Hallo ihr Lieben,
ich bin 21 Jahre alt und mein Freund ist 25.
Ich habe das Gefühl das cih ihn jeden Tag mehr und mehr verliere und alle Versuche meinerseits ihm zu helfen arten in Streit aus.
Es fing ganz harmlos an er hat LastChaos angefangen ab und an zu spielen dann wurde es immer mehr er fing an Geld dafür auszugeben.
Fing an mich und auch sich selbst zu vernachlässigen.
Dann wurde es besser er spielte 2-3 Monate nicht mehr. Irgendwann ich weiß nciht mal mehr den Zeitpunkt,
es kam fließend, fing er an wieder das Spiel zu spielen.
Ich muss dazu sagen er hat viele Schulden die sich angehäuft haben und wohnt jetzt bei mir/meinen Eltern. Es wurde mir mit der Zeit immer mehr und mehr zur Belastung. Ich habe keine Freiräume mehr und fühle mcih eingeengt durch seinen Pc und das spielen. Ich muss ihn regelrecht zwingen etwas mit mir zu unternehmen und jede Diskussion mit ihm artet in heftigen auseinandersetzungen aus.
Er weiß schon das etwas nciht richtig läuft aber er sieht die Fehler bei mir und nciht bei der Sucht. Wir haben uns einigen können das er in der Woche 10 std. spielt. Was leider ohne Kontrolle meinerseits nciht funktioniert. Er hat keinen überblick über die Zeit die er verschwendet und ich bin leider auch kein sehr geduldiger Menschund mir geht schnell die Hutschnur hoch.
Ich weiß manchmal nicht ob meine "kritik" gerechtfertigt ist, ob er wirklich ein Problem hat, aber es kann doch nciht sein das er die meiste Zeit vorm Pc verbringt oder liege ich da falsch? :(
Ich möchte ihn nicht vor die Tür setzen und mit seinen Problemen alleine lassen, aber er lässt mir kaum noch Wahlmöglichkeiten. Wenn er spielt darf ich keinen Mucks von mir geben weil seine Teamspeak Freunde sich sonst ärgern. Das ist doch krank.
Seine Familie kennt das Problem und cih habe auch intensiv mit seiner Mutter über das Problem gesprochen doch die einzige "unterstüzung" die ich bekam war ein tut mir leid und damit war das gespräch beendet. Ich weiß das wenn cih ihn rauswerfe er vor die Hunde gehen wird, ausser mir interessiert sich keiner für ihn.
Ich bin masslos überfordert mit der Situation vor allem weil ich auch eigene psychische Probleme hab mit denen cih zu kämpfen habe.
Er hat in einem Jahr 2000 Euro für das SPiel ausgegeben das ist der nächste Punkt der mir so angst macht, seine Sucht hat kein Limit. Er steckt Geld das er nciht hat in das SPiel!
Ich hoffe ihr habt Rat für mcih
Ganz liebe Grüße
Marina
MarinaW...Sucht Rat
Hallo Marina,
ich bin Vater eines 23jährigen Sohnes, und habe die gleiche "Karriere" durchgemacht, wie Du in Deiner zur Zeit geschilderten Situation.
Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur sagen: Es kann noch schlimmer werden....
Ich möchte Dir anhand meiner Vorgehensweise schildern, wie ich mit dem "Problem" umgegangen bin bzw . umgehe, damit Du selber einen passenden Weg suchst.
Ja, Ich bin mit der ganzen Situation offen umgegangen, bloß nix verheimlichen, oder gar verschleiern.
Ich habe mir an mehreren Stellen, auch dieses Forum, Ratschläge geholt. Bishin zu div. Psychologen: Diakonie- Lebenshelfe, Gesundheitsamt: Psychatrischer Dienst.
Diese Gespräche haben kein Geld gekostet, aber sie haben mir alle in gewisser Weise geholfen, dass ich zwar alles erforderliche getan habe, aber wenn ein Mensch sich nicht helfen lassen will, dann muß er fallen gelassen werden.
Du kannst keinen Menschen ändern, nur Dich selbst!
Deine Gefühle für Ihn kann ich verstehen, aber als "Angehöriger" oder Partner ist man viel zu tief emotional als Helfer verbandelt.
Du hast auch nur ein Leben und willst es für einen "Süchtigen" aufgeben?
Falls Interesse besteht, über den Werdegang meines online-spielsüchtigen Sohnes und mein fehlgeschlagenes "Helfersyndroms" zu erfahren, stehe ich Dir gerne für jegliche Rückfragen zur Verfügung.
Gruß Fred
Hallo Fred,
danke dir erstmal für deine Antwort!
Ich würde mcih freuen mehr über dein Problem mit deinem Sohn zu erfahren. Wie es sich abgespielt hat und vor allen Dingen was du versucht hast und wie es am Ende(bis Heute) ausgegangen ist.
