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Mittwoch, 22.Mär 2017, 18:15

Lissi Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 08.01.2012
Hallo,
vor genau vier Jahren habe ich hier im Forum geschrieben.
Es ging um meinen Sohn und seine exzessive Computernutzung.
Ich muss zugeben, bis heute hat sich nichts getan, ich habe auch nichts gemacht.
Nun ist er plötzlich bereit zu einem Psychiater zu gehen und sich in eine Klinik einweisen zu
lassen. Es geht ihm nicht gut.
Kennt jemand die AHG Kliniken in Münchwies oder Hardberg?
Oder eine andere gute Klinik für solche Fälle?
Mein Sohn ist 23 Jahre alt.
Ielen Dank für einen Rat!
Lissi
Samstag, 25.Mär 2017, 19:06

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 764
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Lissi,

ich freue mich sehr, dass dein Sohn aus freien Stücken endlich bereit ist, sich Hilfe zu holen. Offenbar ist sein Leidensdruck mittlerweile so groß, dass er keinen anderen Ausweg mehr sieht. Das ist gut.

Ich empfehle ihm, so zeitnah wie möglich zu einer Suchtberatungsstelle zu gehen, damit dort das gesamte Procedere für einen Klinikaufenthalt zügig in Gang gesetzt werden kann, bevor ihn am Ende noch der Mut vor seiner eigenen Courage verlässt. Er kann sich auf die Empfehlungen der Beratungsstelle ganz und gar verlassen und soll wissen, dass die Suchtberater ihm voll und ganz zur Seite stehen, sodass er keine Angst haben muss vor dem nächsten erforderlichen Schritt.

Mach dir keine Sorgen, dass die Wahl der Klinik vielleicht nicht die richtige ist. Wir machen die Erfahrung, dass der Aufenthalt immer dann positiv verläuft, wenn der Betroffene selbst hochmotiviert ist, seine Situation endlich zu verändern. Erst dann ist garantiert, dass er aktiv mitarbeitet und die Therapien und Maßnahmen annimmt und umsetzt. Deine Aufgabe ist es jetzt, loszulassen und darauf zu vertrauen, dass dein Sohn sich auf einem guten Weg befindet. Begleite ihn mit zuversichtlichen und positiven Gedanken. Du hast ihm durch deine Liebe und Fürsorge viel Wertvolles auf seinen Lebensweg mitgegeben, und darfst nun daran glauben, dass er dies in sich wiederentdeckt.

Ich drücke euch ganz ganz fest die Daumen und freue mich auf weitere Berichte von dir.
Herzlichst, Merle
Dienstag, 28.Mär 2017, 14:17

Lissi Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 08.01.2012
Liebe Merle,

vielen Dank für deine aufmunterten Worte!
Mein Sohn war schon beim Psychiater, der meinte, er könne ihn nicht einschätzen.
Bei den meisten Patienten könne er dies nach 5 Minuten. Nun möchte er, dass ich zusammen
mit meinem Sohn zu ihm in die Sprechstunde komme.
Ich werde natürlich sagen wie es ist und, dass er in eine Klinik soll...
Liebe Grüße
Lissi
Sonntag, 2.Apr 2017, 19:23

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 764
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Lissi,
ich möchte dir davon abraten, dem Psychiater zu sagen, was er zu tun hat. Die meisten reagieren darauf äußerst empfindlich. Schildere einfach das, was du wahrnimmst und wie sich die Situation für dich darstellt. Welche Schlüsse er daraus zieht, ist dann seine Sache. Entscheidend ist, dass dein Sohn den festen Willen hat, sich in eine Klinik zu begeben, denn dies ist nach unserer Erfahrung der beste Weg, um aus der Mediensucht heraus zu finden.
LG Merle
Montag, 3.Apr 2017, 07:10

