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        Mediensucht meines Sohnes

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Dienstag, 15.Mär 2016, 09:15

der_dau Benutzer ist offline

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Mitglied seit: 10.11.2015
Vedrfölnir, da bin ich leider nicht deiner Meinung.

Warum sollte das nichts bringen? So wie Seestern ihre Situation schildert sollte sie sich diese Option offen halten und sich darauf einstellen dass das Jugendamt sich einschaltet.

Wenn Sie aus Eigenschutz ihn nicht konfrontieren kann und er komplett uneinsichtig und psychisch labil ist, welche chance hat er denn sonst???
Das ist natürlich eine Harte Entscheidung und trifft auf viele Hindernisse.
Dienstag, 15.Mär 2016, 12:59

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Mein lieber dau.
Ich denke du hast da was falsch verstanden deswegen erörter ich dir das nochmal; oder ich habe mich unpässlich ausgedrückt.
Es ist egal wieviele beratungen udn Vorschläge sie bekommen; der Sohn muß egal wie lieb man ihn hats dennoch ohne Umschweife untergebracht werden.
Denn so lange er daheim bleibt und weder was vorwärts noch rückwärts geht ist das ein Spielen auf Zeit und Nevren vl. auch Gesundheit.
Manchmal erreicht man eben nichts mit Milde bei den Kindern und so hart es auch klingen mag; aber Ihr Sohn muss wirklich Konsequenzen spühren und dass er nicht mehr so mit seiner Mutter umgehen kann; die ihn mit ernärht.
Deswegen auch wenn er sich wehrt und immer wieder versucht Zeit zu schinden muss er realisieren dass er ausgeschindet hat.
Weil wen das so weitergeht nimmt es weder ein befriedigendes Ende noch wird er je in der Lage sein einem vernünftiges Erwerbsleben entgegenzusehen wo er für sich selber sorgen muss und kann.
Auch bei aller Liebe; ihrem Sohn kann man zur Zeit nur helfen wenn Sie konsequent bleiben und ihn(was ich nicht verstehe dass man überall seine Frewilligkeit braucht; sehen die Menschen vom Amt; Behörden etc nicht dass er hochgradig drauf und dran ist wegen seiner Sucht alles zu vergeuden wofür ein junger Mensch leben soll?)
Auch wenn es weh tut aber der junge Mann muß wirklich mal Abstand bekommen; von ihnen und auch mal Abstand und keine Möglichkeit seiner Mediensucht zu fröhnen; nein der Sohn muß wirklich ins eiskalte Wasser geworfen werden damit er realisiert dass er da ist; dass er noch ein einziges Leben hat und das so nicht weitermachen kann.
Er will sich bessern; er will aufhören?
Warum dann immer so kleine Not Stunden um wenigstens drei Stunden am Tag seinen Schuß zu kriegen?
So mein ich das dau.
Egal ob es ein ewiges hin oder her gibt, der junge Sohn muss erfahren und spühren auch wenn ihn seine Mutter liebt dass ihm nur geholfen werden kann; in dem er eben nicht mehr daheim ist und unbegrenzt Aufschiebungen erbettelt etc etc.
Deswegen liebe Seestern gehe ruhig zum Amt und selbst wenn die meinen; sie bräuchten die Freiwilligkeit des Sohnes; sag ihnen dass du nicht mehr kannst und sie gerne unangemeldet mal bei euch daheim vorbeschauen können und sehen was Sache ist.
Eine liebevolle Mutter die zu gut für ihren süchtigen Sohn sorgt so gut sie kann aber es geht nicht mehr.
Vor allem wie er mit dir umgeht... irgendwann wird er es bereuen.. das is so; denn Mutter hat man nur eine im Leben.
Und wenn er sich noch immer dagegen sträubt; könntest du ihm ein paar berichte von ehemals medien Süchtigen oder hardcore Computer Süchtigen ausdrucken lassen und ihm das auf sein Bett legen wenn er dann zu Bett geht.
Und wenn er immer noch nicht es realisieren will dass er drauf und dran ist sein noch junges Leben derart und das ohne Alkohol oder schlimmeren kaputt zu machen, würde ich ihm einfach zwei Koffer mit Kleidung packen und sagen so..er wird geliebt und du wirst ihn immer lieben aber so geht es nicht weiter dass er in seinem Alter nicht zur Schule geht(Pflichtschuljahre?) und es nicht ander gehts hat er die Möglichkeit in ein Heim zu gehen oder sich anderweitig Hilfe für seine verfahrene Situation zu suchen.
Denn es gibt genug Menschen auf der Welt da bin ich sicher die früh angefangen haben als Kinder oder Jugendliche mit extremen Medienkonsum..und viele sind noch heute auf einem Tripp hängen geblieben gehen weder geregelt arbeiten noch können irgendwie ohne Amt nicht für sich und inzwischen ihre Familien sorgen weil sie ihre Probleme immer nur aufgeschoben haben.


