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        Der Aufstieg nach dem Fall... (Tagebuch)

Der Aufstieg nach dem Fall... (Tagebuch)

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kleinesMauf

(Mittwoch, 3.Feb 2010, 06:56)

Hallo ihr...
Ich habe lange nichts von mir hören lassen, tut mir leid... Es ist aber trotzdem nicht viel passiert... Ich war immernoch nicht beim Psychologen, ich habe auch keinen neuen Termin ausgemacht... Das wars auch schon...

Ansonsten:
Für den Moment habe ich meinen Kampf verloren... Ich habe wieder angefangen WoW zu spielen, mit meinem Freund habe ich ausgemacht 7h pro Woche. Die letzten Wochen hat es funktioniert, mal davon abgesehen, dass wenn ich mit ihm zusammen spiele, wir beide leicht den halben Tag spielen...
Gerade ist Wartungsarbeit und ich sitze hier und warte drauf das es vorbei ist und bin genervt, dass ich jetzt in mein Seminar muss...

Ich habe einige Beiträge von anderen in diesem Bereich überflogen, es freut mich, dass ich euch den Mut geben konnte, ebenfalls hier rein zu schreiben...



See you in Azeroth, kleines Mauf...

HappyHour

(Mittwoch, 3.Feb 2010, 15:04)
... der Fall nach dem Aufstieg
Hallo Kleines Mauf,

wirklich schön wieder etwas von dir zu hören. Nicht so schön, das alles, was passieren sollte in der Schublade liegt und alles was nicht passieren sollte, nun doch eingetreten ist.

< Ironie = an>
"Ich gratuliere deinem Freund, dass er niemals aufgegeben hat dich zurück an den PC zu lotsen. Ob über geschenkte Playstations, Highend Laptops oder das gemeinsame Spielen. Immerhin hat er es geschafft, das man wieder einen halben Tag zusammenspielt."
<Ironie = aus>

Oh, oh, oh... und das "Scheiss-Serverwartung-ich-muss-warten"-Syndrom hast du auch wieder. Wie ärgerlich!

Sooo Schade, du warst auf einem gutem Weg. Aber vllt kehrst du ja noch einmal in dich und überdenkst das ganze nochmal.



Dir die Daumen drück´

LG HappyHour!

merle

(Mittwoch, 3.Feb 2010, 15:36)
ich bin traurig
Liebes kleinesMauf,
ich hatte mir schon sowas gedacht, weil wir so lange nichts von Dir gehört haben.... Ich bin traurig, das gebe ich offen zu. Du warst doch auf einem guten Weg und ich war zuversichtlich, dass Du es schaffst, so kraftvoll und bewusst, wie Du es angegangen bist. Vielleicht brauchst Du ja aber auch diesen erneuten Schritt zurück, um dann endgültig den Weg da raus zu finden. Ich kenne das von mir: ich habe in meinem Leben manchen Umweg gewählt und manche Schleife gezogen, bis ich endgültig begreifen konnte, welches der Weg ist, der zu mir gehört. Vielleicht musst auch Du erst mal noch kreisen und kreisen, bis die für Dich richtige Landebahn freigegeben wird, durch was auch immer. Ich wünsche es Dir so sehr. Du weisst ja, dass wir immer für Dich da sind.
LG Merle

kleinesMauf

(Samstag, 6.Mär 2010, 16:04)
Hallo ihr...
Ich sitz hier gerade, höre "Krieger des Lichts" das Happy für mich rausgesucht hat und überlege wie ich in Worte fassen soll ich passiert ist...

