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Forum
 Foren zum Thema Mediensucht / Forum für Alleinerziehende
        Mediensucht meines Sohnes

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Mittwoch, 9.Mär 2016, 12:37

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 800
Mitglied seit: 12.06.2009
Lieber Seestern,
lass dich nicht entmutigen. Du bist schon einen entscheidenden Schritt weiter, weil du endlich klar erkannt hast, dass es fünf vor zwölf ist. Dein Sohn wird sehr genau spüren, dass bei dir eine Grenze erreicht ist und dass du in keinem Fall zulassen wirst, dass es weiter so vor sich hindümpelt. Dieser Zustand des bangen Wartens und Hoffens auf positive Veränderung hat der Gewissheit Platz gemacht, dass gehandelt werden MUSS.
Ich finde nicht, dass der Polizeieinsatz vollkommen schief gelaufen ist. Deinem Sohn ist durch diese Aktion in jedem Fall klar geworden, dass du angefangen hast, dich zu wehren. Deshalb würde ich bei der nächsten bedrohlichen Attacke eiskalt wieder denselben Schritt gehen. Er muss wissen, dass er dich nicht attackieren darf.
Versuche nicht, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Du musst deinem neuen Wissen - es geht nicht mehr ohne massive Eingrenzung seiner PC Zeiten - erst einmal Raum in dir geben. Die Kraft zum klaren und besonnenen Handeln ist nicht von jetzt auf gleich da. Bau sie in dir auf, indem du ganz ganz viel in unseren Foren liest, um noch mehr zu verstehen, mit was du es hier zu tun hast. Lerne die Tricks der Mediensüchtigen kennen, die hohlen Versprechungen, die falschen Ankündigungen, die unwahren Aussagen. Verschaff dir Klarheit über die Dimension der gesamten Thematik. Kopfloses Handeln führt nur zu Aktionen, die schief laufen und unter Umständen deinem Sohn erst recht Oberwasser geben. Dein Ziel sollte sein, die Oberhoheit über den PC zu erlangen, damit du als die Große und als die, die das Sagen hat, seine Zeiten klar bestimmen und festlegen kannst. Dass er mit einer Kindersicherung nicht einverstanden ist, spielt keine Rolle. Hier hat er nicht das Recht, zu entscheiden. Dies hat er mit seinem Verhalten, seiner Schulverweigerung und seinen Aggressionen verspielt. Ihm kommt der Part nicht mehr zu, über seine Mediennutzung zu entscheiden, denn er ist ja ganz offensichtlich nicht in der Lage, mit diesem Punkt mündig umzugehen. Er schadet sich und seinem Leben, und davor musst du als seine Mutter ihn schützen.
Dein Sohn hat in die Schule zu gehen. Bevor sich hier nichts normalisiert hat, darf er mit keinem produktiven Dialog rechnen. Lass dich nicht auf Versprechungen ein, die einzig darauf hinzielen, dich zu beruhigen und deine Pläne zunichte zu machen. Sein einziges Ziel ist es, weiterhin unbegrenzt zocken zu dürfen und dafür würde er dir das Blaue vom Himmer versprechen. Dein Sohn ist süchtig und deshalb sind seine Ankündigungen nicht einen Pfifferling wert. Zieh dein Ding durch, sobald du genug Informationen gesammelt hast, genug Kraft, Gelassenheit und Gewissheit. Du bist die Chefin in eurem Haus und es wird Zeit, dass ihm das wieder vorgelebt wird.
Ich begleite dich gedanklich ganz ganz fest.
Merle
Mittwoch, 9.Mär 2016, 12:56

der_dau Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 87
Mitglied seit: 10.11.2015
das hört sich schon mal nach einem fortschritt an.
Nichts destotrotz wird er sich nicht ändern. Auf seine Spielzeitregulierung kannst du warten bisner schwarz wird.
Wenn du ihn darauf ansprichst wird er nur lügen und um stress zu vermeiden alles mögliche tun um dich das glauben zu lassen.

So wie Karla das schon erwähnt hat.

Wenn er zur Suchtberatungsstelle geht, ohne die klare ein einstellung :"ja ich bin süchtig und ja ich brauche hilfe" werden sie euch dort nicht weiterhelfen.
Ich bezweifle(das ist nur mein Bauchgefühl) das er schon so weit ist.

Trotzdem ist es wichtig das er dort hingeht, um zum Beispiel im Hinterkopf zu haben das er dort Hilfe annehmen kann. Er weiß dann wo das Gebäude ist, und wie die Leute dort auf ihn reagieren, dass nimmt ihm den Druck/Angst wenn er mal soweit ist.
Wer weiß vielleicht wird er doch einsichtig wenn du ihn mal in den Spiegel schauen lässt.

