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Sonntag, 26.Jun 2016, 18:41

Flavius Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 8
Mitglied seit: 26.06.2016
Nun den, ich lese zurzeit viel im Internet (ja, im Internet anstatt mal ein richtiges Buch zu lesen). Themen wie "Immer am Smartphone" oder "Gefahren des Smartphones", sind keine Ausnahmen. Seit nun 2,5 Jahre habe ich ein Smartphone und es wird immer schlimmer, wie ich finde. Bevor ich mein erstes richtiges Smartphone hatte, war ich noch viel aktiver: Jeden Tag draußen und am Wochenende sogar schon um 9:30 oder 10:00 Uhr 2,3 oder 5std war keine Seltenheit die ich draußen war. Auch habe ich mehr Bücher gelesen, weshalb ich es oben in Klammern schrieb. Ebenso habe ich mehr mit meinen Zwillingsbruder wie auch Schwestern gemacht und konnte, wenn ich Freizeit hatte diese mit andere Sachen füllen. Mir fällt einfach in letzter Zeit auf, dass ich Antriebsloser werde, nervöser bei Vorträgen, immer mehr und länger am Tag am Smartphone (3-5std) bin und insbesondere nachts und früh am morgen. Morgens und in der Schule bin ich müde und das war vor dem Smartphone überhaupt nicht der Fall gewesen, ganz im Gegenteil sogar, ich war da fröhlicher und wacher. Das Problem ist, dass ich schon öfter versucht habe dies zu ändern, aber irgendwie ist dies öfters gescheiterte, ich möchte nicht zum Psychologen weil es mir sehr unangenehm ist und ich dies sehr gerne alleine schaffen möchte, nur die Frage die ich mir stelle ist, wie kann ich das genau schaffen?
Dienstag, 5.Jul 2016, 21:08

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Am besten dein Smartphone gegen ein normales uralt Handy tauschen denn für telefonieren wenn was wichtiges is/ oder mti Eltern reicht das und für Notfälle auch!
Man muß sebst heutzutage in der digitalen Zeit nicht ständig on/ erreichbar sein.
Und das ohne Smartphone nichts geht ist eine Lüge alles geht; der Mensch muss sich nur selbst mehr anstrengen!
Und falls alle Stricke reißen such dir profisionelle Hilfe!


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Dienstag, 5.Jul 2016, 21:38

Flavius Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 8
Mitglied seit: 26.06.2016
Ich habe Zuhause noch ein Samsung Galaxy Star II und dieses klap Handy vom Motorola, sowie ein Oranges altes Handy von Nokia. Alle 3 Handys funktionieren noch, wobei die älteren Modelle mir vom Akku her lieber wären, weil Google Play Store gibt es doch nur, um uns länger am Smartphone zu halten, sowie wegen unseren Daten und natürlich das aller liebste Geldes. Das was mir (an mir selbst) mit klap Handys gefallen hat, ist das ich dadurch irgendwie besser mit Mädchen umgehen konnte (Grundschul Zeit) bzw mehr Kontakt in der Realität hatte, aktiver wahr (sportlicher), gesprächiger, offener, liebevoll und sensible, konnte wirklich super schlafen gehen und morgens aufstehen naja ums abzukürzen halt anders. Seitdem ich ein Smartphone besitze, ist es genau umgekehrt der Fall und das ist eine Sache die mich stört, an den Smartphone, der Bezug zur Realität geht verloren. Zumal treibe ich weniger Sport, lese weniger ein richtiges Buch (eigentlich überhaupt nicht mehr), achte nicht mehr so auf meine Ernährung bzw Gesundheit, kann mich nicht mehr sogut auf die Schule (Arbeiten, Tests, Vorträge) oder Hausaufgaben konzentrieren und Nachts (am Freiitag und Samstag) bin ich am Handy, bis 2:30 Uhr, aber das merkwürdige dabei ist, dass ich das jedes mal bereue und genau über dieses Thema nachdenken muss und überlege, wann der perfekte Zeitpunkt ist, um dies zu ändern. Verstehst du ungefähr, warum ich das hier nun geschrieben habe?
Samstag, 9.Jul 2016, 18:54

