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        30161 Hannover (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen)

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Dienstag, 7.Jun 2011, 13:21

Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 1
Mitglied seit: 07.06.2011
30161 Hannover (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen)
Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachen (KFN) führt derzeit ein Forschungsprojekt zur Computerspiel- und Internetabhängigkeit durch. Dieses wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

In dem multimethodalen, interdisziplinären Forschungsprojekt werden die Ursachen, der Verlauf und die Verbreitung (Prävalenz) von Computerspielabhängigkeit sowie die klinische Relevanz weiterer Formen psychischer Abhängigkeit in Zusammenhang mit der Nutzung interaktiver Unterhaltungsmedien untersucht.

Das Projektdesign berücksichtigt dabei sowohl quantitativ- als auch qualitativ-methodische Zugänge, die eng aufeinander bezogen werden. Gegenstand des quantitativen Untersuchungsteils ist eine längsschnittliche Untersuchung von Medienabhängigkeit an Schüler(inne)n 7. bis 10. Klassen sowie eine deutschlandweite Repräsentativuntersuchung in der Altersgruppe von 16 bis 49 Jahren. Gegenstand der qualitativen Untersuchungsmodule sind vertiefende Interviews mit normal spielenden, exzessiv spielenden, abhängigkeitsgefährdeten und abhängigen Spielern sowie eine strukturelle Analyse einschlägiger Spieltitel nach spielimmanenten Abhängigkeitsmerkmalen.

Mittels der im Projekt gewonnen Expertise soll ein diagnostischer Standard zur Erfassung von Medienabhängigkeit entwickelt werden, der seine Entsprechung in den klinischen Klassfikationssystemen findet. In diesem Zusammenhang soll als Weiterentwicklung der Computerspielabhängigkeitsskala KFN-CSAS-II ein mehrdimensionales, adaptives Diagnostikum entwickelt werden, mit welchem das Vorliegen abhängiger Mediennutzung im Einzelfall abgeklärt werden kann. Weiterhin sollen aus den Projektergebnissen Handlungsleitlinien für den Jugendschutz entwickelt werden, damit Merkmale, die auf ein besonderes psychotropes Abhängigkeitsrisiko einzelner Angebote hindeuten, im Rahmen des Alterseinstufungsverfahrens von Computerspielen berücksichtigt werden können.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kfn.de.

Aktuell suchen wir für unsere Teilstudie „Computerspielen in Deutschland – zwischen aktiver Freizeitgestaltung und Abhängigkeit“ Computerspieler für Interviews. Um der großen Vielfalt des Themas gerecht zu werden, möchten wir mit ganz unterschiedlichen Menschen sprechen – jungen und alten, Menschen die wenig und anderen die sehr viel Video- oder Computerspiele spielen beziehungsweise einmal gespielt haben.

In den Interviews gehts es um die Lebenswelt der Spieler und ihre Erfahrungen mit den Spielen. Sie dauern etwa zwei bis drei Stunden. Alle Daten werden anonymisiert und vertraulich behandelt. Teilnehmer erhalten eine Aufwandentschädigung von 25 Euro pro Interview.

Bei Interesse können Sie sich unter www.interviewstudie.de informieren und registrieren.


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