Ich habe wieder viel Zeit mit WoW verbracht, ziemlich viel... Es macht mir noch genauso viel Spaß wie am ersten Tag und ich kann nicht aufhören... Mir ist inzwischen alles egal... Alles was passiert zieht in weiter ferne an mir vorbei... Ich habe nurnoch den Wunsch WoW zu spielen...
Mein Freund und ich haben uns jetzt getrennt... nochmal für zwei Tage zusammengerauft und heute entgültig getrennt... Er hat mir alles bedeutet... Aber durch unsere Probleme bin ich nurnoch mehr in wow geflüchtet... Ich weiß nicht was los ist... Ich versteh nicht wie er mir mehr oder weniger "egal" werden konnte... Er ist eigentlcih alles was ich noch habe und mir etwas bedeutet...
Gestern hab ich ihm aber gesagt, hier hast du mein WoW-Passwort, nimm es, und änder es...
Das hat er getan und gleichzeitig alle meine Charaktere gelöscht... Ich war furchtbar wütend auf ihn wusste aber auch gleichzeitig das es richtig war...
Und jetzt sitz ich hier am Pc von meinem Bruder, im Hintergrund läuft die Installation von WoW und ich hader mit mir ob ich mein Pw über die Funktion "Passwort-Vergessen" wiederholen soll...
Ich habe aber auch beschlossen jetzt endlich wieder bei der Diakonie anzurufen und einen Termin auszumachen, den ich auch einhalten werde...

Ich versuch mich zusammenzuraufen, versuch alles um dagegen anzukämpfen...
Nachdem ich einen Beitrag von Merle bei Johann gelesen habe (ihren zweiten) überlege ich, ob ich tun soll was sie ihm geraten hat... Einfach zu meiner Mutter zu gehen und ihr alles zu erzählen... Als ich den Beitrag gelesen habe sind mir die Tränen gekommen, ich bin mir nicht sicher warum... Aber ich denke ich wünsche mir nichts mehr, als das mich jemand tatkräftig unterstütz... Mich einfach erinnert, z. B. "Hey, wie sieht es mit dem Termin beim Psychologen aus. hast du den schon ausgemacht. Nein? Dann mach JETZT."
Mein Freund hat mir auch gesagt, auch wenn es aus ist ich unterstütz dich weiterhin dabei...

Ich will es schaffen... So sehr...



Liebe Grüße, Mauf

kleinesMauf

(Sonntag, 7.Mär 2010, 23:40)
Hey ho!

Ich habe heute Nachmittag mein Passwort wieder hergestellt und ein wenig gespielt... Ich weiß es ist falsch. Ich hab es gleich meinem Freund erzählt. Er hat mich dann einfach nur gebeten ihm das neue Passwort wieder zu geben und ich habe ihn zusätzlich noch gebeten die Mailadresse zu ändern.
Weiter hat er mir gesagt ich soll WoW von meinem Pc löschen, was ich dann tun werde. Aber zusätzlich hat er mir noch gesagt ich soll die WoW-CD's zerstören. Das viel mir schon sehr schwer mich mit dem Gedanken anzufreunden. Aber langsam kommt die Wut auf dieses Spiel und der Wunsch alles was damit zu tun hat klein zu hacken. Ich will meine Wut und meinen Frust darüber was dieses Spiel angerichtet einfach nur daran auslassen.
Und weiterhin ist jetzt gut, dass ich diese Woche die Arbeitstage in Regensburg verbringe. Hier habe ich keinen Zugang zu einem Pc, ich kann mit Arbeitskollegen etwas Unternehmen, denn was ich hier schon gelesen und begriffen habe: Dein größter Feind ist die Langeweile. Die werde ich zu jeden Preis irgendwie verhindern. Egal was, und wenn ich wieder zu Hause bin werde ich alles tun um Langeweile zu verhindern. Und wenn ich unser ganzes Haus dreimal hintereinander Putze, egal...
Morgen möchte ich erneut bei dem Psychologen anrufen. Auch wenn ich große Angst davor habe, ob sie mir überhaupt wieder einen Termin geben. Die Frau dort am Telefon macht mir Angst, ich habe überlegt das ich meinen Freund bitte für mich anzurufen. Aber dann denke ich, es ist mein Kampf. Das gehört dazu und das kann mir niemand abnehmen. Mich kann jeder begleiten und stützen, aber meinen Weg muss ich selbst gehen.
Da gibt es doch dieseS Sprichwort: jeder trägt sein Kreuz. Mir kann meines niemand abnehmen.