Lissi Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 08.01.2012
Liebe Merle,
natürlich werde ich dem Psychiater nicht sagen was er zu tun hat. Ich habe mich
in meinem letzten Beitrag schlecht ausgedrückt, ja, das kommt so rüber...
Ich möchte ihm schildern, wie ich das sehe, einfach so wie es ist.
Mein Sohn wird dabei sein und er wird sagen, was er sagen möchte.
Liebe Grüße
Lissi
Montag, 3.Apr 2017, 18:53

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 764
Mitglied seit: 12.06.2009
Liebe Lissi,
ich drücke euch auf jeden Fall für den Termin ganz fest die Daumen. Bitte berichte uns, wie es gelaufen ist.
LG Merle
Freitag, 7.Apr 2017, 07:13

Lissi Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 08.01.2012
Liebe Merle,

wir waren beim Psychiater.
Er vermutet eine Depression und er ist sich nicht sicher, ob bei meinem Sohn ein Asperger Autismus vorliegt.
Ich meinte daraufhin, dass ich mir das nicht vorstellen kann und, dass ich glaube, dass er durch den jahrelangen
Computergebrauch sich so abgekapselt hat.
Er meinte noch, dass er früher ins Bett gehen sollte und früher aufstehen sollte, er verschrieb ihm ein Medikament,
dass antriebsteigernd wirkt. Auf das Computergezocke ging er fast nicht ein, er hörte es sich an, meinte aber auch, dass
er einen Klinikaufenthalt wichtig fände. Wir sollten uns mal im Internet die Roseneck Klinik Prien am Chiemsee anschauen.
Mein Sohn wollte die Tabletten nehmen. Am nächsten Tag hat er gesagt er nimmt sie doch nicht, er möchte sich nicht
"verblenden" lassen, für einen Klinikaufenthalt ist er offen, er möchte auf jeden Fall etwas tun. Er kann mit dieser Aussage
"Autismus" nichts anfangen...ehrlich gesagt, ich auch nicht. Er war ein ganz normaler Junge....
Nun bin ich ein wenig durcheinander.
(Ich hatte wahrscheinlich wieder zu viel "Vorarbeit" geleistet: Habe mir die Ahg Klinik Münchwies vorgestellt und das Buch von
dem Arzt "Holger Feindel Computersucht" gelesen. Er ist dort in dieser Klinik. Der Psychiater kennt diese Klinik nicht.)

Mein Sohn möchte sich das mit der Klinik am Chiemsee überlegen und dann Bescheid geben.
Lissi


