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Mittwoch, 16.Nov 2016, 11:22

Pegasus88 Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 16.11.2016
Mein Verdacht wurde nun vom Arzt bestättigt. Mein Sohn 28 J. ist PC-Süchtig. Er war schon immer mein Sorgenkind, depressiv seit der Grundschule, Hochbegabt und auch noch eine leichte Form von Asperger. Dennoch haben wir es geschaft, das er sein Fachabi gemacht hat, seit 6 Jahren eine feste Anstellung hat, sogar einen kleinen Freundeskreis und ein Hobby hatte er und lebte in einer WG wie viele junge Leute.

Vor etwas mehr als einem Jahr kam er zu mir und fragte ob er wieder heim kommen könne. Er käme zur Zeit mit dem Geld nicht hin, das Auto würde ihm die Haare vom Kopf fressen. Naja ich sagte ja wir waren ja auch mal jung. Es gab klare Absprachen an die er zu Beginn auch alle befolgte. Dann gab es immer mehr Krach weil er nix mehr machte nur noch am PC hing wenn er daheim war. Ich dachte immer der faule Sack...war wütend auf ihn. Vor ein paar Monaten hörte er auf zum Verein zu gehen, er hätte darauf kein Bock mehr die waren alle blöd. Mit seinen Freunden traf er sich auch nicht mehr ich merkte der Kontakt schläft ein. Okay der beste Freund hat eine kleine Familie jetzt. Er selber glaubt eine Freundin kostet nur Zeit und Geld und er ist nicht beziehungsfähig. Es hat echt lange gedauert bis ich merkte was los ist. Sein Chef hat auch gemerkt das was nicht stimmt und ihn zum Arzt geschickt, glaubt allerdings an was ganz anderes. Tja der Doc hatte schnell raus was los ist und wollte ihn auf längere Sicht krank schreiben damit er einen Entzug macht. Dazu hätte er keine Zeit, die Firma braucht ihn ect. "Er ist zu allem Übel, Programmierer". Internetanschluss kündigen geht nicht, weil mein Mann damit den Unterhalt der Familie bestreitet.

Ich könnte sagen er soll wieder ausziehen, doch was gewinn ich dabei? Nix er würde sich in ein Loch einmieten nichts mehr essen seine Arbeit vielleicht noch verlieren und den letzten Funken lebenswillen auch noch verlieren. Ich fühle mich hilflos und überfordert.
Mittwoch, 16.Nov 2016, 11:37

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Manchmal müssen "Süchtige" alles verlieren um zu realisieren was wichtig ist im Leben!
Entweder kommt er an wieder zur sich und besinnt sich dass er ein Mensch ist der leben; atmen und essen etc muss und dafür braucht man halt Geld oder das wars..
Zb wie wäre es wenn er nach der dringenden Therapie zum Beispiel ne Umschulung als Behindertenbetreuer oder so macht.. verdient man zwar nicht gut aber es iste in stabiler Beruf für die Seele.
Am besten Sie holen sich hier Hilfe von merle und den Experten und was das Internet daheim angeht...Routerversion und PC Software Version(betriebssystem) ect sperren; würde anscheinend eh nichts bringen; wieso aber dann besorgen Sie sich nicht mobiles Internet nur für ihren Mann damit der stationäre Zugang also das normale wegkommt; damit ihr Sohn keine Möglichkeit mehr hat seiner Sucht zu fröhnen?


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Mittwoch, 16.Nov 2016, 11:46

Pegasus88 Benutzer ist offline

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Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 16.11.2016
Ich muss lachen, mein Sohn als Betreuer von Behinderten - undenkbar die armen Behinderten. Er hat kein Sozialverhalten deshalb war sein Berufswunsch perfekt für ihn, Aspberger sieht man in der Branche sehr gerne. Aber darüber was nach dem Entzug kommt mag ich noch nicht nach denken. Den zweiten vor dem ersten Schritt bringt ja auch niemanden was.

Da er vom Fach ist, weiß er besser wie ich und wohl auch die meisten hier wie man an Internet ran kommt. Und ehrlich bevor er sich auch noch ins Netz beim Nachbar einhägt lass ich unseres wie es ist. Seine Schwester braucht ja auch immer öfters für hausaufgaben mal ein Internet, wie wir alle wissen geht es ja heute schon gar nicht mehr ohne.

Ich muss ihn einfach zur Vernunft bekommen. ----Doch wie ????



