66540 AHG Klinik Münchwies (Stationäre Behandlung von pathologischem PC/Internet-Gebrauch)
Für manche PC-Nutzer wird es zunehmend schwieriger, zwischen realer und virtueller Erlebniswelt zu differenzieren - schüchterne und ängstliche Personen gehören dazu, aber auch Menschen, die unter beeinträchtigenden Lebensbedingungen oder sozialer Ausgrenzung leiden. Immer häufiger und immer länger werden die vor dem Computer und im Internet verbrachten Phasen. Pathologischer PC/Internet-Gebrauch ist ein eigenständiges, behandlungsbedürftiges Krankheitsbild mit unterschiedlichen Erscheinungsformen, welches auf der Basis langjähriger Erfahrung in allen Bereichen der Psychosomatik und Suchttherapie in unserem Hause behandelt wird.
Dabei handelt es sich um eine medizinische Rehabilitationsbehandlung von bis zu 12wöchiger Dauer. Dazu ist ein Antrag an den zuständigen Rentenversicherungsträger oder die Krankenkasse zu stellen. Dies kann mit Hilfe des Haus- oder Facharztes, eines Psychotherapeuten oder einer (Sucht-)Beratungsstelle erfolgen.
Das Krankheitsbild des pathologischen PC/Internet-Gebrauchs (sog. Computersucht) ist zwar noch nicht als eigenständige Erkrankung allgemein anerkannt, die Behandlungskosten werden jedoch, wenn die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen bestehen, im Einzelfall übernommen. In unserer Klinik ist eine Behandlung ab dem 18. Lebensjahr möglich. Eine Behandlung ab dem 16. Lebensjahr ist im Rahmen einer Kinderbehandlung in der AHG Klinik Hardberg (
www.AHG.de) möglich.
Die Leitlinien des Behandlungsprogramms
• Die PatientInnen werden in einer speziellen therapeutischen Wohngruppe behandelt. Darüberhinaus erfolgt die Teilnahme an dem indikativen
Gruppentherapieprogramm 'Pathologischer PC/Internet-Gebrauch'.
• Es erfolgt eine Diagnose der speziellen Unterform des pathologischen PC-Gebrauchs. Wir unterscheiden das exzessive Spielen (Gaming), das exzessive Chatten und das exzessive Surfen.
• Das therapeutische Programm stellt den pathologischen PC-Gebrauch in den Fokus.
• Das Programm belebt die Ressourcen und zielt auf Veränderungsbereitschaft und Einsicht in die das Problem auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen.
• Im Mittelpunkt stehen nicht-konfrontative Motivierungsstrategien in Verbindung mit Erlebnisaktivierung.
• Wiederheranführung an Realitätsbedingungen durch multi-sensorisches Lernen.
• Herausgearbeitet werden die Zusammenhänge zwischen realen Beziehungserfahrungen und dysfunktionalen Beziehungserleben in der virtuellen Welt.
AHG Klinik Münchwies
Zentrum für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Suchtmedizin
Turmstraße 50-58
66540 Münchwies
Tel: 06858/691-0
Ansprechpartner:
Dr. phil. Petra Schuhler
pschuhler@ahg.de