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 779
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Flavius,
du hast dein Problem bereits voll erkannt und dennoch kannst du offenbar den nächsten Schritt nicht gehen und dich tatsächlich von deinem Smartphone trennen. Genau dies bestätigt, dass du bereits massiv abhängig bist, denn du merkst die negativen Konsequenzen deines Verhaltens und kannst es trotzdem nicht beenden.
Könntest du dir vorstellen, deine Eltern um Hilfe zu bitten? Bitte sie, dass du dein Smartphone bei ihnen in Verwahrung geben darfst, um für einen ganzen Monat mal hautnah erleben zu dürfen, wie viel besser es dir ohne geht. Vereinbart unbedingt, dass sie es dir nicht rausrücken, auch wenn du noch so sehr darum bitten solltest. Vielleicht können sie es außer Haus geben zu einem Freund, den du nicht kennst, damit auch sie nicht schwach werden und es dir doch abliefern, weil du so sehr darum bettelst. Ich bin sicher, dass du schon nach wenigen Tagen wie erlöst sein wirst und dass sich all die Veränderungen, die du negativ an dir bemerkt hattest, ganz schnell wieder zum Guten wenden werden. Wenn du dies erst wieder einmal mit dir erlebt hast, wirst du dein Smartphone bald gar nicht mehr vermissen und glücklich und zufrieden sein mit dem bescheidenen Ersatz eines alten normalen Handys.
Ich bin gespannt, wie du dich fühlen wirst mit diesem Experiment und drücke dir fest die Daumen, dass es dir bald besser geht.
LG Merle
Samstag, 9.Jul 2016, 22:25

Flavius Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 8
Mitglied seit: 26.06.2016
Du meinst, dass wen ich es schaffe mein Konsum selbständig zu kontrollieren und weniger am Smartphone bin, ich „nderungen feststelle? Aber wieso bist du hier "Ich bin sicher, dass du schon nach wenigen Tagen wie erlöst sein wirst und dass sich all die Veränderungen, die du negativ an dir bemerkt hattest, ganz schnell wieder zum Guten wenden werden." dir so sicher, hast schon eigene Erfahrung damit gemacht, oder irgendwelche Freunde, Verwandte von dir? Aber, bevor ich mein Smartphone abgebe, oder weg lege, muss ich es zurücksetzen, um wenn ich es in der Hand wieder halte, nicht rückfällig werde.
Donnerstag, 14.Jul 2016, 16:41

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 779
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Flavius,
ja, da bin ich mir sicher. Ich habe seit über neun Jahren Kontakt zu ganz vielen Familien, die diese Probleme haben. Ich berate Betroffene und deren Angehörige und erlebe immer wieder, dass sich große Fortschritte einstellen, wenn sie den Mut zum Entzug aufbringen. Deshalb solltest auch du dich trauen, dein Smartphone zurück zu setzen, damit du gar nicht erst mehr in Versuchung kommst.
LG Merle
Donnerstag, 14.Jul 2016, 19:14

Flavius Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 8
Mitglied seit: 26.06.2016
Ok, darf ich fragen was bzw wie sich sie betroffenen nach ihrer sucht sich verändert haben? Wie fühlen sie sich physisch, körperlich und seelisch?
Freitag, 15.Jul 2016, 12:04