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Dienstag, 15.Mär 2016, 16:09

Seestern Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 25
Mitglied seit: 02.03.2016
Zwischenstand
Lieber Dau, liebe (r) Vedrfölnir.

ich habe eure Berichte aufmerksam gelesen.....sehr aufmerksam!!!!Und lieber Dau du hast mir gestern ganz schön zugesetzt jedoch bin ich genau durch DICH wieder auf Kurs gekommen! Und genau zum richtigen Zeitpunkt habe ich eure Kommentare gelesen. Gestern war ich so fertig, wie in meinem Leben noch nicht.
Das hat zum einen mit der Gesamtproblematik zu tun als auch mit den vielen anstrengenden Versuchen sämtliche Dinge möglich zu machen, die möglich sind.
Inzwischen geht es mir körperlich auch immer schlechter....das stimmt absolut und überfordert bin ich bis zum geht nicht mehr! Gestern dachte ich schon es geht mit mir zu ende. Atemnot und Schmerzen im Körper die sich breit machen :-( ...meine Nerven liegen fast blank!!!

Das alles liegt nicht nur an dem Problem hier zuhause ( dies zwar in erster Linie ) ABER es ist soooo schwer Hilfe zu finden! Diese Ohnmacht, die "gebundenen Hände" ....

Ich habe die Tage mit sämtlichen Behörden, Krankenhäusern, Krisendiensten etc telefoniert! Auch das Jugendamt ist längst eingeschaltet von mir, wie auch die Schule !!! Durch das Jugend-Amt wurde ich an die Familienberatungsstelle verwiesen. Persönlich wurde die Situation erörtert. Es ist mir sehr wichtig, das mein Sohn nicht einfach nur "abgeschoben" wird. Damit meine ich, dass es nicht nur damit getan ist, in ein betreutes Wohnen zu kommen. Denn auch dort können sich die Jugendlichen einen " Stick" besorgen und natürlich auch jederzeit wohin.... (Freunde, Bekannte etc) , sondern er braucht wirklich fachmännische Hilfe!
Und der_dau, so wie du es geschrieben hast, so gehe ich weiter vor....... aus meiner Sicht hilft nur ein stationärer Aufenthalt !!

Der PC ist aus. Zur Schule (traut er sich nicht mehr) , er ist ruhig....und liest gibt aber das Handy NICHT raus. . Gestern führte er ein langes Telefonat mit einem Bekannten von mir ....danach hatten wir ein schönes Gespräch und er öffnete sich. Hatte viele Ideen was er nun anders machen möchte (in ferner Zukunft) und auch mit mir wolle er mehr machen und wieder mit mir essen etc. Und schon hing ich an der Angel. .. bin aber vom meinem 3 Stunden Kurs bin ich nicht abgewichen und habe auch nichts anderes in Aussicht gestellt . Er wolle nun auch morgen in die Schule gehen und es wenigstens dort versuchen aber die Mitschüler sind total schrecklich und er hat Angst vor Mobbing, da er seit Januar ja nicht mehr in die Schule geht. (Lt. den Schulpädagogen nicht unberechtigt). Ich war gestern so fertig und eingelullt, dass ich mir gestern Abend derartig den Kopf zerbrochen habe, was ich denn alles mit meinem 16-jährigen Sohn tun kann um seine Leere mit ihm zu füllen und das mit so gut wie kaum Geld. Innerlich hat mich das fast zerrisssen!