Mittwoch, 16.Nov 2016, 12:18

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Immer diese Ausreden..
Da haben wir es und bevor ich wieder zu gemein werden; so hart es auch klingt; Sie und die ganze Familie muss an einem Strang ziehen also den Internetzugang für ihn daheim so erschweren dass er nicht dran kann; da er eh momentan ja auch nicht wirklich arbeiten kann oder?
Und am besten auch die Nachbarn informieren; dass die bitte ihren Wlan Zugang mit einem WPA 2 Passwort am besten doppelt absichern; dass er nicht ran kann.
Entweder sie wollen hier wirkliche Hilfe suchen aber sind mit den Lösungsansetzen nicht zufrieden...so auf dem Motto wasch mich mach mich aber nicht nass und dennoch wollen Sie ihn zur Vernunft bringen... das klappt nicht auf die leichte Tour.
Und vor allem der letzte Satz ist einfach falsch... es geht viel ohne Internet; man muss nur wirklich dafür bereit sein ohne zu Leben(oder ABsistenstage einzurichten)



“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Mittwoch, 16.Nov 2016, 16:20

Pegasus88 Benutzer ist offline

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Themenstarter
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Mitglied seit: 16.11.2016
Wenn es als Softwareentwickler für Datenbanken und Verschlüsselungen im I-Net, ohne Internet geht, kannst du ja uns erklären wie. Oder noch besser die Miete und das Essen ect zahlen. wir leben vom Internet und das ist keine Ausrede, das sind Fakten.

Er ist auch kein kleiner Junge mehr dem wir was zu sagen haben, sonst wäre er schon längst in einer Klinik. Und nehm ich ihm das Netz besorgt er es sich selber, dazu ist er vom Kopf und finanziell in der Lage.

Was ich kann und da will ich auch ansetzen, Zeit rauben damit er nicht an PC kann. nur ich Frau alt..... wie kann ich das so verpacken, das es bei jungem Mann nicht als bevormundung ankommt?

Vedrfölnir bist du selbst betroffen?
Mittwoch, 16.Nov 2016, 22:36

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Sie müssen mehr konsequent sein.
Was ist ihnen lieber?
Ein Sohn der alles aufgegeben hat aufgrund seiner Sucht oder ein SOhn der wieder am Leben teilnehmen kann; und da ist die Arbeit als Software Entwickerl egal... soll er halt kündigen weil das als Trigger dient; oder wenn sie den Job ausüben dann am besten so; dass ihr Sohn keinen Zugang zu seinem Stoff bekommt.


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Mittwoch, 16.Nov 2016, 23:04

Pegasus88 Benutzer ist offline

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Mitglied seit: 16.11.2016
ich denke du hast da was nicht ganz richtig verstanden. mein Mann hat ein eigenes Unternehmen im Bereich Softwareentwicklung und beide sind in dem Bereich tätig. Wenn wir kein Internet haben, müssen wir Konkurs anmelden und ganz ehrlich so ein Opfer kann und will die Familie für ihn nicht bringen.

Wenn er kündigt hat er kein Einkommen mehr und ihn ernähren können wir nicht. Arbeit muss sein, bei beiden Männern.


Hatten aber heute noch ein Gespräch, er wird eventuell in einen anderen Bereich wechseln können und noch vor Jahresende die Auszeit bekommen für den Entzug.
Mittwoch, 16.Nov 2016, 23:23

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Ah okay.
Dann auf keinem Fall durchfüttern und ihm strikt den Zugan verweigern; egal wie er sich sträubt.
Er will was; egal was dann muss er für arbeiten gehen und das ist gut so!


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Donnerstag, 17.Nov 2016, 11:53

karla Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 50
Mitglied seit: 25.02.2011
Liebe Pegasus88!

Ich habe die bisherige Diskussion verfolgt und bin mal wieder dabei, die Meinung vom Habicht zu teilen.
Aber lass mich das erklären und erstmal zusammenfassen:
Dein Sohn ist Programmierer. Dein Mann Softwareentwickler und arbeitet vermutlich zu Hause und auch Deine Tochter nutzt, wie fast alle, das Internet für Hausaufgaben und Anderes.
In deinem ersten Beitrag hast Du den Gedanken, Deinen medienabhängigen Sohn zum Auszug aus der elterlichen Wohnung zu bewegen, mit der Angst vor seiner Zukunft mit den Worten
€er würde sich in ein Loch einmieten nichts mehr essen seine Arbeit vielleicht noch verlieren und den letzten Funken Lebenswillen auch noch verlieren.€
selbst abgelehnt.
Ich stelle Dir nun eine andere Frage: Warum ist Euer Sohn wieder eingezogen? Weil ihm das Auto zu teuer ist, oder etwa weil er weiß, dass bei Euch all die schönen Sachen, wie auch der Internetzugang, unabkömmlich und ständig erreichbar sind, d.h. das hier Paradies für einen Internetabhängigen ist?
Ein Auszug aus Eurer Wohnung wäre mit Sicherheit ein erster Schritt in seine selbstverantwortete Zukunft, die nicht ohne, für uns Mütter ganz bittere, Nebenwirkungen beginnen wird.
Der Einsatz für unsere Kinder, wieder am Leben teilzunehmen und es nicht dauerhaft zu verspielen, verlangt uns sehr, sehr viel Kraft ab. Ich weiß das, bin mit Schuldgefühlen, Selbstmordgedanken beschäftigt, fühle mich an anderen Tagen dem Wahnsinn nahe und weiß trotzdem, dass ich meinem erwachsenen Sohn mit Nichts mehr helfen kann, als ihm nicht zu helfen.

