wow sucht meines sohnes (19)
hallo erst mal
ich bin neu hier und durch zufall auf diese seite gestoßen
mein sohn (19) lebt seit einem gutem 1 3/4 jahr wieder in meinem haushalt .
er ist seit ca 4 jahren wow süchtig und vorher war es counter strike etc.
er zog zu mir um seinen vater nicht mehr zu ertragen.
naja ..mittlerweile erträgt er mich nicht mehr ,wenn ich ihn ständig ermahne ,er solle seine termine mit dem arbeitsamt und dem betreuer des arbeitsamtes,der ihn schon sehr gute psychologische therapieplätze angeboten hat ,einhalten.
mein sohn wiegt mit seinen 19 jahren nur ca 52 kg bei 180cm.
da es jetzt sehr heiß ist ,hat er auch kein t-shirt an und sein bauch wölbt sich nach innen .
es tut mir in der seele weh ,wenn ich ihn so ansehen muss .
ich habe auch noch eine 9 jahre alte tochter ..ich verbiete ihr den computer und sie kommt damit zurecht.
ich habe nicht die geringste ahnung ,was ich mit meinem sohn unternehmen könnte um ihm zu helfen .er lässt sich auf nichts ein und ist agressiv ,wenn ich ihm das modem weg nehme.
er macht mir dann auch alles aus ,sowie meinen fernseher ,meinen rechner,im bad das licht ,wenn ich duschen oder baden möchte . bin schon schlauer und nehme dann eine kerze mit ins bad.
ich fühle mich so hilflos und schuldig an seinem erscheinungsbild .
vielleicht kann mir ja jemand einen tipp geben .
ich lebe in dortmund
liebe grüsse luisa
und noch etwas, ich bin 53 Jahre
auf eigenen Füßen stehen
Hallo Luisa,
ich kann Deinen Kummer gut verstehen und auch Deine große Sorge um die Gesundheit Deines Sohnes. Trotzdem wäre es wichtig, dass er auf eigenen Füßen steht mit seinen 19 Jahren. Wenn er weiterhin ein warmes Nest vorfindet, in dem ihm alles abgenommen wird und in dem er behaglich seiner Spielsucht nachgehen kann, wird er keine Veranlassung sehen, etwas in seinem Leben zu verändern. Er wird die Termine beim Arbeitsamt nicht wahrnehmen und auch keine Therapienotwendigkeit für sich sehen, weil es ihm ja letztendlich an nichts fehlt. Durch die Schuldgefühle, die Du bezüglich seiner körperlichen Verfassung hast, wirst Du leicht erpressbar bleiben, und so wird sich an dieser für Euch beide unhaltbaren Situation nichts ändern. Sowohl für Dich als auch für Deine Tochter ist dies auf Dauer so nicht lebbar.
Dein Sohn braucht Hilfe, doch solange er nicht bereit ist, diese aus eigenen Stücken und freiwillig für sich in Anspruch zu nehmen, kannst Du nichts machen. Du kannst nur ganz viel dazu beitragen, dass er es nicht mehr so "gemütlich" hat, indem Du ganz klar einforderst, dass er auf eigene Füße zu stehen kommt. Du darfst ihm das Leben zumuten - er ist erwachsen und er wird es schaffen und am Ende stolz auf sich sein.
Es wäre wichtig für Dich, zu einer Beratungsstelle zu gehen, damit Du gestärkt wirst und es besser schaffst, vertrauensvoll und mutig loszulassen. Sollen wir für Dich eine entsprechende Stelle heraussuchen?
Ich grüße Dich herzlich und wünsche Dir ganz viel Zuversicht.
Merle
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