Derm Aussage mit den Ferien würde ich mal nachgehen, dass ist der Klassiker.
Diese Minischritte dieses aufräumen und kurzzeitig den guten Jungen zuspielen, dass macht er nur um dich noch länger verarschen zu können.
Das ist ein Machtspiel und du verlierst mit deiner Gutgläubigkeit.
Er will diesen Status, nämlichbdas er seine Ruhe hat und zocken kann so lange es geht aufrecht erhalten.




Für eine zwangseinweisung brauchst du Richterliched bescheid und dafür wiederum psychologische Gutachten... dem würde ich nicht nachgehen(sry falsch beraten)

Eine Selbstmorddrohung ist immer ernst zu nehmen, gesunde Menschen kommen nicht auf solche Gedanken(sprich das bitte mit einem Arzt/psxchotherapeuten durch).

Hör auf dir den Kopf zu zerbrechen, du kommst damit nicht weiter, im Gegenteil du frägst hier Dinge im Forum die dir Niemand beantworten kann.
Alles was wir schreiben kann aber muss nicht zutreffen.
Viele deiner Fragen könntest du genauso in Google eingeben.
Nicht falsch verstehen, aber du bist eben einfach in einer verdammt schwierigen Lage und kannst kaum damit umgehen.
Hol dir bitte Therpeutischen Beistand.

Am besten gönnst du dir mal einen langen Spaziergang, und ne warme wanne.

mfg.
Samstag, 12.Mär 2016, 00:11

Seestern Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 25
Mitglied seit: 02.03.2016
Wieder ist es eskaliert ...Polizeieinsatz zum 2. Mal :-(
Hallo liebe Foren-Mitglieder,

nachdem mein Partner (wir leben nicht zusammen) und ich mit meinem Sohn ein ruhiges und klärendes Gespräch führen wollten und meine Bedingungen
a) ab Montag Schule
b) ab Montag 3 Stunden Medienzeit Mo-So (spätestens 22 Uhr in der Woche und am We 0.00 Uhr ist Schluss)
c) Handyabgabe an mich ab 22 Uhr täglich
d) Termine bei der Suchtberatungsstelle und Familienberatungsstelle müssen wahrgenommen werden: gemeinsam

mit ihm nochmal deutlich machen wollten, eskalierte es hier zuhause wieder. Es kam zu wüsten Beschimpfungen mir gegenüber und meinem Partner gegenüber (von dem er sich so gut wie nichts sagen lassen möchte und der ihm ein "Dorn im Auge" ist, weil er meinem Sohn viel direkter und dominanter entgegen tritt als ich, da er ja emotional nicht so verstrickt ist wie ich. (Als wir uns kennen lernten war mein Sohn leider schon in der Pubertät und da wir nicht zusammen leben macht es die Sache nicht einfacher, dennoch bin ich froh, dass er mich weitestgehend in dieser Sache unterstützt, was ja auch für ihn nicht leicht ist).
Mein Sohn wurde wieder handgreiflich mir als auch meinem Partner gegenüber-. Ich rief also wieder schweren Herzens die Polizei. Es verlief wie beim 1. Mal. Mein Sohn bezichtigte uns der Lüge und ich wolle ja nur, dass er mein "Schoßhündchen" sei und wenn es nach mir ginge, dürfte er nicht mal atmen und schließlich würde er ja ab Montag nur 3 Stunden an den PC gehen uswusf. Bevor die Polizei eintraf hatten wir das W-Lan Kabel gezogen, da mein Sohn zockte und sich ja nicht zu einem Gespräch bewegen ließ. Das brachte ihn völlig aus der Bahn und deshalb griff er uns an. Ich habe ihm klar gemacht, dass ich hier die Regeln aufstelle...etc. Das löste bei ihm Aggression aus. Die Beamten haben all dies noch mal bekräftigt und versucht mit ihm zu reden, erkannten aber auch, dass das Verhalten meines Sohnes Auswirkungen der Sucht sind.

Richtig schlimm wurde es dann als die Beamten wieder gingen.....er fing hier an zu betteln wie ein Junkie nach dem nächsten Schuß. Er weinte, jammerte, bettelte , weinend, schreiend und ohne Pause, rannte in sein Zimmer, kam wieder raus, weinte in einer herzzerreißenden Verzweiflung ..." Wir sollen ihm heute wenigstens den Gronck Live Stream (weiß gerade nicht ob der Name richtig geschrieben ist) auf you tube schauen lassen....wenigstens das bitte, und tausendmal bitte, er drohte, er ließ sich auf den Boden sinken ..immer wieder.. es sei doch sein Leben....er hätte doch niemanden ....es ist ihm wichtig...und wir werden ja sehen was wir davon haben.....und es würde mir doch nichts nutzen ...und, und, und.........das was sich hier heute abgespielt hat, ist mit Worten nicht annähernd zu beschreiben....immer wieder rannte er in sein Zimmer....es knallte irgendwas in seinem Zimmer (Faust irgendwo gegen geschlagen?) immer wieder kam er zurück und immer wieder sagten wir NEIN!!!!!