Denn es interessiert hier offenbar Nemanden, ob mein Sohn zur Schule geht oder nicht!. von Januar plus Februar hörte ich hier weder was vom Jugendamt noch von der Schule. NIEMAND interessierte sich dafür. Das ärztliche Attest haben wir erst Wochen später nachgereicht. Nur mal soviel dazu!.

Also würde ich hier fertig in meiner Wohnung "am Boden" liegen und mein Sohn nicht in die Schule gehen....wären wir hier schon "verschimmelt"! Und hätte er mir was angetan, weiß ich nicht, wann das aufgefallen wäre. Das ist die bittere und traurige Wahrheit.... aber ein anderes Thema, welches ich hier nicht weiter ausführen will!!!!


Fakt ist: Ohne die Freiwilligkeit meines Sohnes geht hier im Moment NICHTS!! Auch keine Wohngruppe!!!

Liebe (r) Vedrfölnir. alles was du in deinem letzten Kommentar geschrieben hast, sehe ich genauso;, wie soll er so ein eigenständiges Leben jemals leben, mit echten Freunden, mit einer Liebe , wie soll er je Verantwortung tragen? !! Wenn nicht jetzt wann dann? Da gehe ich mit dir! Das mit der Dosierung ist nicht zu verstehen für dich hat aber seine Gründe. Ich kann seinen psychischen Zustand nicht einschätzen...(wenn du verstehst was ich meine?)


der_dau: Die Frizz Box soll die Situation verschärfen und mir erleichtern. Sonst müsste ständig ich diejenige sein, die hier mit der Stoppuhr sitzt und evt Angriffen ausgeliefert ist.
Auch muss ich so sein Handy nicht einkassieren. Internet geht dann halt aus nach 3 Stunden, was die derzeitige Situation verschärfen wird, denn das Handy habe ich hier nicht unter Kontrolle. Desweiteren werde ich die Zeiten immer weiter verkürzen, bei Nichteinhaltung meiner Regeln.

Im Moment ist es mir wichtig wenigstens kurze Verschnaufpausen zu haben, denn jederzeit kann es hier wieder losgehen mit den Attacken.








Heimatstadt Berlin
Dienstag, 15.Mär 2016, 16:26

Seestern Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 25
Mitglied seit: 02.03.2016
Zwischenbericht Teil 2


Ich liebe meinen Sohn über alles auf der Welt, er ist eigentlich ein kluger, sonst eher ruhiger, sensibler, liebevoller junger Mann , der viele Schwierigkeiten hat, die ich offenbar nicht mehr lösen kann! Das habe ich verstanden auch wenn es mir das Herz bricht!

Ich habe ihm gestern Abend als ich so langsam erahnte, dass vieles was er mir erzählt und von dem er mich glauben lassen möchte "ein Betäubungsmittel" für mich ist....durch sein Verhalten, die Bestätigung erhalten..."es sind alles leere Versprechungen, Träume, Wünsche, was auch immer!!!"
Er sagte abends dann zu mir:" Mama, wenn das hier alles so weiter geht dann ziehe ich hier aus"!!!


Ich habe dann gestern Abend ganz klar und deutlich gesagt:: Du hast nur noch 2 Möglichkeiten : Entweder gehst du freiwillig zur stationären Therapie oder du MuSST ausziehen!!!


der-_dau dann las ich deine Mail und auch wenn ich ärgerlich war im ersten Moment so gärte sie in mir und gibt mir unendlich viel Kraft und Mut den heutigen Tag zu bewältigen!. Vielen Dank dafür.

Danke,auch an Karla auch deine mail und der abschleßende Satz: Alles wird Gut und wenn es noch nicht Gut ist, ist es noch nicht zu ende!

Vielen Dank bisher an alle die mich hier unterstützen
Ohne Euch und meinem Partner , wüsste ich nicht, wie ich das alles durchstehen soll..!

