Guter Fachmann, kürzlich kennen gelernt
Ich bin Elternvertreter und bin auch als Vater betroffen vom Thema Computerspielsucht. Unser Schulelternbeirat hatte gestern einen guten Referenten zum Thema Internet und Computersucht eingeladen, der den Vortrag leider nur vor Elternvertretern gehalten hat (oder halten durfte?).
Da ich als Techniker mit Theorien von Psychologen und Soziologen nicht viel anfange, war ich froh, dass der Referent ohne viel Schnickschnack einfach nur erklärt hat, welches die häufigsten Gründe für exzessives Computerspielen sind (bei sehr vielen Kindern zumindest) und uns ein paar handfeste Tipps für den Alltag mit auf dem Weg gegeben hat. Ich muss zugeben, dass mir der Abend immer noch nachgeht, denn mir ist jetzt klar geworden, wo ich als Vater auch Fehler gemacht habe. Muss das also erst noch alles verdauen, trotzdem aber war es sehr gut. Der Referent hieß Dr. Thomas T. Tabbert und kam aus Hamburg. Offenbar hält er den Vortrag demnächst auch noch in anderen Städten, es gibt aber auch ein Buch von ihm zum Thema Computersucht, für alle, die keine Gelegenheit haben, ihn persönlich zu treffen.
Manche Tipps waren überraschend simpel, z.B. dass der Computer nicht im Kinderzimmer stehen sollte, sondern immer an einem Ort, an dem die Eltern auch ein Auge darauf werfen können, wie lange das Kind spielt (zumindest nebenbei beobachten), manche Tipps verlangen aber auch von den Eltern, ganz anders in Zukunft mit ihren Kindern umzugehen und selbst auch anders mit dem Computer umzugehen. Letztendlich ist ein anderer Lebensstil gefragt, aber ich glaube, das kommt dem Familienleben nur zugute. Der Referent ist übrigens selbst Vater eines betroffenen Kindes, was er aber nicht an die große Glocke hängen möchte. Mit dem Publikum haben wir noch lange darüber diskutiert, ob es was bringt, den Computer einfach wegzunehmen, wenn es echt zuviel wird, vor allem, wenn die Versetzung auf dem Spiel steht. Mir wurde dann klar, dass iin schulischer Hinsicht Computerspiele oft viele Probleme machen, auch wenn die Kinder nicht gleich "süchtig" sind.
Vielleicht war deshalb der Abend für mich so hilfreich. Ich hatte das Gefühl, verstanden zu werden und die Ratschläge orientieren sich wirklich am Alltag. Es wurde auch getrennt erklärt, was den Computer für Jungs besonders reizvoll macht und was bei Mädchen der besondere Anreiz ist. Da das der erste Experte war, der sozusagen meine Sprache spricht, ist das vielleicht auch noch für andere interessant. Wenn ihr Gelegenheit habt, den Mann mal anzuhören, geht hin!
Grüße
Tim
Gehe zu
Wer ist online?
Benutzer online: 0,
Gäste online: 18
Forum Statistiken
Themen: 658, Beiträge: 1785, Mitglieder: 888
Wir begrüssen unser neuestes Mitglied:
Sepp_
Heutige Geburtstage
Heute hat kein Mitglied Geburtstag.