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Dienstag, 30.Aug 2011, 11:46

lela72 Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 04.08.2011
Sohn steckt sein ganzes Geld in Onlinespiele
Hallo!

Ich bin neu in diesem Forum und hoffe auf diese Weise Rat von anderen Angehörigen oder Betroffenen zu erhalten.

Mein Sohn ist 17 und seit mehreren Jahren computersüchtig. Was genau wir in den letzten Jahren mit ihm durchhaben würde hier zu weit führen (wäre eine abendfüllende Lektüre). Nur ein paar Eckdaten... In der Schule gab es schon immer Probleme. Er war faul und hat in den letzten Schuljahren eher gefehlt, als das er hingegangen ist. Er ist völlig resistent gegenüber Strafen oder Belohnungen. Er hat alles ausgesessen, bis wir irgendwann nachgegeben haben (egal wie lange es gedauert hat). Er hat bereits 2 Ausbildungen abgebrochen. Er lügt uns ständig an (egal um was es sich handelt) und egal was wir sagen, er macht im Endeffekt immer das was er für richtig hält. Über Konsequenzen denkt er immer erst hinterher nach. Er ist völlig von seiner Freundin abhängig (im Grunde wird eine Abhängigkeit von einer anderen ersetzt).

Mein Sohn spielt vorrangig aus Langeweile. Das ist eigentlich immer dann der Fall, wenn sich nicht pausenlos jemand mit ihm beschäftigt oder er bei seiner Freundin ist. Die Beiden können sich allerdings nicht allzu oft sehen, da sie 200 km weg wohnt und P. meistens kein Geld hat um zu ihr zu fahren. Das hat ihn bisher aber nicht davon abgehalten zu ihr zu flüchten, wenn es zu Hause Ärger gab. Geld ist bei ihm eh ein großes Problem. Er benötigt ständig welches, hat es aber nie lange. Wir müssen zu Hause alle wichtigen Sachen (und Geld sowieso) wegschließen, weil P. es sonst eventuell verscherbelt. Er hat bereits sein Sparkonto geplündert (obwohl ich die Karte weggeschlossen hatte) und sämtliche Spielkonsolen und Spiele (ohne unser Wissen und Einverständnis) zu Geld gemacht. Dieses Geld wird dann in seinen Spielaccount gesteckt. Er ist allerdings sehr kreativ und findet immer irgendwie Möglichkeiten um an weiteres Geld zu kommen. Vor ein paar Monaten hatte er eine Handyrechnung über 610 Euro, wovon alleine 500 € für ein Onlinebezahlsystem waren. Er hat natürlich abgestritten das er es war (jemand muss sein Handy genommen haben). Danach haben wir ihm sein Handy weggenommen, um weitere horrende Kosten zu vermeiden. Einen PC hat er auch nicht mehr, nachdem er Anfang August nach 2 Tagen seine Ausbildung hingeschmissen hat und lieber den ganzen Tag (und die Nacht vorher) vor der Kiste verbracht hat. In den letzten Wochen ist ein neues Problem aufgetaucht. Er bekommt öfter Post von seiner Bank (er hat ein Jugendkonto, das er nicht überziehen kann), dass eine Firma Abbuchungsversuche unternommen hat. So um die 90 Euro hab ich denen schon überweisen müssen, da Sohnemann ja kein Geld hatte und ich bereits ein Schreiben von einem Anwalt bekommen hatte. Nachdem ich mal bei der Firma nachgefragt hab, wofür er denn das ganze Geld bezahlen muss weiß ich, dass er sich anscheinend auf irgendwelchen Pornoseiten angemeldet hatte... Mir hatte er erzählt, dass er sich im März die neuste Staffel von seiner Lieblingsserie gekauft hat.
Es ist traurig, aber er schafft es nicht mal für seine Freundin sein Geld zusammenzuhalten. Vor ein paar Tagen hatte er Geld von seinen Großeltern bekommen (er hatte 4 Tage dafür gearbeitet) und wollte alles seiner Freundin geben, weil diese grad ein bisschen knapp bei Kasse ist. Er hatte allerdings noch ein paar Termine und konnte deshalb nicht gleich zu ihr fahren. Als er dann fahren wollte, waren von den 130 Euro nur noch knappe 30 Euro übrig. Angeblich hat er einem Freund 50 Euro geliehen, aber als wir seine Hosen waschen wollten, haben wir schon alleine 35 Euro in Paysafecards gefunden. Im Endeffekt hat er seine letzten PS2-Spiele (für nen Appel und n Ei) verkauft, damit er zu ihr fahren kann. Nur zur Info... Von uns bekommt er kein Geld mehr, da er öfter mal einfach nicht wiedergekommen ist, wenn er bei seiner Freundin war. Er hat wichtige Termine sausen lassen, weil er sie nicht alleine lassen wollte (sie ist erst vor kurzem in eine eigene Wohnung gezogen).