Und obwohl ich weiß, wie falsch es war............haben wir nach 2 Stunden, der Verzweiflung meines Sohnes nachgegeben und die Erlaubnis für dieses Wochenende an o. g. Bedingungen geknüpft. Aus folgenden Gründen...

- ich habe zeitgleich mit dem Polizeieinsatz den Berliner Krisendienst angerufen.....dieser wollte mit dem Polizeibeamten sprechen und über diesen wurde mir ausgerichtet: " Es würde niemand hierher kommen, ich solle Montag einen Gesprächstermin vereinbaren und da könnte mit meinem Sohn zusammen ein Gespräch stattfinden. ;-(.

- die Polizeibeamten können auch nichts machen. (Sprich hier muss erst Schlimmes passieren :-(. Eskaliert es wieder dann anrufen das wars.

- ich habe die Ambulanz in unserem nahe gelegenen Krankenhaus angerufen (Jugendpsychiatrie) ..wieder die Auskunft gegen seinen Willen könne ich nichts machen, er muss selbst bereit sein. Zwangseinweisung nur über den KJPD (richterliches Gutachten) aber schwierig, wenn auch nicht unmöglich war die Auskunft und suizidale „ußerungen im Affekt sind oft erpresserische Methoden von Jugendlichen, die nicht zu ernst genommen werden sollten.

- Mein Sohn war wie ihm Wahn...anders kann ich es gar nicht beschreiben, psychisch vollkommen durch...da mein Partner nach Hause musste und ich mit ihm das Wochenende hier alleine bin, habe ich aus Selbstschutz aus dem NEIN ein Ja gemacht! Ich wusste nicht mehr was wir hier tun sollen mit ihm.
Wie soll man sowas aushalten....das war so schlimm. Das ist so eine immense Belastung....und es tut so weh, auch wenn ich weiß, dass dies die einzige Möglichkeit ist, meinem Sohn zu helfen. Nämlich JETZT und so schnell und rigoros wie möglich. Mir ist im Moment völlig unklar wie ich das schaffen soll!
Es ist wie mit einem Alkoholiker der schwere Entzugserscheinungen hat, der schreit und bettelt; wie um sein Leben.....einfach unfassbar und das ganze Ausmaß wird mir jetzt erst bewusst.





Heimatstadt Berlin
Samstag, 12.Mär 2016, 00:28

Seestern Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 25
Mitglied seit: 02.03.2016
Wieder ist es eskaliert ...Polizeieinsatz zum 2. Mal :-(


Wir waren inzwischen bei -Lost in Space zum Info- Abend
- in einer Angehörigen Gruppe (wenn auch hilfreich stellte sich heraus, leider keine feste, bestehende Gruppe
- bei der Erziehungsberatungsstelle ( die Dame dort erkundigt sich bis zum nächsten Termin, ob es eine therapeutische Wohngruppe für Mediensüchtige gibt und ob dort überhaupt Plätze vorhanden sind, nichtsdestotrotz muss mein Sohn einen Termin bei ihr/ mit mir wahrnehmen, alles Weitere ist also noch offen.

- wir haben beim Jugendnotdienst angerufen ( dort konnte man uns nicht weiterhelfen, dies ist ausschließlich für Jugendliche, die
kurzfristig aus einer Krise heraus ein Bett benötigen.


Im Moment bin ich verzweifelt, weil ich einfach nicht weiss, wer uns hier unterstützen kann? Es wird ja nächste Woche weitergehen......oder richtig los gehen, wenn die Medienzeiten massiv eingeschränkt werden. Ob er zur Schule geht und wie lange, wird sich noch weisen. Und so richtig eskalieren wird es ja erst, wenn ich diese Fritz-Box anschaffen kann und/ oder wenn die Verhandlungen hier wieder losgehen und wir hier sämtliche Medien entfernen werden.

Muss denn wirklich erst was schlimmes noch passieren???????????????????? Wer kann uns denn unterstützen. Meiner Meinung nach ist das alleine hier nicht zu schaffen, ich bin doch keine „rztin, die so einen schlimmen Entzug hier durchstehen kann... :-(

Ein sehr verzweifelter, trauriger Seestern


Heimatstadt Berlin
Samstag, 12.Mär 2016, 14:47

der_dau Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 87
Mitglied seit: 10.11.2015
Hallo Seestern,

gut das du dich meldest und deine Situation so ausdrücklich beschreibst.
Aus meiner Sicht bist du auf einem gutem weg!

Du konfrontierst ihn, du bringst ihn an seine Grenzen. Du hast die Polizei geholt... das alles bleibt in seinem Unterbewusstsein.
Du zeigst ihm deine Grenzen, ich bewundere dich.

