Tja,
ich habe viel hier gelesen, lange Zeit auch nur als anonymer Leser aber es brachte mir die Einsicht, damals,daß mein Leben aus meinen Händen gleitet.
Ich bin 35 jahre alt, denkt man kaum, das welche mit so einen Alter an einem Kinderspiel verlieren ...
Ja, wie fing es an,
... durch meine Ex-Freundin und wie wohl bei jeden anderen, der dies Problem hat, ein paar mal "gedaddelt".
Ich spreche von WoW...bevor wir uns getrennt hatten, habe ich eine Arbeit gehabt, Freunde, bin Regelmäßig mit in Opern und Events gefahren, aber als sie mich verließ, so nach meine Einschätzung, fing es an.
Ich hatte bei einer bekannten Fast-Food-Kette gearbeitet und um den Schmerz von meiner Ex-freundin zu überwinden, stürzte ich mich in die Arbeit, doch begriff ich, daß ich nicht alleine sein konnte und fing nach meiner arbeit dann richtig akitv wow zu spielen.
sprich Arbeit-wow-bissel schlaf(oder kein schlaf)-arbeit!
Es gab mir wirklich ein Gefühl,daß ich verstanden wurde,Geborgenheit, "freunde" dort hatte und so ging es auch 1,5 Jahre gut, bis ich das Gefühl hatte bei der Arbeit missverstanden worden zu sein.
Klingt lächerlich, ja ich weiß, doch meine Arbeitskollegen waren und sind super, der Besitzer aus meinen Bezirk versuchte mir zu helfen und gab der Arbeit die Schuld, daß ich wow-süchtig wurde. Es war eher der Tropfen, so meine Meinung ...
Gemeinsam gingen wir zu einigen Sucht-Drogenberatungen, doch selbst mein ehemaliger Arbeitgeber blicke mich nur an und meinte, dies wäre das Richtige, wenn ich alkohol trinken würde oder an Glücksspielautomaten wäre es das Richtige gewesen und so suchten wir einen Psychoterapeuthen auf.
Währenddessen, ging ich schon gar nicht mehr zur Arbeit, habe mich nichtmal krank geschrieben und so hatte ich meine Kündigung bekommen.
Durch das Arbeitsamt angetrieben, besuchte ich den Therapeuten weiterhinund fühlte mich langsam auf den Weg der Besserung, hatte gerade angefangen wieder soziale Kontakte zu knüpfen, bis er vor kurzem mich als völllig gesund und"geheilt" beim Arbeitsamt gemeldet hatte.
Ich bin noch immer verirrt von seiner Beurteilung ud sicher kann ich nun bei meinen alten Arbeitgeber wieder anfangen, dieser hatte auch nach der Zeit meiner Kündigung sich erkundigt wie es mir geht usw. ...und wenn ich solch einen Zettel in den händen hätte auch bei ihm wieder anzufangen.
Gut, ich gebe zu Wow, habe ich 3 monate lang nichtmal dran gedacht, doch nun, wo ich "angeblich" gesund bin ...habe ich richtige Angst...man kann es sogar Panik nennen, wieder zu verfallen.
Ich fühle mich keineswegs geheilt, noch therapiert und habe das eigenartige Gefühl, das hier eher das AA dahinter steckt, um mich wieder an die arbeit zu bekommen.
Ich bin ...verzweifelt
bewusst stabilisieren
Hallo mae,
ich kann gut verstehen, dass Du jetzt plötzlich Angst bekommst. Nun ist die Zeit vorüber, in der sich viele Menschen um Dich gekümmert haben, die Zeit, in der Du vom Therapeuten gut betreut worden warst und das klare Ziel vor Augen hattest, geheilt zu werden. Nun stehst Du vor der eigentlichen Bewährungsprobe: Du musst das, was Du in der Therapie "gelernt" hast, umsetzen und stabilisieren. Das ist nicht leicht und dessen brauchst Du Dich wahrlich nicht zu schämen. Ich denke der wichtigste Punkt ist, dass Du wieder Arbeit bekommst, denn genau die Zeiten, in denen Du daheim rumhängst und nichts Konkretes zu tun hast, sind gefährlich für Dich. Diese Situation solltest Du unter allen Umständen vermeiden. Du schreibst, dass Du allmählich wieder angefangen hattest, Kontakte zu knüpfen. Daran solltest Du aktiv und ganz bewusst weiter arbeiten, denn dieser Punkt ist immens wichtig für Deine Stabilität. Langeweile und Ziellosigkeit sind jetzt Dein größter Feind, denn das Risiko, dadurch rückfällig zu werden, ist groß.