Tja, was haben wir bisher unternommen... Ich hab in den letzten Jahren alles an Beratungsstellen abgegrast, was irgendwie in Frage kam. Wirklich geholfen hat nichts davon. Seit ein paar Monaten stehe ich in Kontakt mit dem Jugendamt, weil wir zeitweise so ausgebrannt waren, dass wir überlegt haben P. in eine Einrichtung für betreutes Wohnen zu geben. Dafür ist er allerdings mittlerweile zu alt. Wir sind uns mit dem Jugendamt einig, dass P. dringend eine stationäre Therapie machen müsste (nicht nur wegen der Computersucht), aber das funktioniert nur auf freiwilliger Basis und das will P. wegen seiner Freundin nicht. Er kennt seine Probleme und weiß eigentlich auch das er Hilfe braucht (auch wenn er es vielleicht nicht wahr haben will), aber eigentlich will er nichts an seiner Situation ändern. Das JA will ihn nun einen Helfer an die Seite stellen und ihn zur Suchtberatung schicken.

Wir fühlen uns so hilflos. Was können wir noch tun um ihm zu helfen? Wie soll er denn sein Leben in den Griff kriegen
Donnerstag, 15.Sep 2011, 10:13

lela72 Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 04.08.2011
Okay, ich merk schon... Die ganze Thematik ist etwas zu komplex. Also werde ich mal versuchen, es nur auf die Mediensucht zu beschränken. Ist ja schließlich das Thema dieses Forums.

Wir hängen momentan wieder ein bisschen in der Luft. Sohnemann verschwindet morgens und kommt immer erst spät abends wieder heim (er darf während der Woche bis 22 Uhr raus und um die Zeit sind wir meistens schon im Bett). Angeblich hält er sich nur kurz mal im Internetcafe auf, wenn er aber mal ein bisschen was erzählt, hat es grundsätzlich was mit dem Internet zu tun (zurzeit scheinen Telefonstreiche über marcophono total in zu sein). Vor knapp 2 Wochen war er plötzlich total motiviert und wollte sich ganz dringend einen Job besorgen (er hatte grad seine Freundin besucht). Er hat sofort Zeitungen gewälzt, ein paar Telefonate geführt und auch 3 Onlinebewerbungen weggeschickt. Die Begeisterung hielt genau einen Tag an. Seitdem war er eigentlich nur noch zum Schlafen zu Hause und jobmäßig ist überhaupt nichts mehr passiert. 2 Termine beim Arbeitsamt wurden einfach ignoriert, was zur Folge hatte, dass ihm Leistungen gestrichen wurden, die er noch gar nicht bekommt, weil er seine Unterlagen fürs Arbeitslosengeld noch gar nicht abgegeben hat. Gestern hab ich mal wieder das Gespräch mit ihm gesucht und ihm erklärt, dass es so nicht weitergehen kann. Er hängt nur noch mit seinen Freunden im Internetcafe und kümmert sich um nichts anderes mehr. Das Gespräch ist nicht wirklich gut gelaufen. Er warf mir vor, dass egal was er macht ja eh alles falsch wäre, dass ich ihn ja nur abschieben will und das es wohl besser wäre, wenn er sich an den nächsten Baum hängen würde, damit wir ihn los wären. Sein Schlusssatz, bevor er abgehauen ist, war, dass ich mir einen anderen Sohn suchen soll.

Ich weiß nicht wie das weitergehen soll. Sowie man Kritik an ihm übt, flippt er total aus. Es ist ja nicht so, dass ich ihn nur kritisieren will. Wir machen uns einfach Sorgen um ihn und können nicht zulassen, dass er alles schleifen lässt und sich seine Zukunft verbaut. Aber er nimmt jede Kritik total persönlich und anstatt mal drüber nachzudenken ob wir vielleicht recht haben, wird er total trotzig und macht es dann erst recht nicht.

Ich mache mir natürlich Gedanken, was wir für Möglichkeiten haben. Seit gestern hat er einen Erziehungshelfer an die Seite gestellt bekommen, wobei ich ehrlich gesagt der Meinung bin, dass das nicht wirklich viel helfen wird. Mein Sohn hat es unheimlich gut raus den Leuten was vorzuspielen. Er tut so, als wenn alles läuft und kann dabei auch sehr überzeugend sein. Aber vielleicht bin ich ja auch zu voreilig in der Sache. Erst mal abwarten...

Wir hatten überlegt, ob ein Umzug vielleicht helfen könnte. Vielleicht habt ihr ja schon Erfahrungen in der Richtung gesammelt. Würde es was bringen umzuziehen, um ihn aus seinem Umfeld zu reißen und ihm die Möglichkeit zu nehmen den ganzen Tag im Internetcafe mit seinen Freunden abzuhängen?