Du bist schon viel weiter als noch vor 2 Wochen weißt du das?
Mach dir das bewusst und ich selber rate dir vor allem nach dir selbst zu schauen!
Gönn die Zeit, versuch zu akzeptieren das er im Moment sich noch keine Hilfe holen kann(leichter gesagt als getan).

Schau nach dir selbst, nur wenn es dir gut geht kannst du ihm helfen.
Mach öfters einen langen spaziergang und versuch auch wieder abzuschalten, das ist ganz wichtig.

Gib nicht auf, es kann nicht mehr lange dauern.

Du musst nicht seinen Entzug durchstehen, dass wäre auch fatal. Für seinen Entzug braucht er (meine Meinung) einen längeren Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik für Suchtkranke. Bei ihm ist so viel durcheinander(ich kenne das), er braucht Zeit weit weg von dir und seinem Zimmer um sich seiner Sucht und sich selbst zu stellen.

Letztendlich hängt es an ihm, ob er hilfe in anspruch nimmt oder nicht.
Es wird der Zeitpunkt kommen, in dem du ihm vor die Wahl stellst: Straße oder Suchtberatungsstelle.

Versuch bitte alle Termine in Anspruch zu nehmen. Versuch auch ihn zu überzeugen, aber kenn deine Grenzen der Eigenschutz geht vor.
Versuch auch nicht nachzugeben. Hör auf seine Klamotten zu waschen und Essen einzukaufen.
Sag ihm das du nicht seine Dienerin bist und das er mit 16 seinen Pflichten im Haushalt nachkommen muss.

Wenn er das Argument bringt, dass er sonst niemanden hat und er sich so schlecht fühlt, dann kannst du ihm auch versichern das dies nur eine Folge von seiner Sucht ist.

Ich wünsche dir alles gute. Bitte melde dich wieder.
Samstag, 12.Mär 2016, 14:54

der_dau Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 87
Mitglied seit: 10.11.2015
ach ja,

wenn er dass nächste mal, komplett emotional ergriffen ist und um das Internet bettelt dann nimm alles mit, und geh aus der Wohnung. Lass dich nicht kleinkriegen und geh nicht auf ihn ein. Sag ihm ob er sich dessen bewusst ist, wie verzweifelt und süchtig er ist und dann geh ohne auf eine Antwort zu warten oder dich einem Wutanfall von ihm auszusetzen.
Samstag, 12.Mär 2016, 16:38

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 800
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo lieber tapferer Seestern,
ja, ich finde auch, dass du bereits weiter gekommen bist als noch vor zwei Wochen, auch wenn du dich so schlecht und so ohnmächtig fühlst. Schau wie du begreifst, welches Ausmaß dies alles angenommen hat und dass dein Sohn sich wie ein Junkie auf Entzug verhält. Genau so wird es auch ihm langsam dämmern, wie tief unten er angekommen ist, denn auch er wird sich dessen bewusster werden, weil er sich ja auch mit dieser ungeheuerlichen Wucht erlebt. Dass es sich hier um Sucht handelt, in der er tief drin steckt, wird er bald nicht mehr vor sich selbst leugnen können.
Geh diesen Weg weiter, damit er immer wieder die Chance hat, zu erleben, wie komplett er ausrastet, wenn er sein Suchtmittel nicht hat. Weise ihn darauf hin, wenn er wieder austickt, und konfrontiere ihn dadurch gnadenlos mit seiner Abhängigkeit.
Denke nicht an das, was kommen wird, nicht an morgen, nicht an in einem halben Jahr. Gehe immer nur den heutigen Tag an, denn dieses Kraftpensum ist überschaubar und kann von dir geleistet werden. Geh aus dem Haus, wenn dich der Mut verlässt, aber nicht ohne ihn darauf hin zu weisen, dass er ein Junkie auf Entzug ist. Das muss in seinen Kopf. Hole die Polizei, unermüdlich und immer wieder. Deinem Sohn wird klar werden, wie ernst es dir mit all dem ist und dass er der Wahrheit nicht mehr ausweichen kann.
Ich bin sicher, dass alle hier im Forum, die deine Beiträge lesen, dir die Daumen drücken für ganz viel Kraft.
Merle
Samstag, 12.Mär 2016, 17:59

Seestern Benutzer ist offline

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Themenstarter
Anzahl Beiträge: 25
Mitglied seit: 02.03.2016
Die Diskussionen beginnen schon heute...... :-(((((
Ihr Lieben,

danke, danke und noch mal danke, dass es Euch und dieses Forum gibt ;ohne Euch und all die Nutzer und deren Beiträge, würde ich das nicht schaffen....!

