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Dienstag, 1.Mär 2011, 19:53

Stephan Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 1
Mitglied seit: 01.03.2011
WOW Abhängig
Ein Hallo an alle

Mein Name ist Stephan und ich suche Hilfe. Der Vater meiner Lebensgefährtin spielt das Spiel WOW schon 3-4 Jahre.Er ist 62 Jahre und die Stunden werden immer mehr,zur Zeit sind es 6-10 Stunden täglich die er bei diesem Spiel verbringt.Seine Frau ist sehr unklücklich über diese Situation.Mehrmals hatte sie mit Trennung gedroht aber das brachte nicht den gewünschten Erfolg.
Mir geht es in erster Linie um die Frau ( bald meine Schwiegermutter) sie zerbricht je länger sie dieses Spiel mitmacht (nicht das WOW sondern das Spiel ihres Mannes) Stück für Stück. Nun lebe ich in Rheinland-Pfalz mit meiner Lebensgefährtin und ihre Eltern wohnen in Mecklenburg Vorbommern.Kann mir jemand Adressen oder Tel. von Beratungsstellen für meine Schwiegermutter im Raum Greifswald oder Stralsund geben?
Für euere Hilfe bedanke ich mich jetzt schon einmal.

LG

Stephan
Freitag, 4.Mär 2011, 10:01

Cem Benutzer ist offline

Benutzer Anfänger
Anzahl Beiträge: 13
Mitglied seit: 07.02.2011
Hey Stephan,

ich denke die Frau des Betroffenen sollte sich einmal in einer Suchtberatungsstelle beraten lassen.
Suchtberatungsstellen unterhalten in der Regel die beiden Kirchen also einfach mal in der Richtung suchen.
In Greifswald gibt es noch diese Stelle hier.

http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/thema/192/63/1/17489-greifswald-mediensucht-kompetente-beratung-und-hilfe/
Dienstag, 8.Mär 2011, 08:42

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 282
Mitglied seit: 12.06.2009
zu viel freie Zeit?
Hallo Stephan,
ich kann gut verstehen, dass Du Deiner zukünftigen Schwiegermutter helfen willst. Das Grundproblem wird sein, dass der Betroffene keine Aufgaben mehr hat und zu viel freie Zeit, die er nicht anders auszufüllen weiß als mit WoW. Wahrscheinlich ist er frühzeitig in Rente gegangen und steht nun vor einem Riesenloch. Eine äußerst schwierige Situation, auch für seine Ehefrau, die sich den gemeinsamen Lebensabend mit Sicherheit anders vorgestellt hat....
Es wird gut sein, wenn Deine Schwiegermutter eine Beratungsstelle aufsucht (Cem ist ja für Greifswald bereits in unserem Netzwerk fündig geworden. Danke, Cem!). Dort wird sie gestärkt werden und kann sich ausführlich über die nächsten erforderlichen Schritte beraten. Mit einer Trennung zu drohen, macht nur dann Sinn, wenn dies nicht nur eine hohle Drohung ist, sondern konsequent und klar in die Tat umgesetzt wird. Der Betroffene merkt dies sehr genau. Oft ist es auch so, dass der süchtige Spieler beim Trennungsgedanke zuerst einmal eher froh ist, weil er die Perspektive sieht, endlich in Ruhe gelassen zu werden und endlich ungebremst spielen zu können. Was das Fortgehen des Partners, der ja das übrige Leben am Laufen gehalten hat, wirklich für ihn bedeuten würde, kann er erst einmal gar nicht umreißen. Ich kann Deiner Schwiegermutter nur wünschen, dass sie einen stabilen Freundeskreis hat, der sie auffängt in ihrer schwierigen Situation. Sie sollte sich in jedem Fall gut um sich selbst kümmern und Sorge tragen, dass sie an all dem nicht zerbricht. Es wäre gut, wenn sie sich fest einbinden lässt in Vereinsaktivitäten, ehrenamtliche Aufgaben und Freizeitaktivitäten, die sie mit anderen Menschen zusammen bringen. Vielleicht könntet Ihr sie darin bestärken.
LG Merle


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