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Dienstag, 29.Aug 2017, 22:53

Mutti Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 29.08.2017
mein Sohn
Mein Sohn, 15 Jahre, hat kein Problem mit dem Spielen -das habe ich inzwischen. Meine Nerven liegen blank. Es gibt nur noch Streit. Sein PC ist seit 9 Wochen kaputt -seitdem geht er mir stündlich auf die Nerven, dass er dringend einen Gamer PC braucht und endlich wieder zocken will. Es gibt kein anderes Thema mehr. Er hat kein Spass am Leben, alles ist öde und langweilig, er unternimmt nichts Reales mit Leuten (die Freunde sind auch ständig online) und liegt nur im Bett, weil er nicht zocken kann. Es ist so schlimm mit anzusehen, wie ihn dieses Spielen schon runter gezogen hat. Jetzt hat er zwar keinen PC, spielt statt dessen nur noch am Handy. Für die Schule macht er schon lange nichts mehr- Ergebnis, letztes Halbjahr versetzungsgefährdet am Schuljahresende gerade so geschafft. Wir waren bereits bei einer Suchtberatung -mein Sohn war mit, hat hat sich jedoch nur kaputt gelacht. Dort waren wir 3x, kamen nicht weiter und stehe wieder allein mit dem Problem da.
Was soll ich machen wenn mein Sohn nicht die Spur einzieht, dass er ein Problem hat? An wen kann ich mich wenden? Ich frage mich wie es weiter gehen soll, bin echt verzweifelt. Für Anregungen wäre ich dankbar.
Grüße
Donnerstag, 31.Aug 2017, 14:24

AndreasPa Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 129
Mitglied seit: 06.04.2012
Mein Sohn
Hallo,
ihr Sohn hat das Problem mit dem PC, nicht sie! Das ihr Sohn das Leben ohne PC öde findet ist bei der Jungengeneration heute normal. Da sie mit PC
und Internet aufwachsen und ihre ganze Kommunikation darüber läuft , gehört das schon zum täglichen Alltag. Weil sie da durch auch die Fähigkeit verlieren sich auch mal anders zu beschäftigen fallen die dann in ein tiefes Loch wenn der PC kaputt geht. Das ist aber jetzt eine Chance für Sie, dass sie nicht nach geben und einfach einen neuen PC kaufen. Er muss sich den PC verdienen mit der Entsprechenden Leistung in der Schule bzw. muss er sich das Geld selbst verdienen um sich einen PC kaufen zu können. Aber man sollte auch Möglichkeiten vorschlagen wie man die Freizeit anders gestalten kann außer PC, jetzt nicht nur die klassischen Sportvereine die sind für viele Jugendliche zu langweilig, sondern alternativen die den selben kick auslösen bei Ihm wie das Spielen am PC. Da zu wäre es gut zu wissen was ihr Sohn spielt, um darauf auf zu bauen. Wäre schön wenn sie mal darüber was schreiben würden.

Andreas Palla SOM


Hallo, mein Name ist AndreasPalla komme aus Altena/ NRW. Ich bin trockener Alkoholiker, Suchtkrankenhelfer und Initiator der Selbsthilfegruppe für Online- und Medienabhängigkeit - SOM
Donnerstag, 31.Aug 2017, 22:46

Mutti Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 29.08.2017
vielen Dank für die Antwort.
Mein Sohn hat immer Counter Strike mit "Freunden" gespielt. Stundenlang abgeballert.
Er hat einige Zeit in der Freizeit bei den Jugend -Sanitätern mitgemacht. Das hat ihm eigentlich gut gefallen. Er hat aber zu gar nichts Lust, was will er draußen, sind doch alle drin und zocken. Heute hat er mir erzählt, dass seine Mitschüler ihn auslachen, weil er nicht "zocken" kann. Wenn ich ihm jetzt noch sein Handy entziehe, dann ist er von seinen Mitschülern ganz ausgegrenzt. Er kann es aber auch nicht weglegen, ist nur auf YouTube. Eigentlich hätte er einiges für die Schule zu tun. Zur Nachhilfe geht er auch 2 x in der Woche.
Wir haben schon sooft mit ihm gesprochen und ihm die Gefahren und Folgen aufgezeigt- kein Einsehen von ihm- wir reden gegen eine Wand. Aber wir bleiben hart, auch wenn er manchmal ganz schön böse und gemein ist. Er wird mir immer fremder. Das finde ich ganz schlimm und tut weh.