Kann ich ihn zwangseinweisen lassen, wenn der Verdacht besteht, dass er sich eventuell was antut? Vielleicht findet ihr das total überzogen, aber ich will einfach alle Möglichkeiten für mich abklären, um mir nicht irgendwann vorzuwerfen, ich hätte was übersehen oder irgendwas nicht ernst genug genommen.
Wir würden ihn ja eh gerne in eine Therapie schicken, aber zum einen will er nicht und außerdem wird eine Therapie die auf Mediensucht ausgelegt ist, schwer zu kriegen sein. Das ist wahrscheinlich eher für Leute gedacht, die den ganzen Tag WoW zocken und nur noch vom PC aufstehen, um auf´s Klo zu gehen. Ich wüsste auch nicht genau wo ich mich hinwenden soll. Einfach einen Psychologen aufsuchen oder irgendwo anrufen???

Also letzte Möglichkeit hatten wir in Erwägung gezogen, ihn zu seinen Großeltern zu schicken. Die hatten ihm vor einigen Monaten angeboten, dass er dort wohnen kann und sie ihm eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Gereich besorgen. Er hatte damals dankend abgelehnt, vermutlich wegen seiner Freundin. Wir sind uns nur nicht sicher, ob er zum jetzigen Zeitpunkt eine Ausbildung überhaupt durchhalten kann.

Was denkt ihr? Wir kann man das PC-Problem in den Griff bekommen? Oder gehen wir die ganze Sache vielleicht völlig falsch an? Sollten wir ihm wieder einen PC zur Verfügung stellen, damit er vielleicht nur zu Hause und unter Aufsicht drankommt???

Ich würde mich freuen, wenn jemand was dazu einfällt.
LG
Lela
Donnerstag, 22.Sep 2011, 12:22

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 282
Mitglied seit: 12.06.2009
Neubeginn
Hallo lela72,
es tut mir Leid, dass ich mich erst jetzt wieder aktiv im Forum einbringen kann und Dein langer und anrührender Bericht so lange unbeantwortet geblieben ist. Jetzt hat die Schule wieder angefangen und bleibt mir wieder mehr Zeit für den PC. Ich hatte so viel Anderweitiges zu tun und konnte mich fast gar nicht mehr an den Diskussionen hier beteiligen. Grundsätzlich ist es im Forum während der Urlaubszeit eher ruhig - deshalb hast Du wohl auch noch keine Antwort von anderen Lesern bekommen.
Das, was Du berichtest, ist ja wirklich sehr komplex, und es sieht fast so aus, als würde es an allen Fronten brennen. Dass aus Langeweile gespielt wird, ist ganz oft der Fall, aber die Frage ist, ob es zu diesem eher späten Zeitpunkt noch gelingt, Eurem Sohn Alternativangebote zu machen, mit denen er seine Zeit sinnvoll und befriedigend ausfüllen kann. Mir erscheint die Situation zwischen Euch, den Eltern, und ihm ziemlich verfahren zu sein, und diese Resistenz gegenüber Strafen und Belohnungen, von der Du schreibst, ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass ein Übermass davon in den letzten Jahren stattgefunden hat. Mittlerweile scheint Euer Sohn da völlig auf Durchzug zu schalten, weil er den Eindruck hat, dass er es Euch ja eh nicht recht machen kann.
Gäbe es denn die Möglichkeit für einen kompletten Neuanfang? Die Idee, ihn zu den Großeltern zu schicken, klingt doch recht gut. Hier kann er unter Umständen all den Zwist und Streit und all die Versagensängste, die ihn plagen (anderen Sohn suchen z.B.) sozusagen "von der Festplatte löschen" und neue Kräfte entfalten. Er braucht sicherlich dringend Erfolgserlebnisse, die ihm das Gefühl geben, nicht völlig nutzlos zu sein. Großeltern finden oft einen unverkrampfteren Umgang mit dem Enkelkind, als die leidgeprüften Eltern, bei denen die Söhne ja auch ganz schnell das Gefühl bekommen, die Erwartungen ja doch nicht erfüllen zu können.
Ich denke, dass es Eurem Sohn gut tun würde, in einer anderen Umgebung und etwas weiter entfernt vom Elternhaus einen Neubeginn zu wagen. So könnte sich die Situation für alle allmählich entspannen und sich eine neue und bessere Beziehung zwischen Euch entwickeln. Ihr habt viel miteinander durchgemacht. Vielleicht tut ein Abstand allen gut und lässt Euch endlich wieder durchatmen. Versuche, es Deinem Sohn zuzutrauen, dass er dies schafft. Es wird ihm gut tun, wenn Du an ihn glaubst, auch wenn es in den letzten Jahren so schwer war.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und drücke die Daumen.
Herzliche Grüße
Merle
Donnerstag, 29.Sep 2011, 11:18

lela72 Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 04.08.2011
Hallo Merle!

