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Knackpunkt(Donnerstag, 29.Okt 2009, 09:00)Nachdem ich meinen account schön gelöscht hatte, hab ich mich entschlossen es doch nochmal hier zu versuchen. in der mail zu meiner accountlöschung wurde ich gefragt, warum ich das denn getan habe. ich antwortete, hauptsächlich wegen der weltuntergangsstimmung die hier irgendwie im forum transportiert wird. sicherlich gibt es für den betroffenen und die angehörigen gewisse folgen aber trozdem bin ich der meinung, das alle die hier auf der seite aktiv sind, ob angehörige, betroffene oder ehemalige oder was auch immer, die problematik erkannt haben und damit schonmal ein schritt in eine neue, bessere, positivere zukunft getan haben. unbestritten ist das ganze ein ernstes thema, trozdem sollten wir unseren humor nicht verlieren. lange rede kurzer sinn. ich würde mir für dieses thema wünschen. das hier jeder der mag lustige, schöne, erfolgreiche einfach nur positive dinge, ideen, erlebnisse,gefühle usw. postet . So fang ich dann auch gleich mal an. ich habe es geschafft, mir nach der therapie einen kleinen traum zu erfüllen. ich wollte schon immer lkw fahren. und jetzt endlich ist es soweit. ich mache den lkw fürhrerschein und bin schon 4x mit so´nem teil gefahren. wunderbar ich glaub jedesmal wenn ich gefahren bin hatte ich 2 tage ´n dauergrinsen im gesicht. das war´s jetzt aber auch schon. kurz und schmerzhaft muss zum arzt, weil mich gestern 2 hunde (unser riesenschnauzer und ´n boxer) umgerannt haben und ich ´nen dicken fuß habe. so´n scheiß und ich sollte morgen wieder fahren. :( gibt 2 wochen kein fressen für den kleinen ) scherz!ps: ich hoffe das die moderatoren und admins nix gegen diesen thread haben, es in´s forum hier passt und bestehen bleibt.[/b] |
Knackpunkt(Donnerstag, 29.Okt 2009, 20:21):( genau das meine ich. 8 hit´s seid heut morgen auf dieses thema und keiner schreibt was rein. keine reaktion. nichtmal ´ne negative oder sowas wie "... ey du ..., das hat hier nix zu suchen.... " oder so :(. erlebt ihr garnix lustiges, schönes? ich meine es kann doch nich alles schlecht sein. oder stehen bei euch die aliens vor der tür, bereid die invasion zu starten? hehe. gerade "aussteiger" müssten doch viele positive und überraschende sachen erleben die aufmuntern und mut machen oder einfach nur funny sind. oder seid ihr alle wieder rückfällig geworden? ![]() mir is selbstverständlich bewusst, das das alles ein ernstes thema is und bleiben soll. aber wir leben alle noch, haben die problematik erkannt und setzten uns mit ihr auseinander. daher bin ich auch der meinung das wir auch uns aller zur verfügung stehenden mittel bedienen sollten und da steht bei mir humor, spaß und wiederentdeckte lebensfreude ebend nunmal sehr weit vorne. Fazit: glücklich ist, wer trozdem lachen kann! naja, hab jetzt zwar ´n dicken fuß aber kann morgen trozdem fahren. freu. und der hund hat auch fressen bekommen ![]() so. ich hoffe das ich morgen nicht wieder auf meine eigene antwort, antworten muss gn8 |
merle(Donnerstag, 29.Okt 2009, 21:04)Vorsicht - ansteckend! :) Hallo Knackpunkt, einfach Klasse, dass Du wieder da bist. Solche wie Dich brauchen wir nämlich, zum Aufbauen, zum Mut machen, zum Freude wieder entdecken. Das kann ganz schön ansteckend sein, aber wahrscheinlich ist die Inkubationszeit einfach ein bißchen länger als Du erwartet hast. Verbreite mal schön Deinen Freu-Virus und spiel das schöne Spiel "Wirkliches Leben" mit "gigantischer Grafik". Du wirst schon bald einige Mitspieler finden. Gute Fahrt wünsche ich Dir morgen, mit dickem Fuß und Dauergrinsen. |