Für weitere Tipps und Anregungen wäre ich weiterhin dankbar.
Freitag, 1.Sep 2017, 18:37

karla Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 48
Mitglied seit: 25.02.2011
Hallo,
hier denke ich, wäre es sinnvoll, den Weg über den Klassenlehrer zu wählen, ihm das Problem zu schildern und vielleicht (oder hoffentlich) zu einem
Elternabend zu diesem Thema und den damit verbundenen Sorgen, die mit Sicherheit nicht nur Dich plagen, einzuladen.
Zusammen mit anderen Eltern kann man gemeinsame Regeln aufstellen, die nicht nur Dein Sohn braucht, sondern auch seine Mitschüler, die ja auch die Mitspieler sind. Natürlich nur, wenn Du auf offene Ohren stößt und alle ehrlich mit diesem Thema umgehen können.
Das wird Dir viel Kraft abverlangen, aber die hast Du!
Natürlich sagt es sich so, dass Du kein Problem mit dem PC hättestt, aber Du sorgst Dich um Dein Kind und Deine Familie.
Diese sagenhafte Hilflosigkeit kann ich gut verstehen.
karla
Freitag, 1.Sep 2017, 18:44

AndreasPa Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 129
Mitglied seit: 06.04.2012
Mutter online
Hallo,
das ist ja schön das Sie sich so schnell wieder melden. Das ist ja schon sehr extrem was da bei Ihnen so abgeht. das er von seinen freunden gehänselt wird das er nicht mehr Zocken kann ist nicht ok. Ware Freunde tuen so was nicht! Das er sich daran dann weiter runter zieht ist logisch. Er fühlt sich ausgegrenzt, kann nicht mehr mitreden und daraus entsteht das er nicht mehr akzeptiert wird und trotz Freunde vereinsamt. Das Handy würde ich auf keinen Fall wegnehmen, dann besteht die große Gefahr das Er noch Gewalttätiger wird bzw. könnte er auch in eine schwere Depression fallen und die könnte noch schlimmere Folgen haben. Counter Strike gibt Ihm etwas was er im realen Leben nicht bekommt, haben Sie ihn mal darauf angesprochen warum er das Spiel so Gut findet? Man kann die Situation zu Hause auch entschärfen wenn Sie auf Ihn zugehen, Interesse zeigen für sein Spielen und Ihm so die Möglichkeit so über seine Gefühle reden lassen was er dabei empfindet. Und diesen Kick den ihm das Spiel bringt kann er auch bei Paintball haben, wo halt in der Halle oder im Wald mit Gewehren geschossen wird die Farbmunition. Es gibt solche Painiballparks und hallen schon so ziemlich über all und erfreuen sich großer Beliebtheit. Das könnte er auch mit seinen Freunden machen und da bei kann man auch die reale Welt für eine kurze zeit vergessen. Es halt kein leichter Weg daraus weder für Ihm noch für Sie. Aber er muss verstehen das er ein Abhängigkeitsproblem hat und eigentlich müsste er es auch Merken die innere Stimme spricht da auch mit man muss es dann nur eingestehen, dass umsetzen ist dann noch schwieriger. Es wird ein langer weg der sich für euch beide aber Lohnt.


Grüsse

Andreas Palla


Hallo, mein Name ist AndreasPalla komme aus Altena/ NRW. Ich bin trockener Alkoholiker, Suchtkrankenhelfer und Initiator der Selbsthilfegruppe für Online- und Medienabhängigkeit - SOM
Sonntag, 3.Sep 2017, 10:03

