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        Mediensucht, mein Sohn macht mich kaputt!

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Donnerstag, 3.Nov 2016, 07:07

Stine Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 03.11.2016
Sucht beim meinem 20 Jährigen Sohn.
Hallo,
ich bin Stine, bin ganz neu hier. Ich brauche dringend Rat.

Mein Sohn ist 20 und ist Mediensüchtig.
Ich möchte hier nicht die ganze Geschichte schreiben, denn das würde hier zu lange dauern.
Habe den Beitrag von Bella Bella gelesen und ganz viel, sehr viel uns gesehen.
Mein Problem ist: ,, loslassen"
Habe noch einen Sohn (alter) der ganz anders ist. Mein Ex-Mann war sehr gewalttätig zu uns.
Hab in den letzten 6 Jahren meine Mutter und 2 Brüder verloren, zwischen dem ganzen bin ich in Nacht und Nebel Aktion mit meinen Kindern ausgezogen.
Also hab das Problem loslassen, das ich sehr viel Verlust „ngste hab.
Weiß aber, dass ich damit meinem Sohn nicht helfen kann.
Es durch zu ziehen, bricht mir das Herz.
Ich habe ganz viel Angst um ihn, er versteht es aber nicht, meint er habe alles im Griff

Was kann ich machen

LG Stine[/b]
Freitag, 4.Nov 2016, 06:32

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Profisionelle Hilfe für Sie selber holen und so Leid es mir tut aber erstmal irhen Sohn komplett fallen lassen.
Denn viele Süchtige lernen es nur so; dass es so nicht geht wie sie es momentan machen.
Ich meine nicht jetzt Job suchen etc den alltäglichen Wahnsinn aber mal so gefragt auch wenn er zum Beispie als Süchtiger alles hat was er braucht Kost und Logie bei Ihnen... irgendwann wird er sich seelisch leer fühlen weil wenn der Bildschirm aus ist was erfüllt ihn?
Deswegen würde ich Ihnen raten solange er bei Hotel Mama und Papa wohnt PC und Internet sowie Smartphone(ich hasse die Dinger....) weg und erstmal eine kleine Arbeit suchn um was beizusteuern solange er da wohnen bleiben mag.
Denn er ist erwachsen also kann er Schritt für Schritt dazu beitragen!
Und was Router und IP sachen angeht; schreibe ich Ihnen gerne Tipps und so und nein so einE xperte bin ich nicht; kenn mich nur mit dem Zeug aus.
Für alles andere fragen und holen Sie bei merle und Co Infos ein!


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Dienstag, 15.Nov 2016, 11:57

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 806
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Stine,
es tut mir Leid, dass ich dir so lange nicht geantwortet habe, aber bei uns sind momentan "stürmische Zeiten" und so schaffe ich es nicht immer, zeitnah auf alle Beiträge einzugehen.
Ich kann deine „ngste sehr gut verstehen, zumal du ja in den letzten Jahren so viel hast durchmachen müssen. Aber offenbar bist du eine starke Frau, denn das schafft nicht jeder, sich mit zwei Kindern bei Nacht und Nebel von einem gewalttätigen Mann zu befreien.
Es wird dir nichts anderes übrig bleiben, als dich von deinem Sohn zu lösen. Du hast nur sehr kanpp beschrieben, wie die Situation bei euch ist und so weiß ich nicht, ob dein Sohn noch zur Schule geht, in einer Ausbildung ist, einen Job hat oder arbeitslos ist. Dies wären wichtige Fakten, um das Ganze individueller beleuchten zu können. Dass du Verlustängste hast nach all dem, was du erlebt hast, ist wahrlich verständlich, dennoch darfst du nicht vergessen, dass deine Söhne in einem Alter sind, in dem sie sich von der Mutter abgrenzen dürfen und müssen. Wenn du versuchst, sie weiter an dich zu binden, weil du Angst hast, sie zu verlieren, gefährdest du ihre gesunde Entwicklung und eure Beziehung.
Dein mediensüchtiger Sohn muss in jedem Fall in eine Situation kommen, in der er die Konsequenzen seiner Abhängigkeit am eigenen Leib spüren kann. Wenn er von dir abgeschirmt, beschützt und aufgefangen wird, kann ihm nicht bewusst werden, in welcher Abwärtsspirale er sich befindet und dass sich etwas ändern muss. Du darfst ihm das Leben zumuten, denn nur dann kannst du im Laufe der Zeit mit seiner Krankheitseinsicht rechnen. Bis dahin wird er immer behaupten, dass er alles im Griff hat, so wie jeder Alkoholiker leugnen wird, dass er ein Problem hat, solange seine Umwelt das System noch am Laufen hält. Erst wenn der Absturz droht, wird dem Betroffenen klar, in welcher Lage er ist und erst dann kann er Anstrengungen unternehmen, sich aus eigener Kraft daraus zu befreien, weil er sonst keinen Ausweg mehr sieht.
Informiere dich umfassend auf unseren Internetseiten, damit du das Ausmaß dieser Problematik begreifst. Lies dir ausführlich die Forenbeiträge und die dazu gehörigen Antworten durch, damit du dir all das heraus filtern kannst, was eurer Situation entspricht. Du wirst viel Kraft brauchen für eine konsequente Klarheit, und diese Kraft kannst du dir nur aneignen, wenn du gut informiert bist und genau weißt, wohin das Ganze führt, wenn du es weiter so laufen lässt. Du kannst deinen Sohn nicht retten, denn das kann nur er selbst. Allerdings kannst du dazu beitragen, dass sein Leidensdruck wächst, damit er irgendwann bereit ist, sich seine Sucht einzugestehen.
Ich wünsche dir viel Kraft.
Herzlichst, Merle
Samstag, 19.Nov 2016, 06:46