Ich wünsche allen noch eine wunderschönen Abend. Gebt nicht auf.
Mit ganz lieben Grüßen, Jeanette


Es wird, Merle du hattest recht. Ich habe noch den ein oder anderen Kreis gezogn, aber jetzt geht es vorwärts. Danke.
Ich habe wieder Kraft alles in Angriff zu nehmen. Es ist noch nicht viel erreicht. Aber ich will weg von dieser Krankheit und wenn ich in eine Klinik gehe. Ich will raus aus diesem ganzen Online Sumpf. Raus weg, Ende vorbei. ES REICHT!

kleinesMauf

(Montag, 8.Mär 2010, 12:39)
Hallo ihr!

Ich habe gerade, vor nicht mal 5 Minuten mit der Psychologischen Beratungsstelle gesproch dir Merle für mich rausgesuhch hat. Das Gespräch war einfach für mich, weil eine andere Frau als sonst am Telefon war. Am Donnerstag soll ich nochmal anrufen, da bekomm ich hoffentlich meinen Termin gesagt. Ich habe Angst vor langen Wartezeiten... Hab Angst dass ich meinen Mut verliere...

Ich bin guter Dinge das zumindest die Woche sehr gut verlaufen wird, weil wir habe immer eine Aufgabe zu lösen. Es ist gut beschäftigt zu sein. Da kommt man nicht auf dumme Gedanken.
Außerdem habe ich hier die Möglichkeit meinen Körper wieder in Form zu bekommen. Wir bewegen uns was mir gut tut, alles fühlt sich schwerfällig an. Jahrelang hab ich keinen Muskel wirklich gebraucht, aber jetzt kommt alles wieder in Schwung.
Zusätzlich habe ich hier die Möglichkeit, durch die Auswahl an Essen meinen Vitaminmangel wieder in den Griff zu bekommen.

Es ist toll mit seinen Freunden draußen zu sein, man gewöhnt sich wieder daran unter Menschen zu gehen und mit ihnen umzugehen.
Dieses Seminar erfüllt deswegen einen besonderen Zweck für mich. Ich will es als Sprungbrett zurück ins Leben nutzen. Eine bessere Möglichkeit gibt es wohl für mich im Moment nicht.

Gerade habe ich eine SMS von meinem Freund bekommen, dass ich mir doch besser jemand anderen suchen soll den ich mit zum Psychologen nehme. Das macht mich traurig aber auch gleichzeitig so wütend... Aber ich will mich davon jetzt nicht unterkriegen lassen. Ich werd ihm zeigen dass ich das auch ohne seine Hilfe kann!
Genauso wütend macht es mich das er trotzdem weiter WoW spielt, obwohl ich ihn gebeten habe aufzuhörn... Und dann fragt er mich auch noch nach Lösungen für ein Problem???
Wut und Trotz geben einem viel Kraft...

Ich lass mich nicht mehr von ihm zu WoW verleiten...!