Kurzer Zwischenstand:
Heute und morgen hat mein Sohn ja noch vollen Zugang, ich schrieb ja, dass ich kaum in der Lage war das gestern hier anders zu händeln. Dennoch weiß er ja was ihn ab Montag erwartet und das bereitet ihm natürlich Kopfzerbrechen und er kann es einfach nicht glauben/akzeptieren, dass es ernst wird!
Das testet er nun schon seit heute morgen immer und immer wieder aus....

Seit heute morgen geht es so..

- "du machst damit alles viel schlimmer...das wirst du sehen..."
- " achso dann sind also alle you tuber süchtig meinst du?
- du verteufelst also alles ...weil du keine Ahnung hast...weil du dumm bist!
- es gibt immer sone und sone Wissenschaftler .....was interessiert ihn Manfred Spitzer oder die Betroffenen Berichte...interessiert ihn nicht!
- Seine Spielfigur bei LOL wird sicher gebannt werden ( macht ihm schwer zu schaffen)

auf meine Frage hin, ob er sich die Beiträge "Spielen, spielen, Spielen ..." mal angesehen hätte? -----Nö!!!!

Ob er schon merkt, dass er ein Problem hat bezweifel ich ehrlich gesagt: Der „rger hier war gerade ..: Er wollte von mir wissen, ob er am Wochenende auch nur 3 Stunden spielen darf. Ich sagte JA und da gibt es auch keine Diskussion!!!!

- Darauf die Frage, was er dann bitte am Wochenende machen soll? Schließlich geht er doch ab Montag wieder zur Schule und hat mir heute beim einkaufen geholfen und er macht doch dann seine Sachen etc.... da braucht er auch Belohnung. Ob ich nicht wüsste, dass das bei jedem Süchtigen so ist, dass das Belohnungssystem bedient wird und wenn er keine Belohnungen mehr hätte, dann geht bei ihm gar nichts mehr und das gibt dann hier ein Fiasko. Deshalb, du machst einen großen Fehler! Auf die Frage was er mit Fiasko meine, lautete seine Antwort: " Dann mache ich gar nichts mehr"!!! "Mich interessiert nichts weiter...ich möchte nicht lesen oder zum Sport" , "Bin ich also ein Untermensch, weil ich nicht zum Sport mag und keine Freunde habe?" I"Ich bin eben so und
werde später Freunde haben".

Ich solle ihn bitte am Wochenende länger spielen lassen....5 Stunden so sein Wunsch.

Leider verunsichern mich seine Argumente natürlich selbst irgendwie. Ich habe verstanden, ich brauche innere Klarheit, ich bestimme die Regeln. Ich lese auch fleissig im Forum die Berichte, eure Antworten etc und versuche hin und wieder das Thema los zu lassen, was mir sehr schwer gelingt , denn erstens bindet er mich ja immer wieder ein und verhandelt und zweitens muss ich ja jetzt jeden Satz und Argumente überdenken und konträr handeln zu meinen bisherigen Handlungen und teils auch darf ich nicht Herzensweich werden. Auch wenn ich sehr wohl durch Euch immer wieder aufgefordert werde,
vorallem an mich zu denken. um Stärke aufzubauen. Aber durch die stündliche, tägliche Konfrontation mit dem Thema durch ihn ist das sehr schwer zu bewältigen. .

Und auch auf die Frage, was soll ich denn sonst machen....fehlen mir wirklich die Argumente, denn mit 16 Jahren bin ich als Mutter außen vor, Vater kümmert sich seit über 10 Jahren nicht, mein Freund findet auch schlecht Zugang zu iihm. Oma, Opa sind alt und krank. Ansonsten gibt es niemanden. :-/
Und dazu kommt, dass ich ihm finanziell nur sehr, sehr wenig bieten kann. ! Also das was Andere oft können, wie Mc Donalds, Cafe, Disco, Kino, Sportvereine mit allem drumherum (wie Kasse, Kleidung, Gerätschaften) sind kaum drin. Spieleabende mit Mama werden ihn kaum begeistern..
Und ich muss erstmal wieder gesund werden um richtig arbeitsfähig zu sein und wieder im Leben stehen zu können ohne täglichen Terror und Streitigkeiten
und Zusammenbruch auf der Arbeit und ich in Tränen ausbreche, weil ich nicht mehr kann (passierte auch in der Vergangenheit) . Ich bin weit über meine Grenzen überfordert schon seit Jahren, schon durch dieses ADS meines Sohnes und nie wirklicher Unterstützung.

Ich denke die nächste Woche wird ein echter Kraftakt und ich habe Angst !!!

Vielen, vielen Dank für Eure Worte,
ich schöpfe Mut und Hoffnung über jede Anregung und jeden Kommentar und fühle mich nicht ganz so allein.

Lg Seestern ...ich werde berichten wie es weiter geht!


Heimatstadt Berlin
Sonntag, 13.Mär 2016, 12:42

karla Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 58
Mitglied seit: 25.02.2011
Kompliment!
Lieber €immer stärkerer€ Seestern!

