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        Online Spielsucht!

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Dienstag, 12.Sep 2017, 09:04

Harzwolf Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 12.09.2017
Ratlos: Wie bekomme ich meinen Sohn aus der virtuellen Welt heraus?
Mein Sohn, mittlerweile 30 Jahre alt, ist in die Online Spielsucht verfallen.

Bereits vor Jahren, da lebte er noch allein, bemerkte ich eine zunehmende Distanz nicht nur zu mir, sondern auch zu seinem Bruder und seinen Freunden.
Erst als ich ihn zu Haus aufsuchte, wir hatten eine ca. 300km weite Entfernung zwischen uns, wurde mir klar, dass da etwas nicht stimmt. Seine Wohnung war ein einziges Caos, Berge von ungeöffneter Post, ungewaschene Wäsche und Geschirr.
Seine einzige Aktivität bestand aus Online-Spielen, von denen ich ihn kaum entreißen konnte.

Ich beschloss, meinen Sohn zu mir zu holen, damit war er auch einverstanden.
Die neue Umgebung tat ihm offenbar sehr gut, er hatte sehr schnell wieder Kontakte am neuen Ort geknüpft, besorgte sich einen neuen Arbeitsplatz und lebte wie ausgewechselt auf.

Nach ca. einem Jahr wollte mein Sohn wieder eine eigene Wohnung beziehen, damit wieder für jeden eine eigene Privatsphäre möglich ist. Da ich hierzu keinerlei Bedenken mehr hatte, da er sich von Online-Spielen befreit hat, stand dem nichts mehr im Weg. Seine neue Wohnung war im selben Ort, sodass wir dadurch oft Kontakt miteinander hatten. Anfangs lief alles perfekt, jedoch nach einiger Zeit kamen die Probleme zurück. Er saß wieder permanent vor dem Bildschirm, vernachlässigte seine neue Freundin, seine Freunde und verfiel wieder seine Spielsucht.
Zuletzt kündigte mein Sohn auch noch sein Arbeitsverhältnis, was dazu führte, dass er zunächst Mittellos wurde und ich ihn wieder bei mir aufnehmen musste.

Mittlerweile, nach einem weiteren Jahr bei mir, ist mein Sohn völlig in der virtuellen Welt versunken. Wenn ich morgens aufstehe, geht er schlafen. 15 bis 20 Stunden täglich sitzt er vor seinem Spiel, besser in seinem Spiel.

Als mein Sohn in einem Gespräch sagte, er würde gern wieder Fußball spielen, unternahm ich alles, um ihm seinen Wunsch zu erfüllen. Ich nahm Kontakt zu einem hiesigen Verein auf, zu dem er auch anfangs ging. Nach und nach vernachlässigte er aber auch dies, um offenbar sein Online-Spiel nicht zu vernachlässigen. Dieses Spiel vereinnahmt meinen Sohn vollkommen, er ist zeitweise nicht ansprechbar und nimmt am echten Leben kaum noch teil.
Alle Anstrengungen, meinerseits und anderer, schlagen fehl.

Ich bin Ratlos! Wie bekomme ich meinen Sohn aus der virtuellen Welt heraus?

Meine derzeitigen Überlegungen:
Ich möchte ihm eine Struktur mit täglichen Aufgaben aufbauen, um dies zu erreichen, müsste ich ihm den für ihn eingerichteten W-LAN-Zugang einschränken. Ich mache mir natürlich Sorgen, wie er darauf reagiert. Selbstverständlich werde ich mit meinem Sohn vorher darüber sprechen.

Sollte jemand aus dem Netz mir hierzu Hilfe oder Rat geben können, wäre ich dafür sehr dankbar.

