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Montag, 13.Jul 2009, 14:01

Betroffener Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 13.07.2009
Online Golf
Guten Tag,

ich wende mich an Sie, da ich mir nicht sicher bin ob es sich in meinem Fall schon um Onlinesucht handelt oder ob die ganze Situation noch harmlos ist.

Da ich hier leider nur 5000 Zeichen zur Verfügung habe, habe ich meine Geschichte in eine Textdatei geschrieben und diese angehängt.

Vielen Dank, dass ich in Ihrem Forum mal meinen Frust abladen darf.

Ein Betroffener
Anlagen
meine_Geschichte.txt   ( 244 x heruntergeladen | 7,3 KB )
Donnerstag, 16.Jul 2009, 22:08

Gustl Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 1
Mitglied seit: 16.07.2009
Online-Sucht beim Partner
Als Christ habe ich mir folgende Regel gesetzt. Was nicht in Ordnung ist, ist nicht in Ordnung und das gilt ganz besonders in der Familie. Die guten Tips für ein gelingendes Leben wurden uns schon vor langer Zeit mitgeteilt (die 10 (ich nenne sie lieber) "Ratschläge". ´
Was trifft hier zu?
1) Du sollst keine anderen Götter neben mir haben, oder wo Dein Herz ist, da ist Dein Gott: Wenn man also so viel Zeit für eine einzige (recht unproduktive) Sache investiert, dann ist das Herz dort.
2) Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst: Der Aller-Nächste ist mein Ehepartner. Ich denke, es ist sehr wichtig, darauf zu achten, das der Ehepartner viel viel wichtiger ist, als ein Computerspiel. (und nebenbei, von seiner Seite aus betrachtet, ist es aus Liebe wichtig, solche Dinge nicht durchgehen zu lassen. Man sieht, was passiert, wenn man es tut).
Die Reihenfolge zwischen 1) und 2) ist wichtig. Wenn man seinen Gott zuerst liebt (und sich deshalb an seine Ratschläge hält), dann läßt man aus falsch verstandener Liebe zur Ehefrau so etwas nicht durchgehen. Wenn man seine Frau zuerst (vermeintlich) liebevoll behandelt und sie spielen läßt, dann hat man die falsche Reihenfolge.
3) Nicht lügen: Hier wird gelogen, für ein Computerspiel.
4) Nicht ehebrechen: Diese verbalen Sexspiele sind ein Anfang.

Was kann helfen? Bitte selbst entscheiden. Mein Tip: In einer jungen lebhaften Christengemeinde (rk/ev oder freie) Sonntags 1 - 2 Stunden die richtigen Dinge auftanken und damit jede noch solange Woche durchstehen. Das ist das Rüstzeug, mit dem man klare Abgrenzungen durchhalten kann (siehe oben: was nicht in Ordnung ist, ist nicht in Ordnung!). Ich hoffe, dass war jetzt nicht zu besserwisserisch. Viel Glück (und Gottes Segen).
Freitag, 17.Jul 2009, 03:49

flitzig Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 17.07.2009
Bei uns ist es Wow
Hallo, ja bei uns ist es WOW mein Mann ist seit Monaten süchtig danach er vernachlässigt Familie, Freunde und sich selbst!
Er hängt immer in seiner Virituellen Welt mit anderen Frauen und Männern rum die er auch zu uns nach Hause einläd und sagt sie können auch bei uns Übernachten (bisher kam Gott sei dank keiner).
Oder sich in andere Frauen verliebt (Rein Virituell aber die Reale Welt leidet sehr darunter).
Ich bin drauf und dran damit ich meinen Mann wieder in die Reale Welt zurück bekomme, nur ich schaffte es seit Monaten nicht, nun habe ich einen Arzt konfrontiert und hoffe auf seine Hilfe, damit mein Mann wieder ein richtiger Mensch wird nicht so wie jetzt die Uhr läuft nach Wow.