Freitag, 7.Apr 2017, 14:22

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 193
Mitglied seit: 03.06.2013
Verzeihung Lissi; aber so wie sich das ganze liest....dein Sohn hat keine Ambitationen wirklich was zu machen und ihm gehts wohl noch zu gut.
Ich meine auch wenn du die Mutter bist und es vielleicht über das herz es nicht bringst; schau in die Tierwelt auch da werden die Jungen wenn es soweit ist aus dem elterlichen Nest/ Zuhause verbannt dass sie es lernen sich selbst zu versorgen.
Und ich denke dein Sohn ist alt genug; wenn er es von selber nicht kapiert musst du ihn wohl oder übel rausschmeissen.
Ja du musst ihn zwingen endlich zu realisieren dass er was machen muß.
Denn so wie sich das ganze liest denkt dein Sohn dass er dich mit dieser Methode lange noch hinhalten kann.
Aber auch Internet kostet Geld; also da er kein geld zum Haushalt beiträgt; kannst du ihm schön aus seinem Zimmer alle Annehmlichkeiten wie Smartphone; Pc und sonst was er noch hat mitsamt dem Internetzugang verbannen am besten meldest du das Internet bei euch in der Wohnung/ Haus komplett ab; mal sehen wie er reagiert wenn er sich anders beschäftigen muß.
Und wenn du meinst du schaffst das nicht; dann musst du eben zur Familienhilfe oder sonstigen Stellen bei euch hingehen oder einen Mitstreiter aus dem Bekanntenkreis ins Boot holen der/die dich in deinem vorhaben bestärkt und dann räumt ihr mal das Zimmer wenn der Sohn von dir am duschen ist oder noch besser außer Haus.
Und sollte er dann wiederkommen und das gejammere ist gross; leg ihm doch mal die Rechnungen vor was er alles die ganze Zeit umsonst bei mir mitgegessen; mitgetrunken etc alles konsumiert hat ohne dafür was zu leisten.
Und wenn er mit irgendetwas drohen sollte; bleib gleichgültig weil das ist doch bei jeder Abhängigkeit so... bitte gebe mir noch Aufschub; bitte lasse ich moch ein zwei Tage; bitte ich werde mich dann um einen Klinikaufenthalt kümmern...
Er hält dich einfach hin; was anderes ist das nicht in meinen Augen.
Und das mit den Medikamenten halte ich für sehr vage dass sie auch bei Einnahme wirken würden; denn es muss von ihm selbst kommen was ändern zu wollen; gegen seinen Willen geht erst nichts.
Dennoch musst du auch wenn er dann nicht einverstanden wäre ihn vor die Tür setzen oder zuerst mal die "Light" Version und alle Geräte womit er ins Internet kann entfernen oder ausserhalb seiner Reichweite platzieren oder am besten gleich zum Anbieter; Problem schildern und Internet abbestellen.
Und wenn er dann weiterhin besteht dass er dann abhaut weswegen auch immer; kannst du ihm gerne vor Augen führen dass er nirgends eine Bleibe kriegen wird außer er ist bereit dafür was zu tun; ja arbeiten nennt sich das.
Aber sein wir mal ehrlich; in seiner Situation; nein er muss selber begreifen dass es so nicht weitergeht.
Erkundige dich doch hier bei den Experten merle und Co ob es in eurer Umgebung oder Nachbarorten so was gibt wie Wohngruppen für junge erwachsene mit Problemen.
Und selbst wenn es sowas dann bisschen weiter in Deutschland geben sollte; egal es gibt Bus und Bahn und wenn dein Sohn wirklich was ändern will dann ist er auch bereit für den ersten Schritt.
Weil dieses hinhalten führt nur dazu dass du irgendwann total ausgebrannt aufgibst.. ich kenn genug solcher Fälle die ich während meiner kurzen aber prägenden Zeit in MMOS verbracht habe.
Und weisst du was das schlimmste ist? Sogar erwachsene mit Familien und Kindern habe ich kennenelernt die allesamt einen geregelten Job hatten aber nacheinander irgendwann alles egal wurde... ja sie haben sogar solange Fehlzeiten gehabt oder alles vernachlässigt selbst sich menschlich zu kultivieren(damit meine ich aus gehen mti Freunden oder sich um Familie/ Partner kümmern) dass vielen sogar egal war als sie alleine da standen.
Und ich kenne leider noch viele Leute obwohl der Kontakt sehr selten geworden ist die noch Jahrzehnte in sowas abhängen und mittlerweile allein sind... ja es ist traurig aber wenn sie sich nicht helfen lassen.
Deswegen druck dies deinem Sohn aus wenn es sein muss; kannst ihm auch sagen dass ich nicht Gehirn gewaschen bin oder so.. ja ich zocke heute noch immer aber eher mein normales Hobby auf meinen Konsolen und von MMOS halte ich mich eben aus den Gründen fern und habe danach auch kein Verlangen weil siehst ja ist wie mit dem Alkohol und Drogen... selbst die besten Menschen werden irgendwann abstürzen wenn sie sich drauf einlassen es sei denn sie bemerken es rechtzeitig.
--
Teil zwei folgt unten