Ich wiederhole es gern: Du wirst immer klarer und stärker auf Deinem Weg und das bewundere ich sehr!
Die Zeit der Verhandlungen mit Deinem Sohn um Belohnungen und verlängerte Internetzeiten soll nun vorbei sein. Lass Dich bitte nicht auf diese Diskussionen ein.
Was er ohne die gewohnten, ich mag es gar nicht €Aktivitäten€ nennen, nun in seiner Freizeit macht, lass erst mal seine Sorge sein. Er ist 16 und da musst Du ihn nicht mehr bespaßen.
Dann macht er eben mal eine Weile nichts!
Beim Nichtstun wird ihm möglicherweise bewusst, was sein jetziges Leben wirklich ausmacht.
Ausserdem stehen im Haushalt ja genug Arbeiten an.
Ich habe so das Gefühl, dass es bei Euch voran geht, aber bis dahin bleib´ bitte konsequent, auch wenn er wieder ausrastet. Hol Dir alle Hilfe, die Du bekommen kannst. Auch wenn es absurd klingt: die Besuche der Beratungsstellen, sind hilfreich, selbst wenn man andere Antworten bekommt, als man sich erhofft. Und auch die Polizei hilft, egal wie, selbst wenn es nur ein kurzes Gespräch ist.
Aber es kann auch durchaus passieren, dass Du mal wieder nachgibst, weil Du einfach nicht mehr kannst. Dann verzage nicht, sondern sei das nächste Mal wieder streng und konsequent.
Du weißt ja jetzt, nachdem Du so viel gelesen und gehört hast, dass Du auf dem richtigen, wenn auch sehr steinigen und langen Weg bist.
Auszeiten sind jetzt wirklich wichtig für Dich! der_dau hat da völlig Recht.
Spaziergänge, egal welches Wetter da draußen herrscht, sind wahre Kraftspender, wenn man mal nicht nachdenkt, sondern z.B. die sich jetzt so schnell verändernde Natur beobachten und genießen kann. (auch das kann man üben, wenn es nicht gleich gelingt.

Wir alle hier gehen diesen Weg und wir alle wissen nicht, was Morgen ist.

Mir kommt gerade wieder der mich tröstende Spruch einer Filmfigur in den Sinn:
€Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.€

Liebe Grüße, karla

Sonntag, 13.Mär 2016, 15:31

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 800
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Seestern,

Wahnsinn, welche Argumente da herbeigezogen werden, damit das Suchtmittel, das Lieblingsspielzeug, der einzige Sinn des Lebens erhalten bleiben. So fest hat die Abhängigkeit deinen Sohn bereits im Griff, dass ihm sein Leben OHNE vollkommen leer und sinnlos erscheint. Sein Ziel ist es natürlich, dich zu verunsichern, dich mürbe zu machen und dazu zu bringen, ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Steig nicht ein auf seine Argumentation, denn sie entspringt der Logik eines Süchtigen.
Selbstverständlich darf dein Sohn nicht für "Wohlverhalten", für Dienste im gemeinsamen Haushalt und vor allem nicht für das in die Schule gehen mit Spielen belohnt werden. Deine Regel steht fest, unwiderbringlich, unverhandelbar. Er geht nicht in die Schule um wieder spielen zu können, sondern er geht in die Schule, um etwas zu lernen und sich eine Perspektive für sein Leben zu erarbeiten. Was er an den Wochenenden mit seiner Zeit anfangen soll, wird ihm, je mehr er weg kommt von LoL, irgendwann selber einfallen. Wenn sein Kopf erst wieder klar ist und er keine andere Wahl hat, als sich dem realen Leben zu stellen, wird er Ideen entwickeln und Alternativen finden. Darauf darfst du ruhig vertrauen.
Lies dir einmal ausführlich durch, was Pieter dazu geschrieben hat. Seine Familie ist den gleichen Leidensweg wie du gegangen und sie haben durch kompromisslose Konsequenz am Ende geschafft, dass es dem Sohn wieder gut geht und damit auch der gesamten Familie: http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/index.php?p=showtopic&toid=1076&high=Richard Es wird dir Mut machen, dies zu lesen.
Du bist nicht allein und du machst es gut, sehr gut. Durchhalten ist jetzt dein Mantra. Das wird deinem Sohn Orientierung geben.
Liebe Grüße
Merle
Montag, 14.Mär 2016, 05:40

Seestern Benutzer ist offline

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Themenstarter
Anzahl Beiträge: 25
Mitglied seit: 02.03.2016
Es ist ein Desaster...
Liebes Forum,
es geht mir schlecht...ich kann nicht schlafen...Tränen über Tränen und ich weiss nicht mit wem ich sprechen könnte...weiss nicht was richtig oder falsch ist ...:-(.