Und den größten Dank an die Fam. Hirte für Euer Sein und euer Tun. Ohne Euch würde es diesen Einsatz und dieses Forum nicht geben!


lg. Seestern

P.S. Vedrfölnir, ich bitte um Entschuldigung für die "DU" Form, wo die " Sie" Form gewünscht war!!!Fällt mir gerade erst ein, sorry!


Heimatstadt Berlin
Mittwoch, 16.Mär 2016, 12:21

der_dau Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 87
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Hallo Seestern,

ja ich glaube dir, dass mein letzter Text gesessen hat.

Die bittere Medizin hilft am besten. Tut mir leid.

Ich finde es wirklich stark wie du dich tapfer stellst und ihn konfrontierst.
Was du jetzt brauchst ist durchhaltevermögen. Auch wenn er sich öffnet und alles gestehen sollte, selbst dann ist ihm nicht zu trauen.
Also bleib auf deinem Kurs.

Du hast ihn vor die Wahl gestellt: Therapie freiwillig oder erzwungen.

Was hat er geantwortet?
Wie hat er sich dabei gefühlt?
Hat er abgeblockt, ist weggegangen oder hat er nur Ausreden gesucht?

Du bist jetzt soweit deinen Worten Taten folgen zu lassen.
Hol dir deinen Partner mit ins Boot. Nicht alleine!!!(das bringt nix, im Gegenteil)
Schau nach den offenen Sprechzeiten der nächstliegenden Suchtberatungsstelle und dann stell ihn nochmal vor die Wahl.
Schau das diese zeitlich in der Nähe liegen, und er nicht 5bis6 Tage warten muss(das erhöht die chance eines Rückzugs).

Ganz konkret, ohne wenn und aber.
Du sagst Ort, Datum, Name der Suchtberatungsstelle & Uhrzeit.
Er muss sich jetzt Entscheiden, Therapie oder Rauswurf.
Sag ihm das er sich helfen lassen muss, dass er ein normales Leben führen kann und verdient hat.

Mach das nicht alleine und kündige dich an. Sag das ihr mit ihm sprechen müsst und das er in 5min aus seinem Zimmer kommen soll.
Wenn er nicht kommt machs Internet aus.

Wenn er mit Selbstmorddrohungen kommt, wende dich an den Krisendienst und/oder die Polizei.
Mittwoch, 16.Mär 2016, 13:59

Seestern Benutzer ist offline

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Mitglied seit: 02.03.2016
heutiger Zustand
Lieber dau,

es muss dir absolut nichts leid tun. DU als auch alle anderen hier, helfen mir, mich nicht in dem Nebel der Co-Abhängigkeit zu verirren und zu versinken!

Antwort auf deine Fragen:
-Was hat er gesagt? Er sieht sich nicht als süchtig. Es sei ein Hobby und ich würde mich täuschen!Er hätte überhaupt die letzte Zeit kaum gespielt, er wäre nur so im Netz auf youtube etc Er will das von Außenstehenden bestätigt bekommen, dass dies eine Sucht sei! Er sieht ein, dass er zuviel l am PC sitzt ABER das wäre nur jetzt so....und bla, bla , bla.. Im Sommer würde er wieder was anderes machen und er will ja mit mir mehr machen.... und Sport machen und er fühlt sich halt zu dick und deshalb geht er nicht gerne schwimmen... (ich muss dazu sagen er hat seither zugenommen und wiegt etwas zuviel für seine 1,84 ja und die Muskulatur lässt natürlich zu wünschen übrig Es ist halt alles ein Kreislauf.

(Letzten Sommer saß er bei 30 Grad vorm PC und da war es ihm zu heiß draußen.... :-( Ich war alleine schwimmen!)

Bisher sträubt er sich aber nicht vor dem Termin. Dieser ist leider erst nächsten Donnerstag :-(.

- Wie hat er sich gefühlt? Kann ich schlecht sagen, er sieht sich jedenfalls nicht als süchtig!
- Er hat zugestimmt zum Termin ist dann wortlos in sein Zimmer verschwunden!.

