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        Ist mein Freund mediensüchtig?

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Dienstag, 4.Okt 2016, 15:45

Lisa166 Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 1
Mitglied seit: 04.10.2016
Hallo,
ich (25 Jahre) bin ziemlich verzweifelt, denn ich bin der festen Überzeugung, dass mein Freund (25 Jahre) mediensüchtig ist. Er will es aber nicht einsehen und meint, er ist nicht krank und er braucht keine Hilfe. Ich sehe das aber ganz anders!
Wir sind seit fast 5 Jahren ein Paar und seit ungefähr 2 bis 3 Jahren hat sich das mit seinem Computer-Kosum immer mehr gesteigert. Ich weiß nicht den genauen Zeitraum, aber es ist schon lange so, dass wir oft diskutieren, weil er schon sehr oft ziemlich lange am PC sitzt. Letzten Freitag war er 7 Stunden am Stück am PC, von abends bis nachts um 02:00 Uhr. Von Samstag auf Sonntag war das ebenfalls so, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Das kam schon häufiger vor, ich habe schon aufgehört zu zählen. Oder in der Woche sitzt er auch oft nach der Arbeit am PC, je nach dem, wann er zu Hause ist, sind es mal 2 Stunden, mal aber auch 3 Stunden.
Ich habe ihm schon ganz oft gesagt, dass er das ändern muss, wenn er nicht möchte, dass unsere Beziehung kaputt geht. Dann schließen wir einen Kompromiss, wie z. B. dass er in der Woche nicht an den PC geht (das hat er selber vorgeschlagen), aber nach ein oder zwei Wochen hat das alles keine Bedeutung mehr und er fällt wieder ins alte Muster zurück. Er findet einfach kein Ende und unsere Beziehung bleibt auf der Strecke! Wenn wir darüber reden, meint er, er geht an den PC, weil ihm langweilig ist, wenn ich ihm sage, dass man so viele andere Sachen machen kann, hat er entweder keine Lust dazu oder für ihn ist es keine Beschäftigung.
Gestern ist mir dann der Kragen geplatzt. Ich habe gesagt, entweder er holt sich Hilfe, oder ich bin weg. Er meinte daraufhin:"Beides nicht." Da musste ich erstmal raus und nach einer guten Stunde kam ich wieder nach Hause, habe meine Klamotten gepackt und bin zu meinen Eltern gefahren. Er soll sich Gedanken darüber machen, wie es weitergehen soll.

Zu eurer Information: Er spielt am PC "LoL".

Wie soll es denn jetzt weitergehen? Ich weiß, dass es schwer ist, einzusehen, dass man süchtig ist. Er möchte sich aber nicht einmal beraten lassen, er will davon überhaupt nichts wissen.

Ich hoffe, ich konnte euch mein Problem gut schildern und ihr könnt mir ein paar Tipps geben, wie ich damit umgehen kann bzw. wie ich ihn dazu bringen kann, sich Hilfe zu suchen. Denn wenn das so weitergeht, wird er irgendwann nicht mehr zur Arbeit gehen, weil er zu lange am PC saß oder er wird so viel Geld ausgeben, dass er kein Geld mehr hat, um die Miete zu bezahlen.

Über viele Tipps und Anregungen würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Lisa166
Mittwoch, 5.Okt 2016, 10:45