Ich würde mcih sehr freuen von dir zu hören du kannst mir auch gerne privat schrieben wenn dir das lieber ist
Liebe Grüße Marina
gegenseitig austauschen
Hallo Marina, hallo Fred,
ich hoffe, dass Ihr Euch (vielleicht über PN oder auch telefonisch) weiterhin unterstützt. Es gibt keine bessere Hilfe, als geschildert zu bekommen, was andere in ähnlichen Situationen durchgemacht haben und welche Erkenntnisse sie daraus gezogen haben. Ich würde mich freuen, wenn Ihr uns hier im Forum berichtet, wenn sich etwas Entscheidendes verändert hat und welchen Weg Ihr gegangen seid.
LG Merle
Hallo merle,
leider hat sich fred seit meinem letzten post nicht mehr gemeldet. Im Moment ist die Situation etwas leichter geworden da ich mich mehr auf schule konzentriere, leider passiert dadurch das wovor ich solche angst habe. Gemeinsame Aktivitäten fallen weg, ich habe keine Lust nur Abfuhren zu kassieren und er hat allgemein keine Lust etwas anderes zu tun als zu spielen. Positiv ist das er sich bis jetzt gut an die abmachung gehalten hat und es wirklich versucht.
Soviel mal von mir
LG marina
WOW
Hallo, ich bin neu hier und froh endlich ein Forum gefunden zu haben, das sich mit meinem Problem beschäftigt.
Eigentlich ist es gar nicht mein Problem, sondern das meines Freundes (wir sind beide 25, wohnen zusammen, ich bin noch in der Ausbildung, mein Freund ist fest angestellt).
Er ist in meinen Augen extrem Computersüchtig. Vorallem spielt er WOW. Wenn er frei hat, steht er auf und setzt sich an den PC. Dann aber auch mal 11 Stunden am Stück. Zwei bis dreimal die Woche hat er feste Raids, die er auch nicht absagen "kann". Es ist ganz klar, dass er an seinem freien Tag nichts mit mir unternimmt. Das ist so furchtbar. Eigentlich geht es schon fast 3 Jahre so, aber immer wieder rede ich mir ein, dass es ja nicht so schlimm ist. Ist es aber. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich komm mir so dämlich vor.
Ich hab schon hundert mal mit ihm grerdet, wir streiten uns regelmäßig deswegen. Aber er sieht es nicht ein. Seine komischen Freunde spielen doch auch so lang. Ich sitz manchmal da und heul und hör ihn über sein beschissenes Headset fröhlich mit den anderen reden und könnte ausrasten.
Er braucht das zum "Runterkommen". Jaja. Abends einen Film mit mir ansehen reicht wohl nicht. Er geht grundsätzlich anbends dann nochmal an den PC. Und andauernd schreiben ihm diese Leute, ob er heute denn nicht mehr online kommt. Ich verstehe es nicht, in meiner Welt ist es nicht normal überhaupt jeden Tag zu spielen, geschweige denn drei oder fünf oder elf Stunden! Das ist doch krank. Aber ich komm nicht an ihn ran. Ich bin echt soweit, ihn vor die Wahl zu stellen: ich doer der PC. Aber ich hab ehrlich gesagt zu viel Angst, ihn zu verlieren. Dumm, ich weiß. Weil eigentlich hab ich ihn schon verloren...Ich finde auch niegends irgendwelche Therapiemöglichkeiten in unserer Nähe...würde sowieso nichts bringen. Er denkt ja, er hätte kein Problem. Ihm ist es egal, wie es mir dabei geht....Kann man denn nichts machen gegen dieses Übel?????
Beratungsstelle
Hallo Marina und Corinna,
oft kommen wir Angehörigen eines Abhängigen gar nicht auf die Idee, erst einmal für uns selbst eine Beratungsstelle aufzusuchen. Unser Fokus ist so fixiert auf den Partner (oder den Sohn), dass wir immer nur daran denken, wie gut es wäre, wenn der Betroffene sich helfen lassen würde. Das Problem ist nur, dass dieser meist gar nicht der Meinung ist, dass er Hilfe braucht. Für ihn ist die Welt in Ordnung und er versteht überhaupt nicht, warum alle um ihn herum schreien, zetern, drohen, weinen ...
Es wäre sehr hilfreich, wenn Ihr als verzweifelte Partnerinnen eine Suchtberatungsstelle aufsuchen würdet, um mehr über diese Thematik in Erfahrung zu bringen, über den Umgang damit, über Abgrenzung und wie Ihr Euch schützen könnt, damit Ihr durch diesen Kummer nicht auch "verloren geht". Wie schnell ist man als Angehöriger drin in diesem "Spiel", in dem Mechanismus, den anderen zu decken, in Schutz zu nehmen, Gründe zu finden, warum es trotzdem lohnenswert ist, die Situation an seiner Seite auszuhalten usw. Vergesst nicht, an Euch zu denken, an Eure Wünsche und Bedurfnisse. Ist es das, was Ihr wollt? Soll es so weiter gehen? Ist das Eure Vorstellung von Beziehung? Reicht Euch das? Wohin mit der Wut? Den versteckten Aggressionen, die sich in Euch auftürmen?
Schaut mal nach in unserem Netzwerk, ob Ihr eine Anlaufstelle in Eurer Nähe findet, ansonsten könnt Ihr uns gerne eine PN schreiben mit Eurer Postleitzahl und wir werden dann versuchen, jeweils eine Stelle für Euch in Erfahrung zu bringen.
LG Merle
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