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Montag, 4.Jan 2010, 13:54

Moppel Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 02.01.2010
Wie schaffe ich es,dass mein Sohn sich behandeln lässt
Hallo,
ich bin eine verzweifelte Mutter eines 24 jährigen Sohns. Mein Sohn ist WOW süchtig. Er hat seine Ausbildung abgebrochen und sitzt den ganzen Tag vor dem PC . Er bekommt zur Zeit kein Geld ( weder Arbeitsamt noch Kindergeld). Wenn ich nachmittags nach Hause komme,könnte ich in den Computer schlagen.
Mein Sohn zieht die ganze Familie mit runter. Er ißt nicht mit uns und wird meistens sehr frech. Der Heiligabend war ein Alptraum.
Ich habe mich mit der Sucht des Spiels beschäftigt und kann sagen, dass das alles auf meinen Sohn zutrifft.
Was können wir nun machen,damit er bereit ist,sich behandeln zu lassen.

Wir sind für jede Hilfe dankbar.

gruß Susanne
Montag, 4.Jan 2010, 22:41

Luna Benutzer ist offline

Benutzer Anfänger
Anzahl Beiträge: 27
Mitglied seit: 23.06.2009
Hallo!

Ich hab Dir eine PN geschickt.


LG
Luna
Mittwoch, 13.Jan 2010, 15:24

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 282
Mitglied seit: 12.06.2009
nicht einfach hinnehmen
Hallo Moppel,
es ist absolut unzumutbar für Deine gesamte Familie, diese Situation weiter so hinnehmen zu müssen. Euer Sohn lebt unter Eurem Dach, er ist erwachsen und kann nicht rücksichtslos und ohne auf Euch zu achten seelenruhig seiner PC-Sucht nachgehen. .... Näheres in einer privaten Mail an Dich.
LG Merle
Donnerstag, 14.Jan 2010, 17:06

NIDRO Benutzer ist offline

Benutzer Anfänger
Anzahl Beiträge: 16
Mitglied seit: 26.10.2009
PC-Abhängigkeit
Hallo Moppel,

das erste was Du tun kannst, ist dich selbst beraten zu lassen. Schau doch mal in derm Beratungsstellen -Abteil nach, ob in Deiner Nähe eine Drogen / SPielsucht / JUgendberatungsstelle ist. Diese (wie wir) breaten kostenlos auch Angehörige und besprechen so die nächsten möglichen und für Dich sinnvollen Schritte. Bitte keine Patentlösungen von anderen übernehmen - diese müssen nicht auf Dich passen.

Liebe Grüße

NIDRO


06232 / 2 60 47 NIDRO Speyer/Germersheim
Fachstelle Spielsucht
huegel-nidro@ludwigsmuehle.de
Freitag, 15.Jan 2010, 15:45

Moppel Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 02.01.2010
Hallo,

wir haben jetzt vom Arzt Atteste bei der Arge eingereicht,dass wir nicht mehr mit unserem Sohn zusammenleben können. Er ist dermaßen agressiv und spielt die ganze Nacht durch. Meine Tochter kann auch schon nicht mehr schlafen,da sie ihn nachts hört,wenn wieder mal ein Monster nicht getötet wird. Ihm ist das jedoch egal ,ob sie für die Schule ausgeschlafen sein muß. Er will jetzt mit einem Freund zusammenziehen und ich kann nur hoffen,das es klappt. Wenn nicht wird er auf jeden Fall hier rausgeschmissen, da er ja dann von Harzt 4 leben kann. Ich hoffe,dass er dann merkt,dass es sinnvoller ist arbeiten zu gehen. Er hat ja auch noch ein Auto und ein Handy ,dazu die Internetgebühren und alles andere. Das wird mit 345 Euro sehr schwierig.

Uns fällt dieser Schritt sehr schwer. Da wir aber von alles Seiten hören,dass wir ihm nur durch diesen Schritt helfen können,werden wir dass auch durchziehen.
Zur Zeit lebt er ja nur von unserem Geld,obwohl mein Mann auch seit August krank ist und nur Krankengeld bekommt. Ich bin soweit,dass ich in den Computer schlagen könnte,wenn ich nach Hause komme und kaum noch weiß, wie ich das alles finanzieren soll. Bevor er seine Ausbildung abgebrochen hat ,hat er sich erstmal Geld gespart um zur Zeit Auto usw. zu bezahlen. Nur keinen Cent für Miete ,Lebensmittel usw. Interessiert ihn auch nicht. Ich habe mich schon so oft mit ihm angelegt und habe dann fluchtartig die Wohnung verlassen um zu Freunden zu fahren. Wenn ich die nicht hätte,wäre ich wahrscheinlich schon längst freiwillig in eine Klinik gegangen. Mein Mann ist schon gar nicht mehr fähig sich mit ihm auseinander zu setzen. Wenn wir so weiter leben,geht unsere ganze Familie kaputt.

Aber jetzt ist Schluss mit Hotel Mama. Mein Sohn hat eine Ausbildung und kann arbeiten.

Den Psychologischen Dienst unserer Stadt habe ich informiert. Da war er auch einmal, aber die wollen mir keine Auskunft geben,was da besprochen wurde.

Außerdem haben 2 Psychologen uns dringend geraten,ihn vor die Tür zu setzen.

Gruß Susanne

Montag, 18.Jan 2010, 17:25

Eltern helfen Eltern Benutzer ist offline

Selbsthilfegruppe
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 26.10.2009
Hallo liebe Moppel,

ich weiß aus eigener Erfahrung (mein Sohn nahm Drogen), wie Du Dich fühlst in Deiner jetzigen Situation und wie schwer dieser Schritt ist, sein eigenes Kind vor die Türe zu setzen. Unterstützung und Rückhalt fand ich damals in einem Elternkreis. Das sind Selbsthilfegruppen für Eltern, deren Kinder suchtgefährdet oder schon suchtkrank sind. Ob sich in Deiner Nähe eine solche Gruppe befindet, kannst Du unter www.bvek.de herausfinden. Meinem Mann und mir hat diese Gruppe in dieser schwierigen Zeit sehr viel gebracht. Wir haben dort durch Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen Eltern gelernt, die Sucht unseres Sohnes nicht mehr zu unterstützen, sondern wie wir ihm auf seinem Weg aus dieser helfen können. Dadurch haben auch wir wieder unsere Lebensfreude zurückgewonnen. Heute leite ich selbst eine solche Elterngruppe und das Verhältnis zu unserem Sohn ist wieder gut. Er geht arbeiten und sorgt für sich selbst. Wir können uns auch wieder in den Arm nehmen und unsere Familienfeste sind wieder fröhlich.
Also nicht die Hoffnung verlieren und
herzliche Grüße
Eltern helfen Eltern



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