Verbindliche Grüße


Mittwoch, 13.Sep 2017, 06:58

Habicht Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 13
Mitglied seit: 04.09.2017
Erstmal einen schönen, guten; wenn auch trüben und kalten Mittwoch Herbst Morgen lieber Harzer Wolf... ich hoffe du frisst keine Habichte
--
Also was dein Problem mit deinem lang Erwachsenem Sohn angeht; bin ja drei Jahre älter als er und gebe dir dennoch als Zocker und Sammler(keine MMOs und Clan und Gilden Geschichten weil ich gesehen und live miterlebt habe bei Freunden; bekannten und bei meiner letzten langjährigen Beziehung was dieser Sch*** anrichten kann... und da kann man als Mensch manchmal noch so standhaft sein.
Hättest deinen Sohn erstmal in seinem selbst gewähltem Leid gelassen; damit er selber wirklich mal realisiert was er da sich überhaupt angetan hat.
Und nicht immer ist es gut so einem einen Zufluchtsort zu geben denn dann ist das ein Kreislauf; der sich immer wiederholt; bis die K*ck* richtig am dampfen ist...Rechnungen etc..
--
Vor allem das erinnert mich gerade an eine nicht allzu alte Begebenheit; erst letzte Woche kam wieder so etwas ähnliches raus auch leider auf der Plattform welche ich nutze(aber ich mag solche Titel überhaupt nicht)
Schreiben mich meine zwei Bekannten inzwischen an ob ich nicht Lust hätte in ihren Clan zu kommen etc etc... aber weißt du was? NEIN!
Ich spiele gern Spiele mit einem Ende! Egal ob japanische Rollenspiele oder andere Titel Hauptsache sie haben ein Ende!
Ich merke es eh wieder an meinen Kollegen; dass die beiden wieder nur noch am zocken sind von früh bis spät... eigentlich hätten die Arbeit aber nein sobald sie Feierabend haben oder sich mal frei nehmen oder krank schreiben lassen... und alles für ein dämliches MMO Shootergedöns.
Vor allem schlimm finde ich dass der eine einen Sohn hat der alle zwei Wochen bei ihm ist und dennoch wird der früh schlafen gelegt; dass er zocken kann; was ist da nur falsch in der Welt gelaufen?
--
Ich weiß nicht wie es Außenstehende wie du das ganze sehen; aber ich als normaler Zocker könnt da manchmal richtig einfach nur wünschen dass die Server down gehen oder sonst was dass die merken was los ist...
Zocken zum Zeitvertreib ist schön und gut aber nicht MMOS wo man jeden Monat eine Gebühr zahlen muss um spielen zu können... a es gibt die in allen Variationen.
Und selbst ich musste als normaler Zocker leider schon viel Hohn und Spott von Kollegen erfahren die dann sowas gespielt haben warum ich da nicht mitmachen will oder so; aber genau aus dem Grund!
Früher hatten die zwei viele andere Themen die sie interessiert haben; der eine hatte sogar seine Retro Leidenschaft mit mir geteilt; aber seit die beiden nur noch MMOs zocken haben sie kein anderes Thema mehr.. und anscheinend wollen die auch nicht mehr mit mir reden weil ich ihnen ihr MMO Spiel kaputt reden will oder nicht mitreden kann what ever else.
--