Seit gestern ist er sehr ruhig und liegt nur in seinem Bett. So auch heute. Er sagt er sei müde. Er sieht blass aus. Gestern hat er gegessen. Heute kam er noch nicht einmal aus seinem Zimmer , ist aber ansprechbar.. (Fühlt sich sehr schwer an für mich....auch wenn ich über die Ruhe erstmal dankbar bin). Gestern sagte er: " Siehst du ich bin nicht süchtig" " Bin ich auch nicht. Als ich heim kam abends war der Pc tatsächlich aus.

Morgen rufe ich den KJPD an und melde das, denn es kann ja hier nicht so weiter gehen.... ! Leider ist die zuständige Ansprechpartnerin erst morgen erreichbar.

Noch ist er auch mit dem Handy online und gibt es auch nicht raus! Nutzt es allerdings so weit ich das mitbekomme am Tage kaum. Nachts weiß ich es nicht!

Lg Seestern


Heimatstadt Berlin
Mittwoch, 16.Mär 2016, 17:34

karla Benutzer ist offline

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Liebe Seestern,

das ist mit Sicherheit die Ruhe vor dem Sturm!
Bleib ruhig, aber konsequent und versuche wirklich Deinen Freund so oft wie möglich in Deiner Nähe zu haben.
Die Zeit bis zum nächsten Donnerstag mag Dir im Moment lang erscheinen, doch was ist eine Woche gegen das, was Ihr schon hinter Euch habt!

Natürlich will er Dir nun mit allen Mitteln beweisen, dass ihn alles Andere aber niemals die Sucht plagt.
Das ist typisch! Das macht jeder Süchtige, auch Alkoholiker u.a.

War er denn in dieser Woche überhaupt in der Schule?

Und ich wiederhole, mach Dir bitte keinen Kopf über seine Freizeitgestaltung!

LG karla

P.S. zu den 3 erlaubten Stunden: das sind 3 Stunden zuviel!
Mittwoch, 16.Mär 2016, 17:52

der_dau Benutzer ist offline

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ich hatte meinen Eltern wenns hart auf hart kam auch alles mögliche vorgespielt.

Ich wette einen Monatslohn, dass er den Pc ausgemacht hat, als er dich gehört hat. Nur um jetzt zu sagen ich war nicht dran.
Lass ihn schmoren.
Wenn er ohne einsicht zur Suchtberatungsstelle geht, und sich weigert etwas zuzugeben wird man ihm nicht helfen.

Wie soll er das diagnostiziert bekommen? Es gibt keine offiziele Diagnose. Ausserdem kann ihm ja schlecht was diagnostiziert werden, wenn er lügt und seine kreuze nicht wahrheitsgemäß setzt.

Natürlich haben die Kliniken ihre Blätter in denen sie den Grad der Erkrankung einschätzen aber eben keine offiziele Diagnose.

Ich stimme Merle zu. Pack seinen Pc und sein Handy und verstecks verkaufs schmeiß in Müll oder zu bekannten. Gibs einfach deinem Freund mit.
Den ganzen Pc. Jedes Kabel jede Maus, den Monitor.

Da er ja seine Sucht/Problem leugnet muss er mal einige Zeit ohne verbringen.

Ich weiß das du glaubst, dass er sich was antun wird. Aber diese „ngste von dir nutzt er nur aus um zu spielen.
Und falls wirklich was aus dem Ruder lauft, gibt es die Polizei und den Krisendienst.

Donnerstag, 17.Mär 2016, 13:57

Seestern Benutzer ist offline

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Tag 3 PC Reduktion
Hallo, im Moment ist er sehr ruhig. Ist das tatsächlich die Ruhe vor dem Sturm? Ein wenig hilft er mit Hund und Haushalt aber nicht ohne zu motzen. Ich koche, wasche und putze bei ihm nicht!
Er hängt allerdings über dem Handy. Angeblich hört er Musik, Spieleapps interessieren ihn angeblich nicht. Den Computer hat er gestern nach 10 Minuten von selbst ausgeschaltet, angeblich weil niemand on war. Zur Schule traute er sich bisher noch nicht, sagte aber gerade,dass er Montag wieder gehen will. Er redet kaum mit mir wirkt mir gegenüber gleichgültig und leer. Gewaschen hat er sich allerdings und auch Zähne geputzt. Essen geht auch.

