine sozialen Kontakte gegen 0 gingen.

Nur eben auch dadurch das meine Eltern mir das Leben zur Hölle gemacht haben konnte ich mich überwinden.
Es waren wirklich viele heftige Auseinandersetzungen nötig, bis ich ins Rollen kam.

Wenn du Fragen hast, stell sie ruhig jederzeit.

PS: es gibt keinen Grund das Thema ins falsche Forun reinzuschreiben, es werden alle Themen in jedem Forum bearbeitet.
Sonntag, 6.Dez 2015, 21:48

merida Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 09.04.2015
Hallo Furio,

mit Deinem Beitrag bist Du in diesem Forum schon an der richtigen Stelle. Da hat der_dau völlig recht. Auch was die Ursache der Sucht betrifft, bin ich ähnlicher Meinung wie der_dau. Es gibt sicherlich vielerlei Gründe warum ein Mensch computerspielsüchtig wird.

Ich bin Mutter eines 19-jährigen Sohnes, der spielesüchig ist und meine Schuldgefühle sind schon groß genug, nicht rechtzeitig genung aufgepasst zu haben...Trotz allem glaube ich nicht, dass ich alleine dafür verantwortlich bin, dass mein Sohn süchig ist. Ich habe lange versucht, den Medienkonsum meines Sohnes zu regulieren und bis zum Alter von 15, 16 Jahren ist mir das auch noch gelungen. Dann hat er zum Geburtstag ein Laptop bekommen, dass eigentlich dazu dienen sollte, damit für die Schule zu arbeiten. Das ist natürlich nicht passiert, stattdessen hat er dort viele, viele Spiele installiert. Seinen Realschulabschluss mit Qualifikation hat er noch ganz gut geschafft, aber auch hier haben sich im Vorfeld bereis zahlreiche psychische Probleme abgezeichnet. Nach einer Panikattacke im letzten Jahr noch während der Sommerferien hat er dann zwar noch mit einer schulischen Ausbildung angefangen, musste diese aber wegen seinen gesundheitlichen Probleme abbrechen. Danach ist die ganze Spielerei noch mehr ausgeartet.

Mittlerweile habe ich einen neuen Router eingesetzt, mit dem man Online-Zeiten regulieren kann, war bei einigen Beratungsstellen und mein Sohn und ich stehen mit der Medienambulanz in Bochum in Verbindung. Zudem geht er noch zu einem Therapeuten in unserer Nähe. Da es in meiner Nähe keine Selbsthilfegruppe für Angehörige gibt, hatte ich vor, selbst eine Gruppe zu gründen. Über dieses Forum bin ich dann allerdings an eine Online-Selbsthilfegruppe für Angehörige gekommen. Vielleicht wäre die auch etwas für dich. Hier der Link zur Seite im Forum: http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/thema/1101/4/1/virtuelle-selbsthilfegruppe-fuer-angehoerige/. Einige positive Veränderungen gibt es schon, wenn auch lange noch nicht genug!

Wenn ich heute zurückgucke, würde ich sicherlich einiges anderes machen, aber das lässt ich leider nicht mehr rückgängig machen. Somit versuche ich jedoch, für die Zukunft Veränderungen zu bewirken. Eine Suchtberaterin, mit der ich gesprochen habe sprach von konstruktivem Druck, den Ausdruck fand ich ganz gut. Für den Ausstieg aus der Sucht sind Angehörige auf jeden Fall sehr wichtig, allerdings wird es Eltern von spielesüchtigen erwachsenen Kindern nicht ganz einfach gemacht. Ich finde es wichtig, dass diese, sei es von Beratungsstellen oder Therapeuten, mit in den Prozess einbezogen werden um Absprachen und Regeln zu bewirken, wenn diese noch zu Hause leben.

Ich hoffe ich habe Dir einige Anregungen gegeben
Viele Grüße merida
Montag, 7.Dez 2015, 09:17

Furio Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 04.12.2015
Hallo Merida, hallo der_dau,
vielen Dank für eure Antworten. Jede eurer Antworten hilft mir ein Stück mehr, zu verstehen.

Zu der Frage der Schuld, habe ich mich nicht präzise genug ausgedrück. Aber es macht aus meiner Sicht auch keinen Sinn sich darüber auszutauschen, weil es dem Süchtigen meiner Meinung nach nicht wirklich weiterhilft, selbst wenn die Schuldfrage geklärt wäre.

Ich selbst stehe vor der Entscheidung, wie ich auf die Computersucht meines Sohnes reagieren soll.

Dabei ist meine Lage extrem kompliziert, weil ich Informationen über das Leben meines Sohnes nur über Dritte, und das nur schwerlich, bekomme. Mein Sohn und die Mutter, die sich 2011 von mir wegen eines anderen hat scheiden lassen sprechen bzw. schreiben mit mir nicht. Das liegt sicher auch daran, dass ich schon seit 4 Jahren darauf hingewiesen habe, dass konkrete Risiken bestanden und ich in ihren Augen eine "permanente Spaßbremse" war.