Mittwoch, 13.Sep 2017, 06:59

Habicht Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 13
Mitglied seit: 04.09.2017
Und ich glaube sogar dass du deinem Sohnemann gerne mal diese Seite zeigen könntest damit er endlich kapiert wie tief er drin steckt und dass es noch nicht zu spät ihn ist.
Da er ja wieder bei dir wohnt aber nicht arbeitet; kann er im Haushalt mithelfen; sich jeden Tag auf dem weg zum Arbeitsamt machen oder im Internet stat der Zockerei nutzen um nach stellen zu suchen. Oder brauchst du das Internet beruflich Wolf?
Ein guter Tipp ist um Beispiel; einen Router; nein gleich eher was neueres zu haben so ne Box oder wie sich das nennt und sich erstmal mit der Bedienung auseinanderzusetzen; im Notfall den Telekom oder wie auch immer Techniker nach Hilfestellung fragen wie man gewisse Sperren einrichten kann; so dass genau dein Sohn egal an welchen Rechnern er ist er nicht ins Internet geschweige die Rechner nicht benutzen kann(zweifache gesicherte Anmeldung am Rechner und nochmal zweifache gesicherte Anmeldung beim Router)
Und das gewisse Anwendungen oder Adressen gar nicht mehr aufrufbar; nutzbar sind.... da gibt es eine Menge Spielereien die man benutzen kann.
Da ich meine Elektronik über Lan Kabel habe da ich Wlan nicht mag.. und es hasse wenn ich Besuch habe dass alle wieder ihre Smartphones checken; habe ich eine einfache methode gewählt; wlan aus und gut ist.
So habe ich das auch bei meinem ex Partner gemacht; seit mir der Verdacht aufgekeimt ist; dass er nicht mehr arbeiten ging; mich angelogen und versetzt hat und diverse andere Sachen...was nutzt einem eine fünfzigtausend Leitung wenn der Herr von und zu diese jeden Tag stundenlang so drosselt durch WOT dass man nichts mehr machen kann(vor allem leider brauchte ich es für Arbeit...)
Oder einfach Strom abstellen wenn er es ned kapiert; habe ich auch gemacht; tja das schlimmste was bei mir passiert ist...ein Bedienelement meiner Elektronik für Vierundsechzig Euro ist zu bruch gegangen weil mein Ex vor lauter Wut das nichts ging es gegen die Wand zerschlagen hat.
Oder noch besser ihr macht zu zwei mal ein Wochenende in einem normalen Haus oder hütte ohne elektronischem Schnick Schnack und kommt euch als Vater und Sohn wieder näher... habe ich mit meinem Ex auch versucht und leider nicht geklappt weil er zu sich wieder nach Hause wollte.... Kameraden und zug... das beste war seine Worte waren als er meinte das sich rumspinne weil ich auch zocke,.. wieso ich nicht in sein Clan komme und auch WOT zocke... was für ein ****
Nein ich hasse solche MMOS; ich verabscheue solche Dinger die Söhne; Partner; Beziehungen und Freundschaften killen; deswegen nutze ich auch kein Facebook; whatsapp und den ganzen anderen Kram.. ja wegen sozial dass ich nicht lache....die Leute rennen nur arrogant und dumm mit ihren Smartphones durch die gegend und denken cool wir sind sozial weil wir vernetzt sind..
Nein ich hoffe du bekommst das mit deinem Sohn geregelt; kannst ihm gern den Beitrag hier zeigen nicht dass es heisst jaja ihr alten habt keine Ahnung und so; nein er soll sehen dass es auch Zocker gibt die diese ganze Sch** mit Bedenken sehen.
mfg
Donnerstag, 14.Sep 2017, 18:23

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 780
Mitglied seit: 12.06.2009
Lieber Harzwolf,
auf jeden Fall ist es ratsam, deinen Sohn auf diese Internetseite aufmerksam zu machen. Er sollte sich die Foren ausführlich vornehmen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was da gerade mit ihm passiert und wie verheerend die Auswirkungen auf Dauer sind. Auch du als Vater kannst dir durch das Lesen der diversen Beiträge viel Mut zum Handeln holen. Eine betroffene Mutter sagte uns: "Euer Forum ist wie eine Kristallkugel. Dort erfährt man, wohin dieser Weg führt, wenn man nicht rechtzeitig eingreift."
Offenbar gelingt es euch doch ab und zu noch, ins Gespräch zu kommen. Nutze diese Momente, um heraus zu finden, wie hoch der Leidensdruck bei deinem Sohn bereits ist. Erst wenn er selber erkennt, dass er in einer Sackgasse gelandet ist und erst wenn er den dringenden Wunsch hat, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, könnt ihr auf eine Veränderung hoffen. Ein klarer Entzug wird ihm dann helfen, ins Leben zurück zu finden. Dafür braucht er deine volle Unterstützung und absolute Klarheit, die ihm Halt und Orientierung geben kann. Sollte ihm jedoch auf Dauer jegliche Krankheitseinsicht fehlen, musst du dafür sorgen, dass sein Leidensdruck wächst: keine finanzielle Unterstützung mehr, ein klares Ultimatum, wie lange er noch bei dir unterschlüpfen darf und ab wann er (wie auch immer) für sich selber sorgen muss. Solange er behaglich in seinem Nest sitzen bleiben darf und im Grunde alles frei Haus bekommt, was er zum Leben (und Zocken) braucht, wird er keine Veranlassung sehen, diesen Zustand zu ändern.
Informiere dich umfassend über das, was andere betroffene Eltern berichten und was vor allem diejenigen im Forum schreiben, die aus all dem heraus gefunden haben. Daran kannst du dir Orientierung verschaffen und dir den Mut zum klaren Handeln holen.
LG Merle
Samstag, 16.Sep 2017, 08:25

Harzwolf Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 12.09.2017
Mediensucht!
Guten Morgen Merle!

Danke für Deine umfassenden Worte.
Ich habe viel zulange gebraucht, diese Sucht bei meinem Sohn zu erkennen, umso schwieriger ist es, jetzt dagegen zu steuern.
Gespräche führe ich mit ihm und er scheint auch den Inhalt zu verstehen, nimmt aber nur zögerlich daran teil.
Im letzten Gespräch brachte ich ihm näher, einen täglichen Strukturaufbau zu erarbeiten.
So gebe ich ihm täglich Aufgaben, die dann auch umgesetzt werden müssen.
Leider muss ich ihn mehrmals daran erinnern, da seine Spielsucht ihn vollkommen vereinnahmt.