“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Freitag, 7.Apr 2017, 14:28

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 193
Mitglied seit: 03.06.2013
Teil 2
Deswegen hole dir Rückendeckung und miste mal das Zimmer deines Sohnes vom digitalen Ablenkungen mal aus; vor allem lasse ihm auch nur das nötigste da einen Polster; eine Decke und ein paar Bettwäsche.. wenn er saubere will; weiss er wo die Waschmaschine ist; kennt sich doch eh mit Technik aus also kann er sie selber waschen.
Und wenn er denkt sich am Waschpulver zu bedienen.. tja... versuche mal unauffällig Tag für Tag oder Woche für Woche die kleinen Sachen die man auch zum Leben braucht einzuschränken oder wenigstens begrenzt verfügbar zu machen dass er lernt dass wenn er was will/ braucht muss er arbeiten gehen.
Und wenn er meint dass er nicht jeden "Drecksjob" animmt und macht... tja das Leben ist kein Wunschkonzert und da er anscheinend keinen guten Schulabschluss hat; muss er sich wohl oder übel von unten anfangen und sich hocharbeiten wo er hinkommen will.
Blödsinn eigentlich ist der Schulabschluss zwar wichtig aber nicht so dass er keine Arbeit bekommt; denn Arbeit gibt es immer.
Nein er muss dann seinem Arbeitgeber und auch anderen beweisen dass er Interesse hat; dass er was kann und lernfähig ist; dass er auch länger in dem Beruf arbeiten möchte
Und solltest du dieses ausräumen seines Zimmer nicht in erwägung ziehen weil du noch Hoffnung hast oder so....glaub mir dann musst du ihm wirklich die Pistole auf die brust setzen und so entweder du machst was oder du wirst rausgeschmissen; auch wenn es hart und herzlos erscheint.
Denn viele begreifen erst dadurch dass sie niemand auffängt dass sie was machen/ ändern müssen.
--
Naja ich habe dir genug Anhaltspunkte und Tipps gegeben; merle ist auch noch da; Kopf hoch und du schaffst das schon!


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Samstag, 8.Apr 2017, 07:46

Lissi Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 08.01.2012
Hallo Vedrfölnir,

du hast schon irgendwie recht!
Aber ich krieg das nicht hin ihn rauszuschmeißen.
Wenn das mit einer Klinik klappt und er geht, dann ist schon mal
fürs erste viel geschafft. Immerhin ist er von sich aus zu mir gekommen
und hat gesagt, dass es ihm schlecht geht.
Er bekommt halt rein gar nichts auf die Reihe.
Liebe Grüße, Lissi
Samstag, 8.Apr 2017, 20:11

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
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Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Lissi,

ich kann gut verstehen, dass dich der Besuch beim Psychiater verunsichert hat, aber ich möchte dich bitten, den Kopf nicht hängen zu lassen. Dass bei deinem Sohn Depressionen diagnostiziert werden, ist nicht verwunderlich, denn das exzessive Zocken führt zwangsläufig in eine Depression, die sich allerdings in Luft auflöst, wenn die Ursache (die Mediensucht) bearbeitet wird. Die Symptome, die bei Computerabhängigen im Laufe der Zeit auftreten, haben nach unserer Beobachtung in der Tat starke „hnlichkeit mit denen bei Asperger Autisten, und wer nicht weiß, aus welchem Grund dein Sohn sich dahingehend verändert hat (oder sich mit der Thematik Onlinesucht nicht auskennt), kann sein Verhalten durchaus damit in Verbindung bringen.

Der nun wichtigste Schritt ist, dass dein Sohn zu einer Suchtberatungsstelle geht, um das ganze Procedere für eine Anmeldung an einer Klinik in Gang zu setzen. Gib ihm für diesen Punkt keinerlei Spielraum mehr, denn er hat offenbar mehrfach geäußert, dass er dazu bereit ist und muss dies nun mit klarem Handeln unter Beweis stellen. Sollte sich heraus stellen, dass er diesen Vorsatz doch nicht wirklich ernst gemeint hat, wirst du gezwungen sein, klare Konsequenzen daraus zu ziehen, damit du nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag hingehalten wirst und nichts geschieht. Aber jetzt gehen wir einfach erst mal davon aus, dass er wirklich bereit ist, sich Hilfe zu holen.

