facebook und anderes...
Original geschrieben von: Knackpunkt:
Braucht ein Mensch Facebook? NEIN!!! Wozu auch? Dieses ganze pseudofreundgequatsche is doch der größte Mist überhaupt!
Verallgemeinerungen helfen uns oft nicht weiter. Im Einzelfall sieht die Welt ab und zu ganz anders aus.
Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht Kontakt. Es gibt Menschen, die körperlich oder eventuell psychisch eingeschränkt sind und sich gegebenenfalls nur über die ihnen heute zur Verfügung stehenden Plattformen austauschen können, was ihnen früher nicht möglich war. Für diese Menschen ist das Internet mit den Foren und sozialen Netzwerken ein Segen und kein Fluch.
Original geschrieben von: NIDRO: Um mit den Jugendlichen im Gespräch zu bleiben ist es notwendig einen ruhigen Blick auf die Medienlandschaft zu werfen. Wilde Aussagen / Verteufelungen bringen nicht weiter und verstellen den Blick auf wesentliches.
Genau!
20 vergangene Jahre im Dienste der Pädagogik lassen meine Blicke auf unsere Jugend auch etwas geduldiger erscheinen.
Die Welt ändert sich und die Jugendlichen wachsen mit den veränderten Techniken auf und es war schon immer die Aufgabe der "Älteren", wachsam zu sein und dirigierend und korrigierend einzugreifen, notfalls auch zu verbieten. Dennoch scheint es mir so, als sei ein sinnvolles Eingreifen in der heutigen Zeit enorm schwierig geworden, da die Hintertürchen und Schlupflöcher für Jugendliche immer schwieriger von den "Erwachsenen" zu stopfen sind. Manchmal muss man eben auch ins Wasser springen, um jemanden aus den Fluten zu retten und das geht im Übertragenen Sinne nicht, indem man die Technik und die daraus entstandenen Umfelder verteufelt, sondern auch mal mitschwimmt und sich die ablaufenden Prozesse vor Ort ansieht und gegebenenfalls dann seine Stellung bezieht. Wurden die "langen Haare und Schlaghosen" deswegen nicht mehr angezogen, weil die Eltern sie verboten haben oder die Jugendkultur verteufelt haben? Nein! Sie wurden aus Protest erst recht zur Schau gestellt und erst als damit kein Protest mehr möglich war oder die "Mode" vorübergezogen war, konnte man merken: der "Spuk" ist vorbei. Facebook und Twitter werden vorbeigehen und es werden Dinge dafür erscheinen, die wir zunächst wieder nicht begreifen können.
Also:
Angst vor der Zukunft ist ein schlechter Ratgeber. Wir halten die Technik nicht auf. Wir halten die Jugend nicht auf. Begleitend zur Seite stehen, wenn nötig mit viel Geduld, aber immer das Ziel vor Augen, nämlich einen lebensfähigen, sozialen, friedliebenden, engagierten, selbstbewußten, zielstrebigen Menschen als Gegenüber haben zu wollen. Das wird nicht einfach, aber Leben ist immer ein Risiko!
Auch wenn das nun sehr allgemein war, was ich dazu schrieb, so bedarf es dennoch nur eines kleinen Schrittes, um Konkretes vor Augen zu haben: Nämlich mich!
Ich bin nicht bei Facebook und twittere nicht, aber ich bin z.B. in diesem Forum, weil ich augenblicklich die Hilfe brauche, um auch nach 7 Wochen WOW-Abschaltung nach vorne blicken zu können. Gäbe es diese Möglichkeit nicht hier, könnte ich mir einen Austausch über die oben angesprochenen Netzwerke durchaus vorstellen.
Soweit dazu
von Bernd.