Nachher will er sich mit jemandem treffen,will mir aber nicht sagen mit wem! :-(

Was soll / kann ich davon halten? Bei läuft eine Achterbahn der Gefühle....jeden Morgen Tränen, Angst ihn zu verlieren, Druck so kann es doch nicht weitergehen, Verletzung über seine Ausdrucksweise und was er mir alles an "den Kopf" wirft. , sein für mich nicht einschätzbarer Zustand.

Es geht minütlich bei mir rauf und runter. Es ist mir nach wie vor unklar, wie ich ihn zu einem stationären Aufenthalt bewegen kann. Gestern sagte er:" Ich bin doch nicht Crack-Süchtig. Was soll das? Ich bin nicht süchtig nach spielen, bei mir ist das wegen der Schule und weil es mein Hobby ist. Du machst damit alles viel schlimmer! Ich sei ein Medien-Nazi :-( und es wäre hier wie bei Hitler (Diktatur), meinte er pampig. Und ich würde falsch informiert werden, es gibt auch andere Wissenschaftler, die sagen, dass Pc spielen nicht süchtig macht. Aber ich würde ja nur anderen glauben und bin alt und hätte keine Ahnung, er wäre schließlich damit gross geworden. Vorallem hätte ich mich durch meinen Partner so verändert... :-( (der stört ihn, weil er weiß, dass der ihm seine Meinung sagt und weil er die Situation von Anfang an richtig einschätzte, es aber auch leider hier zu Auseinandersetzungen kam.

Es fühlt sich alles sehr bedrückend für mich an. Seit heute morgen warte ich auf einen Rückruf des KJPD. Inzwischen habe ich wieder und wieder dort angerufen und immer ist besetzt. :-( das macht mich wahnsinnig! Ich frage mich wie es nun mit meinem Sohn weiter geht? Ich bezweifle, dass er es Montag in die Schule schafft. Jedes Mal wenn er gehen wollte, hat ihn die Angst gepackt.

Lg Seestern

P.S. lieber dau, das sehe ich auch als Schwierigkeit,wenn er nicht die Einsicht hat ( oder die Kreuze falsch setzt), werden wir bei der Suchtberatungsstelle keine Hilfe erwarten können. Meine Hoffnung ist die,dass er zumindest schon mal da war,wo er dann Hilfe bekommen könnte oder er dort zur Einsicht gelangt oder der Herr dort eine Erfahrung mit mir teilen kann, wie ich die Freiwilligkeit meines Sohnes erreiche.


Heimatstadt Berlin
Donnerstag, 17.Mär 2016, 14:04

Seestern Benutzer ist offline

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Tag 3 PC Reduktion ...Teil 2
Den Pc , Handy, Fernseher habe ich noch nicht weggepackt, weil ich mit dem KJPD erstmal sprechen will, dann muss die Frizz Box noch angeschlossen werden ...und außerdem bin ich bisher die Tage allein mit ihm ( mein Freund bei sich) und alleine möchte ich hier nicht Gefahr laufen wieder angegriffen zu werden.

Das war's erstmal


Heimatstadt Berlin
Donnerstag, 17.Mär 2016, 16:31

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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und alleine möchte ich hier nicht Gefahr laufen wieder angegriffen zu werden.
Schon alleind er Satz schockiert mich... nicht allein dann sollten Sie sich einen beistand in einer guten Freundin oder bekannten oder am besten vom Jugendamt oder sonst wen holen.
Weil das darf nicht sein dass sie als Mutter Angst vor ihrem Sohn haben.
Statt hin und herschieben/ aufschieben müsste man hier rasch handeln bevor es noch ausartet..