Grüße, Mauf

merle

(Montag, 8.Mär 2010, 15:03)
Mauf is back!!!
Hallo kleinesMauf,
das ist einfach großartig, dass Du Dich hier wieder einklinkst und Deinen Kampf erneut aufgenommen hast. Ich bin sicher: nicht nur ich habe Dich vermisst und viel und oft an Dich gedacht. Alle anderen werden genauso wie ich sehr glücklich sein, dass Du wieder da bist und weiter machst.
Du wünschst Dir jemanden, der Dich unterstützt? Hier sind wir. Und nehmen Dich bei der Hand. Und erinnern Dich an Dein Telefonat beim Psychologen. Und schimpfen mit Dir, wenn Du wieder spielst. Und freuen uns, wenn Du Dich durchbeißt durch die erste schwierige Zeit. Denn die kann Dir niemand abnehmen. Durch diese ersten schweren Wochen des "Entzugs" musst Du durch, liebes Mauf, und Dir ganz schlau und bewusst Strategien zurecht legen, wie Du Langeweile umfahren kannst, lange Zeitlöcher vermeidest, Dir konkrete Beschäftigungen bereit hälst, um jede Klippe zu umgehen. Sorge vor für die Wochenenden, verabrede Dich, geh ins Kino, mach einen langen Spaziergang, räum den Keller auf, schnapp Dir ein tolles Buch, geh schwimmen, koch was Schönes, was Neues, was Du noch nie gemacht hast etc. etc. Bei Offline-Alternativen hat sich ja bereits eine beeindruckende und wunderschöne Liste angesammelt.
Die Idee, Dich Deiner Mutter anzuvertrauen, finde ich gut. Das, was ich Johannes geschrieben habe, lässt sich ganz und gar auch auf Dich übertragen. Habe den Mut, über Dein Problem zu sprechen, denn nur so können die anderen Dir auch helfen. Ich finde es Klasse, dass Du beim Psychologen angerufen hast. Da bist Du unglaublich über Deinen Schatten gesprungen und hast Deine Angst besiegt. Das ist ein ganz wichtiger Schritt gewesen!! Wenn Du erst einmal dort warst, wirst Du sehen, wie gut es tut, sich zu öffnen und endlich einmal alles zu erzählen.
kleinesMauf, was Deinen (ehemaligen) Freund anbetrifft, habe ich ein ganz ungutes Gefühl. Das ist jetzt sicher schwer für Dich, aber ich finde, Du solltest den Kontakt zu ihm abbrechen. Er tut Dir nicht gut! Dich in Deiner jetzigen Situation für WoW-Probleme um Rat zu fragen, ist einfach unglaublich daneben. Überhaupt die Tatsache, dass er weiter spielt, Dich aber beim Entzug unterstützen will - und dann doch wieder nicht?!?! - ist völlig indiskutabel. Ein unglaubliches Gewurschtel und Durcheinander. PC-Entzug einfordern, Dir aber eine PSP schenken. Dir raten, die WoW-CD zu zerbrechen, aber Dich bei WoW um Rat fragen. Dir Unterstützung anbieten, trotz Trennung, dann aber doch einen Rückzieher machen. Was ist das? Du solltest jetzt alles vermeiden, was Dich runter zieht, was Dich gefährdet und schwächt.
Verlass Dich auf Dich!! Du bist stark, und Du wirst professionelle Hilfe bekommen von Fachleuten, die sich mit Deinem Problem auskennen, und emotionale Hilfe von uns hier, die wir sozusagen alle im selben Boot sitzen, sei es als selbst Betroffene oder als Angehörige.
Ich habe großes Vertrauen in Deine Kraft.
Denk dran: Donnerstag: Psychologe anrufen.
LG Merle

kleinesMauf

(Montag, 8.Mär 2010, 18:25)
Hall Merle,

vieln Dank für deine Worte. Es gibt mir jedes Mal viel Kraft wenn du mir schreibst.
Ich werde deinen Rar befolgen und mir eine ganz lang List von Offline-Alternativn zurecht legen. Ich habe hier schon gelesen das Leut ihr alten Hobbys wiede haben aufleben lassen. Ich werde wieder Reiten gehen. Mein Vater hat mi oft gesagt, dass er sich freuen würde wenn ich wieder anfing und mir auch gesagt, dass er mir es auch bezahlen würde.
Ich glaub auch ich werde versuchen meinen Pc abzuschaffen und alles nötige übers iPhone zu regeln.

Du hast recht, das mit meinem ehemaligen Freund setzt mir schon sehr zu... Und iwie treibt mich der Gedanke, dass er weiter spielt, unabhängig von meiner bitte Aufzuhören, in den Wahnsinn. Ich kann nicht beschreiben warum oder was mich daran so stört. Ich werde nur sauer und habe den starken Wunsch zu spielen...
Und ich glaub ich weiß einn weiteren Grund warum Menschn online Rollenspiele spielen:
der Wunsch nach Freiheit. Du kannst in diesm Spiel tun und lassn was du willst, klar hast du spieltechnische einschränkungn, aber im großen und ganzen kannst du alles tun. Und wer kann das schon von seinem leben behauptn das er wiklich alles tun kann was er will?