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 779
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Flavius,
die erste Zeit ist natürlich hart, wie das ja bei jedem Entzug der Fall ist. Die meisten kämpfen mit starker Unruhe, wissen nichts mit sich anzufangen, empfinden die gewonnene Zeit als Leere, weil sie erst einmal nichts mehr in der Hand haben, um sich ständig abzulenken. Aber schon ganz bald merken sie, dass sie ruhiger werden, dass sie sich erlöst fühlen, von einem permanenten Stress befreit. Sie entwickeln Ideen, wie sie ihre Zeit sinnvoll nutzen können, schwingen sich aufs Fahrrad, machen Sport, treffen sich wieder mit anderen Leuten, entdecken das reale Leben neu.
Lies dir einfach ganz ausführlich die vielen wichtigen Beiträge im Aussteigerforum durch, dann kannst du viel über das DANACH erfahren.
LG Merle
Freitag, 15.Jul 2016, 12:59

Flavius Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 8
Mitglied seit: 26.06.2016
Du hast mit deinem Beitrag, komplett ins Schwarze getroffen. Dieses neue Spiel fürs Smartphone Pok©mon Go z.B. habe ich mir nicht auf's Smartphone gemacht, weil ich in letzter Zeit mehr auf Datenschutz, richtiges verhalten im Internet und aufs Smartphone, Berechtigungen von Apps und ihre eigentlichen Funktionen, Viren, Malwere, Trojaner usw...also rund ums richtige Nutzung des Smartphones eingegangen bin und mir diese auf ein Blatt Papier, anstatt auf dem Smartphone aufgeschrieben habe. Dann muss ich noch schauen das ich Sozial Media Apps, Spiele Apps und einige Nachrichten Apps vom Smartphone runter schmeiße, da ich zurzeit mit 96 Apps es als viel zu viel für mich empfinde und mich fragen sollte "Brauche ich diese App auch wirklich", den so kann und soll es nicht weiter gehen. Ich bin eigentlich nicht doof, wenn es um Sicherheit am Smartphone, PC und Laptop geht, aber diese ganzen Apps, da spüre ich einfach wie träge, unproduktiver, ungeordneter, eintöniger (eintöniger insofern, als das ich meine Zeit eben nur mit dem Gegenstand Smartphone verbringe, anstelle mal z.B. zu sagen ich male, zeichne, lese ein Buch, spiele Fußball. Volleyball, Völkerball, Basketball, ernähre mich wieder gesünder, gehe wieder mit anderen Menschen raus, erweiterte mein wissen um die Sicherheit/Verhalten am Smartphone, wieder mehr auf meine Gesundheit achte usw...), dazu kommt eben noch, das ich eigentlich wenn ich meinem inneren Schweinehund besiegt habe und mein Smartphone Konsum, nur noch soweit zurückgeschraubt habe, dass ich es am Tag entweder garnicht benutzte oder maximal 1std (2std ginge auch, allerdings versuche ich 1std als Ziel zu machen) und mich auf die obrigen Sachen als Alternative fokussiere und diese anstelle meines Smartphones im Tagesablaufes von mir nehmen würde, also das wäre für mich bzw wird denke ich für mich eine rundum Erneuerung werden. Vor allem das ruhigere, stress freiere und mehr Zeit für das wirklich wichtigere im Leben, lässt mich gespannt sein. Genau da wäre noch was, du als Experte in diesem Bereich könntest mir da vllt weiterhelfen und zwar, wäre es richtig von mir die ganzen unnötigen Apps fürs erste zu löschen und versuchen täglich meinem Smartphone Konsum also quasi Schritt für schritt runter zusetzen oder wie könnte ich am besten anfangen?
Dienstag, 2.Aug 2016, 10:11

