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        Sohn, 11 Jahre, Mediensüchtig?

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Freitag, 28.Okt 2016, 09:32

Fla79 Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 28.10.2016
Hallo
Ich beschäftige mich jetzt schon seit ein paar Wochen mit der Frage, ob mein Sohn mediensüchtig ist und wie ich dann mit seinem Verhalten umgehen kann....
Mein Sohn ist gerade 11 Jahre alt geworden.
Seit er ca 7 Jahre alt ist, hat er einen Nintendo. Den hat er sich selber zusammen gespart und gebraucht von einem Bekannten der Familie gekauft.
Von Anfang an haben wir aber abgesprochen, dass auch, wenn er es selbst gekauft hat, wir sagen wann und wie lange gespielt werden darf.
Er darf seitdem in der Woche eine Stunde, in den Ferien mehr. In den Wochen kommt immer nochmal die Zeit dazu, wenn er bei Freunden ist und bei denen, mit denen spielt.

Wir haben in den Jahren immer mal wieder Situationen gehabt, in denen er wegen dem Nintendo, oder aber auch PC/ Tablet ( der ihm nicht gehört), lügt, Grenzen/Regeln überschreitet.
Die aktuellsten Beispiele:
- heimlich den Nintendo mit in Schulbus nehmen um auf der Fahrt spielen zu können.
- heimlich zu Oma und Opa um da am PC spielen zu können
- im Nintendo das Datum ändern, damit ich nicht sehen kann, wann und wie lange er gespielt hat ( es zeigt sonst eine Statistik an, was wann wie lange gespielt wurde).
- Nachts/ Abends, wenn er meint, dass wir schlafen, ans Tablet gehen und sich über den Gastzugang Zugriff auf das Tablet zu verschaffen, bei YouTube Spielevideos an zu schauen und ein eigenes Googlekonto anzulegen um Spiele runter laden zu können....

Finde ich sowas dann raus, und ich merke es irgendwie immer, suche gar nicht groß danach...., wird grundsätzlich erstmal immer gelogen, auch wenn die "Beweislast", erdrückend ist....

In der Schule ist er gut, lesen ist nach dem spielen sein großes Hobby.
Sport ist leider nicht seins, er hat da wenig Freude/ Talent.
Und auch draußen was machen ist eher an letzter Stelle seiner Beschäftigungen.
Natürlich hat er Sportarten probiert, natürlich gehen wir mit ihm raus, schicken ihn mal nach draußen.

Wenn wir ihm den Nintendo weg nehmen, grundsätzlich oder weil die Zeit rum ist, wird er nicht aggressiv.
Auch nicht sauer.


Was meint ihr, wenn ihr das so lest?
Ist er mediensüchtig?

Bei Fragen, schreibt mir gerne.

Dankeschön

Freitag, 28.Okt 2016, 16:00

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Ganz ehrlich?
Setzt euch mehr mit ihm zusammen als gleich zu jammern "hilfe unser Seohn könnte mit elf mediensüchtig sei"
Medien gehören halt heutzutage zu unserer sagen wir Pop Kultur.
Um gleich alles Schwierigkeiten mit dem Sohn zu vermeiden würde ich an eurer Stelle ein "Elterkonto" auf dem Gerät anlegen mit Passwort Schutz worauf er zwar spielen kann aber auch nur begrenzt und gewisse Funktionen( wie Spiele nur für sein Alter) erlaubt sind oder dass es keine Onlinefunktionen nutzen kann.
Und dies würde ich an eurer Stelle auch beim Tablet machen; nicht alles verbieten sondern im geregeltem Rahmen anlegen; ich weiss es ist schwer aber daran muss er sich gewöhnen und dass nach einer Ablauf der Benutzungs Zeit nichts mehr geht.
Vor allem würde ich mal daran denken "euch als Eltern" beim eigenen Schopfe packen und mal euer Hausinternet inklusive Wlan verschlüsseln oder für ihn extra eine iegenes Konto selbst im Router anlegen was nach Ablauf der Benutzungszeit ihn nicht mehr rein lässt generell und auch die geräte mit einer Zeit versehen.
Und wenn spielen sein grosses Hobby ist na und?
Und wenn Sport nicht seins ist... dieses leider sieht aus als würdet ihr ihn zwingen wollen; dann lasst den Jungen einfach mal in Ruhe?
Vielleicht ist er auch eher musisch begabt habt ihr mal daran gedacht?
Und so wie ich das ganze herauslese ist nicht wirklich er das Problem sondern ihr!
Porblem nach meiner Meinung ist es dass ihr keine Ahnung von nichts habt nichtmal von den technischen Spezifikationen des Gerätes und auch keinw irkliches Interesse dran aber gleich dem Jungen alles verbieten obwohl anscheind kein Problem herrscht und den schwarzen Peter zuspielen.
Setzt euch einfach mit eurem Sohn zusammen macht klare Zeiten aus generell für allesw as mit Medien zu tun hat; unter der Woche eben nichts während der Schule und gut ist.
lg
Habicht


