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20xxx Hamburg Kurzdarstellung virtuelle Beratungsstelle
Die Zielgruppe einer zukünftigen vituellen Drogenberatungsstelle sollte sich zumindest konzeptionell mit der einer regulären Beratungsstelle decken. Sie umfasst demnach in ihrem Beratungsangebot thematisch alle Formen der substanzgebundenen Sucht sowie auch sämtliche substanzungebundenen Süchte, sogenannte Verhaltenssüchte. Das zukünftige Angebot der virtuellen Beratungsstelle gestaltet sich altersungebunden. Da jedoch lediglich 33 % der über 54jährigen das Internet überhaupt nutzen, auch wenn davon stattliche 53 % täglich online sind, ist erwartbar, dass vornehmlich die Gruppe der bis zu 54jährigen ein solches Online-Angebot in Anspruch nehmen werden, konzeptionell wird die Gruppe der über 54jährigen gleichwohl nicht ausgeschlossen. Vielmehr kann das Konzept nach Implementierung der virtuellen Beratungsstelle und der Auswertung erster Erfahrungswerte um ein spezielles Angebot für ältere Menschen bei Bedarf erweitert werden.
Des Weiteren richtet sich das Angebot grundsätzlich an Personen beiderlei Geschlechts, auch hier wiederum mit der Möglichkeit des Ausbaus geschlechtersensibler Beratung. Schließlich soll gleich der reellen Beratung auch
der Bereich der Angehörigenberatung, zuzüglich des Themas Koabhängigkeit, durch die virtuelle Beratung abgedeckt werden. Die einzige Begrenzung des zu erreichenden Personenkreises ergibt sich durch den Aspekt der Regionalität. So soll sich die Zugänglichkeit zu der virtuellen Beratungsstelle ausschließlich auf Personen innerhalb Hamburgs beschränken.
Grundsätzlich ist das langfristige Ziel der Online-Beratung, die online kontaktierten Klienten in eine face-to-face-Beratung zu geleiten . Bei allen offensichtlichen Vorteilen, die eine Online-Beratung genießt, kann sie doch nicht den realen Kontakt mit seiner Verbindlichkeit und Vertrauensbildung gänzlich ersetzen. Allerdings erweist sich ein solch virtuelles Angebot als außerordentlich wertvoll bei Menschen,
◇ die aus Angst oder Scham den Weg in eine Beratungstelle nicht schaffen. ◇ deren körperliche Mobilität den Weg in die Beratungsstelle nicht zulässt. ◇ die eine klare Fragestellung haben, deren Beantwortung den Aufwand, eine Beratungsstelle aufzusuchen, nicht rechtfertigt. ◇ die online-süchtig sind und in ihrer sozialen Isolation so weit fortgeschritten sind, dass sie den weg nicht bewältigen.
Ziel der Online-Beratung ist es, den Kontakt zu denjenigen herzustellen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, sei es aus Angst, Scham oder aufgrund einer fortgeschrittenen sozialen Isolation, folglich also denjenigen, deren Bedarf an Hilfestellung besonders hoch ist. Mittels einer vorgelagerten Beratung via Internet ist es möglich, die Klienten in einem Setting abzuholen, in dem sie sich zu einem großen Teil ihrer Zeit aufhalten, bzw. das ihnen vertraut und mit weniger Hemmung verbunden ist. Aus eigener Erfahrung in der Online-Beratung im Rahmen des Beratungsteams Online-Sucht wissen wir, dass die Bereitschaft der User, reell ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen wohl vorhanden ist und dass die Möglichkeit, durch den Beratungschat einen Eindruck von dem jeweiligen Berater zu erhalten, durchaus förderlich wenn nicht sogar konstituierend für die Inanspruchnahme eines rellen Termines ist. Grundsätzlich ist jedoch auch eine längerfristige Betreuung via Chat bei Klienten, deren Schwelle zu einer Realberatung höher liegt als bei den eben benannten, zwar möglich, jedoch durch das Medium selbst gegenüber einer face-to-face- Beratung empfindlich eingeschränkt.