Ich kenne zwei Aussteiger, die sich ganz bewusst daheim gegen das Internet entschieden haben, weil ihnen klar ist, dass sie es sonst nicht schaffen, "trocken" zu bleiben. Der eine erledigt seine e-mails über I-Phone und der andere geht ganz zielgerichtet dafür ins Internetcafe. Dies ist sicherlich ein radikaler Schritt aber auch bewundernswert in seiner Konsequenz. Vielleicht wäre eine solche Eigenmaßnahme zumindest vorübergehend auch für Dich in Erwägung zu ziehen, bis Du Dein Leben wieder vollständig im Griff hast und alles wieder fließt...??
Ich wünsche Dir ganz viel zupackende Kraft und vor allem viel Zuversicht. GLaub an Dich.
LG Merle
Was ist Gesund?
Hallo mae,
ob man von PC-Abhängigkeit geheilt werden kann ist eine gute Frage. Sehr viel wert ist, dass Du es geschafft hast das Spielen aus Deinen Gedanken zu vertreiben. Allerdings sehe ich es so, dass die Therapie eigentlich jetzt beginnt. Frage doch mal Deinen Therapeuten, ob er noch eine "Nachsorgebehandlung" machen kann. Ziel: Begleitung auf dem Weg des "trockenen Spielers", Hilfe beim Umgang mit Enttäuschungen um "Rückfälle" zu vermeiden.
Wenn er das nicht macht, kann eine Suchtberatungsstelle richtig sein, vor allem, wenn diese auch Glücksspieler berät (denen kann es recht ähnlich gehen, Glücksspieler und PC- Spieler scheinen ähnlich zu leiden - ob am gleichen, weiß noch keiner).
Viel Kraft und Erfolg !!
PS, kannst Dich ja mal melden ...
06232 / 2 60 47 NIDRO Speyer/Germersheim
Fachstelle Spielsucht
huegel-nidro@ludwigsmuehle.de
meiner meinung nach kann man sucht nicht heilen.
man kann das suchtverlangen soweit zurückdrängen und wege, einstellung, hilfsmittel finden die einen unterstützen den suchtdruck für den moment zu verdrängen. trozdem musst du immer damit leben und dir ständig klar darüber sein, das die verlockung überall lauert und ihr widerstehen musst. desweiteren glaube ich, das dieses problem auch suchtübergreifend ist. man nennt das suchtverlagerung.
ich für meinen teil habe eingesehen, das ich eine menge suchtpotenzial mit mir rumschleppe. ich habe gekifft bis mein körper mir signalisiert hat: ende! danach habe ich WoW gezockt, bis mein körper, meine frau und kinder mir gesagt haben. ende!
meine erkenntniss: höchste achtsamkeit bei allem was irgendwie auffällig ist, das daraus keine sucht wird.
bsp.: ich trinke gerne mal ein bierchen. bin mir aber auch bewusst das ich aufpassen muss warum ich ein bier trinke? hab ich einfach nur durst drauf, ok. trinke ich aber um zu vergessen, verdrängen usw. ist schluss mit lustig.
du wirst also damit leben lernen müssen, das es für dich kritische situationen geben wird in denen dich der "teufel" packt aber es wird immer weniger je länger du ohne ihn auskommst. und du wirst sehen es geht, genug andere haben es schon vor dir geschafft.
Wer den Wal hat, hat keinen Fisch.
Gehe zu
Wer ist online?
Benutzer online: 0,
Gäste online: 12
Forum Statistiken
Themen: 643, Beiträge: 1743, Mitglieder: 827
Wir begrüssen unser neuestes Mitglied:
holger1964
Heutige Geburtstage
Heute hat kein Mitglied Geburtstag.