wir wissen nicht weiter
Hallo
Ich habe mich heute neu in diesem Forum angemeldet,da auch wir zuhause einen Sohn haben,der nur noch WoW spielt
Das Problem bei ihm ist aber größer.er war immer schon sehr groß und übergewichtig.Daher ist er in der Schule immer geärgert
worden und dadurch hat er sich immer mehr zurückgezogen.Wir haben ihn schon zu einer Kur zur Gewichtsreduktion geschickt,waren
beim Schulpsychologen und haben viele gemeinsame Gespräche immer in seinem Beisein mit den Lehrern geführt.Dort wurden Pläne aufgestellt
was man verbessern könnte,damit seine schulischen Leistungen sich wieder verbessern ,da gehörte natürlich auch das Computerspielen dazu
Wir haben versucht ihn durch Fitnessstudio,Gitarre spielen lernen oder Schach Kurse etc.auf andere Gedanken zu bringen und auch aus seinem
Zimmer zu bewegen,aber er macht immer nur kurz mit und verzieht sich dann wieder in sein Zimmer zurück
Mittlerweile ist er 18 Jahre alt,verläßt dieses Jahr das Gymnasium mit einem Realschulabschluß,da er einfach keine Leistung mehr bringt
und total demotiviert ist und findet hoffentlich einen Ausbildungsplatz
Damit er nicht mehr WoW spielt haben wir zuerst den Monitor aus seinem Zimmer genommen,den er sich heimlich wieder geholt hat
und nach jedem Spiel wieder versteckt.Dann haben wir ihm den Stick abgenommen.Auch den hat er sich wieder geholt und versteckt
So geht es immer weiter und er sieht überhaupt nicht ein mit dem spielen aufzuhören
Wie kann man ihn für irgendwas anders gewinnen.Er hat bei allem Angst,das er wieder geärgert wird und bleibt deshalb lieber zuhause
PLZ
Hallo kuchenmacher1,
habt Ihr schon mal mit einer Suchtberatungsstelle gesprochen. Manchmal liegt ein "Schlüssel" auch bei uns Eltern
(
"Erste Schritte bei Mediensucht").
Schickt doch bitte per PN Eure Postleitzahl (PN=private Nachricht --> anmelden und auf den Benutzernamen mit der linken Maustaste auf private Nachricht gehen.).
Wir melden uns in den nächsten Tagen ausführlicher...
Herzliche Grüße
team-ch
elterliches behütendes Verhalten
Hallo kuchenmacher1,
ich habe Euch eben drei ausführliche PN,s geschickt, u.a. mit Adressen, die Euch mit Sicherheit weiterhelfen können. Es wäre gut, wenn Ihr auch eine Selbsthilfegruppe aufsuchen / oder gründen könntet. Der Austausch mit anderen betroffenen Familien gibt viel Kraft und vor allem das tröstliche Gefühl, dass Ihr mit Eurem Problem wahrlich nicht allein seid. Wir haben durch unsere Gruppe so viel gelernt über den Umgang mit Sucht und vor allem darüber, wie wir Eltern allein durch die Tatsache, dass wir etwas bei uns selbst verändern, unseren Kindern helfen können. Wir haben gelernt, dass elterliches behütendes Verhalten die Sucht des Kindes verlängert, dass wir unseren Kindern das Leben zumuten müssen mit all seinen Schwierigkeiten und Widrigkeiten. Unsere Kinder müssen lernen, mit negativen Erlebnissen fertig zu werden. Wenn wir ihnen diese abnehmen oder schon im Vorfeld vermeiden, dass sie diese überhaupt erleben, können sie nicht stark werden fürs Leben. Dann ist die Flucht in die virtuelle Welt der einzige Weg, den sie zu meistern in der Lage sind. Sucht betrifft immer das gesamte Familiensystem, und jeder Einzelne kann auf die Suche gehen bei sich. So kann die Gesamtproblematik auch zur Chance für alle werden.
Wir wünschen Euch ganz viel Kraft, Eurem Sohn da raus zu helfen, ihm Erfolgserlebnisse zu schaffen und ihm klare Grenzen zu setzen.
Herzliche Grüße
Merle
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