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
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Donnerstag, 17.Mär 2016, 16:39

der_dau Benutzer ist offline

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der Besuch bei der Suchtberatungsstelle ist wichtig, aus folgenden Gründen:
Er weiß das er dort Hilfe finden kann.
Wenn er schon mal dort war, nimmt das ihm die Angst sich zu öffnen.
Es ist höchstwahrscheinlich das er mehrere Anläufe braucht(die habe ich auch gebraucht. Bei Suchterkrankungen und auch bei anderen psychischen Problemen üblich)

Ich möchte dir den Tipp geben, ihn nicht zu bedrängen.
Was ich damit meine ist: Wenn er reden will, dann kommt er auf dich zu, er weiß dass er bei dir auf offene Ohren trifft.
Du sollst ihm nicht auf die Pelle rücken und ihn ständig fragen wie es ihm geht(es ist mein Eindruck das du das tust).
Das schüchtert ihn nur ein und er wird nur dicht machn und alles leugnen.

Was wirklich hilfreich wäre die Konfrontation mit deinem Freund zusammen bei dem du ihm vor sie Wahl stellst.
Wie du das machen solltest hab ich ja schon ausführlich beschrieben.

Ps: war nicht heute der Termin bei der Suchtberatungsstelle?
Donnerstag, 17.Mär 2016, 19:09

karla Benutzer ist offline

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...im Übrigen sind ab morgen 2 Wochen Osterferien in Berlin!

LG karla
Samstag, 19.Mär 2016, 01:15

Seestern Benutzer ist offline

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Es ist unerträglich....
Hallo,
seit heute mittag ist die Fritzbox angeschlossen...
Auf youtube der LLivestream brach nach 2,5 Std. ab.
Seit dem ist mein Sohn außer sich. Er betitelt mich mit den schlimmsten Dingen, die man einer Mutter nzr sagen kann, alle F ..Wörter, er will das ich sterbe, wenn ich sterbe dann wird es ihn nicht treffen,er will ausziehen..er hofft das mein Partner und ich sterben..etc. Er weint, ist verzweifelt..

Alles was ihm lieb ist nehme ich ihm weg. :-( ..das spielen ist ihm nicht wichtig, sondern die Livestreams bei youtube und die Kontakte bei LoL. Das sind die liebsten Menschen, die er kennen würde und schließlich hat er doch niemanden. Und was soll er jetzt in den Ferien machen. Er kennt doch niemanden.

Es ist so schrecklich...der pure Hass schlägt mir entgegen. Er will nie mehr im Leben was mit mir zu tun haben. Er sei nicht süchtig alles Fehlinformationen. Alle seine Freunde ( im Netz) sind der Meinung ich sei verrückt. Ich solle mit denen mal reden und soll mir deren Meinung anhören. ( was ich nicht tun werde!).

Es tut mir so weh, immer wieder sage ich ihm er hätte Probleme. Die Abhängigkeit ist doch ganz deutlich spürbar. Ebend deshalb hat er keine echten Freunde und ich liebe ihn und wir wollen ihm Gutes tun, ich habe ihm deutlich gesagt,dass ich nicht zusehen werde, wie er sein Leben online verbringt auch wenn er nichts mit mir zu tun haben will....ABERich erreiche ihn nicht!

Er ist so verzweifelt aber er sieht nicht sein Problem!
ICH und mein Partner sind sein Problem. :-( ! Vorallem meint er sich solle seine Probleme lösen statt ihm seine Kontakte zu zerstören. Die Schule, das er keine Freunde hat, die schrecklichen Mitschüler etc! Aus seiner Sicht braucht er nur die richtige Schule! Aber dafür würde ich nicht sorgen stattdessen nehme ich ihm seine Kontakte. :-(
Beim KJPD konnte ich noch nichts erreichen. Der Termin mit der Suchtberatungsstelle ist am kommenden Donnerstag.
Er sagte noch:" Wenn ich wählen könnte zwischen meinen onlinefreunden und dir, dann würde ich sehr gerne auf dich verzichten...so eine furchtbare Mutter, die mir alles nimmt...
An meine Regeln hält er sich noch immer nicht. Medienzeit sind ab heute 2 Stunden. Das Handy gibt er nicht ab, allerdings ist auch das nur 2 Std online.
Der Fernseher ist auch raus seit heute. Also auch keine PS3 mehr!
Es tut trotzdem schrecklich weh und es ist so schwer nicht dieses Miit Leid auszuhalten selbst wenn ich weiß, dass all diese Schritte nötig sind. Seine Verzweiflung reißt mir das Herz raus.