Fürs erste war es das. Aber ich werde heute nochmal vorbei schaun.

merle

(Dienstag, 9.Mär 2010, 15:22)
grenzenlose Freiheit?
kleinesMauf,
das mit der Freiheit sehe ich anders: Wer stundenlang an einem PC-Spiel sitzen muss und da schier nicht raus kommt, der ist nicht frei, sondern an seine Sucht gekettet . Sucht macht unfrei, macht Dich zum Sklaven, macht handlungsunfähig und lähmt. Die wahre Freiheit ist die, ganz klar und frei im Kopf sein zu können, erkennen zu können, was gut tut und was nicht. Erkennen zu können, was notwendig ist und was nicht. Und auch einsehen zu können, dass nicht alles möglich ist. Wenn Du mit Deinem Pferd ausreitest, vielleicht durch den Wald, wenn Du die herrliche Luft riechst und "hoch zu Ross" die Natur genießt, dann bist Du frei. Du bist frei, wenn Du die Entscheidung fällst: "Ich gehe jetzt reiten, statt zu spielen."
Und was wäre auch ein Leben in "grenzenloser Freiheit"? Ein endloser Raum, unüberschaubar und Angst einflößend. Mir fällt dabei ein, dass man Säuglinge möglichst so in ihr Bettchen legen sollte, dass sie oben am Kopf die Begrenzung der Wiege spüren. Das gibt ihnen Halt und das Gefühl von Sicherheit. Auch wir "Großen" brauchen das: Unsere Begrenzungen, die uns Halt geben, sind Regeln, Gebote, eine Gemeinschaft, die uns zur Rücksichtnahme "zwingt", eine Partnerschaft, die zwangsläufig zu Kompromissen führt, damit das Zusammenleben lebbar wird.
Schaffe Dir Deine eigene Freiheit in Dir drin, indem Du Dich unabhängig machst von Deinem Freund und von diesem Spiel, zu dessen Sklave Du geworden bist.
Eine erfolgreiche Aussteigerin hat uns mal geschrieben: "Früher hieß ich Scampi und war eine Blutelfe. Jetzt bin ich wieder Carola, 16 Jahre alt, und bin froh, wieder leben zu dürfen." Das hat mich tief beeindruckt.
Einen wunderschönen "freien" und klaren Tag wünscht Dir
Merle

kleinesMauf

(Mittwoch, 10.Mär 2010, 06:50)
Hallo Merle,

ich hatte das Gefühl in WoW freier zu sein. Aber jetzt, so gesehen merke ich dass du recht hast.
Zu dieser Zeit war ich ganz und gar gefangen von WoW...

Ja es stimmt, dass das Gefühl von Halt wichig ist. Du hast mal wieder recht.
ich freue mich gerade über jeden der mir sagt, ich bin bei dir und unterstütze dich. Meine grenzenlose Freiheit ist im Moment freie von WoW zu sein. Weil ich war wirklich in dieser Bunten Welt gefangen....

Ich werde aus der Sucht ewas mitnehmen. Denn das ganze hat mir eigentlich erst gezeigt wie verdammt schön es ist zu leben. Ich respektiere und freue mich über jeden Tag. Und ich freue mich auf den Tag, an dm ich wieder auf einem echten Pferd sitzen werde und durch einen echten Wald zu reiten.
Man sieht alles wieder mit neuen Augen und geniest selbst die kleinsten Dinge.
Ich bin über jeden kleinen Schritt glücklich den ich mich vom Spielen entferne und auf mein Leben zugehe. Egal wie weit entfernt das Ziel ist und wie viele Berge ich erklimmen muss. Ich tue es, denn ich will mein Leben zurück.


Ich wünsch alln inen wunderschönen Tag.

kleinesMauf

(Donnerstag, 11.Mär 2010, 09:33)
Hallo ihr,

ich hab so eben mit der Suchthilfe telefoniert.
Meinen Termin habe ich am 29.03. ...

Ich hatte auf einen früheren gehoff, aber gut das wird so auch gehen.
Im Moment bin ich gut beschäftigt, da kommt keine Langeweile auf.
Für die Zeit die ich wieder zu Hause bin habe ich mir eine Liste zurecht gelegt was ich noch zu tun habe und was ich tun könnte.
Die zwei Wochen muss ich einfach schaffen.

Ist es eigentlich möglich bei der Krankenkasse anzurufen und sich nach einer möglichen Terapie zu erkundigen? Machen die sowas und würden die das vielleicht auch bezahlen...?