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Und genau das ist noch ein Grund warum ich Online Rollenspiele nicht mag.
Nur so zur Info ich selber zocke ab und an; besitze ne gute Ausstattung und verschiedene Titel(ja dafür habe ich auch japanisch gelernt um sie mir zu importieren) aber mal aus der sicht eines normalen Zockers....LOL ist 1. Langweilig 2. wenn man zocken will um sich zu entspannen gibt es bessere Titel auch ohne Online Gedöns und 3. Solche Titel sind mir ein Graus da du dafür auch echtes Geld für verschiedene Sachen ausgeben kannst.
Und weil sie eben nie enden.... ich stelle mir gerade vor wie es wäre wenn mein Lieblingstitel nie enden würde... oh man da würde ich immer noch an der selben Stelle rumkrebsen.
Weisst das erinnert mich als ich vor lauter gut und lieb sein eine ich nenne sie arme Seele Obdach gewährt habe(die gute Dame hatte aber World of Warcraft gespielt; Job geschmissen aber das wusste ich nicht da und wurde verschwiegen.
Mit der Zeit merkte ich aber dass immer mein teures Equipment-> bin kein PC sondern Konsolenzocker abhanden gekommen ist und noch andere Sachen da die gute kein Geld hatte...essen hat sie so von mir bekommen und dauernd das Internet von mir lahm legte... von meinen Sachen die sie versetzt hatte kaufte sie sich immer World of Warcratf Time Cards....)
Vor allem hatte sie eine sehr teure Special Edition von mir versetzt... zweihundert Euro oder so... für läppische dreissig beim Pfandleiher nur dass sie zocken kann.
Ja ich war verdammt sauer; bot ihr aber an Hilfe zu suchen... was die aber auch verneint hatte.
Gab ihr eine Frist aber die hatte sie auch sausen lassen also habe ich sie vor die Tür gesetzt... tut mir leid auch wenn das gemein ist... ich bin nicht blöd.
Und ja ich habe auch World of Warcraft gespielt .. nie so intensiv und nie so gut; das sagt jeder der es so mal aus Spass und Laune probieren will was so gut daran ist aber glaub mir.... ich verachte solche Spiele denn irgendwann machts klick und du spielst sie.
Wobei was noch ganz gut ist.. für mal deinem Freund mal die Leute vor mit denen er spielt oder sag ihm er soll sich dieses Forum mal anschauen und sich paar Beiträge durchlesen.
Ich kenne auch noch viele ehemalige gute Bekannte ich nenne sie jetzt nur noch Seelen die verloren sind; weil sie fast alles aufs Spiel setzten; Job; Partnerschaft; Familie, andere Hobbies vernachlässigten.. einer hatte sogar begonnen total minimalistisch zu leben/essen/ schlafen/ hygiene nur Internet und Spiel war wichtig... von daher bevor du weg gehst gebe ihm die Adresse und frag ihn einfach was er die nächsten Jahre überhaupt will... ohne Arbeit ganz allein in kargen vier Wänden nur mit dem PC und LOL oder zar in einfachen Verhältnissen aber einer warmen Schulter; deiner zum anlehnen.
lg


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Sonntag, 9.Okt 2016, 18:39

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 800
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Lisa,

wenn du dir die anderen Beiträge im Partnerforum durchliest, wirst du merken, dass eigentlich alle Berichte gleich klingen. Auf der einen Seite die liebende Partnerin, die schon lange gemerkt hat, dass etwas nicht stimmt mit den PC-Zeiten ihres Freundes und die die Problematik weitestgehend erkannt hat - auf der anderen Seite der Betroffene, der überhaupt nicht wahrnimmt, dass er ein Problem hat. Auf der einen Seite die liebende Partnerin, die immer wieder versucht, den Finger in die Wunde zu legen, zu betteln, zu bitten, zu drohen- und auf der anderen Seite der Betroffene, der immer wieder große Versprechungen macht und sie dennoch längerfristig gar nicht einhalten kann, weil er es nicht schafft, auf sein Suchtmittel zu verzichten. Hier die Partnerin, die retten will und maßlos leidet - und dort der Betroffene, der genervt ist und überhaupt nicht versteht, was sie ständig von ihm einfordern will. Und wenn du ausführlich nachliest, welche Antworten zu den Beiträgen ins Forum gestellt wurden, wirst du merken, dass diese auch immer wieder gleich sind.

Unterm Strich steht: Du kannst deinen Freund nicht retten, du kannst nur entsprechend handeln, um erstens dich "in Sicherheit zu bringen" und zweitens deinen Freund durch dein konsequentes Tun vielleicht zum Nachdenken zu bringen. Solange du diese Beziehung weiter aushälst und es allein bei Worten bleibt, wird sich nichts ändern können.

Lies dir bitte sehr konzentriert das durch, was die anderen Frauen und auch die diversen Aussteiger geschrieben haben. Du wirst deine eigene Situation wiedererkennen. Besonders interessant dürfte für dich der Thread von Kai sein: http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/index.php?p=showtopic&toid=895&high=Kai Er war von seiner Frau samt Kind wegen seiner Dauerzockerei verlassen worden und war nach einigen Wochen durch diesen Verlust zur Einsicht gelangt, dass er wohl doch computersüchtig ist. Seine Frau hat durch ihr unbeirrtes und absolut konsequentes Handeln eine gravierende „nderung für sein Leben bewirkt.

Ich wünsche dir viel Kraft für ein ebenso klares Vorgehen.

LG Merle


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