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        87477 Sulzberg Fachklinik Römerhaus

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Montag, 12.Dez 2011, 14:10

Fachklinik Römerhaus Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 1
Mitglied seit: 12.12.2011
87477 Sulzberg Fachklinik Römerhaus

Internetsucht
Zunehmend fällt eine Minderheit von Internetnutzern auf, dass sie anscheinend die Nutzung des Internets nicht mehr kontrollieren kann. Das Denken dieser Menschen wird mehr und mehr von vergangenen oder zukünftigen Onlineaktivitäten geprägt. Aufgaben und Pflichten des Alltags werden vernachlässigt.
Dabei treten negative körperliche (z.B. Störung des Wach-Schlaf-Rhythmus, Rückenbeschwerden), psychische (z.B. Essstörungen, depressive Reaktionen, zunehmende soziale Ängstlichkeit) und soziale (sozialer Rückzug) Folgen auf, die das Problemverhalten teufelskreisartig verstärken.
Die diagnostischen Kriterien der Internetsucht sind:
• exzessive Schul- oder Berufsfremde PC- bzw. Internet-Nutzung von mehr als 30 Stunden wöchentlich,
• ein zumindest zeitweiliges unwiderstehliches Verlangen am Computer zu spielen,
• Ausrichtung des eigenen Lebens auf die Zeiten, die man mit der Chat- oder Spielgruppe verbringt
• Zurücktreten der realen Erlebniswelt mit problematischen Auswirkungen auf Erleben und Verhalten,
• fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen,
• kompensatorische Suche nach Anerkennung, Kontrollkompetenz, Erfolgsgefühlen und Abfuhr von aggressiven Regungen,
• anhaltende exzessive Computernutzung trotz nachweislicher körperlicher, psychischer und sozialer Schäden,
• Automatisierung der Online-Aktivitäten bzw. verminderte Kontrollfähigkeit bzgl. Beginn, Beendigung und Dauer des Computerspielen,
• anklingende „Entzugserscheinungen“ bei verminderter Computernutzung (Nervosität, Reizbarkeit, Unruhe, Schlafstörung).

Gerade Online-Spiele vom MMORPG-Typ (Massively Multiplayer Online Role Playing Games), wozu beispielsweise „World of Warcraft“ zählt, scheinen einen hohes Bindungspotential in sich zu tragen, da sie gleichzeitig mehrere Spielbedürfnisse ansprechen. Daneben sind Suchterkrankungen, insbesondere die Tabak-, Alkohol- und Cannabisabhängigkeit sowie die Glücksspielsucht vorherrschend.
Ein weiterer Schwerpunkt in der Betrachtung von Internetsucht betrifft die sog. Sozialen Netzwerke, dort sind laut der PINTA Studie (Prävalenz der Interabhängigkeit) 81,4% der Mädchen und Frauen Online, Männer dagegen nur mit 61,4%. Männer sind dagegen signifikant öfters bei den OnlineSpielen aktiv.

Über die Häufigkeit klinisch relevanter Störungsbilder der Intersucht sind noch keine verlässlichen Zahlen vorhanden. In internationalen Studien schwanken die Angaben zur Prävalenz des pathologischen Internetgebrauchs von Jugendlichen zwischen 1,6 % und 8,2 %. In der deutschen PINTA Studie wird von 1,5% gesprochen (Männer 1,7% und Frauen 1,3%).Das wären in Deutschland 560000.

Das Behandlungsangebot der Fachklinik Römerhaus beinhaltet folgende Elemente:
• störungsspezifische Gruppenpsychotherapien im Umfang von 3 Sitzungen pro Woche,
• ein Einzelgespräch,
• Training zu Entwicklung von Medienkompetenz,
• Ergotherapeutischer Behandlungsansatz
• gegebenenfalls einzel- oder gruppentherapeutische Behand-lung komorbider Störungen.


Fachklinik Römerhaus
Jodbad Sulzbrunn
87477 Sulzberg
Telefon: 08376/9204-0
Telefax: 08376/9204-88
Internet: www.roemerhaus-fk.de
Email: info@roemerhaus-fk.de



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