Liebe Grüße, kleines Mauf

merle

(Donnerstag, 11.Mär 2010, 12:45)
Klasse!
Das ist ja ganz Klasse, dass Du das Telefonat bereits erledigt hast. Heute stand nämlich auf meinem Erledigungszettel: Mauf an Anruf erinnern! Siehst Du, jetzt hast Du mich gar nicht gebraucht.
Ich denke mir, dass es kein Zufall ist, dass Du auf Deinen Termin noch warten musst. So hast Du Zeit, Deinen Entschluss weiter zu festigen und Dich kräftig nach professioneller Hilfe zu sehnen. Das mit der Liste ist eine hervorragende Idee. Du musst Dich jetzt mit viel Disziplin ganz bewusst spielfrei durch den Tag bringen.
Was eine Therapie anbelangt, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Die Suchtberatungsstelle macht das alles zusammen mit Dir und hilft Dir bei jedem erforderlichen Schritt. Die Krankenkassen zahlen eigentlich immer die Therapie. Onlinesucht ist zwar noch nicht offiziell als Krankheit anerkannt, aber man kann den Umweg über psychische Probleme gehen (Depressionen etc.) Aber auch da wird Dir die Suchtberatungsstelle helfen. Du brauchst Dich vor gar nichts zu fürchten. Das Wichtigste ist, dass Du da raus willst, mit jeder Faser Deines Körpers. Ich spüre, dass es so ist und dass Du keine "Schleifen" mehr zu drehen brauchst. Jetzt steuerst Du bewusst und klar die Landebahn "Heilung" an. Super ist das. Ich freu mich so.
Ich wünsche Dir einen schönen und aktiven Tag.
LG Merle

kleinesMauf

(Donnerstag, 11.Mär 2010, 17:13)
Hallo Merle,

ich hab mir für den Anruf auch extra eine Erinnerung ins Handy gemacht die dann ebenfalls nicht gebraucht habe.

Irgendwie habe ich das Gefühl ich hätte entzugserscheinungen. Ich fühl mich ganz aufgedreht und ruhelos... In meinem Kopf dreht sich alles, nicht immer ums Spielen aber da kommt keine Ruhe in meine Gedanken.
Weiß jemand wie ich damit umgehen könnte. Ich lenke mich ab, das funktioniert eigentlich ganz gut. Gibt es da weitere Möglichkeiten...?

Liebe Grüße, kleines Mauf

Knackpunkt

(Donnerstag, 11.Mär 2010, 19:05)
mir gings nach der therapie genauso. unendlich viele gedanken, die immer wieder aufblitzen, keinen kann man richtig fassen und zuende denken, weil der nächste schon wieder da ist.
totales durcheinander.
geholfen hat mir z.b.: musik hören und dabei rausgehenbzw. fahrrad fahren. dabei versuchen soweit wie´s geht auf´sfahren oder diemusik zu konzentrieren.
zur zeit geht´s bei mir auch wieder sehr wild im kopf zu. aber im postitiven sinne. da ich mich, seid einiger zeit mit dem buddhismus befasse und praktiziere hab ich dort einige hilfsmittel gefunden, die sich auf das "abschalten" von gedanken beziehen. es ist aber keine kurzfristige lösung, da man sein ganzes denken umstellen muss. aber falls du´s doch versuchen willst, probier´s mal mit meditieren.
hier mal n link
http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?threadid=1378
vllt.bringts ja was

kleinesMauf

(Donnerstag, 11.Mär 2010, 19:43)
Ja, ich habe aber zusetzlich noch dieses komische Gefühl in der brust. Es fühlt sich an wie wenn man große Angst oder Panik hat, oder man so tieftraurig und verzweifelt ist das man dieses schwere Gefühl in der Brust und den Knoten im magen hat. Es ist ganz komisch und ich fühl mich sonunwohl irgendwie.

Danke für den Tipp.
ich kenn eine Technik namens "Erden" sie dient der kompletten beruhiung des Körpers und des Geistes und der Energie Gewinnung für beides.
Das mit dem Gedanken abschalten beherrsche ich auch, nur ist es nicht so leicht wenn der Kopf durch das spielen mehr Infos bekommt als er verarbeitn kann. Es ist aber wie du sagst nur eine kurzfristige Lösung weil die Gedanken danach wieder das Kreisen anfangen.

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