Meine 22-jährige Tochter so wie ein befreundeter Kinder-und Jugendlichentherapeut wurden von meinem Volljährigen Sohn und seiner Mutter dazu verdonnert, mit mir nicht zu reden, ohne dass es dafür einen erkennbaren Grund gibt.

Zudem macht die Tasache, dass ich 400km entfernt wohne, die Lage noch komplizierter.

Natürlich konnte ich noch nicht alle Beiträge dieser Website durchforschen, sonst würde ich sicher die Antworten aus vergleichbaren Situationen und Schwierigkeiten finden wie meine, die ich hier einmal aufliste:

1.
Mein Sohn meidet zu (mir,) seinem Vater jeden Kontakt.

2.
Meine Ex-Frau und Mutter hat psychisch und physisch nicht die Energie und Fähigkeit, meinen Sohn irgendwelche hilfreichen Grenzen zu setzen. Es wäre also unfair von mir, meine Ex-Frau zu etwas aufzufordern, was sie nicht leisten kann.

3.
Meine Ex-Frau gesteht sich selbst aber auch nicht ein, dass sie ihrem Sohn wegen 2. nicht helfen kann und glaubt stattdessen, dass unser Freund, der Kinder- und Jugendlichentherapeut es schon irgendwie hinkriegt, ohne dass sonst noch konsequentes Handeln erforderlich sei.

4.
Alle meine Unterstützungsvorschläge, die jedoch zugegebenermaßen auch mit Konsequenzen und Opfern verbunden sind, werden abgelehnt.

5.
Trotzdem, dass mein Sohn das Gymnasium und jetzt auch noch das Berufskolleg jeweils kurz vor dem Abschluss abgebrochen hat, und inzwischen wie viele Süchtige sich bis 13h ausschläft, weil er bis in die frühen Morgenstunden seine Droge konsumiert, erwartet man von mir, dass ich weiterhin Unterhalt zahle, was in meinen Augen kontraproduktiv ist, weil eine Geldnot eher dazu führen würde, dass er sich mit seinen Pflichten auseinander setzen müsste, was ihn wiederum zwangsweise alternativ zumindest gedanklich beschäftigen würde.

Jetzt wäre es für mich sehr hilfreich, wenn ich ein paar Meinungen zu meinen 5 Punkten bekommen könnte.

Herzliche Grüße
Furio




Dienstag, 8.Dez 2015, 08:24

der_dau Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 87
Mitglied seit: 10.11.2015
Hallo Furio,

da hast du aber einen ganz schönen Brocken.
In deiner Situation ist es sehr schwer etwas allein zu unternehmen.

Auf diesen Therapeuten würde ich nicht setzen.
Ich suche für meine ambulante Nachsorge immer noch einen der mein Problem ernst ninmt.
Ich hätte nie gedacht das sich kaum einer mit der Spielsucht ausseinander setzt.
Wenn der was checken würde dann hätte er schon lange gehandelt.
Also dont give a fuck.

Was du tun kannst ist eigentlich nur folgendes:
Deinem Sohn das Leben zur Hölle machen.
Aber da musst du zusammen mit deiner Ex an einem Strang ziehen.
Geldhahn zu drehen(kein Unterhalt,aber lass dir das schriftlich geben) aufhören für ihn zu kochen und zu waschen.
Fordert ihn auf die übliche Miete zu bezahlen.immerhin ist er ü.18
Glaub mir wenn ihr nicht geschlossen handelt und zwar jetzt dann wird sich euer Sohn immer mehr
die Zukunft verbauen und euch das Leben zur Hölle machen.
Er wird keinen Schulabschluss oder eine Lehre beenden und das wird immer so weiter gehen.

Sagt ihm geradeaus was er für ein looser, etc. ist ubd wie enttäuscht ihr von ihm seit.
Ihn rausschneißen würde ich nicht, aver ich würde ihn ernsthaft damit drohen.

Das wichtigste ist eben das du mit deiner Ex an einem Strang ziehst sonst geht dein Sohn und mit ihm deine ex zu Grunde.
Das ist schwierig, eben weil du es schon öfters versucht hast.
Das dein Sohn sich nicht bei dir meldet ist quasi normal, du bist der unruhestifter, die Spaßbremse , blabla er wird natürlich viele schmerzhaften Dinge an den Kopf werfen um weiter spielen zu können.

Versuch mit deiner Ex überein zu kommen,
notfalls kannst du vielleicht einem Anwalt deine Probleme schildern und vielleicht kannst du damit was erreichen. z.b Einstellung des Ubterhalts bis er in Therapie ist usw.... (kenne mich damit aber nicht aus, nur ne Idee)

wünsche dir viel Glück und Durchhaltevermögen
Mittwoch, 9.Dez 2015, 09:27

Furio Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 04.12.2015
Hallo der_dau,
herzlichen Dank für deine Antwort.

Wenn ich es also richtig verstehe, würdest du für die harte Linie plädieren.

Mit meiner Ex-Frau geht da gar nichts. Die blockt ebenfalls jeden Kontakt zu mir ab.


Außerdem handelt sie nach ihrer folgenden Auffassungen:

1. Der Vater - also ich - bin alles schuld.

2. Sie selbst kann und muss nichts machen.

3. Es gibt Fachleute, wie der Therapeut, die unserem Sohn helfen müssen, dafür werden sie ja schließlich von der Krankenkasse bezahlt.