Das erstmal von karla.
Freitag, 18.Nov 2016, 01:45

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
So; erstmal guten morgen oder so..
Verzeihung dass ich gestern nicht wirklich antworten konnte aber lag brach im Bettchen(ja auch ein Habicht wurde mal von der bösen Grippe erwischt)
--
Also kommen wir nun zu Karla und dem eigentlichen Beitrag.
Wie schon Karla angedeutet hat; ihr habt gar keine Möglichkeit wenn ihr wollt dass euer Sohn ein eigenständiges Leben führen soll.
Und auch wenn er laut dem Gesetz erwachsen ist; solange er nicht in der Verfassung ist wirklich Konsequenzen für sein Handeln udn tun zu sehen; oder für sich selber nicht mal sorgen kann; warum ist er wohl wieder zu euch gezogen?(und dieses ach wir können ihn nicht fallen lassen ist nichts anderes als falsches Mitleid; den manchmal nein sogar oft muss man so einen Menschen einfach lassen; er findet schon zurück so oder wirklich auf die harte Tour).
--
Und mal um deine Frage zu beantworten. Nein ich bin nicht betroffen.
Für weitere Antworten wie es bei mir war verweis ich auf nen seperaten Beitrag sonst wäre es hier zu lang!
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“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Samstag, 19.Nov 2016, 20:21

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 782
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Pegasus,
ich kann Karla nur zustimmen. Auch wenn dieser Weg brutal und schmerzhaft für dich als Mutter ist, gibt es absolut keine andere Möglichkeit, als euren Sohn wieder in die Selbstverantwortung zu entlassen. Es ist unabdingbar, dass er sich wieder eine eigene Bleibe sucht und somit volle Breitseite mit den Konsequenzen seiner Mediensucht konfrontiert wird. Solange er bei euch freie Kost und Logis genießt, kann er sich in seiner Sucht voll entfalten und wird in jeder Hinsicht sanft abgefedert, sodass ihr damit rechnen könnt, dass sich dieser ungute Zustand über Jahre hin zieht. Ihr könnt euren erwachsenen Sohn nicht retten - im Gegenteil. Nur wenn ihr ihm eure Unterstützung verweigert, kann er fallen, ohne um ein Netz zu wissen, das ihn wieder und wieder auffängt. Und nur so kann er eines Tages begreifen, wie es um ihn steht. Keine Therapie und kein Klinikaufenthalt werden Sinn machen, solange bei ihm selbst keine Krankheitseinsicht besteht. Nur der drohende Abgrund, vor dem er stehen wird, wenn er die Suppe, die er sich durch seine Mediensucht eingebrockt hat, selbst auslöffeln muss, kann ein Umdenken bei ihm bewirken.
Ihr dürft ihn auf keinen Fall weiter durchfüttern. Euer Sohn ist fast dreißig Jahre alt und darf und muss mit dem Leben (auch in seiner ganzen Härte) konfrontiert werden. Bei einem sehr jungen Abhängigen zeigen rigorose Maßnahmen wie Internet kappen, Zeiten strengstens regulieren etc. rasche Wirkung. Doch in eurer Situation ist es euch in keinem Fall zuzumuten, dass euer gesamtes Familienleben plus beruflicher Existenz wegen eines suchtkranken Erwachsenen auf den Kopf gestellt wird. Euer Sohn muss wieder raus aus dem Nest und auf diese Weise gnadenlos mit seiner Abhängigkeit konfrontiert werden.
Lies ausführlich in unseren Foren, wie sich die Situationen weiter entwickeln, wenn klar und unbeirrt gehandelt wird und lies ausführlich, wie im Laufe der Jahre schließlich nichts mehr geht, wenn dieser unabdingbare Schritt nicht gegangen wird. Dies nimmt dir vielleicht ein wenig von der Angst, was aus eurem Sohn wird, wenn er auf sich gestellt zurecht kommen muss mit dieser negativen Ausgangsposition. Die Aussicht, dass es für viele Jahre so bleibt wie es jetzt ist, kann nämlich nicht das sein, was du dir wünschst, oder?
Ich wünsche dir viel viel Kraft.
LG Merle


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