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 Foren zum Thema Mediensucht / Partner-Forum
        Mein Freund ist PC-süchtig und ich war/bin es auch

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Montag, 16.Mai 2011, 03:09

mai Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 16.05.2011
Hallo,

ich war chat-süchtig. Ich war danach wow-süchtig und spiele immer noch, habe meine Aktivität aber von "sämtliche Freizeit" auf "am Wochenende... wenn ich denn Zeit hab und nichts anderes los ist" reduziert. Ich muss aufpassen, dass es nicht mehr wird, aber ich habe jetzt mit dem joggen angefangen und auch eine Partnerin (macht das Durchhalten definitiv einfacher) und bin am Wochenende oft genug unterwegs (Freund, Freunde, Familie, Joggen), sodass ich auch mal wochenlang gar nicht spiele. Ganz aufhören? Vielleicht... da drück ich mich noch vor, ich hab die Leute dort auch lieb gewonnen und es macht mir halt auch einfach Spaß. Ich muss jedenfalls auf mich aufpassen, vorallem wenn mich im Spiel jemand anspricht und fragt, ob ich nicht Lust hätte >regelmäßig< mit Ihnen dies und das zu machen. Es lockt, aber ich widerstehe. Trotzdem bin ich die letzten Tage wieder öfter online (Fremde Stadt, allein). Man vergisst sich... aber durch so ein Posting hier wird das dann wieder bewusst... gut so, morgen bin ich wieder joggen. (Und ja, da pass ich auch auf, es nicht zu übertreiben)

Meinen Freund habe ich in Wow kennengelernt. Wir haben uns von Wow aus mit ein paar (4-5) Leuten getroffen (quasi Lan-ähnlich, wobei da nicht allzu viel gezockt wurd) und auf einem dieser Treffen sind wir zusammengekommen. Das war vor gut 2 Jahren. Die Beziehung war von Anfang an eine Fernbeziehung ~170km, ist aber durch meinen Job auf das bis zu 4-fache gewachsen (wechselnd... momentan wieder eher ~200km) und wird auch noch mindestens die nächsten 1 1/2 Jahre eine Fernbeziehung bleiben. Sucht war immer ein Thema. Ich war mir immer bewusst süchtig zu sein. Er hätte es zwar meist nicht als "Sucht" bezeichnet, hat aber selbst gemerkt, dass es viel war. Er hat dann vor gut einem 3/4 Jahr, als er seine Ausbildung angefangen hat, ganz mit wow aufgehört, "damit er sich besser auf die Ausbildung konzentrieren kann". Ist doch sehr lobenswert, denkt ihr? Dachte ich auch. Das ist etwa 3 Wochen gut gegangen. Dann hat er gemerkt, dass er in der Schule eigentlich auch ganz gut zurecht kommt, ohne viel zu Hause zu tun... Nein, er hat nicht wieder mit wow angefangen. Aber dafür spielt er alle möglichen anderen Spiele. Egal ob Strategie, Shooter oder irgendetwas anderes (wie ordnet man Minecraft ein?), egal ob Single- oder Multiplayer... er spielt und das oft stundenlang. Ich meine, ja er isst regelmäßg, ja er hat nen vernünftigen Schlafrhythmus und ja er macht seine Ausbildung und das auch mit guten Noten. Aber seine Freizeit besteht zu 90% aus Computerspielen. Und ich? Ich krieg langsam Angst. Ich hab das Gefühl, er vergisst mich einfach manchmal. Und "manchmal" wird "immer öfter". Wenn jemand anruft, bin dass in aller Regel ich. Wenn jemand treffen plant, bin das in aller Regel ich. Und wenn er mir mal schreibt (anrufen tut er ja meist nicht) dann ist das oft genug ein "willst du nicht mitspielen?" Beim letzten Treffen (vergangenes Wochenende) hab ich Ihn darauf angesprochen... gerade auf das "vergessen fühlen", er meint, nein, er vergisst mich nicht. Er denke viel an mich. Er gibt aber auch zu, dass wir in letzter Zeit wenig gesprochen haben... und dann kam der Hammer.... aber vielleicht könne ich mir ja wieder ein Mikro besorgen, weil er am Telefon ja nicht zocken kann. Also ich würde natürlich vorgehen, aber so könne er ja beides miteinander verbinden!
Das hat mich echt traurig gemacht. Darum bin ich jetzt noch online und habe nach Spielesucht und Hilfe gesucht. Habe ich für mich selbst nie gemacht. Ich hatte einfach irgendwann keine Lust mehr mich für irgend ein Spiel stundenlang zu verpflichten. Er auch, aber er hat genug Alternativ-spiele... Jetzt ist es 3 Uhr nachts und ich schreibe in ein Mediensuchtforum. So spät war ich seit Wochen nicht online. Ich dachte, dass hätte ich hinter mir. Aber er macht mir Angst und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll.

