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Dienstag, 12.Jan 2010, 02:21

Johann Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 12.01.2010
Ich war ziemlich am Anfang von Arthoria dabei, das ein neues und süchtig machendes Spielsystem zu bieten hat. Ich hab dafür sogar das Spiel freewar fallen lassen.

Zum Spiel
Zuerst erstellt man einen Magier. Im Gegensatz zu anderen RPGs, kann man sich nicht bewegen, sondern man hat 20 Aktionen pro Tag frei. Nachdem man eine Ausrüstung hat, kann man zB das erste Gebiet besuchen (kostet eine Aktion), wo ein Monster auftaucht, gegen das man kämpfen muss. Besiegte Monster geben Erfahrungspunkte und Gold. Wenn man Level aufsteigt und stärkere Rüstungen/Waffen oder Zauber (mit sog Manakristallen) kauft, kann man in Gebiete mit gefährlicheren Monstern. Außerdem gibt es jedes Level neue Aufgaben und Rätsel in der Taverne, die übrigens alle sehr gut gemacht sind und man kann einen Punkt auf Kampffertigkeiten und einen auf andere Fertigkeiten verteilen.

Klingt eigentlich ziemlich gewöhnlich aber bei Arthoria kommen viele Faktoren dazu, die es besonders machen. Es gibt zwei Seiten: das Bündnis des Lichts und das der Dunkelheit. Auf Stufe 7 muss man sich für eine Seite entscheiden. Spieler der anderen Seite können überfallen werden, was keine Aktionen kostet, und (wenn man gewinnt) sowohl Gold als auch Ruhm bringt. Außerdem findet jeden Sonntag ein einstündiger Kampf um fünf Schreine statt. Die Seite, die am Ende mehr Schreine kontrolliert, genießt die darauffolgende Woche einige Vorteile.

Man kann seinen Charakter auf Alchemie oder sonstwas spezialieren, sein Anwesen, Kräutergarten, Altar (für den Licht bzw DunkelGott) usw ausbauen.
Spieler können Gilden bilden, was sehr viele neue Möglichkeiten eröffnet, zb einzigartige interne Gildengebäude, Gildenkriege usw.
Die Community ist das Sahnehäubchen. Die Spieler auf einer Seite halten wirklich gut zusammen und die Gildenmitglieder sind quasi eine zweite Familie. Die Gilden auf einer Seite halten zusammen und kooperieren zB bei den wöchentlichen Schreinkämpfen. Am oberen Rand ist ein Chatfenster mit verschiedenen Räumen (Allgemein, Bündnis, RP, Gilde...), bei denen man sich die Zeit vertreiben, wenn man zb warten muss, um wiederbelebt zu werden, sich zu regenerieren, um die Kräutersuche zu beenden etc
Dazu kommen noch kurze und lustige Minispiele, auf die man auch Zugriff hat, wenn man beschäftigt ist.
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Obwohl das Spiel grafisch eher an ein Programm erinnerte (inzwischen haben sie aber schon schöne Grafiken eingefügt, anfangs war es ja fast textbasierend), kann man unglaublich in dieser Welt versinken. Ständig gibt es Updates, wirklich einfallsreiche und schöne Spezialereignisse zB zu Halloween oder Ostern und wahnsinnig viele Rätsel. Da der Programmierer Mathematiker ist, sind einige wirklich sehr fordernd. Da kann man schon mal eine Stunde oder länger an einem Rätsel sitzen.


Das Problem des Spiels ist, wie so oft, der Zeitaufwand. Eine Nacht durchspielen wird man hier zwar nicht aber durch die 20 täglichen Aktionen liegt das Problem auf der Hand. Jede aufgewandte Aktion bringt indirekt Erfahrungspunkte, Gold und mitunter seltene Items. Verbraucht man nicht alle Aktionen bis zum Tagesende, versäumt man einiges. Wenn das öfters passiert, fällt man immer mehr zurück, was man sich vor allem in einer Gilde nicht erlauben kann.

Das Spiel macht am meisten Spaß, wenn man es intensiv auskostet und das geht nur in einer Gilde, wo aber jeden Tag schon ein paar Stunden draufgehen können. Selbst wenn man weniger spielt, bleibt die "Pflicht", seine Aktionen zu verbrauchen, beim Schreinkampf mitzumachen, Kräuter zu ernten, den Magier auf Kräutersammeln schicken, die neuesten Rätsel und Aufgaben der Taverne zu lösen usw

Ich hab es geschafft, mich von meiner Gilde zu verabschieden und meinen Charakter der ersten Stunde zu löschen. Inzwischen hab ich mir aber wieder einen neuen erstellt. Ironischerweise haben sich aber nach einiger Zeit bei meiner Gilde alle anderen Mitglieder gelöscht, weil ihnen das Spiel zu zeitaufwändig war.


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