Hallo Team,
ich habe mal überlegt, was ich machen kann und mir sind ein paar Sachen eingefallen.
Zum einen: ich habe inzwischen viele Berichte, Gutachten und wissenschaftliche Aufsätze gesammelt und gelesen. Auch habe ich einige Bücher zu dem Thema bestellt. Ich plane, selbst ein Buch zu schreiben, das Betroffenen und Angehörigen eine erste Orientierung bieten könnte. Themen wären z.B. Ursachen und Formen von Mediensucht, Stand der wissenschaftlichen Forschung, Behandlungsmöglichkeiten, aber auch grundlegende Infos über Gefahren, Prävention oder einschlägige Termini in der "Szene". Das ganze sollte einerseits leicht zugänglich, andererseits aber auch fundiert und wissenschaftlich wertvoll sein. Was mir wichtig ist: das Werk soll frei verfügbar und verbreitbar werden, ich neige bei solchen Sachen gern zur Creative-Commons-Lizenz. Ob das eine Publikation für den Verein und im Namen des Vereins wird, müssen wir noch sehen. Mir ist wichtig, dass ich damit möglichst viele Leute erreiche. Die Informationsbeschaffung und Lektüre wird wohl etwas dauern. Das Ganze soll natürlich nicht hingeschlunzt werden.
Desweiteren habe ich mit einer Bekannten, die Erzieherin in einer Kindertagesstätte ist, über ihre Erfahrungen mit dem Problem, über Prävention und Sensibilisierung gesprochen. Vielleicht ergibt sich da die Möglichkeit von "Streetworking", dass ich mal in solche Einrichtungen gehe und den jungen Menschen die Gefahren aufzeige und sie aufkläre. Auch das halte ich für wichtig, dass junge Menschen einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien lernen. Behandlung ist teuer und aufwändig, Prävention kann da etwas vorbeugen.
Die Idee mit der Selbsthilfegruppe in meinem Ort steht nach wie vor. Da will ich das "Netzwerk" auch ernst nehmen und hoffe auf Unterstützung anderer SHGs. Ich habe keine Ahnung, wie man sowas aufbaut und wie man die Betroffenen erreichen kann. Hier muss ich erst noch lernen.
Noch ein Ansatz: vielleicht wäre es möglich, gezielt Psychologen und Psychotherapeuten in meinem Gebiet anzusprechen und sie dazu zu bewegen, das Problem "Mediensucht" ernstzunehmen und sich damit zu beschäftigen, damit die Behandlung zielgerichteter und wirksamer wird. Dazu plane ich, im Rahmen des Buches eine Info-Broschüre zu basteln, die kurz und knapp wichtige Infos zusammenstellt und Hinweise auf weitere Informationen bietet.
Und zum Schluss: ich könnte mal gucken, welche Stellen und Einrichtungen sich in meiner Gegend mit der Thematik im weitesten Sinne befassen und mit denen eine Zusammenarbeit anstoßen. Es gibt bei uns im Kreis einen Verein für Suchtberatung, einige Stellen der Caritas, sicher finde ich noch mehr. Die Kräfte sollten gebündelt werden.
Wenn Ihr noch Aufgaben und Vorschläge habt, immer her damit. Es gibt viel zu tun, packen wir's an.
Gruß,
Chris.