Gestern bat ich um Hilfe, da ich eine dritte Hand brauchte.
Ich bekam die Antwort, ich komme gleich. Nach einer Stunde sprach in ihn nochmals an, er hat es völlig vergessen.
Ich bin ein sehr geduldiger Mensch, vielleicht, wie in dieser Sache, zu geduldig.
Nur muss ich sehr behutsam mit meinem Sohn umgehen, da ich ihn schon einmal fast verloren habe und ich lange brauchte, um an ihn wieder heranzukommen.

Auch mache ich oft Angebote, mit ihm etwas zu unternehmen, darauf erhalte ich regelmäßig seine Standartantwort, ich weiß nicht.
Als mein Sohn den Wunsch äußerte, endlich mal wieder Fussball spielen zu wollen, er hatte früher sehr aktiv und mit Begeisterung diesen Sport ausgeführt, nahm ich dies sofort an.
Umgehend nahm ich Kontakt zu einem hiesigen Fussballverein auf.
Anfangs ging er auch zum Training, aber nach und nach wurde es weniger. Vorerst glaubte ich ihm noch, als er mir sagte, das Training fällt heute aus oder ich habe heute Kopfschmerzen.

Hier erkenne ich erst, wie ihn die Spielsucht gepackt hat, wenn er nicht einmal seinem Herzenswunsch folgt.

Liebe Merle, ich werde Deinem Rat folgen und in den Foren nach Hilfe und Anregungen suchen. Jeder noch so kleine Hinweis ist für meinen Sohn und mich unglaublich wichtig.
Es scheint ein langer und mühsamer Weg zu werden, aber ich gebe nicht auf, sicher!

Liebe Grüße

Harzwolf
Samstag, 16.Sep 2017, 15:32

Habicht Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 13
Mitglied seit: 04.09.2017
Das gut.
Kopfweh kommt weil er jetzt einfach seine Ruhe nicht mehr hat; bleib einfach dran!
Und wenn er immer noch abblockt oder Ausreden erfindet ganz einfach du bist sein Vater und dass er sich nicht komplett verliert; kannst du ihm mal gerne gewisse Videos auf yt zeigen; Berichte vorlegen etc dass er mal sieht wohin ihn das ganze geführt hat.
Und wenn er immer noch nicht will; jegliche Therapie etc Versuche ausschlägt lass ihn... er wird schon merken sobald er achtzehn wird was er alles braucht und haben will und tja ohne Arbeit nichts los gell?....Arbeit -> Geld-> Geld -> Versorgung etc...
Und wenn er es dann immer noch nicht versteht kannst du für ihn als Vater da sein; aber glaub mir Leute die da so drin sind die müssen oft selbst einen Weg herausfinden weil sie sich nicht helfen lassen; aber der weilen höre lieber auf Merles Ratschläge solange es nicht zu spät ist.
lg
Samstag, 16.Sep 2017, 18:14

Harzwolf Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 12.09.2017
Mediensucht
Lieber Habicht!

Wenn mein Sohn doch bloß noch nicht 18 wäre, aber wie ich in meinem 1. Beitrag schrieb, ist er bereits 30.
Das macht die Sache nicht leichter, dennoch will ich ihm helfen.
Fakt ist, ich habe es einfach zu spät erkannt.

Auch ich glaube, dass ich den Rat von Merle zunächst befolge und Schritt für Schritt hoffentlich meinen Sohn aus der Misere heraus bekomme.

Somit werde ich jetzt die passenden Foren durchstöbern und hoffe dies umsetzen zu können.