DAS HANDY hat er NICHT abgegeben! 22 uhr sollte er es abgeben, 21.45 h kam er und wollte noch eine Runde zocken mit einem Freund was ich verneinte. Und dann begann hier der stundenlange Horror.. bis 1.30 Uhr.:-(!

Grund: Das kommende Wochenende. Er kann (angeblich )damit leben in der Woche 3 Std zocken ABER er kann NICHT ohne youtube Lets plays und das We nur 3 Std.
Er flehte wie verrückt, weinte, verzweifelte, diskutierte um sein Leben...ich soll das Wochende verlängern...ich sagte gefühlte 1000 mal Nein!

Seine Argumente:
Er kommt in der Schule nicht klar... (fühlt sich gemobbt )
Hat Angst vor dem 1. Tag Schule, weil es einen Klassenverband schon gibt und ihn die Leute mit blöden Sprüchen provozieren werden wo er die drei Monate war.
Schliesslich müsse ich doch wissen, dass wenn man einen Süchtigen zwingt...dies nichts bringt.
Er hasst alle Menschen mittlerweile ( verzweifelt)
Er hasst sein Leben.. :-(
Nirgends sind so nette Leute wie online!
Ohne Grongk ( youtube) hätte er sich schon mehrmals das Leben genommen. ( Er ist sein Vorbild)
Er mag nicht mehr.... :-((((
ERSCHRECKEND!!!! .es tut mir so weh mein eigenes Kind so dermaßen verzweifelt zu erleben...und es zehren diese Diskussionen soooo sehr an meinen Nerven, das kann ich garnicht beschreiben. Und ich schwanke ständig zwischen Angst vor Gewalt, Mitleid, Stärke,und Schwäche , Liebe,Wut Verzweiflung! Und das in meiner eigenen Wohnung. Wenn schon die Tür seines Zimmers aufgeht, wird mir übel vor Emotionen. :-(. Jede Minute kann hier irgendwas losgehen...weinen, schreien, Drohungen, bittere Verzweiflung.
Ich hab so Angst ,dass er sich was antut. Das ist meine größte Angst überhaupt. Ich halte das kaum aus. Aber auch um nich habe ich Angst, weil dieses flehen in Kürze in wahnsinns Hilflosigkeit umschlägt und er dann so unberechenbar wird!

Ich weiss auch nicht mit wem ich darüber sprechen könnte... ich habe ja verstanden, dass nur Konsequenz die richtige Strategie ist..demnach müsste ich wegen der Handyverweigerung alles wegnehmen...ich sagte ihm all das was ihr mir hier empfohlen habt. Stationäre Therapie will er nicht.:-(
Er hat Angst wieder auf Fremde Menschen zu stossen. Er möchte mit jemand in seinem Alter sprechen,der ihn versteht,sagt er! Nur er hat ja niemanden!
Ich sagte ihm ,dass das auf so einer Station der Fall wäre.
Mein Sohn hat richtig schlimme Probleme, aber ob ich es schaffe ihn vom stationären Aufenthalt zu überzeugen...??? i
Absolute Konsequenz wäre ?...soll ich gleich so rigoros sein (alles weg?) weil er das Handy heute nicht rausgegeben hat? Oder heute nochmal einen Versuch starten?
Ich habe das Gefühl ohne Arzt schafft er das nicht und ich habe solche Angst er tut sich was an...das überlebe ich nicht...!

Oder soll ich weiter an meinen Regeln dranbleiben
3 Std täglich und erstmal schauen, ob er das schafft?

Ich bin total verzeifelt, weil ich nicht weiss, was richtig ist und mit wem ich darüber reden könnte. Es fällt mir so schwer um Hilfe zu bitten aber ich weiss wirklich nicht weiter :-((((

Danke Merle, Karla und der_dau, für eure hilfreichen Antworten!!!

Bin total verzeifelt, Seestern!









Heimatstadt Berlin
Montag, 14.Mär 2016, 14:22

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Code
Original von Seestern : Oder soll ich weiter an meinen Regeln dranbleiben
3 Std täglich und erstmal schauen, ob er das schafft?