Das Spiel WOW ist das letzte es ist zum

Wenn jemand Erfahrungen hat wie man Süchtige von WOW wegbekommt, einen Rat oder Tips bitte schreibt mich an!

Ich würde mich sehr freuen, vielen Dank

Lg flitzig
Mittwoch, 21.Okt 2009, 09:56

Betroffener Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 13.07.2009
Der Urlaub war unsere Rettung.
Ich will die Gemeinde hier mal auf dem neuesten Stand halten.
Also der Urlaub war sehr gut für unsere Beziehung. Viele Gespräche haben dazu geführt, dass auch viele Missverständnisse aufgeklärt wurden.
Inzwischen kann von Spielsucht keine Rede mehr sein. Das Spiel wird bei uns nur noch sehr sehr selten gespielt und dann auch nur für einen
kurzen Zeitraum. Inzwischen hat meine Frau auch wieder einen Job und von daher ist es auch nicht mehr möglich die ganze Nacht zu Spielen.
Ich bin glücklich, dass es sich alles zum Guten gewendet hat.
Donnerstag, 3.Dez 2009, 11:59
Bitte keine Missionierungsversuche
Liebe Gustl,

deinen Eiffer und deine Überzeugung in allen Ehren aber wenn ich hier sehe dass du labilen, suchtgefährdeten Menschen die einen Halt im Leben suchen einen Tipp gibst der sie aus der virtuellen Welt in eine reale ***** bringt sträuben sich mit die Nackenharre. Persönlich kenne ich leider mehr Menschen die ihr Leben in einer ************ verloren haben als in WoW, daher auch die entsprechende Haltung.

Meiner Meinung nach schaffen es die Menschen von selbst sich aus einer Sucht (sofern man davon sprechen kann) zu befreien oder sie schaffen es nicht. Sie zu ermutigen einer ******* beizutreten halte ich für grenzwertig und gefährlich.

Gebt ihnen Kraft, Mut und Zuspruch aber dies dann doch bitte auf neutraler menschlicher Basis und nicht innerhalb einer speziellen Gruppierung.

Dienstag, 8.Dez 2009, 09:10

sylketaube Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 08.12.2009
so sehe ich es auch,wie @flitzig
Hallo und guten morgen,

mir geht es auch so.Mein Lebenspartner (40 Jahre alt) hängt auch laufend am PC und spielt WOW.
Auch mit der ONLINE-LIEBE habe ich Erfahrungen machen müssen.Da werden Telefonnummern ausgetauscht und Fotos.
Sicher halte ich von solchen Frauen nicht viel, welche auch ein Alter haben und sich dann online amüsieren ,wenn ich das mal so sagen darf.

Als einen richtigen Mann kann ich ihn auch nicht mehr bezeichnen.
Er lebt ja meistens in seiner Welt.

Wenn daheim was gemacht werden muss,und ich es ihm sage,aber nichts ist passiert, da vergeht mir die Lust auch.
Mich schaute er ewig nicht an.Er kommt immer gegen 22.30 Uhr von der Arbeit heim, sitzt dann bei mir etwa eine halbe Stunde und sagt dann "Schatzi, ich gehe noch ein bissl an den Computer".

Wenn er wie vergangene Nacht von 23-2 Uhr am PC sitzt,halb 8 aufstehen muss und er unausgeschlafen ist, dann ist es kein schöner Anblick.

Geeinigt haben wir uns nach einem riesengroßen Krach, da mir der Kragen platzte, er geht nur noch höchstens 3 x die Woche an den PC.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn er sich dort abmeldet,alles was dazugehört löscht und mir somit seine "angebliche Liebe zu mir " beweist.