Dass das so natürlich nicht nur nichts bringt sondern auch noch kontraproduktiv für unseren Sohn ist, kapiert sie nicht.

Also - mit meiner Ex-Frau geht da nichts.

Mir bleiben somit aus meiner Sicht nur folgende Möglichkeiten:

1. Weiterhin auf Empfehlungen hier aus dem Forum hoffen.
2. Die Sache für mich abhaken und so tun, als würde mein Sohn irgendwo im afrikanischen Busch leben.
3. Es unablässig auf die sanfte Tour probieren.
4. Alle harten und rechtlichen sowie unkonventionelle Schritte einleiten, die es gibt.

Herzliche Grüße
Furio
Mittwoch, 9.Dez 2015, 10:43

der_dau Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 87
Mitglied seit: 10.11.2015
Hi,

Also ich empfehle dir dich in Geduld zu üben und du könntest versuchen deine Ex auf einen Therapeuten aufmerksam zu machen der sich damit auseinander gesetzt hat.

Solange deine Ex meint für euren Sohn zu kochen und zu waschen, etc... wird er sich nicht ändern.
Es muss klar sein das es eine Sucht ist.
Din Entwöhnungstherapie kam mir manchmal vor wie Barfuß über heiße Kohlen zu laufen. Ist doch logisch das man viel (leidens)Druck braucht um das durchzustehen oder anzufangen. Und genau das kann eben eben kein Therapeut oder jemand drittes.
Das können nur die direkten Bezugspersonen.

Solange deine Ex nicht in den Gang kommt wird das nie etwas.

Die Frage ist: wie schaffst du es mit deiner Ex überein zu kommen?

An deiner Stelle würde ich mich zunächst damit beschäftigen. Wie kannst du es anstellen ein Gespräch mit ihr zu führen, in welchem sie dir zuhört und ihr euch nicht Streitet oder ihr euch nur gegenseitig beschuldigt.

Vielleicht zeigst du ihr das du Fehler gemacht hast, vielleicht sagst du das du wirklich Schuld bist und jetzt helfen willst.
Selbst wenn es überhaupt nicht stimmt und du dich damit überhaupt nicht anfreunden kannst.

Aber vielleicht blockt sie eben weil sie nur das hören möchte, du musst sich eben ihn sie hineinversetzen.
Sie ist vermutlich am Ende weil sie zusehen muss Wie euer Sohn siCh zugrunde richtet und sie ist ihm ständig ausgesetzt. Das heißt sie streitet wohl jeden Tag mit ihm und das macht jeden Menschen fertig.

Wenn du ihr also so kommst und ihr was vorschreiben willst, was sie zu tun hat, wird sie nur dicht machen. Weil sie ist ja jeden Tag dort und nicht du.
Letzten Endes trifft es also sie am härtesten und nicht dich.


Ich würde es mal so versuchen und falls das auch nicht funktioniert, Druck das hier doch aus und schick ihr oder versuch es wirklich mit ne Anwalt.
Donnerstag, 10.Dez 2015, 10:27

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 800
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Furio,

tatsächlich könntest du nur etwas bewirken, wenn es dir gelingt, deine Exfrau von der Notwendigkeit, an einem Strang zu ziehen, zu überzeugen. Sie sitzt am Hebel und könnte all das, zu dem z.B der_dau dir rät, umsetzen. Nur wenn dein Sohn es nicht mehr bequem und behaglich hat in seinem häuslichen Nest, wenn ihr ihm das Leben zur Hölle macht und ihm keinerlei Unannehmlichkeiten mehr erspart, kann er begreifen, dass er sein Leben an die Wand fährt, wenn er es nicht ändert. Wir sagen immer: "Der Schlüssel zur Veränderung liegt bei den Angehörigen". Der Betroffene selbst steckt viel zu tief im Sumpf, um seine Situation zu erkennen. Das Suchtmittel bestimmt sein Leben und verschleiert seinen Blick.

Vielleicht gelingt es, deine Exfrau für einen Dialog zu gewinnen, wenn du ihr im Vorfeld ganz klar signalisierst, dass du nicht auf Konfrontation aus bist sondern dir wünschst, ganz in Ruhe und konstruktiv mit ihr zu sprechen. Die Schuldfrage hat an dieser Stelle überhaupt keinen Platz und ist sowieso generell völlig unproduktiv und einfach nur kräftezehrend. Jetzt gilt einzig, gemeinsam und einvernehmlich eine Strategie zu entwickeln, wie ihr eurem Sohn so massiv zu einem Leidensdruck verhelfen könnt, dass er keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich Hilfe zu holen. Verweise sie auf unsere Seiten, bitte sie unaufgeregt darum, sich über die Foren entsprechende Informationen zu beschaffen, so wie du es ja auch tust. Nur wer wirklich weiß, wohin es führt, wenn man nicht eingreift, wird die Kraft haben, daraus die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen.

Ich bin gespannt auf deinen weiteren Bericht.

LG Merle


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