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 780
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo,
karlas Vorschlag, sich über die Schule auch an die anderen Eltern zu wenden, finde ich hervorragend. Sollte es gelingen, hier gemeinsam an einem Strang zu ziehen und die jungen Menschen zu anderen Aktivitäten zu animieren, hätte das Einfluss auf die gesamte Klassengemeinschaft. Ich bin mir sicher, dass du offene Türen einrennst, weil es mittlerweile kaum mehr eine Familie gibt, die dieses Problem nicht kennt. Vielleicht kannst du dich auf diesen Elternabend gut vorbereiten, indem du wichtige und berührende Forenbeiträge raus kopierst und vorliest oder verteilst. Bitte weise auf dieses Forum hin, damit alle sich ein Bild davon machen können, wie verheerend die Auswirkungen der PC-Abhängigkeit sein können, wenn man nicht rechtzeitig die Reißleine zieht. Mit 15 sind die jungen Kinder doch noch relativ gut erreichbar und auch lenkbar, wenn die Beziehung zu den Eltern noch einigermaßen stimmt - so besteht die Hoffnung, doch noch Einfluss nehmen zu können. Jeder sollte sich ausführlich mit den Berichten in unseren Foren beschäftigen, denn meist reicht die Vorstellungskraft nicht aus, wohin dies alles führen kann.
Bleibe in jedem Fall stark und bringe keinen neuen PC ins Haus. Dein Sohn ist auf Entzug und muss sich da durch kämpfen. Versuche aber trotz seiner aggressiven Befindlichkeit, für ihn da zu sein und sei gesprächsbereit und offen für seine Kümmernisse. Vielleicht kannst du ihm einen Link zu diesen Seiten schicken. Es kann ja sein, dass er mal reinliest, so ganz ohne dass du es merkst.....
Ich wünsche dir viel Kraft und bin gespannt auf deinen Bericht.
Herzlichst, Merle
Sonntag, 3.Sep 2017, 19:07

Mutti Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 29.08.2017
vielen Dank für Eure Beiträge. Das gibt Mut.
Ich habe mich auch schon erkundigt, Paintball gibt es in unserer Stadt, ist leider sehr eingeschränkt da er noch nicht 18 ist. Er hätte sogar Bock darauf.
Ich wurde auch von der Klassenlehrerin angesprochen, ihr und anderen Lehrern ist es aufgefallen dass er ständig unkonzentriert und müde ist. Das war als der PC noch ging. Mit ihr habe ich einen guten Draht, sie weiß Bescheid und wollte mit den Jungs auch nochmal in Ruhe über das Thema sprechen.
Mein Sohn ist extrem auf Entzug. Er ist dermaßen fies und beleidigend mir gegenüber, das ist schon richtig übel. Aber ich halte durch und bleibe hart, was den PC betrifft. Ich hoffe, es wird irgendwann alles wieder gut.
Grüße
Montag, 4.Sep 2017, 19:34

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 780
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo,
ja, da wirst du in den nächsten Wochen noch viel Kraft brauchen. Versuche, seine Beleidigungen nicht persönlich zu nehmen. Er ist in Not und muss dies an irgendwem auslassen. Je gelassener du bleibst und je mehr du Gesprächsbereitschaft signalisierst, trotz seiner Ausfälle, desto mehr wird sein Verhalten im Sande verlaufen. Er will dich provozieren und zum Aufgeben zwingen. Denn Aufgeben heißt in seinem Fall: es wird wieder ein PC angeschafft, damit dies aufhört. Das ist sein einziges Ziel. Lass dich nicht erweichen und klein kriegen, denn dein Ziel muss sein, ihm da raus zu helfen und dies kann nur gelingen, wenn er den Entzug durchzieht und allmählich beginnt, über lohnende Alternativen nachzudenken. Hab Geduld. Uns wird immer wieder berichtet, dass sich nach den ersten schweren Wochen diesbezüglich Einiges tut. Plötzlich wird das Fahrrad wieder aus dem Keller geholt, das Sportzeug gepackt, alte Hobbys werden aktiviert. Vertraue darauf, dass auch dein Sohn bald klarer sieht.
Ich begleite dich gedanklich.
LG Merle
Freitag, 27.Okt 2017, 11:43

lakipf Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 27.10.2017
TV Beitrag Meidensucht
Hi,

ich bin Laura und arbeite für akte 20.17 in Sat.1. Aktuell recherchieren wir für einen Beitrag zum Thema Mediensucht bei Kindern und dem Umgang der Familie damit. Leitfrage: Was tun, wenn die Kinder nur noch am Handy/Computer o.ä. sind? Ziel ist, unsere Zuschauer aufzuklären und ihnen Auswege und Hilfsmaßnahmen aufzuzeigen, wenn auch ihre Kinder davon betroffen sind.

Im Zuge dessen suchen wir Familien, deren Kind/er mediensüchtig ist/sind und die sich vorstellen könnten, uns ihre Geschichte zu erzählen oder sich sogar begleiten zu lassen. Falls du dir vorstellen kannst, dich an uns zu wenden, dann schick eine Mail an redaktion@metaproductions,de

Ich freue mich sehr über Rückmeldung.

Herzliche Grüße
Laura


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