go onlife Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 02.08.2016
Hallo Flavius,
ich habe deinen Beitrag gesehen und möchte dir auf diesem Wege eine Antwort auf deine letzte Frage geben.
Zunächst möchte ich aber auf vorherige Beiträge hier eingehen. Ich finde es nicht richtig, dich als "massiv abhängig" zu bezeichnen. Das wäre eine Diagnose und die kann wahrlich niemand online stellen. Was du beschreibst, Flavius, hört sich tatsächlich nach einem problematischen Medienkonsum an, dies könnte aber erst in einigen Gesprächen sicher herausgefunden werden. Das du nicht unbedingt professionelle Hilfe annehmen willst verstehe ich, dennoch solltest du dir überlegen einfach mal ein unabhängiges Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Da ich selbst in einer Beratungsstelle tätig bin, weiß ich auch bestimmt, dass es da nicht immer nur um Abhängigkeit geht. Da geht es auch um einen Informationsaustausch zu Themen wie Datenschutz, Social Networks u.s.w. Also alles was man sich so zum Thema Smartphone vorstellen kann.
Nun zu deiner Frage. Du musst dir überlegen wie dein weiterer Weg aussehen soll. Möchtest du irgendwann wieder ein smartphone nutzen? Wo siehst du Probleme in deiner jetzigen Nutzung? Sinnvoll ist tatsächlich, dein Handy für eine festgelegte Zeit völlig "links liegen" zu lassen. Das nennt man Punkt-Abstinenz. Die sogenannte Erlösung wird sich dann tatsächlich einstellen, sofern du nicht abhängig bist. Wenn dies doch der Fall ist, wirst du es eventuell auf Dauer nicht alleine schaffen. Überlege dir vielleicht zunächst in deinem Umfeld Hilfe zu suchen, Familie und beste Freunde. Denn wie du weißt, geteiltes Leid ist halbes Leid.
Ich wünsche dir viel Erfolg.
Dienstag, 2.Aug 2016, 10:57

Flavius Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 8
Mitglied seit: 26.06.2016
Ich habe mich inzwischen mit der Caritas in Verbindung gesetzt, die sich ebenfalls mit dieses Thema auseinander setzen und ein Mitarbeiter, meinte auch zu mir, dass ich eventuell zu denen kommen sollte (Die Fahrt beträgt gerade mal 15 Minuten bis dort hin). Nur irgendwie schäme ich mich dafür bzw ist es mur unangenehm darüber so offen zu sprechen, selbst meine Freunden, Verwandte und Familie weiß hiervon nichts. Das schlimme ist, umso länger ich es hin aus verzögerte umso schlechter ist es für meine Augen, Körperliche, Seelische und Psychischen zustand. Dazu kommt noch, dass mein Zwillingsbruder es mir nach macht mit dem Smartphone, weshalb ich es ihm zu liebe es verändern möchte und wieder ganz andere Sachen wie Fahrradfahren, Fußball, Basketball, Fangen, Tick Tack To, Bücher lesen usw...also genauso wie früher Spaß am Tag haben und nicht wie jetzt mit dem (entschuldigt meine Wortwahl) scheiß Smartphone zu verbringen, man kann es benutzten, aber wenn dan in maßen möchte ich es nutzten.
Mittwoch, 3.Aug 2016, 10:20

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 779
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Flavius,
ich freue mich sehr, dass du dich inzwischen mit der Caritas in Verbindung gesetzt hast. Das ist ja schon mal ein erster Schritt. Der zweite wäre nun, auch tatsächlich hinzugehen und ganz unverbindlich mal zu schauen, ob dir das, was gesagt wird, taugt. Du wirst sicherlich überrascht sein, wie gut es dir tut, endlich einmal offen über deine Sorgen sprechen zu dürfen. Es gibt absolut keinen Grund, dich zu schämen. Erstens gibt es ja die Schweigepflicht, auf die du dich zu 100 % verlassen kannst, zweitens bist du wahrlich nicht der Einzige, der diese Probleme hat und drittens werden die Berater mit den diversesten Geschichten konfrontiert, sodass dein Anliegen da in keiner Weise besonders auffallen wird. Hab den Mut, dich einem ersten Beratungsgespräch zu stellen, dann wirst du sehen, dass gar nichts Schlimmes dabei ist. Die Motivation, deinen Zwillingsbruden nicht auch in diesen Strudel mit hinein zu ziehen, kann dir die Kraft dafür geben.
Ich freue mich auf deinen nächsten Bericht.
Herzlichst, Merle


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