Vielen Dank für deine aufmunternde Antwort. Leider hast du recht. Es war und ist in den letzten Jahren ziemlich schwierig geworden und wir stehen dem ganzen ziemlich hilflos gegenüber. Klar ist mein Sohn mittlerweile ziemlich frustriert, weil er nichts auf die Reihe bekommt oder lange genug durchhält. Aber wie sollen wir ihm dabei helfen? Mehr als ihm gut zureden können wir nicht. Aber der bloße Willen etwas zu ändern reicht bei ihm leider nicht aus. Es fehlt ihm einfach an Durchhaltevermögen und daran, seinen inneren Schweinehund zu überwinden. Er bräuchte dringend einen Job oder eine Ausbildung, so dass er einen geregelten Tagesablauf hätte und nicht so viel Leerlauf, um vor lauter Langeweile zu spielen oder mit irgendwelchen ominösen Hotlines zu telefonieren. Aber dann besteht wieder das Problem, dass er da auch regelmäßig hingehen muss. Und das bekommt er momentan einfach nicht gebacken.
Deshalb wäre für ihn wirklich gut eine Ausbildung in der Nähe seiner Großeltern anzufangen. Dort wäre er unter Kontrolle und könnte sich nicht so leicht mit erfundenen Krankheiten raus reden, wenn er morgens keine Lust zum Aufstehen hat. Aber dazu ist er momentan leider nicht bereit. Nicht solange er noch mit seiner Freundin zusammen ist. Seit 1 1/2 Wochen ist er jetzt bei ihr, um sich dort einen Job zu suchen, aber ich gehe jede Wette ein, dass noch überhaupt nichts passiert ist. Er hatte sich das ganz fest vorgenommen, aber dabei wird es dann wohl auch bleiben.

Ich frag mich manchmal, ob das noch normal ist, diese Antriebslosigkeit und Faulheit. Sich etwas vornehmen, aber nichts durchhalten, sich selber und andere belügen und die Maßlosigkeit, wenn er irgendwas haben oder machen will. Dann ist es völlig egal was es kostet und ob es vielleicht unangenehme Konsequenzen hat... (z. Bsp. die ständigen Telefonate mit Erotikhotlines, egal ob der Anruf 90 Euro kostet oder man ein Abo über 10 Euro für 10 Tage abschließt, wobei die Kosten natürlich über den elterlichen Festnetzanschluss laufen)
Wo hört normales pubertäres Verhalten auf???

Lieben Gruß
Lela
Donnerstag, 6.Okt 2011, 12:09

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 282
Mitglied seit: 12.06.2009
bis hierhin und nicht weiter
Hallo Lela,
vielleicht ist es nicht sinnvoll, darauf zu warten, dass Euer Sohn mit einer Maßnahme, die Ihr für richtig haltet, einverstanden ist... Sollte er innerhalb der nächsten drei Monate, eine Ausbildung anbetreffend, nach wie vor nichts zustande bringen, ist es Euer gutes Recht und auch Eure Pflicht, an dieser Stelle einzugreifen und ihm die Möglichkeiten, die sich bei den Großeltern bieten, "aufs Auge zu drücken". Es ist Euch schließlich nicht zuzumuten, dass Ihr bis zum Sankt Nimmerleinstag abwarten müsst, bis ihm etwas passt. Ich denke, dass Ihr Euch da durchaus trauen dürft, aktiv zu werden und ihm ganz klar zu zeigen, dass Ihr nicht bereit seid, diesen Istzustand weiter hinzunehmen.
Wer zahlt eigentlich die Rechnungen für seine Erotikhotlines? Kommt etwa Ihr dafür auf? Das solltet Ihr dringend ändern, sonst nimmt Euer Sohn Euch irgendwann gar nicht mehr ernst und kann mit Euch machen, was er will. Das tut ihm nicht gut, und für mein Gefühl ist es an der Zeit, dass er da endlich einen Widerstand bei Euch zu spüren bekommt. Viele seiner Verhaltensweisen sind sicherlich noch der Pubertät zuzuordnen, denke ich, aber dies darf nicht die Generalabsolution für sein gesamtes Verhalten sein. Manches verwächst sich eben nicht, wie wir Eltern es gern hoffen. Jetzt wird für ihn der Grundstein für seine berufliche Zukunft gelegt, und es ist an der Zeit, dass ihm das bewusst wird. Wenn er nie etwas durchhält, wird sich dieser Zustand durch sein gesamtes junges Leben ziehen und es ist Eure Aufgabe, ihm da konsequent und klar den Weg zu weisen. Vielleicht braucht er ganz dringend an dieser Stelle einen klaren Standpunkt von Euch, im Sinne von "Bis hierhin und nicht weiter!"
Mutet ihm das Leben zu!
Herzlichst, Merle


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