Gute Nacht,
mai
Montag, 16.Mai 2011, 16:52

mai Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 16.05.2011
Alle Jahre wieder... meine Geschichte
Ich hatte ursprünglich heute Nacht noch nen ganzes Stück mehr zu mir geschrieben. Aber dann war die Zeichenbeschränkung erreicht und ich war noch gar nicht wirklich viel auf meinen Freund eingegangen, da habe ich davon Großteile gelöscht.
Dass ich gestern eine ganze Weile überlegt hab, ob ich denn hier oder im Betroffenen-Forum schreiben soll, sagt vermutlich einiges.
Ich bin halt beides. Betroffen und Partner. Gestern hat mich das Partner-sein erschüttert. Heute das Betroffenen-sein. Ich würde am liebsten weinen.

"Alle Jahre wieder" triffts bei mir gut. Mit Mediensucht "kenn ich mich aus", mit dem Loswerden eher nicht so. Ich glaube, bei mir kann man sogar fast die Printmedien mit einrechnen. Alles, was mir hilft mir "meine" Fantasiewelt aufzubauen. Jedes mal, wenn privat große Veränderungen anstehen, kommt eine neue Sucht. Nein, die Male, die ich auch nur ansatzweise sowas ähnliches wie betrunken war (was bei anderen dann noch unter "angetrunken" abgehakt wird) kann ich locker mit einer Hand abzählen und hab noch Luft bis ich die nächste brauche. Nein, ich habe noch nie an einer Zigarette gezogen und hab auch nicht vor, das zu ändern. Nein, andere Drogen meine ich auch nicht. Aber bei Mediensucht, da hab ich bald alles durch.
Nächte durchlesen? Bis zu Rückenschmerzen und dann noch zwei Stunden weiter? Alles mitgemacht. Dass ich da nicht sonderlich zugänglich war, muss ich glaube ich, nicht erzählen. Fernseh gucken? Am liebsten den ganzen Tag? Kenn ich wohl. Die Nacht durch chatten und mit einer Stunde Schlaf zur Schule? Klar, geht alles. Die Freizeit nur in MMORPGs unterwegs? Jawoll, wieso auch nicht!

Nein, ich mach jetzt nicht alles Zeitgleich. Das ist das Faszinierende. Ich hab keinerlei Interesse mehr am Fernsehen. So schnell die Fernsehsucht kam, so lang sie auch anhielt, irgendwann war's vorbei. Kein Bock mehr. Ich glaube, meine Fernsehsucht war kurz nach dem Schulwechsel. 5te Klasse und so. Neue Schule neue Leute, man hat noch nicht so die, mit denen man was unternimmt. Da guckt man dann eben nach der Schule einen Anime. Oh danach kommt ja auch einer. Hm, den find ich eigentlich nicht so interessant, aber DANACH kommt wieder einer, den will ich aber sehen... ach für die 20 Minuten brauch ich den Fernseher auch nicht ausmachen, sonst verpass ich noch den Anfang... Und irgendwann... hat ich einfach keine Lust mehr auf Fernsehen. Das ist doch blöd, du hast davon Kopfweh, die Serien sind auch alle das Gleiche. Ich hab quasi mit 11 meine erste eigene kleine Abgewöhnung durchgemacht und hab bis heute (fast 9 Jahre später) immer noch keinerlei Interesse am Fernsehgucken. Manchmal find ich's schade... ich meine, ich kann mich meist nichtmal für Nachrichten schauen motivieren. Ansonsten vermiss ich da gar nichts.