Von unseren Erfolgen oder auch Misserfolgen werde ich weitere Beiträge schreiben.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Liebe Grüße

Harzwolf
Samstag, 16.Sep 2017, 19:07

Habicht Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 13
Mitglied seit: 04.09.2017
Oh dreißig?
Das habe ich wohl wieder vergessen; sry... Wetter und so heute....Habicht ist sehr wetterfühlig.
Also wenn er schon dreißig ist; gerade mal drei Jahre jünger als ich dann erst recht müsste er selbst erkennen was richtig und falsch ist.
Dann mal toi toi toi; ich drück dir meine Krallen dass du ihn herausbekommst mit Unterstützung denn ich kenne genug auch große Kinder denen leider nicht geholfen wurde und immer mehr tief rein und nein das darf nicht sein.
Sonntag, 17.Sep 2017, 16:08

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 780
Mitglied seit: 12.06.2009
Lieber Harzwolf,
ich bin gespannt auf weitere Berichte von dir. Was die Thematik der Mediensucht anbetrifft sagen wir immer: Wissen schützt. Deshalb ist es gut, dass du dich jetzt auf den langen Weg machst, so viel wie möglich über diese Krankheit heraus zu finden. Vergiß aber bitte nie, dass du deinen Sohn nicht retten kannst. Das kann nur er selbst. Deine Aufgabe ist es, ihn in sofern zu unterstützen, als dass du ihm das Leben so unbehaglich wie möglich machst und ihm zumutest, die Konsequenzen seines Verhaltens vollständig allein tragen zu müssen. Erst wenn es weh tut, wird er zum Handeln gezwungen.
Ich begleite dich gedanklich.
Merle
Montag, 18.Sep 2017, 17:25

karla Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 48
Mitglied seit: 25.02.2011
Lieber Harzwolf!
Ich weiß sehr gut, wie es um Euch steht. Auch ich drehe Runde um Runde. Immer wieder muss ich feststellen, dass mein Sohn seinen eigenen Weg aus der Misere finden muss.
Auch er ist scheinbar noch lange nicht so weit. Es finden sich immer wieder sogenannte Helfer, die ihm sofort ihre Unterstützung anbieten und einspringen, wenn er nicht weiter kann. Wenn ich überlege, wie lange die Familie und seine Kumpel mittlerweile schon in dieser Situation mitspielen, wird mir übel.
Obwohl ich aber (scheinbar) die Einzige bin, die immer wieder versucht, auch das Umfeld aufmerksam zu machen, mache ich immer wieder den Fehler, auf ihn zuzugehen. Vielleicht ist Fehler nicht das richtige Wort, vielleicht ist das Co-Abhängigkeit- ?
Doch wenn ich jetzt Deinen Chat lese, möchte ich Dir sagen:
Lass das bitte! Wenn er Fußball spielen will, kann er sich allein darum kümmern, eine Tagesstruktur kann nur er sich schaffen.
Behutsamkeit, Liebe, hat er doch so viel bekommen.
Ich kann Deine Angst, Dein Kind zu verlieren, sehr gut verstehen. Ich kenne das alles. Und doch hole ich mir immer wieder die gleiche Ohrfeige ab: Ich habe ihn längst verloren!
Und diese Ohrfeige gebe ich jetzt Dir: Du hast ihn schon verloren!
Aber ich verweise auf Merles Zeilen. Er wird wiederkommen! Wann weiß niemand, nur wissen wir hier alle: er kann nur wieder zurück finden, wenn er allein sich einen Weg dazu sucht. Das ist sehr bitter und wenn ich das hier schreibe, laufen mir die Tränen über das Gesicht.
Wir müssen mit dieser Konsequenz, nichts mehr für unsere Kinder zu tun, leben.
Das verlangt uns fast unmenschliche Kraft ab, die haben wir aber, weil es für unsere Kinder ist!

karla

Montag, 18.Sep 2017, 18:41

Harzwolf Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 12.09.2017
Mediensucht!
Liebe Karla!

Ich danke Dir für diesen Beitrag, auch wenn ich nicht in allen Punkten mit Dir konform denke.
Ich möchte meinen Sohn auf diesem schweren Weg begleiten, jeden Strohhalm, den ich bei ihm finde, werde ich annehmen, wie sein Fussballwunsch.
Ihn mit alldem allein zu lassen, halte ich für bedenklich.

Er soll wissen und im Grunde weiß er das, dass ich ihm zur Seite stehe
Es geht hier um eine Krankheit, die es zu heilen gilt!

Sicherlich werde ich nicht immer das richtige Medikament parat haben, um diesem Prozess entgegenwirken zu können, jedoch glaube ich an die Heilung.

Mittlerweile habe ich einige nützliche Informationen aus den Foren erhalten, die ich versuche umzusetzen.

An dieser Stelle möchte ich ein besonderes Lob all denen aussprechen, die sich hier so offen daran beteiligen. Das gibt Mut und Kraft!

Liebe Grüße

Harzwolf


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