Team-ch(Donnerstag, 29.Okt 2009, 21:16)\\\\ Hallo Knackpunkt, ich finde die Anregung hervorragend und hoffe, dass es mehr Einträge mit fröhlichen Gedanken geben wird, auch wenn man als Ratsuchender möglicherweise nicht viel zu lachen hat. Vielleicht kann dies aber auch die eine oder andere „Schwere“ überwinden helfen. Genesung und Neuentdeckung kann ohne Fröhlichkeit und positive Gedanken nicht funktionieren. Wir wollen mit dieser Seite insgesamt, z.B. über das Forum Offline-Alternativen oder hier im „Anti-Negativ-Thread“, die positiven Momente des Lebens „hervorkramen“. Anregungen jeglicher Art insgesamt sind immer willkommen. Super, dass du wieder hier bist. |
inter2naut(Montag, 2.Nov 2009, 21:24)Von der Wichtigkeit Ernst zu sein Haha, hat jemand geglaubt ich schreibe jetzt was todernstes? Nein, ich wollte nur schreiben, dass ich mal in meinen "jüngeren und glücklicheren Tagen" bei dem Stück "Bunbury-von der Wichtigkeit Ernst zu sein" von Oscar Wilde mitgespielt habe. Wir waren eine tolle Amateurgruppe, hatten ein gemeinsames Interesse und verbrachten eine tolle Zeit miteinander. Aber danach, nachdem der Vorhang gefallen war, wurde die Gruppe wieder aufgelöst. Wie passt die Geschichte hier ins Forum? Ich glaube WoW gibt auch vielen ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl, einen regelrechten Lebenssinn und eine Fluchtmöglichkeit vor einer realen, komplizierten und nicht immer erfolgreichen Realität. So ähnlich kann es einem auch mit dem Fernseher gehen, z.B. als Fluchtpunkt vor Hausaufgaben, Hausarbeiten etc. Dann ist es gut, wenn man jemanden hat, der es für einen erledigt - Hausaufgaben vor der Schule abschreiben, Mütter müssen für einen aufräumen. Vielleicht ist ein faszinierendes Hobby, das man langfristig betreibt, ein guter Schutz gegen Sucht? |
Knackpunkt(Freitag, 6.Nov 2009, 20:30)ja super leute. schön das sich gleich mehrere gemeldet haben. freu ![]() Zitat Vielleicht ist ein faszinierendes Hobby, das man langfristig betreibt, ein guter Schutz gegen Sucht? hört sich gut an. ist aber meiner meinung ´n schmaler grad zwischen hobby und sucht, den man immer genau unter kontrolle haben muss. gerade langfristig angelegte sachen, sei es pc spielen, lesen, fehrnsehen, puzzeln, modelbau usw. die liste ist lang, zielen ja darauf ab leute zu fesseln und an die eine sache zu binden. und ehe man sich versieht, ergreift das ganze besitz von dir und shwupp is man in einer neuen abhängigkeit. also als schutz vor/gegen sucht sehe ich es persönlich nicht. aber gut, anti negativ und so ) dadurch, das wir schon unsere erfahrung gemacht haben, sind wir eindeutig im vorteil und können eher und besser einschätzen ab wann und in welchen rahmen etwas gefährlich für unser wohlsein ist/wird. aber du hast natürlich recht. gerade sachen wie theater oder so, mit einer sozialen komponente, sind sehr hilfreich und unterstützend. |
merle(Montag, 9.Nov 2009, 13:47)suchtmachende Hobbies? Hallo Knackpunkt, ich muss sagen, dass ich mich nicht vor der intensiven Beschäftigung mit einem Hobby fürchten würde. Was ist schlimm daran, in eine Sache völlig begeistert abzutauchen? Wir Menschen brauchen doch alle etwas, für das wir brennen. Das ist überhaupt nicht mit dem Verschwinden in die virtuellen Welten zu vergleichen, meine ich. Im Gegenteil: wenn wir eine Leidenschaft im realen Leben voll ausleben dürfen, dabei Unterstützung und Anerkennung erfahren, brauchen wir keinen Avatar und keine Scheinwelt, in die wir uns flüchten. Unser Jüngster ist z.B. vollkommen begeisterter E-Gitarrist und hat sich mit seinen elf Jahren tief in diese Materie reingeschafft. Heimkommen von der Schule, Ranzen an seinen Platz und ran ans Instrument. Er übt Stunde um Stunde ( ein hochleveln im rl, oder?) und setzt bei sich ungeheure Energien frei. Er hat den Übertritt eigentlich nur deshalb geschafft, weil er unbedingt auf dieses eine Gymnasium wollte, das so viel Musik macht und eine Bigband hat, in die er rein will. Er hat alles drangesetzt, Mitglied einer Rockband zu werden und hat jetzt mit ihr sein erstes Rockkonzert. Er komponiert eigene Songs und spart all sein Taschengeld für den Ausbau seines Equipments. Das ist doch Klasse. Ich habe keine Angst um ihn, weil das, was er so leidenschaftlich betreibt, hier und in diesem Leben stattfindet, weil wir ihn spüren können dabei und er daran wächst. |