Das nächste war das Chatten. Ich war in der Schule immer gut und irgendwann, wurd ich deswegen in eine andere Klasse gepackt. Hey! Veränderung! Zeit für eine neue Sucht! Hab ich mir natürlich nicht gedacht, aber so ist's gekommen. Ich hab schon eine Weile vorher meinen eigenen PC gehabt. Den auch ab und an mal genutzt und ein wenig gesurft, aber eigentlich ganz brav und nicht sonderlich häufig. Kurz vor meinem Klassenwechsel hab ich das Chatten bei "knuddels" angefangen. Schon gefährlich viel aber noch im Normalbereich. Danach ging's dann richtig los. Neue Klasse, die sich alle schon kannten und ich war neu da? Die Lehrer (vorallem einer) waren auch nicht sonderlich hilfreich. Ich hatte zum Teil wirklich Angst vor der Schule und hab mich zuhause vor den PC geflüchtet. Da konnte ich mit den Leuten "reden". Besonders toll fand ich, dass ich mich da auch gut mit den Jungs verstanden hab. Mit 13 hab ich mir eingeredet in einen Jungen dort furchtbar verliebt zu sein (er war 15) und hab ihm das auch gestanden. Nach fast einem Jahr "zusammen seins" haben wir uns dann tatsächlich das erste mal getroffen. Meinen Eltern hab ich erst danach davon erzählt, dass ich mich mit ihm getroffen hatte (ja, das war gefährlich, aber dass sieht man da natürlich nicht ein). Lief natürlich voll daneben. Also er war wirklich der 15-jährige, bzw. dann 16-jährige Junge. Nur wir haben einfach beide überhaupt keinen Ton rausbekommen. Bei dem einen Treffen ist's dann auch geblieben. Aus Eigeninitiative bin ich mit fast 15 für 11 Monate ins Ausland. Davor hab ich mit ihm "Schluss gemacht", war generell schon eine Weile kaum noch in knuddels (auch vor dem Treffen schon immer weniger). Das Ausland war soweit gut. Aber mit sozialen Kontakten, war da auch nicht so viel. Nach einem halben Jahr dort, hab ich wieder angefangen in Knuddels zu chatten... das ging da nur abends, aber ich hab das gemacht, wann immer es ging und wäre deswegen fast vorzeitig nach Hause geschickt worden. Da ist für mich Knuddels gestorben. Das war mit 15 dann mein zweites Suchtende.

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht Alternativen finden würde. //mehr im nächsten Post
Montag, 16.Mai 2011, 17:38

mai Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 16.05.2011
Wir schreiben das Jahr 2007, ich bin mitten in der Oberstufe (Jahrgang 12 von 13). Irgendwie fehlt mir was. In der Schule höre ich immer wieder Leute von World of Warcraft reden. Ja, ich hatte schon vorher davon gehört, auch von dem großen Suchtpotential. Ich hardere mit mir. Soll ich das wirklich kaufen? Es reizt mich schon. Zu Weihnachten 2007 beschenke ich mich selbst mit wow, fange über die Ferien an zu spielen. Trotz Ferien eigentlich nicht so in Massen, wie man das wohl bei meiner bisherigen Geschichte erwartet. Das kam erst danach, als ich Leute kennenlerne. Alles auch Anfänger, die etwa zur selben Zeit angefangen haben. Wir leveln zusammen hoch. In der Zeit habe ich auch meinen jetzigen Freund kennengelernt. Mittlerweile haben wir eine nette kleine Gilde. Zu den wow-hardcore-gamern wird man uns nie zählen, aber wir hatten zusammen unseren Spaß. Mit einer kleinen Truppe treffen wir uns auch ab und an "richtig". Mit meinem Mittlerweile Freund verstehe ich mich schon im Spiel sehr gut und die Treffen zeigen, dass das auch außerhalb gut klappt. Ich find ihn sympathisch, krieg Herzklopfen, aber traue meinen eigenen Gefühlen nicht. "Du kennst ihn doch kaum", "Das bildest du dir doch alles nur ein, das wird doch nur, wie damals in Knuddels". In der Schule gibt es auch einen Typen, den ich interessant finde. Einfach weil er intelligent ist. Aber mehr eigentlich auch nicht, er ist halt interessant. Ich versuche mich trotzdem daran zu klammern, will eigentlich keine Fernbeziehung mit irgendwem möchte, den ich aus einem Onlinespiel kenne. Aber der Typ aus der Schule interessiert sich nicht für mich, sobald es um nicht-schulische Dinge geht. Das nächste Treffen mit den Leuten aus wow ist da. Das Herzklopfen meldet sich zurück. Wir können zusammen rumalbern, egal ob es ums Spiel geht oder nicht. Die Vernunft gibt auf, das Herz siegt - wir kommen zusammen. Das Chaos ist perfekt. Mein Abi besteh ich mit bravour. Trotz minimalen Lernaufwands. In der Zeit zwischen Abi und Studium kann ich viel zu meinem Freund fahren. Verbringe ansonsten sehr viel Zeit im Spiel. Beim Studium wird es weniger. Mein Internet reicht nicht aus (ich bin ehrlich, das ist mehr der Grund als alles andere). An Leuten, die das Spiel "zu ernst" nehmen, bricht dann die Gilde auseinander. Was heißt zu ernst? Zeit haben wir alle viel zu viel im Spiel verbracht. Zu ernst hieß, sie sind unzufrieden, wenn wir nicht alles schaffen, was wir angehen. Wenn manche Leute nicht "gut genug" spielen. Viele hören auf. Mein Freund, wenn auch erst später und aus anderen Gründen, auch. Ich bleibe. Warum eigentlich? Warum tu ich mir das an? Die Wahrheit ist, ich weiß nicht, was ich mit mir anfangen soll. Wie erbärmlich.