Stine Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 03.11.2016
Danke für eure Informationen.
Mein Sohn macht eine Ausbildung seit August, 3 Jahre hat er versucht sein Fach Abi zu machen.
Immer wieder lügen und ausreden, jeder war dran Schuld, nur er nicht.
Vor kurzem hat er mich wieder belogen, dass tat mir sehr weh und hat mir ein Stich ins Herz versetzt.
Seit drei Wochen bekommt er von uns kein Essen und Trinken mehr, Wäsche mach ich auch nicht mehr.
Rede auch kein Wort mehr mit ihm, er versteht noch nicht mal warum, nein er gibt mir die Schuld und meint ich Interessiere mich nicht für ihn. Ich hätte nie versucht ihm bei seinem Problemen zu helfen. Hab ich, immer und immer wieder. Das wohl meiner Kinder war und ist mir immer wichtig.
Er sagt warum ich die 190€ Kindergeld bekomme, er will versorgt werden.
Ich binde die Kinder nicht an mich, dass will ich ja gar nicht, Kinder müssen, sollen und dürfen sich frei entfalten. Es muss aber alles einen gewissen Rahmen haben.
Er sprengt aber alles, sein Bruder hat keine Lust mehr auf ihn.
Ich hab kein vertrauen mehr zu meinem Kind, ist das nicht schlimm?
Er will machen was er will, ohne Rücksicht auf Verluste ( Mama, Stiefvater und Bruder)


Man ist hilflos, ohnmächtig, machtlos, gelämt, enttäuscht.
Ich kann nervlich nicht mehr
Ich kann nicht mehr stark sein, dazu fehlt mir die Kraft


Ich will mein Kind zurück, dass ich Geboren habe

Samstag, 26.Nov 2016, 17:46

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 806
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Stine,
ich kann deine Verzweiflung gut verstehen. Das alles tut so weh und irgendwann geht einem mit dem immer wieder stark sein müssen die Puste aus. Gerade deshalb ist wichtig, dass dein Sohn auf eigenen Beinen steht und endlich selbst verantwortlich ist für seinen Lebensunterhalt. Offenbar fordert er dies ja auch lautstark ein, ohne jedoch eine Ahnung davon zu haben, was dies genau bedeutet. Wahrscheinlich stellt er sich vor, dass er wundervoll von dir unterstützt wird, du ihn in Ruhe gewähren lässt und er tun und lassen kann, was er will. Da hat er sich aber getäuscht. Eigenverantwortlich sein heißt, aus eigener Kraft seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ohne noch weiter abhängig zu sein. Es ist dir in keinem Fall zuzumuten, dass du deinen Sohn weiterhin finanziell mit durch schleppst. Er scheint es nicht zu schaffen, sich eine Basis für ein eigenständiges Erwachsenenleben aufzubauen und deshalb kannst du nicht in den luftleeren Raum hinein finanzieren, vielleicht sogar über Jahre, in denen er nichts auf die Reihe kriegt. Raus aus dem Nest, heißt die Devise, und Flügel ausbreiten und fliegen.
Mach ihm unmissverständlich klar, dass die Zeiten im Hotel Mama und auch die Zeiten des "Mama ist an allem schuld" endgültig vorbei sind. Nun soll er beweisen, dass er Manns genug ist, sein Leben in den Griff zu kriegen, statt ewig zu jammern, dass ihr an allem, was nicht funktioniert, schuld seid. Setze ihm ein Ultimatum, damit er sich darauf einstellen kann, dass er sich innerhalb von z.B. drei Monaten sowohl eine Bleibe als auch einen Job suchen muss. Du hast lange genug ausgehalten, dass er seine jungen Jahre versandelt.
LG Merle


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