Knackpunkt(Dienstag, 10.Nov 2009, 11:02)suchtmachende hobby´s wäre definitiv ´n eigenes thema wert über das es sich lohnt mal zu diskutieren. ich möchte niemanden seine hobby´s streitig machen oder irgendwas in diese richtung. muss aber auch sagen, das meiner meinung nach hier viele, fiese, kleine hürden liegen, gerade für suchtgefährdete, süchtige und wie hier genannte aussteiger. stichwort: suchtverlagerung. wenn du magst eröffne doch mal n neues thema zu der problematik. mal schauen wie die reaktionen so sind . Zitat Was ist schlimm daran, in eine Sache völlig begeistert abzutauchen? gegenfrage: was ist schlimm daran, das es spielen ist? eine fantasywelt in der man in einer gemeinschaft oder allein erfolge, spaß und abenteuer erleben kann? Zitat Wir Menschen brauchen doch alle etwas, für das wir brennen. sicher, aber warum dann nicht die schöne, bunte spielwelt in WoW z.b.? ist ein lesen dann genauso schlimm? dort tauche ich doch genauso in eine vorgegebene welt ab und vergesse das drumherum. gut, ein buch geht mal zu ende aber dann gibts den nächsten band oder die nächste triolohie oder zyklus usw. usw. usw..also auch ein endlos bindendes medium. ich möchte nicht, das du mich mißverstehst oder angegriffen fühlst. hab ich leiderschon oft genug erlebt, bei dieser diskussion. das sind aber z.b. auch alles so fragen, die ich mir auch schon oft gestellt habe und darauf ne schlüssige antwort zu finden is garnicht mal so einfach. außerdem hört sich das von mir vielleicht so an, als wenn ich immernoch spiele und es bis auf´s blut verteidige. aber ich habe aufgehört und mein verhalten usw. damals als krank erkannt. muss dazu aber auch sagen, das nicht alles schlecht war in der zeit. wir haben konntakt zu ner anderen familie geschlossen und schon mit ihnen urlaub verbracht. |
HappyHour(Dienstag, 10.Nov 2009, 12:26)Hallo Zusamm, dann auch einmal was positives von mir... letzthin endlich mal wieder meine Gitarre in die Hand genommen und etwas rumgeklimmpert. Das hat wieder soviel Spass auf einmal gemacht, dass ich nun sogar wieder einen kleinen Kurs auf Youtube mitmache. Das Teil stand quasi Monate neben meinem PC und wurde null beachtet. Was einem auf einmal doch wieder so alles auffällt... ![]() |
merle(Dienstag, 10.Nov 2009, 13:22)ein Hobby sollte gut tun und glücklich machen Hallo Knackpunkt, das Schwierige am WoW-Spielen ist meiner Meinung nach halt leider, dass viel zu oft absolut alles nebendran ausgeblendet wird. Wenn man die Foren durchstöbert, in denen ehemals Betroffene ihre Leidensgeschichte schildern, in denen Familien verzweifelt um Hilfe bitten, weil ihre spielsüchtigen Kinder gar nicht mehr erreichbar sind für das reale Leben, dann kann ich dieses "Hobby" nicht mehr mit Lesen, Gitarre spielen, Sport treiben etc. auf eine Stufe stellen. Ehemalige Spieler schreiben übereinstimmend, wie erlöst sie sich gefühlt haben, nachdem sie es endlich geschafft hatten, mit dem Spielen aufzuhören, wie glücklich sie über wiederentdeckte Interessen und Leidenschaften sind. Kein begeisterter Gitarrist (um bei diesem Beispiel zu bleiben) wird seine Wohnung verwahrlosen lassen, nicht mehr nach draußen gehen, seine Ausbildung gefährden oder gar ganz abbrechen, keine Freunde mehr treffen, die Familie vergessen, die Partnerin links liegen lassen usw., wie es in zahllosen verzweifelten Beiträgen geschildert wird. Dir ist es doch genauso gegangen. Klar hast Du gute Erinnerungen an WoW - Gott sei Dank - aber trotzdem bist Du froh, da rausgefunden zu haben und hast Dein Verhalten sehr mutig und selbstkritisch als krank eingestuft, oder? Deshalb finde ich, dass man exzessives Spielen niemals ein begeisterndes Hobby nennen kann. |