Seestern :-((((


Heimatstadt Berlin
Samstag, 19.Mär 2016, 19:21

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 800
Mitglied seit: 12.06.2009
Lieber Seestern,

(ich war einige Tage krank und habe mich deshalb nicht im Forum einbringen können.)

Ich kann nur sagen: Ich verneige mich vor dir und dem, was du an Unsäglichem leistest. Trotz all deiner Ohnmachtsgefühle und trotz der vielen seelischen Verletzungen, die du momentan auszuhalten hast, bist du nicht ins Wanken geraten. Du bleibst auf deinem Kurs und du ziehst dies alles durch, obwohl bei dir ein Tsunami durchs Haus wälzt, der alles platt zu machen versucht, was sich ihm in den Weg stellt. Ich ziehe den Hut vor dir.

Ich musste beim Lesen deiner Zeilen daran denken, was ein erwachsener onlinesüchtiger Sohn, dessen Mutter, während er nicht da war, in ihrer Not den PC und alles aus dem Haus geschafft hatte, geschildert hat: Er hätte in seiner Wut die Finger um den Hals seiner Mutter gelegt und hätte am liebsten zugedrückt, so rasend und außer sich sei er gewesen. Im Nachhinein, als er den Entzug hinter sich gebracht hatte, schilderte er seine Mutter als "Powerfrau", die durch ihren mutigen Einsatz sein Leben gerettet hätte. Vielleicht kann dir dies immer wieder Kraft geben, wenn du den unsäglichen Beschimpfungen deines Sohnes ausgesetzt bist. Aus ihm spricht die Sucht und nicht er selbst.

Bei euch bewegt sich so viel, auch wenn du dies gar nicht wirklich merkst. "In der Weite des Meeres siehst du vielleicht die zurückgelegte Meile nicht - aber sie ist gesegelt". Jeder Tag, an dem du konsequent und unbeirrt an dem Weg festhälst, den du für dich gehen musst, ist ein gewonnener Tag - für ihn und für dich. Er wird Stunde um Stunde mit seiner Abhängigkeit konfrontiert und erlebt sich in seiner Raserei und seinen hilflosen Drohgebärden. Dass sie nicht süchtig sind und dies alles nur ein Hobby sei, sagen sie alle, stereotyp.

Es ist gut, wenn er schon einmal erlebt, wie es in der Suchtberatungsstelle ist. Er wird im Hinterkopf behalten, dass es hier einen Weg geben könnte, Hilfe zu finden, wenn er soweit ist. Und die Suchtberater werden ja nicht zum ersten Mal mit einem Abhängigen konfrontiert, der seine Situation leugnet, der Mutter die Verantwortung in die Schuhe schiebt und das Blaue vom Himmel verspricht. Da darfst du ruhig ein wenig darauf vertrauen, dass auch dieser Baustein ein weiteres Puzzlestück auf eurem steinigen Weg sein wird.

Versuche, dich nicht so oft zu fragen, wie es ihm geht. Es geht ihm schlecht, das ist doch klar und das liegt auf der Hand. Wie sollte es momentan auch anders sein. Je mehr du dich mit dieser Frage beschäftigst, desto mehr gibst du ihm den Spielraum, sich selbst zu bedauern. Er hat die gesamte Situation selbst zu verantworten und du bist diejenige, die ihm mit ihrer Unnachgiebigkeit (= konsequenter Liebe) da heraus zu helfen versucht. Seine Beschimpfungen und Drohungen prallen an dir ab wie das Wasser am Fels in der Brandung. Dieses Bild nimm in dein Herz.
Weiter so, Seestern, auch morgen und übermorgen. Du schaffst das, ich weiß es.

Merle



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