Ich jogge jetzt regelmäßig. Etwa 3mal die Woche. Ich will's auch nicht übertreiben, aber ich brauche Ablenkung. Mein Freund spielt jetzt andere Spiele (siehe erster Beitrag). Ich will nicht mehr und doch komm ich nicht vom PC weg. Ich rede jetzt nicht vom Spiel. Ich brauche für meine Ausbildung einen PC und das quält mich. Ich programmiere gerne, das macht mir Spaß und das kann ich auch einigermaßen. Darauf kann ich mich auch konzentrieren. Aber momentan muss ich Internetrecherche machen, um einen Bericht zu erstellen. Und es fällt mir schwer. Ich kann stundenlang themenrelevante Seiten durchlesen und komme trotzdem mit dem Bericht nicht voran. Mein Vorgesetzter ist unzufrieden, dass ich nicht voran komme, aber ich weiß einfach nicht mehr wie. Ich hab Angst vor der Arbeit, wie in der 8ten Klasse vor der Schule und blocke noch mehr ab. Ich weiß, wenn ich diesen Bericht fertig habe, dann kann ich wieder andere Dinge tun. Das sollte doch dazu motivieren, es hinter mich zu bringen? Und trotzdem fällt es mir so schwer. Darum schreibe ich heute aus Sicht der Betroffenen. Denn dessen bin ich mir heute wieder allzu bewusst. Betroffen zu sein. Nicht mit Medien umgehen zu können.

Zu den Printmedien: Sie sind vermutlich die leichteste Form der Sucht. Und doch kann mir keiner sagen, dass dort kein Suchtpotential besteht. Das Gute ist: Wenn ein Buch vorbei ist, dann ist erstmal Ende. Ein Neues kaufen oder ausleihen, ist jedes mal ein Aufwand. Das ist der Unterschied. Und doch, am schlimmsten ist es, bereits erschienene Serien zu lesen. Ich lese das erste Buch. Am Besten an einem Tag. Und dann zerrt es mich danach, weiterzulesen. Ich WILL jetzt den nächsten Band haben. Und wenn ich ihn hab, wird er verschlungen. Ist das denn keine Sucht?

Grüße,
Mai
Mittwoch, 18.Mai 2011, 14:53

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 282
Mitglied seit: 12.06.2009
Heißhungerattacken auf Medien
Hallo mai,
da hast Du ja wirklich ganz kompakt ein fettes Paket in dieses Forum gestellt und bist wohl auch hin- und hergerissen zwischen der Frage: bin ich hier nun als Partnerin eines Spielesüchtigen oder bin ich hier als selbst Betroffene? Vielleicht wendest Du Deine ganze Aufmerksamkeit erst einmal auf Deine ureigene Situation und lässt Deinen Partner außen vor?
Offenbar hast Du das Problem, dass Du alles, was Du anfängst, exzessiv und ausschließlich machen musst, sei es fernsehen, chatten, spielen oder lesen. Wenn Du Dich dann "sattgefressen" hast, ist dieses Kapitel ein für alle mal erledigt und Du schaust Dich nach neuem Futter um. Auch jetzt, wo Du eigentlich ganz zielgerichtet recherchieren müsstest, kannst Du den vielen vielen Abzweigungen, die das Internet bietet, nicht widerstehen und verzettelst Dich auf Deiner Suche nach der Suche nach der Suche nach der Suche...Dennoch scheinst Du trotz allem im Auge zu behalten, was da mit Dir geschieht - bist dem zwar ausgeliefert, als würde es Dich beherrschen, aber merkst trotzdem, dass etwas Exzessives da mit Dir abgeht.
Könntest Du Dir denn vorstellen, mal zu einer Beratungsstelle zu gehen? Vielleicht tut es Dir gut, gemeinsam mit kompetenter fachlicher Hilfe mal heraus zu finden, warum Du immer wieder einen solchen "Heißhunger" entwickelst auf eine bestimmte Form der Mediennutzung. Schau doch mal in unserem Netzwerk für Ratsuchende nach, ob unter Deiner Postleitzahl eine Beratungsstelle aufgeführt ist, ansonsten können wir Dir gerne bei der Suche danach behilflich sein, wenn Du uns (gerne mit PN) Deinen Wohnort mit der Postleitzahl schreibst.
LG Merle
Mittwoch, 1.Jun 2011, 21:10