merle(Dienstag, 10.Nov 2009, 13:30)genau das meine ich @ Happy Hour genau dieses gute Gefühl meine ich. Ich finde es Klasse, dass Du diese Sachen langsam wieder entdeckst. Das schönste Spiel ist das wirkliche Leben!! Mit absolut nichts zu vergleichen. Viel Erfolg mit der Gitarre. |
kleinesMauf(Dienstag, 10.Nov 2009, 16:17)Ich hab auch etwas positives... Heute bin ich zu unserer Schulpsychologin gegangen und habe mit ihr ein Treffen ausgemacht. Hab aber ein bisschen Angst ihr alles zu erzählen... Ansonsten habe ich ein hochgefühl erlebt, als ich gemerkt habe was mit mir los ist und dass das enden kann und alles wieder gut wird. Ich glaube, dass war auch diese befreihende Gefühl, dass genannt wurde... Heute bin ich von der Schule gekommen und habe meinen PC nicht gleich angemacht. Und jetzt habe ich ihn nur angemacht, weil ich ins Forum sehen wollte. Knachpunkt, mach weiter so. Deine ersten beiden beträge waren voller Optimismus, das steckt an. |
merle(Dienstag, 10.Nov 2009, 20:52)zeig ihm, was in Dir steckt! Hallo KleinesMauf, Das klingt ja richtig zuversichtlich. Klasse. Dann scheint es Dir ja etwas besser zu gehen als gestern abend? Was hälst Du davon, dem Menschen, den Du am meisten liebst, mal richtig kraftvoll zu beweisen, was in Dir steckt? Zeig ihm doch mal, wie wichtig es Dir ist, dass er zu Dir zurückkommt. So wichtig, dass Du jetzt diesmal wirklich alle Hebel in Bewegung setzen wirst, Deiner Spielsucht endgültig und ein für allemal den Garaus zu machen. Der wichtigste Schritt ist doch schon geschafft: Du hast erkannt, dass Du so nicht weiter machen willst. Und Du beteiligst Dich aktiv in diesem Forum, um andere zu ermutigen, auch über exzessives Spielen nachzudenken. Dass Du auch gleich heute früh schon einen Termin bei der Psychologin ausgemacht hast, ist ebenfalls ein Riesenschritt. Du schaffst es, ich spür das. Und Du wirst sehen: Du brauchst überhaupt keine Angst davor zu haben, vor ihr frei zu sprechen. Das ist nämlich wie eine Erlösung, wenn man damit erst einmal angefangen hat und merkt, dass man es darf, dass da einer ist, der zuhört. Du kannst Dich darauf freuen. Ganz liebe Grüße Merle |
kleinesMauf(Dienstag, 10.Nov 2009, 21:44)Hallo Merle... Ich freue mich auf den Termin bei der Schulpsychologin und ich werde auch morgen sofort bei der Adresse anrufen, die du mir gegeben hast. Ja, ich will das alles nicht mehr. SO kann es nicht weiter gehen. Die Termine helfen mir hoffentlich, ich denke schon, weil ich alles daran setzen werden, dass ich da raus komm... |
Knackpunkt(Mittwoch, 11.Nov 2009, 10:40)@ happyhour taugt der kurs auf youtube was? habe mir bis jetzt n paar grundlegende sachen durch ein buch beigebracht und komme irgendwie nicht weiter. ich glaube n richtiger lehrer wäre schon nicht schlecht aber das kann ja keiner ezahlen :(. @kleinesMauf datt wird alles schon. wie merleschon geschrieben hat, hast du die wichtigsten schritte schon gemacht. 1. es erkannt 2. dich damit außeinandergesetzt 3. hilfe/unterstützung gesucht das sind gleich 3 dinge auf einmal. mir persönlich hilft es am meisten, sich darüber auszutauschen und darüber zu reden. weil es ganz einfach befreit und sich andere sichtweisen zeigen. gerade in situationen in denen das "spielen" besonders laut nach einem ruft sollte man es nutzen darüber zu reden und den suchtdruck nicht verdrängen, sondern ihn aushalten und gegenangehen. git da so einige ansätze die ich aus der therapie mitgenommen habe. aber das alles hier auszubreiten wäre zu mühselig und bestimmt auch zu langweilig usw.. wie auch immer, du siehst das es unterstützung und hilfe gibt und du nicht allein bist mit dem problem. die wichtigsten schritte hast du getan und mit ein bißchen einsatz, durchhaltevermögen und festem willenkommst du auch davon los ![]() |
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