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Freitag, 28.Okt 2016, 16:17

Fla79 Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 28.10.2016
Also, Danke für diesen "Beitrag"
...
Ist schon fast lustig: Man stellt freundlich eine Frage, erklärt einiges, was einem an Informationen wichtig erscheint, damit andere es einschätzen können und bekommt dann sowas:
Vorwürfe und Interpretationen.
Wow, damit hab ich nicht gerechnet.
Nicht, dass ich nicht mit konstruktiver Kritik umgehen kann, aber sowas ist keine.
Wir wollen ihm zu was zwingen??? Wollen uns nicht mit etwas auseinander setzen??? Und so weiter? ??
WTF

Hoffentlich kommst du nie in die Situation und gerätst nie an einen Menschen der sowas mit dir macht:

Jemand nach einem Post zu verurteilen und zu bewerten.

Weiter sag ich mal nix dazu, denke dir weiterhin was du meinst.
Vielleicht kommt ja noch was konstruktives von jemand anderem.
Freitag, 28.Okt 2016, 17:47

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Ich verurteile niemanden aber ich gebe immer ohne jetzt lieb oder nicht lieb zu klingen ein paar Denkanstöße.
Tut mir leid wenn du(ihr) denk(s)t dass meine Antwort agressiv ist; ich beschreibe eben alles gerade aus ohne es zu verschönigen.
Vor allem wenn ihr schon denkt dass ich allein nicht in so einer Situation war; dann irrt ihr euch(nicht selber aber es tut nichts zur Sache).. es kommt aber nicht immer nur auf den einen an(Süchtigen oder Spieler) sondern auch auf deren Umfeld(Familie; Eltern etc...)
Aber ich lese es schon raus ihr wollt Recht bekommen etc.. Hilfe weil euer Sohn "so schlimm" ist...kopfschüttel
Jede Reaktion erzeugt eine Gegenreaktion und wenn ihr mit meinen ehrlichen und harten Posts nicht umgehen könnt; dann tut es mir leid.


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Freitag, 28.Okt 2016, 17:57

karla Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 50
Mitglied seit: 25.02.2011
Hallo Fla79!

Naja, so Unrecht hat der Habicht nicht,
wenn Euer Sohn heimlich sein Nintendo mit zur Schule oder zu den Großeltern nimmt und dann, wenn er erwischt wird, alles abstreitet und schwindelt, sollte man sein Verhalten nicht überbewerten, sondern daran denken, dass er sich selbst ausprobiert.
Das haben wir in dem Alter auch gemacht, nur ohne Nintendo. Ich bin vor 40 Jahren zur Schule gegangen, he, was ist da alles passiert! Jeder hat mal mit Irgendetwas geprahlt, eine Schulfreundin brachte sogar ihre Katze mit zum Unterricht, ein anderer trug die teure Armbanduhr seines Vaters, ich habe mich an der Schminktasche meiner Mutter ausprobiert. Ach und noch viel mehr!
Trotzdem finde ich es ganz wichtig und richtig, dass Ihr den Medienkonsum Eures Sohnes beobachtet.
Es ist auch bemerkenswert, dass Ihr Euch, im Gegensatz zu Millionen anderen Eltern, mit den Aktivitäten des Jungen beschäftigt und Euch sorgt.

Jetzt komme ich wieder auf die Anregungen des Habicht zurück, denn wehret den Anfängen: klare Regeln kann man mit einem 11jährigen besprechen und verhandeln, ohne ihn vorzuführen oder zur Rede zu stellen. Internet ist heute (leider) immer und überall präsent. In unserer Stadt will man sogar alle Grundschulen mit Internet, Tablets usw. ausstatten um €Medienkompetenz€ zu lehren. Was davon zu halten ist, kann nur die Zukunft zeigen.
Ich glaube, Vorwürfe werden hier im Forum nicht gemacht, die machen wir uns schon selbst.

LG karla
Freitag, 28.Okt 2016, 18:14

Fla79 Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 28.10.2016
Hallo
Vielen Dank für deine konstruktive Kritik, Karla

Mir ging es um Rat, deswegen hab ich hier geschrieben, nicht um solche Interpretationen. Und ob er Recht oder Unrecht hat, ist mir bei solch einer Art und Weise relativ egal.

Genau das, was du schreibst, solch eine Antwort finde ich auf den Punkt hilfreich :
" ihr solltet es nicht überbewerten... "

Vielen Dank für den Tip.

Regeln gibt es natürlich bei uns, die wir mit ihm verhandelt und ausgehandelt haben.
Genauso gint es seit dem er Nachts dran war keinen Zugriff mehr für ihn aufs WLAN.

Und natürlich gibt es auch festgesetzte Zeiten, ist die um, ist Schluß.
Trotzdem macht er es dann heimlich, umgeht die Regeln, wie beschrieben.