mai Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 16.05.2011
Hallöchen!
Erstmal vielen Dank für die Antwort und tut mir leid, dass ich mich so lang nicht zurückgemeldet habe. War wohl in dem Fall eher eine positive Entwicklung. Ehrlich gesagt muss ich sagen... die ersten 1-2 Tage hab ich hier ständig (als ich nicht auf der Arbeit war!) immer mal wieder reingeschaut und sehnsüchtig auf eine Antwort gewartet und dann gedacht... wie blöd bist du eigentlich? Schreibst in ein Suchtforum und schaust dann wie süchtig alle halbe Stunde nach ner Antwort. Hä? Naja gut, Einsicht ist der erste Weg zur Besserung und danach hat ich auch das Bedürfnis gar nicht mehr ständig hier reinzuschauen. Gut so!

Wow hab ich seitdem auch kaum gespielt. Ich hatte da ja noch geschrieben "in letzter Zeit wieder öfter" und so... ich glaube jetzt... hmm vielleicht einmal pro Woche, dass ich mal reinschau? Dann vielleicht auch mal 2-3 Stunden am Stück, aber früher warens auch mal eher 5-6 und das fast jeden Tag. Also ich würde sagen, momentan alles im grünen Bereich! Eine Beratungsstelle wär vielleicht nicht schlecht, aber mein Wohnort wechselt leider häufig, was das ganze etwas schwierig macht. Hier, wo ich jetzt bin, bin ich zum Beispiel auch nur noch einen Monat, dann erstmal Urlaub und danach wechselt es auch noch ständig. Insgesamt maximal 3 Monate am Stück an einem Ort, sind irgendwie nicht so die besten Voraussetzungen.

Auf der Arbeit läuft es auch wieder besser. Vielleicht nicht ganz rund, aber nicht mehr ganz so eckig Ich hoffe, dass ich das Projekt rechtzeitig abschließen kann, durch meine zwischendurch verlorene Zeit, wirds jetzt aber stressig *puh*

Und mein Freund? Hachja, der zockt. Aber ich bin mal gespannt. Ich habe ja eben schonmal Urlaub erwähnt. Zusammen mit meinem Freund und noch 2 Studienkollegen fahren wir zwei Wochen in ein Ferienhäuschen. Und als ich gemeint hab "aber der Laptop bleibt zu Hause!" hat er zwar kurz gegrummelt, aber dann zugestimmt! Ehrlich gesagt, zwischenzeitig hatte ich überlegt meinen mitzunehmen, aber... nö! Damit ich dann vorm PC hock und er nicht weiß, was er machen soll? Ist doch blöd! Einer der Studienkollegen wird wohl einen dabei haben, um Fotos von der Digitalkamera zu sichern. Vielleicht können wir dann ja mal abends da dran zu viert nen Film gucken, aber mehr muss ja auch nicht sein. Außerdem waren die Spieleabende die wir ab und an gemacht haben, auch immer ganz lustig. Ich freu mich jedenfalls auf zwei Computerfreie Wochen

Ich glaube, ich bin gerade eigentlich in dem "Kein Bock mehr auf PC-Sucht"-Stadium, aber kann dem eben auch wegen Beruf nicht ausweichen. Vielleicht entwickelt sich daraus ja mal eine gesunde Einstellung anstatt dem bisherigen ganz oder gar nicht? Nunja mal schauen!

In munterer Selbstbeobachtung,
Mai

P.S.: Ich bin heut das erste mal 5km durchgelaufen! Hurray!
Mittwoch, 8.Jun 2011, 13:41

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 282
Mitglied seit: 12.06.2009
ganz OHNE?
Hallo Mai,
dann wünsche ich Dir einen wunderschönen, fast ganz und gar medienfreien Urlaub. Es ist toll, abends Karten zu spielen oder einfach nur dazusitzen und zu ratschen. Das kann Dir kein Film der Welt ersetzen. Vielleicht schafft Ihr es ja sogar ganz OHNE.
Sei nicht zu optimistisch von wegen "im grünen Bereich". Manch einer hat schon gedacht, er hätte es im Griff, und ganz von hinten links ging dann alles von vorne los. Insofern ist Deine "muntere Selbstbeobachtung" eine wunderbare Sache.
Berichte uns doch, wenn Du wieder im Lande bist, wie es war, ja?
Liebe Grüße
Merle


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