Wenn du bei Münchwies ein gutes Gefühl hast, dann steht dem, so finde ich, nichts im Wege, sich für diese Klinik zu entscheiden, wenn der Suchtberater dies
ebenfalls für gut befindet. Wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass gar nicht so sehr die Wahl der Klinik entscheidend ist, als vielmehr die ganze und überzeugte Mitarbeit des Betroffenen. Es wird sich heraus stellen, ob dein Sohn tatsächlich willens ist, aus seiner Situation heraus zu finden. Wenn dem so ist, wird er alle Hebel in Bewegung setzen, die Hilfe, die ihm geboten wird, zu nutzen.

Ich drücke euch sehr sehr fest die Daumen.

Merle



Sonntag, 9.Apr 2017, 14:20

Lissi Benutzer ist offline

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Hallo Merle,

vielen Dank, ich bin richtig beruhigt jetzt!
Soll mein Sohn, dann zu einer Suchtberatungsstelle, also nicht mehr zum
Psychiater, wegen der Klinik?
(Entschuldige, dass ich so unsicher bin...)
Liebe Grüße
Lissi
Sonntag, 9.Apr 2017, 21:19

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
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Du brauchst dich wahrlich nicht zu entschuldigen. Das sind schwierige Zeiten, in denen dein Kopf und dein Herz schwer sind......
Ja, er soll zu einer Suchtberatungsstelle gehen, sein Anliegen schildern und sie bitten, ihm bei der Anmeldung in einer Klinik behilflich zu sein. Ab dann läuft alles wie von selbst.
Ich begleite euch gedanklich ganz fest.
Merle
Mittwoch, 10.Mai 2017, 07:25

Lissi Benutzer ist offline

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Liebe Merle,
am Montag waren wir bei der Suchtberatungsstelle. (So lange hat es gedauert...wegen Krankheit des Personals...)
Das Gespräch war sehr gut, auch mein Sohn fand es gut. Er sagte dort, dass er sich schlecht fühlt, sich oft einsam fühlt und
so nicht weiter machen kann.
Er bekommt noch einige Gesprächstermine dort, soll sich von einem Arzt (wir gehen heute nochmals zu diesem Psychiater) ein
Gutachten geben lassen, dann wird die Rentenversicherungsanstalt/Krankenkasse informiert. Wir sollen uns um eine Klinik
umschauen. Der Berater gab mir Prospekte von zwei Kliniken: AHG Klinik Münchwies und Fachklinik Michaelshof.
Er meinte, dass die Wartezeit bis zu dreiMonaten dauern kann, gut wäre es, wenn er bis dahin etwas für sich tun würde.
Er gab ihm Termine für eine Selbsthilfegruppe und eine Medienorientierungsgruppe.
Gestern war der erste Termin in der Selbsthilfegruppe, mein Sohn war dort und er fand es gut. Er erzählte mir davon.
Ich hoffe sehr, dass alles so seinen Weg weiter geht und er bald in eine Klinik kommt, wo man ihm helfen kann, wo er sich helfen lässt.
Liebe Grüße
Lissi
Freitag, 12.Mai 2017, 18:30

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
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Liebe Lissi,

wie gut das alles gelaufen ist. Siehst du, jetzt setzt sich der Zug in Bewegung und dein Sohn scheint ja tatsächlich fest mit im Boot zu sein - die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Verlauf. Jetzt gilt es, die Wartezeit zu überbrücken und die Löcher zu umschiffen, die zu einer Verunsicherung führen könnten.

Es ist gut, dass noch einige Gesprächstermine anstehen, die seine Motivation am Leben erhalten, und auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe ist Gold wert. Was hat es mit dieser Medienorientierungsgruppe auf sich? Erkundigt euch gut, damit er dort nicht vielleicht dahingehend geeicht wird, dass ein maßvoller Umgang ein Ausweg ist.... Er wird momentan dazu noch nicht in der Lage sein und dies wäre äußerst kontraproduktiv. Aber letztendlich gehe ich davon aus, dass die Beratungsstelle euch keine Anlaufstelle nennen wird, die seinen Wunsch, sich in der Klinik umfassend helfen zu lassen, torpediert, gell?

Berichte uns bitte, wie es weiter läuft und ich drücke natürlich fest die Daumen, dass er bald loslegen darf!!

Herzlichst, Merle


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