Aber was soll ich tun???????
Reden, kaum eine Chance, denn er ist dann abwesend mit seinen Gedanken.Ich denke in seiner virtuellen Welt.


lg


Kämpfe um Deine Liebe.
Dienstag, 8.Dez 2009, 16:04

NIDRO Benutzer ist offline

Benutzer Anfänger
Anzahl Beiträge: 16
Mitglied seit: 26.10.2009
keine Liebesbeweise
Liebe sylketaube,

wenn dem so ist, dass Dein Mann dem PC verfallen ist, kann er seine Liebe nicht durch Abstinenz vom PC beweisen. Das ist das tückische bei einer Suchterkrankung, dass sie nicht steuerbar ist. Er hat dann keine Kontrolle über sein tun, der Drang ist stärker als der Wille -> sonst wäre es auch keine Sucht. Somit stellst Du ihn vor eine Wahl, die er nicht hat. Er kann sich nicht zwischen Dir und dem PC entscheiden - so wie ein Alkoholiker sich auch nicht gegen den Alk entscheiden kann.
Ich rate in solch einem Fall eine (Sucht-)Beratungsstelle (Suchstichwort "Spielsucht" oder "Glücksspielsucht" aufzusuchen - auch zunächst allein. Dort findest Du Hilfe für Dich und somit auch für Deinen Mann.
Sollte der Verdacht auf eine PC-Abhängigkeit sich bestätigen, benötigt er professionelle Hilfe.

Liebe Grüße

NIDRO


06232 / 2 60 47 NIDRO Speyer/Germersheim
Fachstelle Spielsucht
huegel-nidro@ludwigsmuehle.de
Donnerstag, 10.Dez 2009, 08:38

sylketaube Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 08.12.2009
Hallo und guten morgen,

sicher ist es gleichzusetzen mit einem Alkoholabhängigen.Ich war leider mit einem viele Jahre verheiratet inkl. Entzug,Therapie und Rückfall.
Als Alles nicht klappte, habe ich die Scheidung eingereicht und bin weg.

Ich habe es gestern Abend wieder erlebt, er ging in das zimmer wo der betreffende PC steht und siehe da, er ist ein anderer Mensch.
Da störe ich blos, wenn ich doch mal herein gehe und schaue.

Die Augen funkeln wie bei einem kleinen Kind ,welches am Christbaum stehen.

Er ist der Meinung, alles was hier so im Forum steht,oder der Bericht von Frau Pfeiffer ist Schwachsinn und diese Leute haben keine Ahnung.

Ich weis auch, das ist eine Schutzbarriere, wie beim Alki "alle sind schlecht, nur ich habe Ahnung".

Der Wunsch von mir, er solle sich überlegen was wichtiger ist, das reale Leben oder das virtuelle Leben, ist eine gute Herausforderung für ihn.
Er kann mal nachdenken.(wenn er das kann).

Ein Süchtiger muss erst mal selbst seine Sucht erkennen.Deshalb sage ich ihm auch, er solle sich entscheiden.

lg
Sylke




Kämpfe um Deine Liebe.
Donnerstag, 10.Dez 2009, 13:40

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 282
Mitglied seit: 12.06.2009
du darfst daran nicht kaputt gehen
Hallo sylketaube,
ich kann Dich so gut verstehen. Gerade weil Du eine ähnliche Geschichte bereits hinter Dich gebracht hast, willst Du nicht wieder ohnmächtig derselben Situation ausgesetzt sein. Solange Dein Mann keine Veränderung wünscht und sein Verhalten als normal wahrnimmt, hast Du letztendlich keine Chance darauf, dass Euer Zusammenleben sich verbessert. Ich würde das nicht einfach so hinnehmen. Such Dir dringend professionelle Hilfe und vergiss nicht, für Dich selbst zu sorgen. Niemand kann von Dir verlangen, dass Du das alles einfach aushalten musst. Klar ist Dein Mann krank, aber wenn er sich nicht helfen lässt, musst Du schauen, dass Du nicht daran kaputt gehst. Damit wäre niemandem geholfen.
LG Merle


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