Ganz ehrlich?!
N-E-I-N!
Warum? Darum! Kein Hinterfragen. Kein Betteln; kein Jammern; keine anderweitige Verhandlungen!
In meinen Augen liest sich das als hätten Sie nachgegeben und um es mal kurz und bündig und dennoch in klaren Worten und kurzem Satz zu fassen: Sie müssen gar nicht ihm selbst die drei Stunden täglich Medien Zeit lassen....
Das ist wie abgewöhnen des Rauchens oder sonst anderen Suchtmitteln und dann ist es noch schwerer.
Nein; denn Ihr Sohn muss gänzlich runter kommen; ins kalte Wasser geworfen werdne und wenn er jammert und tobt.. sch*** drauf; er macht sich das Leben selbst schwerer und verbaut alles in dem er nicht merkt wie er zu sehr an den Medien hängt.
Ich würde an Ihrer Stelle wirklich egal ob die Selbsthilfegruppe da Bestand hat oder nicht wirkliche Experten aufsuchen und selbst wenn es erforderlich ist in einem anderen Bundesland erkundigen ob es da kein betreutes Wohnheim oder Wohngruppen für jugendliche Schüler wie ihn gibt.
Dass er mal unter anderen ist; lernt sich einzfügen und mti anderen zu leben; hat keinen Zugang uneingeschränkt zu Medien.. weil da muss er wenn er mit dem Handy online sein werden wollte selbst zahlen und ein eigener Internetanschluß ist eben nicht drin als Schüler... vor allem er hat dann eh genug zu tun..
Dass sie dann runterkommen von dem ständigem terror und er auch und sie beide sich in einem vernünftigem Verhältnis wieder annähern können.


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Montag, 14.Mär 2016, 16:38

Seestern Benutzer ist offline

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Themenstarter
Anzahl Beiträge: 25
Mitglied seit: 02.03.2016
Hallo Vedrfölnir,
danke für das Posting. Ich stimme dem Geschriebenen zu ...es ist mehr als schwierig.

Ich habe heute mit sämtlichen Behörden und Krankenhäusern Kontakt aufgenommen.
Das Problem ist :egal um was es geht....seine Freiwilligkeit ist gefragt.!!!! Auch für eine Wohngruppe braucht es SEINE Zustimmung.

Ich brauche seine Einsicht, dass er viele Probleme hat. Nur so wird er einem stationären Aufenthalt zustimmen. Die Probleme erkennt er NOCH nicht.

Er braucht auf jeden Fall ärztliche Hilfe. Nur das geht alles nicht wenn er nichts einsieht. Derzeit kämpft er gegen meine Regeln mit ALLEN Mitteln.

Wohnzimmertür ist abgeschlossen..ich bleibe aus Sicherheitsgründen bei täglich 3 Stunden. Mo-So.
Am Freitag müsste die Frizz Box eintreffen. Das erleichtert mir die Situation wenigstens etwas. Dann kann ich auch das Handy kontrollieren. Für die Nachtzeiten.

Gruss Seestern



Heimatstadt Berlin
Montag, 14.Mär 2016, 18:25

der_dau Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 87
Mitglied seit: 10.11.2015
Du setzt viel zu viel Hoffnung in die Fritzbox, du wirst noch Jahre in den Sand setzen wenn du versuchst ihn zu kontrollieren und schaust ob er auch brav sich an die Regeln hält. Das wird er nicht, und er wird andere Wege finden zu spielen egal ob online oder nicht. Du hilfst ihm damit nicht sonderlich.

Ich sehe das mit der Fritzbox immer Problematisch, weil dann die Angehörigen sich darauf ausruhen. Das ganze kann klappen ist aber unwahrscheinlich und hängt von den Erkrankungen und der Persönlichkeit zusammen.


Die Situation ist folgende:

Die Polizei wird bald bei euch vorbeischauen und nachschauen was los ist, weil er nicht in die Schule geht.
Wenn er nicht krankgeschrieben ist und längere Fehlzeiten hat, wird das Jugendamt eingeschalten.

Was werden die dort vorfinden?
Einen psychisch labilen (mutmaßlich) Süchtigen 16 jährigen der sich nicht in die Schulr traut(aus Angst, kauf ich ihm sogar ab) oder eben nicht will und lieber pc spielen möchte. Es gab Polizei einsätze und dennoch keine Einsicht oder änderungsbereitschaft

Sie werden eine überforderte alleinerziehende Mutter antreffen
Ich muss das so schreiben auch wenn es hart klingt, aber das ist ein härtefall und da wartet das Jugendamt nicht lange!


Du kannst deinem Sohn ruhig diese Einträge mal zeigen und ihm klar machen das das so nicht mehr lange läuft.

Ich an deiner Stelle würde mich ans Jugendamt wenden und ihn ins Heim schicken.
Du solltest ihn vor die Wahl stellen, ob er jetzt freiwillig eine Therapie macht oder ins Heim geht und ihm dann dort eine aufgebrummt wird.
Dienstag, 15.Mär 2016, 01:55

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Mitglied seit: 03.06.2013
AußerdemSie müssen auch an Ihre Gesundheit denken!
Dieses ständige hin und her zerrt doch wohl auch sehr stark an beiden Parteien.
Und es bring tnichts denn wenn die Polizei das vorfindet dann ird Ihr Sohn zu Ihrer und seiner Sicherheit hundert Prozent mitgenommen und vielleicht nein mit hoher Sicherheit in ein heim und das Jugendamt verständigt werden.


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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