Auch ich oder wir haben Regeln gebrochen, uns ausprobiert.

Und mir ist auch klar, dass Medien zu der Zukunft gehören. In seiner Grundschule gab es Tablet und Smartboards womit sie auch gearbeitet haben.


Also, wenn ich es richtig heraus lese:
Es ist "normal" und nicht zu überbewerten?

Danke nochmal,
Flavia




Freitag, 28.Okt 2016, 21:01

karla Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 50
Mitglied seit: 25.02.2011
... aber auf jeden Fall ist das Thema "Umgang mit den neuen Medien" nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Ich werde mich aber auch hüten, Eure Sorgen grundsätzlich als Überbewertung und das Verhalten Eures Sohnes als normal
zu bezeichnen. Das Alibi wird dir hier keiner geben, denn nur Du kennst Dein Kind und kannst es einschätzen.
Vielleicht ist es aber hilfreich, wenn Du weißt, dass ich mich, als Mutter eines erwachsenen medienabhängigen Sohnes,
selbst oft als "hysterisch besorgt" einschätze, hoffnungsvolle Gedanken habe, wie " ach das ist doch vielleicht gar nicht so."
Viele sehen erstmal lange weg, Du schaust hin!

Wenn Du Zeit hast, lies ein paar Berichte sowohl von Angehörigen, aber auch von Betroffenen und Aussteigern, hier im Forum sind alle Altersgruppen
vertreten.

karla

Dienstag, 1.Nov 2016, 19:19

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 788
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Fla,
zuerst einmal möchte ich dir sagen, dass es mir sehr sehr Leid tut, dass du gleich im ersten Beitrag von unserer Habichtdame so hart rangenommen wurdest. Ich hätte damit auch meine Probleme gehabt und wäre wahrscheinlich nie mehr in dieses Forum gegangen... Wir kennen Vedrfölnir mittlerweile schon lange und wissen ihre unverblümte Art, sich zu äußern, einzuordnen. Aber für einen Neuling muss ein solcher Post ein wahrer Schock sein.
Immer wieder bin ich erleichtert, wenn besorgte Eltern von noch sehr jungen Kindern schreiben, weil in diesem Fall doch noch viel zu machen ist. Bei erwachsenen "Kindern", die dem Einfluss der Eltern schon entwachsen sind, sieht die Sache nämlich viel schwieriger aus. Es ist gut, dass ihr euch so früh und praktisch schon im Vorfeld ernsthaft Gedanken macht, ob das Medienverhalten eures Sohnes noch der Norm entspricht. Die meisten Eltern nehmen dies auf die leichte Schulter, schauen zu lange weg und wollen nicht wahrhaben, dass ganz offensichtlich etwas schief läuft, auch wenn bereits alle Anzeichen auf Sturm stehen. So ist unser Appell immer der: frühzeitig informieren, aufmerksam beobachten, rechtzeitig einmischen, konsequent handeln. Ihr seid somit auf dem richtigen Weg.
Frühzeitig informieren : Lies ausführlich die unzähligen Forenbeiträge von betroffenen Familien und auch von Aussteigern, damit dir das Ausmaß der gesamten Problematik klar wird und du erkennen lernst, ab wann und weshalb die Weichen zu einer positiven Veränderung gestellt werden müssen.
Aufmerksam beobachten : sensibilisiere dich für besorgniserregende Veränderungen im Verhalten eures Sohnes (Aggressionspegel, Umgang mit Langeweile, Empathievermögen etc.). Schau genau hin und bleibe wachsam, um den Zeitpunkt nicht zu verpassen, an dem er Hilfe und Unterstützung braucht. Zeige Interesse an seiner Person und gib ihm alle Zuwendung, die dir möglich ist.
Rechtzeitig einmischen : Wenn Handlungsbedarf besteht, unbedingt das konstruktive Gespräch suchen, eure Vorgehensweise ausführlich begründen, ganz klare Regeln aufstellen und den Medienkonsum auf ein absolutes Minimum begrenzen. Vereinbart nur das, was ihr auch wirklich umsetzen könnt. Und vergesst nicht, dass ein Elfjähriger nur ein Minimum an Medienkonsum "braucht". Am Wochenende für eine Stunde den Nintendo nutzen zu dürfen ist vollkommen ausreichend, und für den Rest der Zeit braucht dieses Gerät überhaupt nicht verfügbar zu sein.Sucht gemeinsam nach Alternativen, die eurem Sohn Freude bereiten könnten und ihm den "Entzug" erleichtern.
Konsequent handeln : Vergesst nie: Ihr seid die Großen und ihr habt das Sagen. Euer Sohn braucht für seine gesunde Entwicklung diese klaren Ansagen. Sie geben ihm Orientierung, Halt und Sicherheit. Wenn er sich nicht an die Regeln hält, müssen vorher vereinbarte Konsequenzen strikt umgesetzt werden, sonst macht das Ganze keinen Sinn.
Ich grüße dich herzlich.
Merle


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